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Veröffentlicht am 01.09.2024

Kacka, Kulleraugen und kunterbunte Figuren – großer Spaß für die ganze Familie

Kuckuck, Kacka!
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Das Pappbilderbuch „Kuckuck Kacka“ (Penguin Junior, August 2024) wird für Kinder ab 2 Jahren empfohlen und zeigt äußerst humorvoll, die Hinterlassenschaften der unterschiedlichen fabelhaften Wesen. Der ...

Das Pappbilderbuch „Kuckuck Kacka“ (Penguin Junior, August 2024) wird für Kinder ab 2 Jahren empfohlen und zeigt äußerst humorvoll, die Hinterlassenschaften der unterschiedlichen fabelhaften Wesen. Der kleine Roboter mit der Herzantenne auf dem Kopf hinterlässt beispielsweise einen großen Haufen Schraube, während bei dem lustigen Gespenst, das nachts schlemmt und ein wahres Festmahl verdrückt, das Essen einfach als Ganzes wieder herausfällt. Es gibt auf allen Seiten interaktive Elemente wie Schieber oder ein Rädchen, welche den Ausscheidungsprozess sehr witzig zeigen.
Die gereimten Vierzeiler auf den Seiten von Christine Kugler sind nicht nur sehr lustig, sondern fangen das Geschehen auf der Seite großartig ein. So hören die Kleinen gebannt zu und die Großen haben großen Spaß beim Vorlesen. Die Sprachrhythmen und der Witz der Reime tragen entscheidend zum Erfolg des Buches bei.
Die Illustrationen von Sandy Thissen sind überaus liebevoll und detailreich gestaltet. Auf jeder Seite gibt es neben den Protagonisten zahlreiche Details zu entdecken. Die großen runden Kulleraugen aller dargestellten Figuren und der einheitliche Zeichenstil machen das Büchlein rund und verleihen ihm einen charmanten Look. Die Farbgebung ist auf das jeweilige Wesen toll abgestimmt und durchweg stimmig. In klaren und freundlichen Farben werden Drache, Monster und Co. sehr lustig gezeigt und so eine humorvolle und freundliche Atmosphäre geschaffen.
Fazit: Wir sind schockverliebt. „Kuckuck Kacka“ hat unsere Herzen im Sturm erobert und wird einen Ehrenplatz in der Kinderbuchsammlung erhalten. Das Büchlein ist einfach großartig und macht der ganzen Familie Spaß. Kacka ist einfach ein lustiges Thema, das hier mit großem Witz und sehr viel Charme dargestellt, viel viele Lacher bei Groß und Klein sorgt. Text und Illustration harmonieren perfekt miteinander. Daher vergebe ich absolut verdiente 5/5 Sternen – wenn es mehr gäbe, würde ich mehr geben!

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Im Dickicht der Vergangenheit

Das Dickicht
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Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock haben mit „Das Dickicht“ (Rowohlt, August 2024) einen packenden Auftakt zu einer vielversprechenden neuen Krimi-Reihe vorgelegt. Im Zentrum stehen die beiden ungleichen ...

Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock haben mit „Das Dickicht“ (Rowohlt, August 2024) einen packenden Auftakt zu einer vielversprechenden neuen Krimi-Reihe vorgelegt. Im Zentrum stehen die beiden ungleichen Ermittler Juha Korhonen aus Finnland und der wesentlich jüngere Lucas „Lux“ Adisa mit afrikanischen Wurzeln.
Die Handlung beginnt mit einem aktuellen Entführungsfall, zu dem Juha hinzugezogen wird, denn dieser weist auffällige Parallelen zu einem 20 Jahre zurückliegenden Entführungsfall auf. Damals konnte der entführte Junge aus einer vergrabenen Kiste, in der er gefangengehalten wurde, nur tot befreit werden. Es war Juhas erster Fall als junger Ermittler, und obwohl der Fall vermeintlich aufgeklärt werden konnte, glaubte sein damaliger Partner nicht so recht an die Lösung und ermittelte bis zu seinem Tod weiter. Juha und Lux stoßen ebenfalls auf Ungereimtheiten und rollen den alten Fall neu auf.
Besonders gelungen finde ich, dass die Ereignisse sowohl aus der Sicht des erfahrenen Juha als auch aus der Perspektive des jungen und ambitionierten Lux geschildert werden. Dieser kontinuierliche Perspektivwechsel verleiht dem Krimi eine zusätzliche Spannung und Tiefe. Außerdem lernt die Leserin/der Leser auf diese Weise die Ermittle viel besser kennen. Zudem überzeugt mich der flüssige, präzise und spannende Schreibstil von Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock sehr.
Das Krimi-Debüt der beiden Autoren überzeugt mich auf ganzer Linie und ist eine absolute Leseempfehlung. Die beiden Ermittler sind sympathisch und menschlich. Es macht großen Spaß sie bei den Nachforschungen zu begleiten. Ich bin gespannt, mit welchem Fall die beiden es als nächstes zu tun haben werden, denn „Das Dickicht“ macht definitiv Lust auf mehr. 5/5 Sternen

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Technik trifft Mythologie - kreativ, actionsreich und modern

Peregrine Quinn – Chaos auf dem Olymp
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„Peregrine Quinn – Chaos auf dem Olymp“ von Ash Bond (cbj, August 2024) ist ein spannender Abenteuer- und Fantasy-Roman für Kinder ab 10 Jahren, der die Themen Freundschaft, Mut, Magie und Abenteuer auf ...

„Peregrine Quinn – Chaos auf dem Olymp“ von Ash Bond (cbj, August 2024) ist ein spannender Abenteuer- und Fantasy-Roman für Kinder ab 10 Jahren, der die Themen Freundschaft, Mut, Magie und Abenteuer auf kreative Weise miteinander verwebt. Die 12-jährige Heldin, Peregrine Quinn, lebt bei ihrem Patenonkel Daedalus Bloom, einem Unsterblichen, der durch seine Erfindung von Portalen die irdische Welt der Menschen mit der kosmischen Welt der Elfen, Riesen, Faune und anderen magischen Wesen verbindet.

Eines Tages fallen die Portale plötzlich aus und die Verbindung zwischen den Welten ist abrupt unterbrochen. Die Lage verschlimmert sich noch weiter, als dann auch noch Daedalus entführt wird, der vom Olymp beauftragt werden sollte, die technischen Ausfälle an den Portalen zu beheben. Also muss Pergrine zusammen mit der Baumnymphe Rowan und dem Faun Cal nicht nur Daedalus, sondern gleich den ganzen Olymp retten.

Der Olymp in diesem Roman ist eine faszinierende Mischung aus antiker Mythologie und moderner Technologie. Anstatt die mythologische Wohnstatt der griechischen Götter zu bleiben, wird der Olymp hier als Hightech-Unternehmen dargestellt, in dem mit Laserwaffen, modernsten Kommunikationsmitteln und Hologrammen gearbeitet wird. Diese kreative Umgestaltung zieht sich auch durch die Sprache, da verschiedene Redewendungen auf humorvolle Weise auf die griechische Mythologie angepasst wurden.

Die Buchausgabe selbst ist ebenfalls großartig gestaltet. Besonders gefallen haben mir die Darstellungen der Hauptcharaktere im Inneren des Buchdeckels sowie die detailreichen Karten und die Zeichnung des Hauptquartiers der „Olymp AG“. Weniger überzeugt hat mich jedoch das Buchcover, dessen glänzende und spiegelnde Oberfläche auf mich weniger hochwertig wirkt. Dieser erste Eindruck wurde jedoch schnell durch den Inhalt des Buches wieder wettgemacht.

Ein besonderes Highlight für mich war die Figur der Pflanze Bernadette, die als non-binär dargestellt wird und konsequent mit dem Pronomen „em“ angesprochen wird. Dieses Detail zeigt die zeitgemäße und inklusive Ausrichtung des Romans und hat mich echt überzeugt.

Ash Bonds Schreibstil ist lebendig, humorvoll und voller Kreativität. Mit bildhaften Beschreibungen lässt sie die Szenerien und Figuren der Geschichte vor meinen Augen lebendig werden. Ihre Leidenschaft für Mythologie spürt man in jeder Zeile, was nicht überrascht, wenn man bedenkt, dass die Autorin auch auf akademischer Ebene tief in die Materie eingetaucht ist. Sie promoviert an der Universität Bristol über den Zusammenhang zwischen Mythologie und Landschaft, und diese Begeisterung spiegelt sich in „Peregrine Quinn – Chaos auf dem Olymp“ absolut wider. Die magische Welt des Olymps erinnert in ihrer modernen Interpretation ein wenig an das Erdvolk aus den Artemis Fowl-Romanen von Eoin Colfer.

Fazit: „Peregrine Quinn – Chaos auf dem Olymp“ ist ein kreativer, kurzweiliger und spannender Roman, der nicht nur Kinder begeistert. Ich habe die Lektüre sehr genossen und fühlte mich bestens unterhalten, fühlte mich bestens unterhalten und freue mich sehr auf die Fortsetzung. Ein großartiges Leseerlebnis, dem ich gerne 5 von 5 Sternen gebe.

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Veröffentlicht am 05.08.2024

Wenn Giraffen in Paris shoppen: eine tierisch komische Zoo-Geschichte

Die große Weltreise durch den Zoo
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Der Zoo konnte einen Besucherrekord verzeichnen und deshalb haben sich alle Tiere und Zoodirektor Alfred Ungestüm einen Urlaubstag verdient. Doch die Vorstellungen der Tiere, wie dieser Tag verbracht werden ...

Der Zoo konnte einen Besucherrekord verzeichnen und deshalb haben sich alle Tiere und Zoodirektor Alfred Ungestüm einen Urlaubstag verdient. Doch die Vorstellungen der Tiere, wie dieser Tag verbracht werden soll, liegen weit auseinander: Die einen wollen eine große Stadt mit Kunst und Kultur erkunden, andere sehnen sich nach einem Tag am Strand und wieder andere träumen von einer Wintersportreise. Wie kann da ein Kompromiss geschlossen werden, der alle Tiere glücklich macht? Zum Glück hat Ignaz Pfefferminz Igel eine großartige Idee: Er organisiert eine Pariser Fashionshow im Gehege von Gisela Giraffe, bringt für Nicki Nilpferd London in den Zoo und setzt auch die Urlaubswünsche der anderen Tiere werden im Zoo kreativ um.

„Die große Weltreise durch den Zoll“ (Baumhaus, Juli 2024) von Sophie Schoenwald erzählt auf 32 Seite eine herrlich komische Tiergeschichte für Kinder ab 4 Jahren. Die Illustrationen von Günther Jakobs sind farbenfroh und machen großen Spaß. Den Kindern hat besonders Anton Elefant im Porzellanladen gefallen und ich fand den Besuch im Museum mit den Zebras, die als berühmte Gemälde posierten, großartig. Wir hatten sehr viel Spaß beim Vorlesen und Betrachten der Seiten. Die beiliegende Postkarte ist eine sehr süße Idee, die das Urlaubsthema greifbar macht. Dem Ende der Geschichte hätte für unseren Geschmack noch etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden können. Wir haben es als sehr abrupt empfunden. Die Weltkarte im Buchdeckel ist leider unkommentiert. Hier hätte ich mir „Urlaubsbilder“ der Tiere vorstellen können. Alles in Allem ein sehr gelungenes und unterhaltsames Buch für Kinder im Kita-Alter.

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Temporeicher Umweltthriller zu topaktuellem Thema

Partikel
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Als mir ein Kollege vor einigen Jahren erzählte, dass er bis Ostern plane, Plastik zu fasten, war ich zunächst etwas irritiert. Als ich mich damals jedoch näher mit dem Thema beschäftigte, wurde mir schnell ...

Als mir ein Kollege vor einigen Jahren erzählte, dass er bis Ostern plane, Plastik zu fasten, war ich zunächst etwas irritiert. Als ich mich damals jedoch näher mit dem Thema beschäftigte, wurde mir schnell klar, dass Plastik und Kunststoff nicht nur sehr hilfreich und moderne Materialien sind, sondern dass sie tatsächlich auch eine Schattenseite haben und tatsächlich eine gesundheitliche Bedrohung für unzählige Tierarten und letztlich auch den Menschen darstellen.
Wolf Harlander thematisiert in seinem Umweltthriller „Partikel“ (Rowohlt, Juni 2024) die schädlichen Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit sowie die Problematik der Entsorgung von Kunststoff- und Plastikmüll. In mehreren parallelen Handlungssträngen, die sich am Schluss zu einem großen Ganzen zusammenfügen, erzählt er temporeich und fesselnd. Alle Handlungsstränge haben ein gemeinsames Thema: Mikroplastik.
Eine mondäne Hochzeit auf Sylt endet tragisch, da die Gäste schwer erkranken, teils bis hin zum Tod. Die kleine Zoe kämpft gegen Leberkrebs, wobei Ärzte in ihrem Blut und in der Leber Mikroplastik als Ursache nachweisen. Aus einem unter mysteriösen Umständen im Mittelmeer gesunkenen Tanker tritt illegale Plastikmüll-Ladung aus, die Meer und Strände verschmutzt und das Ermittlerduo des BND, Nelson Carius und Diana Winkels, auf den Plan ruft. Ein Umwelt-Startup scheint die Lösung für die Entsorgung von Plastik gefunden zu haben.
Mir hat besonders gut gefallen, dass Wolf Harlander über die Notizen von Jungjournalistin Melissa, Interviews, Pressemitteilungen, Nachrichten und Protokolle des Funkverkehrs immer wieder sehr elegant Fakten in den Thriller eingestreut hat ohne Langweile oder den Eindruck eines Sachbuches aufkommen zu lassen. Sein Erzählstil ist äußerst flüssig, präzise und mitreißend. Die Thematik ist sehr gut recherchiert und ich habe sehr schnell den Einstieg in den Thriller gefunden. Die kurzen Kapitel tragen zum hohen Tempo bei machen den Krimi mit seinen 600 Seiten zu einem wahren Pageturner.
Das Layout und die Haptik des Covers gefallen mir ebenfalls sehr. Das matte Schwarz des Hintergrundes, in das sich das blau-violette Wort „Partikel“ hochglänzend eingeprägt aufzulösen scheint, passt ausgezeichnet zum Thema des Buches. Mich hat das Cover sofort angesprochen.
Zwar lässt mich der Thriller durchaus nachdenklich zurück und ich habe mir vorgenommen zukünftig noch mehr auf unverpackt und Papier zu setzten, dennoch aus meiner Sicht eine absolute Leseempfehlung: 5/5 Sternen

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