Profilbild von yezz

yezz

Lesejury Star
offline

yezz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit yezz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2024

Heftiger und faszinierender Auftakt

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
0

Direkt zu Anfang muss ich gestehen, dass ich noch nicht so viel Dark Romantasy (oder auch Dark Romance) gelesen habe. Ich bin nicht ganz so der Fan von übermäßig blutigen Geschichten. Hie und da gibt es ...

Direkt zu Anfang muss ich gestehen, dass ich noch nicht so viel Dark Romantasy (oder auch Dark Romance) gelesen habe. Ich bin nicht ganz so der Fan von übermäßig blutigen Geschichten. Hie und da gibt es Ausnahmen und schlussendlich kann ich dieses Buch auch mit dazu zählen. Wobei ich eigentlich dauernd das Gefühl hatte, dass es mir dem nächsten Plottwist zu viel werden würde. Ein Ritt auf der Rasierklinge sozusagen.

Direkt schon der Einstieg war heftig und zum ersten Mal war ich froh um Triggerwarnungen, um mich selbst ein wenig darauf vorzubereiten, wie heftig es werden würde. Ich empfand diese auch nicht sehr spoilernd. Selbst wenn, kommen noch genug spannende Stellen, um von diesem Setting, der Welten und den Figuren darin in den Bann gezogen zu werden.

Stellenweise wurde es extrem düster und auch blutig, nicht zwangsläufig in Kombination, aber das auch nicht selten. Manche Szenen haben mir schier das Herz zerrissen, manche haben mich nervlich fertig gemacht und andere waren dann wieder plötzlich schön und haben mich zum Lächeln gebracht. Ich denke, diese Mischung hat es auch geschafft, das ich das Buch zuende gelesen habe.

Was ich wirklich bemerkenswert fand, war, wie die Autorin mit den Blickwinkel aus Schuld, Reue und Sühne spielt. Das ging bei manchen Stellen richtig unter die Haut.

Auch die Dynamik zwischen Zoé und Alexei hat mir die meiste Zeit gefallen. Obwohl Alexei größtenteils im Dunkeln bleibt und ich mit Zoé nicht so hundertprozentig warm wurde. Allerdings mochte ich einige Nebencharaktere sehr, was an mind. einer Stelle nicht gut für mein, durch die Geschichte eh schon geschundenes, Herz war.

Im ersten Band wurden viele Fragen aufgeworfen und auch viele beantwortet. Doch einige wirklich wichtige Fragen sind immer noch offen und hängen wie ein Damoklesschwert über den Charakteren. Ich bin gespannt, ob das in Band 2 auch so gut gelöst ist wie im Auftakt.

Es gab allerdings für mich auch Schwächen in diesem Buch. Ein Teil möchte ich nicht ansprechen, da ich nicht Spoilern möchte. Zudem kann es auch noch sein, dass diese losen Enden oder für die Leserschaft unklaren Fragen, noch im Laufe der anderen beiden Bücher aufgelöst werden.

Der Schreibstil war sehr angenehm und gut zu lesen. Die Spannung war fast ständig greifbar und der Weltenaufbau war sehr gelungen. Generell konnte Beril Kehribar die Atmosphäre der Situation unglaublich gut heraufbeschwören.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2024

Let's kill the Queen

Antichristie
0

Nachdem ich "Identitti" von Mithu Sanyal wirklich unglaublich gut fand, habe ich natürlich auch dieses Buch mit Spannung erwartet. Das Cover empfand ich sowohl als Eyecatcher als auch etwas provokant. ...

Nachdem ich "Identitti" von Mithu Sanyal wirklich unglaublich gut fand, habe ich natürlich auch dieses Buch mit Spannung erwartet. Das Cover empfand ich sowohl als Eyecatcher als auch etwas provokant. Ein bengalischer Tiger, der die Queen anspringt. Diese trägt nicht nur ein Bindi, sondern auch noch eine Lupe in ihrer Tasche. Alles mindestens Andeutungen auf verschiedene Elemente in diesem Buch.

Die Geschichte selbst bietet ein buntes Feuerwerk an schrägen bis schwarzen Humor, Gesellschaftskritik, Auf- und Erklärungen zu wichtigen und aktuellen Themen und noch so vieles mehr.

Die Bandbreite der Charaktere reicht dabei von nahezu farblos bis hin zu absolut skurril. Eine Mischung aus Kulturen und Denkweisen, die auch gerne mal aufeinander losgelassen werden.

So ist die Handlung mal geprägt von schräger Situationskomik oder eher beklemmend. Mal verworren wie ein Fiebertraum und ein andermal so unfair und falsch, dass ich schreien wollte.

