Profilbild von tkmla

tkmla

Lesejury Star
offline

tkmla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tkmla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2025

Leichte Unterhaltung

My Perfect Office Love
0

„My Perfect Office Love“ von Katy Crown ist eine leichte Lovestory für zwischendurch, wenn man beim Lesen nicht allzu viel nachdenken möchte.
Eve Maxwell ist Studentin und arbeitet nebenbei in einem etwas ...

„My Perfect Office Love“ von Katy Crown ist eine leichte Lovestory für zwischendurch, wenn man beim Lesen nicht allzu viel nachdenken möchte.
Eve Maxwell ist Studentin und arbeitet nebenbei in einem etwas zwielichtigen Club als Kellnerin. Gerade wurde sie von ihrem letzten Date noch als langweilig bezeichnet und so verdrängt sie ihre eigentlichen Prinzipien, als sie auf einen äußerst attraktiven Fremden trifft. Ein paar heiße Minuten in der finsteren Gasse hinter dem Club kosten Eve jedoch ihren Job, denn ihr Boss möchte, dass sie diese Dienste zukünftig allen VIP-Kunden anbietet. Also kündigt Eve und ist froh, dass ihr Praktikum bei einer bekannten Investmentfirma vorverlegt wurde. Dort erwartet sie jedoch der nächste Schock, denn ihr Fremder aus der Gasse ist Cayden Crane, ihr neuer Boss. Cayden ist genauso überrascht, aber auch misstrauisch, denn er wittert eine neue Intrige seines verhassten Bruders, der ihm sicher liebend gern einen Verstoß gegen die Firmenregeln nachweisen würde.

Der Schreibstil von Katy Crown liest sich leicht und flüssig und die beiden Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Die Handlung ist durchaus unterhaltsam, wenn man sie nicht groß hinterfragt, sondern einfach nur zuschaut.
Ich weiß ja nicht, welche Prinzipien Eve hier haben will, aber sie ist ungefähr so standhaft, wie ein Chiffonschal im Wind. Von einer starken Heldin ist nicht viel zu sehen, auch wenn sie ihren eigentlichen Job durchaus zu beherrschen scheint. Ansonsten ignoriert sie sämtliche Red Flags und ihre impulsiven Entscheidungen sind nur wenig nachvollziehbar.
Sorry, aber Cayden geht gar nicht. Seine Denkweise und sein Verhalten sind mehr als unterirdisch und manchmal habe ich einfach nur fassungslos den Kopf geschüttelt. Aber das Ganze hat wenigstens Unterhaltungspotenzial und das ist ja die Hauptsache.
Pluspunkte bekommt von mir der Twist gegen Ende, mit dem ich nun wirklich überhaupt nicht gerechnet hätte. Die Idee ist ungewöhnlich und ich habe so eine Wendung bisher nirgendwo gelesen. Da kann ich über Eves praktisch nicht vorhandenes Rückgrat beim Happy End hinwegschauen.

Mein Fazit:
Für zwischendurch zum Abschalten absolut geeignet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2024

Potenzial nicht ganz ausgeschöpft

Versprechen und Granatäpfel
0

„Versprechen und Granatäpfel“ von Sav R. Miller ist der Auftakt ihrer Dark Romance Reihe, die von der griechischen Mythologie inspiriert ist.
Dr. Kal Anderson ist der Hausarzt und Problemlöser der Bostoner ...

„Versprechen und Granatäpfel“ von Sav R. Miller ist der Auftakt ihrer Dark Romance Reihe, die von der griechischen Mythologie inspiriert ist.
Dr. Kal Anderson ist der Hausarzt und Problemlöser der Bostoner Mafiafamilie der Riccis. Hier fand er nach dem Tod seiner Mutter als Junge ein Zuhause, doch inzwischen plant er seinen Ausstieg. Ein Teil seines Plans ist die zwanzigjährige Tochter seines Bosses. Seitdem er vor ein paar Wochen der Anziehung nachgegeben hat, bekommt er Elena Ricci nicht mehr aus seinem Kopf. Nun soll sie einen anderen heiraten und Kal greift zu drastischen Mitteln, um dies zu verhindern. Er macht sie nicht nur zu seiner Frau, sondern entführt sie auf eine kleine Insel vor der Küste, wo Elena ab sofort in einem Goldenen Käfig lebt. Elena ist hin- und hergerissen, da sie sich von ihrem frisch angetrauten Ehemann sowohl angezogen als auch abgestoßen fühlt.

