Leichte Unterhaltung
My Perfect Office Love„My Perfect Office Love“ von Katy Crown ist eine leichte Lovestory für zwischendurch, wenn man beim Lesen nicht allzu viel nachdenken möchte.
Eve Maxwell ist Studentin und arbeitet nebenbei in einem etwas ...
„My Perfect Office Love“ von Katy Crown ist eine leichte Lovestory für zwischendurch, wenn man beim Lesen nicht allzu viel nachdenken möchte.
Eve Maxwell ist Studentin und arbeitet nebenbei in einem etwas zwielichtigen Club als Kellnerin. Gerade wurde sie von ihrem letzten Date noch als langweilig bezeichnet und so verdrängt sie ihre eigentlichen Prinzipien, als sie auf einen äußerst attraktiven Fremden trifft. Ein paar heiße Minuten in der finsteren Gasse hinter dem Club kosten Eve jedoch ihren Job, denn ihr Boss möchte, dass sie diese Dienste zukünftig allen VIP-Kunden anbietet. Also kündigt Eve und ist froh, dass ihr Praktikum bei einer bekannten Investmentfirma vorverlegt wurde. Dort erwartet sie jedoch der nächste Schock, denn ihr Fremder aus der Gasse ist Cayden Crane, ihr neuer Boss. Cayden ist genauso überrascht, aber auch misstrauisch, denn er wittert eine neue Intrige seines verhassten Bruders, der ihm sicher liebend gern einen Verstoß gegen die Firmenregeln nachweisen würde.
Der Schreibstil von Katy Crown liest sich leicht und flüssig und die beiden Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Die Handlung ist durchaus unterhaltsam, wenn man sie nicht groß hinterfragt, sondern einfach nur zuschaut.
Ich weiß ja nicht, welche Prinzipien Eve hier haben will, aber sie ist ungefähr so standhaft, wie ein Chiffonschal im Wind. Von einer starken Heldin ist nicht viel zu sehen, auch wenn sie ihren eigentlichen Job durchaus zu beherrschen scheint. Ansonsten ignoriert sie sämtliche Red Flags und ihre impulsiven Entscheidungen sind nur wenig nachvollziehbar.
Sorry, aber Cayden geht gar nicht. Seine Denkweise und sein Verhalten sind mehr als unterirdisch und manchmal habe ich einfach nur fassungslos den Kopf geschüttelt. Aber das Ganze hat wenigstens Unterhaltungspotenzial und das ist ja die Hauptsache.
Pluspunkte bekommt von mir der Twist gegen Ende, mit dem ich nun wirklich überhaupt nicht gerechnet hätte. Die Idee ist ungewöhnlich und ich habe so eine Wendung bisher nirgendwo gelesen. Da kann ich über Eves praktisch nicht vorhandenes Rückgrat beim Happy End hinwegschauen.
Mein Fazit:
Für zwischendurch zum Abschalten absolut geeignet.