Ich empfand es jetzt nicht unbedingt als nette Abendlektüre, sondern eher als Buch, mit dem sich aufmerksamer beschäftigt werden sollte. Das hat es auch absolut verdient. Denn es ist wieder einmal sehr scharfsinnig und lehrreich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2024

Xingyins Kampf um ihre Zukunft

Die Tochter der Mondgöttin 2: Das Herz des Sonnenkriegers
0

Der erste Band hat mich total gefesselt, daher war Band 2 natürlich eine Pflichtlektüre. Optisch steht Band 2 dem Reihenauftakt jedenfalls in Nichts nach.

Dieses Mal fand ich, dass die Geschichte deutlich ...

Der erste Band hat mich total gefesselt, daher war Band 2 natürlich eine Pflichtlektüre. Optisch steht Band 2 dem Reihenauftakt jedenfalls in Nichts nach.

Dieses Mal fand ich, dass die Geschichte deutlich Zeit brauchte, um in Fahrt zu kommen. Auch Xingyins Zerrissenheit zwischen Liwei und Wenzhi empfand ich manchmal als schwierig, da sie einfach nicht ehrlich war (oder zumindest Tatsachen verschwieg).

Als die Geschichte dann Fahrt aufgenommen hatte, war sie wirklich spannend und hatte die ein oder andere Überraschung und auch ein paar Schockmomente in petto. Auch wenn mir persönlich nicht alle Wendungen wirklich gefielen, war es durchaus spannend.

Die Charaktere und viele ihrer Hintergründe haben mir sehr gut gefallen, z. B. die Szene mit der Sonnengöttin war spannend, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Das hat hat mich wirklich überzeugt. Nur Xingyin fiel mir teilweise etwas unangenehm auf. Da machte sie in Band 1 durchaus eine bessere Figur.

Der Schreibstil war wieder sehr angenehm. Manchmal verlierte sich die Autorin ein bisschen in die Umgebungsbeschreibung, was jedoch der Atmosphäre in dem Buch vielleicht sogar eher geholfen hat. Das Cover ist einfach zum Verlieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2024

Die Wahrheit über Phönix

Die Legende des Phönix, Band 2 - Schicksalsfeder
0

Es hat etwas gedauert, bis ich mich an das Finale dieser Dilogie getraut habe. Band 1 hat mir gut gefallen, aber es gab Luft nach oben. Wie würde sich dann das Finale schlagen?

Den Anfang fand ich etwas ...

Es hat etwas gedauert, bis ich mich an das Finale dieser Dilogie getraut habe. Band 1 hat mir gut gefallen, aber es gab Luft nach oben. Wie würde sich dann das Finale schlagen?

Den Anfang fand ich etwas langatmig. Klar, die weitere Handlung musste erst aufgebaut werden. Trotzdem war so der Wiedereinstieg etwas schwerfällig.

Auch das Katz- und Mausspiel zwischen Eden und Kane war etwas frustrierend. Das Hin und Her war etwas nervig und zermürbend. Das zog sich noch eine Weile durch die Handlung.

Nach knapp einem Viertel fing die Geschichte langsam an, Fahrt aufzunehmen. Und sobald sie genügend Schwung hatte, ging es so richtig los mit der Achterbahn der Gefühle.

Auch wenn ein paar Wendungen vorhersehbar waren, hat mich auch vieles überrascht. Die Mischung hat mir gut gefallen und hat mich Richtung Finale immer mehr gefesselt.

Das Finale bzw. die Auflösung war mir aber ein bisschen zu viel. Das war natürlich alles sehr schön, aber vielen auch ein bisschen zu viel.

Der Schreibstil war wieder sehr angenehm zu lesen und gerade die Dialoge sehr lebendig.

Ich habe dieses Buch zum Teil als Hörbuch gehört und fand, dass beide Sprecher:innen einen guten Job gemacht haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2024

Daphne, Miles und ihre lustige Geschichte

Funny Story
0

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, da das Setting recht skurril wirkte. Tatsächlich hat mich das Buch aber auch mit seiner Tiefgründigkeit überrascht.

Daphne und Miles fand ich sofort sympathisch, ...

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, da das Setting recht skurril wirkte. Tatsächlich hat mich das Buch aber auch mit seiner Tiefgründigkeit überrascht.

Daphne und Miles fand ich sofort sympathisch, auch wenn Miles gerade am Anfang etwas schräg war. Die beiden haben im Laufe der Geschichte eine tolle Entwicklung genommen, die man auch gut miterleben und verfolgen konnte.

Vor allem hat mir gefallen, wie sich die Beziehung zwischen Daphne und Miles entwickelt hat. Sie haben eine sehr schöne Dynamik. Das Drama um Finale hin wäre für mich gar nicht notwendig gewesen.

Die Nebencharaktere haben mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn sie meist nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Dennoch haben sie die Geschichte noch mal zusätzlich belebt.

Der Schreibstil war wirklich gut und flüssig zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere