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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2024

Packender Auftakt einer neuen Thriller-Reihe mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern

Eulenschrei
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Mit diesem Psycho-Thriller schickt der Autor Max Bentow seinen altgedienten Ermittler Nils Trojan von der Berliner Kriminalpolizei in eine neue Reihe, in der er nun an der Seite der Kriminalpsychologin ...

Mit diesem Psycho-Thriller schickt der Autor Max Bentow seinen altgedienten Ermittler Nils Trojan von der Berliner Kriminalpolizei in eine neue Reihe, in der er nun an der Seite der Kriminalpsychologin Carlotta Weiss ermittelt.

Für mich war es dabei die erste Begegnung mit Nils Trojan und Carlotta Weiss, die im 11. Band der Reihe um Nils Trojan ihren ersten Auftritt hatte, und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir hier Vorkenntnisse aus den vorherigen Büchern fehlen würden. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

In ihrem ersten Fall bekommen es Carlotta und Nils mit einer mysteriösen Mordserie zu tun, bei der zunächst keine Verbindungen zwischen den Opfern zu entdecken sind. Erst als sie im Atelier des Malers und dritten Opfers Robert Lumen ein übermaltes Gemälde finden, dass eine unbekannte junge Frau zusammen mit einer Eule zeigt, ergeben sich erste Hinweise. Bei einem waghalsigen Undercover-Einsatz in einem zwielichtigen Etablissement kommt Carlotta dem Täter gefährlich nahe.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und bietet am Ende eine überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Vor allem das Zusammenspiel von Carlotta und Nils funktioniert sehr gut, wobei sich nicht nur Nils zunächst noch so ein wenig an die unorthodoxen und doch recht eigenwilligen Ermittlungsmethoden von Carlotta gewöhnen muss.

Meine einzigen Kritikpunkte richten sich hier an den Klappentext, der nicht nur die Reihenfolge der Morde durcheinanderbringt und so für unnötige Verwirrung sorgt, hier wird auch ein Detail zu einem der Opfer zur Sprache gebracht, dass erst sehr spät im Buch enthüllt wird. Von einem Verlag wie Goldmann hätte ich an dieser Stelle doch etwas mehr Sorgfalt erwartet. Daher sollte man den Klappentext nach Möglichkeit ignorieren und einfach mit dem Lesen beginnen, denn das lohnt sich auf jeden Fall.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Mein erstes Buch von Max Bentow wird mit Sicherheit nicht mein letztes bleiben.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Spannender Krimi um einen Racheplan, der komplett aus dem Ruder läuft

Tödliche Heimkehr
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Mit diesem Buch legt der Autor Volker Dützer einen rasanten und wendungsreichen Kriminalroman vor, der trotz kleinerer Kritikpunkte beste Unterhaltung bietet. Das Buch ist 2015 bereits unter dem Titel ...

Mit diesem Buch legt der Autor Volker Dützer einen rasanten und wendungsreichen Kriminalroman vor, der trotz kleinerer Kritikpunkte beste Unterhaltung bietet. Das Buch ist 2015 bereits unter dem Titel „Tödliche Heimkehr“ im Sutton Verlag erschienen. Zudem hat der Verlag Digital Publishers bereits 2020 eine erste Neuauflage unter dem Titel „Bestrafung“ veröffentlicht.

Eigentlich wollte Shadi Seeger niemals in ihren Heimatort Hachenburg im Westerwald zurückkehren. Doch als ihre Tante Lia ihr ihr Haus vermacht und sie einen merkwürdigen Anruf ihrer ehemaligen besten Freundin Gudrun Holt erhält, überwindet sie sich doch dazu. Als sie ankommt, ist Gudrun bereits tot und ausgerechnet die Männer, die für Shadis Leid der Vergangenheit verantwortlich sind, sind auch diesmal wieder in die Sache verstrickt. Shadi beschließt, dass es Zeit wird, ein paar offene Rechnungen zu begleichen und startet einen Racheplan. Doch als sich ein unheimlicher Mörder in ihr Spiel einschaltet, gerät die Situation schnell außer Kontrolle, Und auch der Anwalt Dirk Lieven gerät dabei zwischen die Fronten.

Mit einem packenden Schreibstil, einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und steuert sie konsequent auf einen fulminanten Showdown zu, der es ordentlich krachen lässt und zudem eine überzeugende Auflösung bietet, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Besonders das Zusammenspiel zwischen Shadi und Dirk funktioniert sehr gut. Ab und an trägt der Autor allerdings etwas zu dick auf und so wirkt das Ganze an der einen oder anderen Stelle doch so ein wenig überkonstruiert. Meinen Lesegenuss konnte dies aber nur unwesentlich trüben, zumal diese Punkte bzw. Wendungen im Sinne der Spannung auch durchaus sehr gut funktionieren. Unter dem Strich überwiegen am Ende daher die positiven Leseeindrücke bei Weitem.

Wer Gefallen an abgründigen Kriminalromanen findet, wird hier insgesamt sehr gut bedient und spannend unterhalten.


Diese Rezension bezieht sich auf die Neuauflage des Buches, die 2024 unter dem Titel "Am Ende die Rache" bei Digital Publishers erschienen ist.

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Veröffentlicht am 22.08.2024

Packender und atmosphärisch dichter historischer Roman mit einem Schuß Mystery

Die Löwin von Jerusalem
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Mit diesem Buch legt der Autor Ruben Laurin, einen packenden und atmosphärisch dichten historischen Roman vor, der die biblische Liebesgeschichte zwischen Bathseba und David in den Mittelpunkt rückt. Dabei ...

Mit diesem Buch legt der Autor Ruben Laurin, einen packenden und atmosphärisch dichten historischen Roman vor, der die biblische Liebesgeschichte zwischen Bathseba und David in den Mittelpunkt rückt. Dabei gewinnt er der bekannten Geschichte, die auch bereits Leonard Cohen zu seinem Hit „Hallelujah“ inspiriert hat, einige neue Facetten ab und konnte mich dabei auf ganzer Linie überzeugen und begeistern

Als die sechzehnjährige Bathseba dem Hirtenjungen David das Leben rettet, ist es schnell um sie geschehen. Doch die Liebe der beiden hat keine Chance, weil Bathseba bereits einem anderen Mann versprochen wurde. So verfolgt sie Davids Aufstieg zum König von Israel aus einer gewissen Entfernung, auch wenn es immer wieder zu schicksalhaften Begegnungen der beiden kommt. Gefangen in einer unglücklichen Ehe fasst sie schlussendlich einen verzweifelten Plan, um doch noch an der Seite von David ihr Glück zu finden.

Hinter dem Pseudonym des Autors verbirgt sich Thomas Ziebula, der auch bereits unter einigen anderen Pseudonymen, wie z. B. Wolf Hector, historische Romane veröffentlicht hat. Mit einem packenden Schreibstil und viel Liebe zum Detail konnte er mich auch diesmal wieder mit jeder Seite immer tiefer in den Bann der gut aufgebauten Geschichte ziehen, die mit einer fein dosierten Prise Mystery angereichert ist. Einige Zeitsprünge in der Geschichte sorgen vielleicht im ersten Moment für ein wenig Verwirrung, die sich dann aber schnell wieder legt. Getragen wird diese gut gezeichnete und vielschichtig angelegte Charaktere in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei erzählt er die Geschichte weitestgehend aus der Perspektive von Bathseba und hält sich dabei eng an die historischen Fakten und die biblische Darstellung, versteht es aber auch meisterhaft, die durchaus vorhandenen Lücken dazwischen mit viel Phantasie zu füllen, ohne das Gesamtbild zu verfälschen. So spielt hier natürlich auch der berühmte Kampf zwischen David und Goliath eine Rolle, auch wenn er dabei eher eine Episode am Rande ist.

Neben einer Zeittafel sind vor allem das Personenregister mit der Zusatzinformation, welche der Protagonisten historisch belegt sind, und eine Karte mit den wichtigsten Handlungsorten sehr hilfreich, um sich in der komplexen Geschichte mit seinem doch recht hohen Personenaufgebot zurechtzufinden. Ein Nachwort, das Auskunft über Dichtung und Wahrheit gibt, und ein Glossar runden das Buch am Ende hervorragend ab und lassen endgültig keine Fragen mehr offen.

Liebhaber von biblisch angehauchten historischen Romanen werden hier somit bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Packendes und atmosphärisch dichtes Krimi-Debüt aus der Schweiz

Wölfe in Bern
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Bei seinem Debüt legt der Autor Matthias Beland gleich einen spannenden Kriminalroman vor, der seinen Ermittler Georg Muff in einen wahren Sumpf von Intrigen und gegenseitigen Abhängigkeiten stürzt.

Als ...

Bei seinem Debüt legt der Autor Matthias Beland gleich einen spannenden Kriminalroman vor, der seinen Ermittler Georg Muff in einen wahren Sumpf von Intrigen und gegenseitigen Abhängigkeiten stürzt.

Als eine junge Frau erwürgt in ihrer Wohnung aufgefunden wird, glauben die Ermittler der Berner Kriminalpolizei im Bruder des Opfers schnell den Täter gefunden zu haben. Nur Georg Muff hat da so seine Zweifel und vermutet einen Zusammenhang zu ihrem Arbeitgeber, einer Schweizer Bank, mit dessen Chef die junge Frau ein Verhältnis hatte und sogar von ihm schwanger war. Bei seinen Ermittlungen ist er daher weitestgehend auf sich allein gestellt, nur auf seine hochschwangere Partnerin Melanie kann er sich noch verlassen. Dabei stoßen sie auf skrupellose Machenschaften, die in höchste politische Kreise führen. Und ihre Gegner schrecken vor nichts zurück, um ihre Geheimnisse und Interessen zu wahren.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und beweist mit seinen sehr genauen Beschreibungen viel Liebe zum Detail, ohne dass dies zu Lasten der Spannung geht. Geschickt streut er zudem einige wahre politische Ereignisse in die Geschichte ein und sorgt so für eine ordentliche Portion Authentizität mit einer fein dosierten Prise Gesellschaftskritik. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Besonders die Hauptfigur drückt dem Geschehen mit seiner facettenreichen Hintergrundgeschichte seinen ganz besonderen Stempel auf und man beginnt sich beim Lesen irgendwann zu fragen, ob er am Ende nicht vielleicht doch einen zu hohen Preis für seinen Sinn für Gerechtigkeit zahlen muss.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Kriminalromane mit politischen bzw. gesellschaftlichen Bezügen steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 07.08.2024

Neuauflage eines packenden Thrillers aus Österreich

Die Todesbeigaben: Thriller
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Mit diesem Thriller legt die Autorin Drea Summer die Neuauflage eines Thrillers vor, der 2021 bereits unter dem Titel „Die Todesbeigaben“ im gleichen Verlag erschienen ist.

Im Mittelpunkt der Geschichte ...

Mit diesem Thriller legt die Autorin Drea Summer die Neuauflage eines Thrillers vor, der 2021 bereits unter dem Titel „Die Todesbeigaben“ im gleichen Verlag erschienen ist.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein perfider Racheplan, den ein unheimlicher Mörder skrupellos durchführt. Auf seiner Spur sind Abteilungsinspektorin Susanne Kriegler, deren Tochter Lisa das erste Opfer gefunden hat, und ihr Kollege Alexander Braun vom LKA Wien Süd. Dabei kommt ihnen die junge Reporterin Uta Schwenger in die Quere, die dadurch selbst ins Visier des Täters gerät.

Mit einem packenden Schreibstil, einem hohen Erzähltempo und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und legt dabei geschickt einige falsche Fährten. Immer wieder eingestreute Passagen aus der Perspektive des Mörders sorgen für zusätzliche Spannung, ohne bereits zu viel über seine Identität zu verraten. Die Rückblenden lassen sogar ein wenig Mitgefühl mit ihm aufkommen, das aber schnell wieder verfliegt, wenn es zurück zu seinen Handlungen in der Gegenwart geht. Bei ihren entsprechenden Beschreibungen lässt die Autorin wenig aus, so dass die Triggerwarnungen, die sich im Buch befinden, durchaus ihre Berechtigung haben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Am Ende erhalten wir dann einen fulminanten Showdown mit einer überzeugenden Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Mir persönlich hat es nach dem Showdown allerdings etwas zu lange gedauert, bis auch das letzte Detail geklärt ist, auch wenn zwischendurch das Adrenalin kurzzeitig noch einmal in die Höhe getrieben wird. Unter dem Strich überwiegen aber die positiven Leseeindrücke doch bei weitem.

Wer auf spannende Thriller aus Österreich steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.


Diese Rezension bezieht sich auf die Neuausgabe des Buches, die 2024 unter dem Titel "Tu Buße" im gleichen Verlag erschienen ist.

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