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Aglaja

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Kein Thriller

Adama
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Adama-die rote Erde Israels, aus der die Fruchtbarkeit Israels besteht und die vom ersten Tag bis heute mit der Waffe verteidigt werden muss, wie das Cover des Buches veranschaulicht. Die Kornähren, das ...

Adama-die rote Erde Israels, aus der die Fruchtbarkeit Israels besteht und die vom ersten Tag bis heute mit der Waffe verteidigt werden muss, wie das Cover des Buches veranschaulicht. Die Kornähren, das Brot Israels, wächst aus dem Lauf einer Kriegswaffe. Erstaunlich ist, dass in der englischen Ausgabe keine Waffe zu sehen ist, dort ist es nur der Getreidehalm auf dem ansonsten gleichen Cover. Warum?
Der Autor, der selbst seine Kindheit in einem Kibbutz verbrachte siedelt seine Geschichte in dem fiktionalen Kibbuz Trashim an.
Ruth ist die Hauptperson. Sie konnte als einzige ihrer Familie 1946 vor den Nazis aus Budapest fliehen. Sie ging nach Palästina und widmete ihr Leben dem Aufbau eines Kibbuz, dem Aufbau einer Heimat für die Juden. Sie wurde zu einer harten, pragmatischen Person, die vor nichts zurückschreckt. Ihr Herz ist bis ins Alter erfüllt von Hass, gegen den Juden, der ihre Familie verraten hat.
Das Buch ist ein Streifzug durch die neuere Geschichte Israels, erzählt entlang von drei Generationen der Familie von Ruth.
All das schreckliche bekannte Geschehen das in dem Namen Israels mitschwingt wird nur gestreift. Tidhar schreibt in einer nüchternen oft rauen Sprache mit abrupten Szenenwechseln. Die Personen werden nur grob dargestellt, man findet keine Reflexionen.

Mir hat das Buch leider überhaupt nicht gefallen. Es ist weder ein Thriller, noch kann ich die Aussagen von Junot Diaz und Catriona Ward auf dem Cover nachvollziehen. Ich habe viele Bücher über Israel gelesen, Adama war für mich das schlechteste.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

"... kaputter Mensch"

Am Meer ist es schön
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Eine Familiengeschichte aus den sechziger Jahren mit ihren Auswirkungen auf das Leben der Hauptfigur Susanne bis in das Jahr 2018.
Da öffnet sie sich zum ersten Mal und erzählt am Sterbebett ihrer Mutter, ...

Eine Familiengeschichte aus den sechziger Jahren mit ihren Auswirkungen auf das Leben der Hauptfigur Susanne bis in das Jahr 2018.
Da öffnet sie sich zum ersten Mal und erzählt am Sterbebett ihrer Mutter, von dem was sie als neunjährige im Verschickungsheim Morgentau an der Nordsee erlebt hat. Sie erzählt es ihrer Tochter im Beisein ihrer Mutter, die ihr damals nicht geglaubt hat. Das Erleben in diesem Heim hat sich tief und schmerzhaft in die Seelen der Kinder gebohrt und viele von ihnen konnten niemals darüber reden, geblieben sind ihnen verstörende Albträume. Oft wurde das Vertrauen zu den Eltern zerstört. In den Büchern von Anja Röhl, auf die sich die Autorin u.a. bezieht und in lexikon@socialnet.de ist nachzulesen wie es den Verschickungskindern erging und vor allem ist zu erfahren, was die skandalösen Hintergründe dieses 100-Millionen Geschäftes waren, dessen Wurzeln der Systeme nicht nur in die NS-Zeit reichen sondern schon in den 1930iger Jahren propagiert, dessen "schwarze Pädagogik" bis in die 1990 Jahre angewendet wurde und erst sehr spät Interesse an Aufklärung weckte.

Die Autorin hat ein einfaches, gut zu lesendes Buch geschrieben, das im besten Fall dazu anregt sich tiefer mit diesem Geschehen zu befassen.
Die Beschreibungen der Charaktere blieben flach und bewegten sich dadurch auf einem literarisch wenig anregenden Niveau. Mehr aufklärende Fakten hätten auch einem Roman gutgetan.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Fiktiver Roman über die drei Brüder Cartier

Cartier. Der Traum von Diamanten
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Die deutsche Autorin hat einen Roman geschrieben über die drei Brüder Cartier, Louis in Paris, Jacques in London und Pierre in New York. Sie beschreibt die Jahre 1910 bis 1914 entlang dem Zeitgeschehen, ...

Die deutsche Autorin hat einen Roman geschrieben über die drei Brüder Cartier, Louis in Paris, Jacques in London und Pierre in New York. Sie beschreibt die Jahre 1910 bis 1914 entlang dem Zeitgeschehen, der wechselnden Moden, Erfindungen und Entdeckungen. Ein Hauch von Luxus weht durch das Buch, da sich die Cartiers natürlich dort aufhalten, wo die reichsten und mächtigsten Menschen der Erde zu finden sind, damals wie heute.

Viele Themen werden im unterhalsamen Plauderton angesprochen, die den Leser dazu anregen sein Wissen zu erweitern.

Sophie Villard hat darauf hingewiesen, dass ihr Buch ein Roman ist. Sie schreibt in ihrem Nachwort selbst, dass dieses Werk ein Werk der Fiktion ist und ein Großteil der Handlung aus ihrer künstlerischen Freiheit heraus entstanden ist und sich nicht entlang der tatsächlichen Fakten bewegt.

Der Leser muss sich dessen bewußtsein, dass es sich um einen Roman handelt und nicht um eine Biographie.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

enttäuschend

La Louisiane
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Von katharina.51

Dieses Buch war leider eine große Enttäuschung für mich, ich konnte es nur mit Mühe und viel gutem Willen bis zur Hälfte lesen. Ich hoffe, dass es viele Leser mit einer anderen Sichtweise ...

Von katharina.51

Dieses Buch war leider eine große Enttäuschung für mich, ich konnte es nur mit Mühe und viel gutem Willen bis zur Hälfte lesen. Ich hoffe, dass es viele Leser mit einer anderen Sichtweise gibt, denen das Buch gefällt, denn die Autorin Julia Malye hat sehr viel Mühe für ihr Werk aufgewendet. "Sie recherchierte zehn Jahre für La Louisiane und schrieb den Roman zwei Mal:
erst auf Englisch und dann noch einmal auf Französisch." Es wäre senchade, wenn sich diese enorme Arbeit nicht auszahlen würde. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der State University sowie an der Universität La Sorbonne Nouvelle und Sciences Po Paris. Trotz dieser guten Voraussetzungen konnte mich ihr Buch nicht in seinen Bann ziehen, weshalb das so ist, kann ich gar nicht recht definieren, weil das Thema an sich, viel Stoff für einen großen Wurf bietet. Eine Deutschlehrerin sagte einmal zu mir, dass man spätestens nach fünzig Seiten eines Buches darin sein sollte, einen eine gewisse Spannung gepackt haben sollte. Dieses Buch habe ich bis S.168
gelesen.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Trennung von Beziehung, Staat und Sprache

Samtene Scheidung
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Den großen Worten, die das Italienische Kulturinstitut Stuttgart, die auch vielleicht vermehrt aus einer linguistischen Warte im interkulturellen Bereich heraus für dieses Buch gefunden hat, kann ich mich ...

Den großen Worten, die das Italienische Kulturinstitut Stuttgart, die auch vielleicht vermehrt aus einer linguistischen Warte im interkulturellen Bereich heraus für dieses Buch gefunden hat, kann ich mich leider nicht anschließen. Mir hat die intensivere Ausarbeitung, wenigstens eines der vielen, durchaus interessanten angesprochenenThemengefehlt und somit die direkte innere Interaktion mit der Protagonistin. Dadurch ging die anfänglich vorhandene Spannung des Buches verloren. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die wenigen linguistisch-soziologischen Einschübe und Hypothesen, die ein großes Thema für das Buch hätten sein können. Wie bei vielen Büchern der letzten Jahre, ahnt man auch hinter diesem Buch die Besuche von Kursen über das kreative Schreiben.

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