Die Anlehnung an die Geschichte von Hades und Persephone finde ich grundsätzlich spannend und voller Potenzial, aber die Ansätze wurden hier nicht komplett ausgeschöpft. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und flüssig und beide Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Das lässt zwar einen direkten Einblick in ihre Gedanken zu, aber trotzdem konnte ich ihre Beweggründe und Handlungen oft kaum nachvollziehen.
Elena ist ein verwöhntes reiches Mafiagirl, welches durch ihre Skills in Selbstverteidigung zwar hart wirken soll, aber eigentlich nur oberflächlich und naiv daherkommt. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass sie vorher unter einem Stein gelebt haben muss, denn ihre Gedankengänge sind für ihr Alter total unreif. Ich kann sie nicht wirklich ernstnehmen, wenn sie zum Beispiel ihr Studium nach ihrer unfreiwilligen Hochzeit grundlos schmeißt.
Kal ist eigentlich ein interessanter Charakter, aber auch seine Aktionen sind für mich größtenteils nicht nachvollziehbar. Seine eigentlichen Pläne werden nur angerissen und machen auch in der Auflösung keinen richtigen Sinn. Ob er Elena tatsächlich aus Besessenheit oder doch eher Kalkül entführt hat, wird nicht unbedingt deutlich.
Die Story ist ziemlich düster und blutig und konnte mich ab und zu wirklich mitreißen. Insgesamt bleibt sie jedoch oberflächlich, so dass am Ende viele Fragen offenbleiben.

Mein Fazit:
Von mir gibt es insgesamt 3 gute Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2024

Gelungenes Setting

Snowshill Academy – Nebelnacht
0

„Snowshill Academy – Nebelnacht“ von Laili Atlas ist eine Dark Academia Romantasy, in der die Heldin einfach nur die Apokalypse aufhalten soll.
Vor drei Monaten starb die Zwillingsschwester von Sindre ...

„Snowshill Academy – Nebelnacht“ von Laili Atlas ist eine Dark Academia Romantasy, in der die Heldin einfach nur die Apokalypse aufhalten soll.
Vor drei Monaten starb die Zwillingsschwester von Sindre unter mysteriösen Umständen an der Snowshill Academy. Sie war Sindres engste Vertraute und einzige Freundin, aber nach ihrer Rückkehr an die exklusive Privatschule muss Sinde erkennen, dass sie ihre Schwester scheinbar überhaupt nicht kannte. In ihrem Ehrgeiz, immer und überall die Beste zu sein, hatte Sindre alles andere völlig ausgeblendet. Erst als sie von dem geheimnisvollen River beschuldigt wird, einen Schlüssel zu verstecken, den ihm Sindres Schwester gestohlen haben soll, wird Sindre gezwungen, ihre Umgebung und ihre Mitschüler näher zu betrachten. Inzwischen häufen sich die seltsamen Vorfälle an der Academy und alles steuert auf nichts weniger als den Weltuntergang zu.

Die Grundidee hat mir gut gefallen, denn sie steckt voller Potenzial und bietet viele Möglichkeiten. Das düstere Dark-Academia-Feeling der Snowshill Academy ist sehr gut gelungen, auch wenn einige vielversprechende Ansätze nach meinem Geschmack nicht konsequent genug durchgezogen wurden. Die geheimnisvolle und mystische Atmosphäre funktioniert über die gesamte Handlung hinweg, die ausschließlich aus der Perspektive von Sindre erzählt wird. Der Schreibstil von Laili Atlas liest sich leicht und flüssig, aber die Story selbst bleibt für mich persönlich zu oft nur an der Oberfläche.
Sindre ist grundsätzlich eine spannende Hauptfigur, aber ich weiß nicht, ob es nur mir so ging, aber sie ist einfach absolut unsympathisch. Ich kann mir vorstellen, dass dies durchaus Absicht ist, denn Sindre erkennt nach und nach ihre Fehler und arbeitet auch wirklich daran, sich zu ändern. Trotzdem bin ich bis zum Schluss nicht wirklich mit ihr warmgeworden.
Auch zu den übrigen Charakteren konnte ich keine wirkliche Verbindung aufbauen, denn dafür lernt man sie einfach nur zu kurz und oberflächlich kennen. Bei einigen Figuren, wie Sindres Eltern, hatte ich nur Fragenzeichen im Kopf, und auch beim romantischen Erzählstrang sprang der Funke nicht ganz über.
Die Handlung ist stellenweise mitreißend, aber dann wieder konfus und verwirrend. Die Rolle der einzelnen Charaktere bleibt oft unklar und auch der Showdown hat mich nicht komplett überzeugt. Bei Tiefe und Struktur ist eindeutig noch Luft nach oben, wobei das gruselige Setting eindeutig gelungen ist.

Mein Fazit:
Gelungene Ansätze, aber nicht voll ausgeschöpft. Von mir gibt es gute drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2023

Ausgetindert

Tinder Trubel
0

„Tinder Trubel“ von Erin Andrews schickt die Heldin auf eine teils unterhaltsame Partnersuche, die mich aber nicht in allen Dingen überzeugen konnte.
Anne ist nach dreijähriger Beziehung frisch getrennt ...

„Tinder Trubel“ von Erin Andrews schickt die Heldin auf eine teils unterhaltsame Partnersuche, die mich aber nicht in allen Dingen überzeugen konnte.
Anne ist nach dreijähriger Beziehung frisch getrennt und will sich auf Druck ihrer besten Freundin wieder in den Datingwahnsinn stürzen. Die allseits beliebte App soll dabei helfen, auch wenn Anne bisher nur mäßig Erfolg hatte. Der Chat mit Hunter entwickelt sich jedoch vielversprechend, so dass sich Anne auf ein Date einlässt. Sie hat jedoch niemals mit dem echten Hunter gechattet, denn der erfolgreiche Anwalt lässt sein Tinder-Profil von seinem Assistenten Jonathan betreuen und geht nur zu den Dates, um die Frauen letztendlich klarzumachen. Jonathan hat von diesem Arrangement aber langsam die Nase voll, denn Anne würde er gern für sich selbst gewinnen.

Die Grundidee hat viel Potenzial für eine amüsante Lovestory und vor allem das Setting finde ich sehr gelungen. Erin Andrews hat einen durchaus humorvollen Schreibstil und die selbstironischen Gedanken ihrer Protogonisten sind oft sehr unterhaltsam.
Anne mochte ich am Anfang richtig gern, aber im Laufe der Handlung zeigt ihre Persönlichkeit einige Seiten, die ich nicht sonderlich sympathisch finde. Anne ist oft sehr egoistisch und merkt es nicht mal.
Über Jonathan kann ich das gleiche sagen, wobei ich sein Verhalten fast schon gruselig finde. Zu Beginn ist er echt liebenswert, aber als er beginnt, eine völlig andere Person vorzutäuschen, um Annes Zuneigung zu erlangen, wird es wirklich awkward.
Ich konnte ehrlich gesagt keine Funken zwischen Anne und Jonathan fühlen, maximal bei ihren anfänglichen Chats. Am schlimmsten ist jedoch das abrupte Ende, welches mir einen absoluten WTF-Moment bescherte. Vielleicht liegt es an mir, denn ich mag keine offenen Enden oder fehlende Happy Ends. Für mich persönlich ist das Buch eine durchaus unterhaltsame und manchmal witzige Geschichte, die auch einige ernstere Themen aufgreift, aber eben keine Lovestory.

Mein Fazit:
Für mich war es nix, aber es gab immerhin einige lustige Momente.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2023

Tödliche Geisterbahn

Dunkelfahrt
0

„Dunkelfahrt“ von Nick Jentsch ist das Debüt des Autors und entführt uns auf die dunkle Seite vom Hamburger DOM.
Max will eigentlich nur einen entspannten Abend mit seiner besten Freundin Paula verbringen ...

„Dunkelfahrt“ von Nick Jentsch ist das Debüt des Autors und entführt uns auf die dunkle Seite vom Hamburger DOM.
Max will eigentlich nur einen entspannten Abend mit seiner besten Freundin Paula verbringen und beide genießen die Attraktionen auf dem Hamburger DOM. Also das bedeutet, die temperamentvolle Paula genießt, während es Max lieber ruhiger angehen lassen würde. Trotzdem lässt sich Max zu einer Fahrt auf der neuen Hauptattraktion überreden, einer gigantischen Horror-Geisterbahn. Der Horror soll für Max bald sehr real werden, denn als plötzlich der Strom ausfällt, lässt sich die ungeduldige Paula nicht davon abhalten, auszusteigen und auf eigene Faust einen Ausweg aus der Dunkelheit zu suchen. Max bleibt im Käfig und diese Entscheidung wird er bitter bereuen.

Nick Jentsch fängt die flirrende Atmosphäre vom Hamburger DOM in seinem Thrillerdebüt perfekt ein und man kann beim Lesen die Geräusch- und Geruchskulisse fast live mitfühlen. Das Setting hat mir richtig gut gefallen und vor allem die kleinen Details lassen den Schauplatz sehr lebendig wirken.
Der Schreibstil liest sich grundsätzlich leicht und flüssig, aber ich bin manchmal über die plötzlichen Perspektivwechsel gestolpert, sowohl zwischen den jeweiligen Figuren als auch innerhalb der Erzählweise einer Figur von der ersten zur dritten Person. Es hat mir aber gefallen, dass die Handlung aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt wird.
Die Grundidee steckt voller Potenzial und hat mich schon im Klappentext neugierig gemacht. Ich muss aber zugeben, dass meine Erwartungen nicht komplett erfüllt wurden. Es dauert anfangs sehr lange, bis überhaupt etwas passiert und auch dann schafft es die Spannungskurve leider nicht auf ein hohes Nervenkitzelniveau. Ich hatte aufgrund der Beschreibung wahrscheinlich eine völlig andere Richtung erwartet und vielleicht ist auch die Einordnung als Thriller etwas hochgegriffen.
Max ist mit all seinen Eigenarten ein sympathischer Protagonist, doch die übrigen Charaktere bleiben ziemlich oberflächlich. Die fast schon unspektakuläre Auflösung lässt am Ende einige Fragen offen.

Mein Fazit:
Großartiges Setting und Grundidee, aber beim Rest noch etwas Luft nach oben. Ich gebe trotzdem gern eine Leseempfehlung und gute drei Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere