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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2025

Zwischen Potenzial und Distanz

Onigiri
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Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte ...

Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte zu erzählen und Erinnerungen wie Puzzleteile zusammenzusetzen, hat viel Potenzial.
Inhaltlich fand ich die Einblicke in das Leben der Mutter und der Tochter durchaus interessant – vor allem, wie sich nach und nach ein Bild der Mutter vor ihrer Erkrankung formt und zugleich die Beziehung der Tochter beleuchtet wird.
Leider konnte mich der Stil des Buches nicht überzeugen. Die Erzählweise, die sich aus vielen kurzen und teils auch längeren Erinnerungsschnipseln zusammensetzt, wirkte auf mich fragmentiert und ließ mich nie vollständig in die Geschichte eintauchen. Zudem fehlten mir tiefere Gespräche zwischen Mutter und Tochter, die mehr Einblick in den Umgang mit Demenz und die emotionale Dimension hätten geben können. So blieb das Werk für mich trotz guter Ansätze etwas distanziert und hat das vorhandene Potenzial nicht ausgeschöpft.
Dennoch, gingen mir einige Absätze, durch die geteilten Augenblicke, sehr nahe, da sie genau diese Potenziale auffingen und sie zu etwas besonderen machte.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Optisch stark, inhaltlich durchwachsen

Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt
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Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht – besonders der Schreibstil verlangte anfangs einiges an Eingewöhnung. Die häufigen Bibelverse und die Nennung verschiedener Engelnamen erschwerten den ...

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht – besonders der Schreibstil verlangte anfangs einiges an Eingewöhnung. Die häufigen Bibelverse und die Nennung verschiedener Engelnamen erschwerten den Lesefluss und machten es mir schwer, direkt in die Geschichte hineinzufinden.

Dennoch gab es einige Passagen, die mich gepackt haben. Manche Szenen konnte ich mir sehr lebhaft vorstellen, sie waren atmosphärisch und spannend erzählt. Besonders die Momente, in denen die Handlung richtig an Fahrt aufnahm, haben mir gut gefallen.

Die Charaktere wurden nach und nach näher beleuchtet, was mir geholfen hat, ihre Beweggründe besser zu verstehen. Diese Entwicklung fand ich gelungen, da sie für mehr Tiefe gesorgt hat.

Was das Ende betrifft, hätte ich mir allerdings mehr gewünscht. Das Finale kam mir zu abrupt – hier hätte die Geschichte ruhig noch weiter ausgeschmückt werden können.

Optisch ist das Buch ein echter Hingucker: Das Cover ist wunderschön gestaltet, und auch der Farbschnitt ist ein echtes Highlight. Schade nur, dass der Inhalt mich nicht ganz so sehr fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte.

Veröffentlicht am 30.08.2024

Eine Biographie von Wachstum und Glaube

Erwacht
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Erwacht bietet tiefe Einblicke in das Leben eines Menschen, der auf einer persönlichen Reise der Selbstentdeckung und spirituellen Entwicklung ist. Die Autorin nimmt uns mit auf ihre Reise und teilt nicht ...

Erwacht bietet tiefe Einblicke in das Leben eines Menschen, der auf einer persönlichen Reise der Selbstentdeckung und spirituellen Entwicklung ist. Die Autorin nimmt uns mit auf ihre Reise und teilt nicht nur ihre eigenen Erlebnisse, sondern auch die Erfahrungen anderer Menschen, die sie auf ihrem Weg getroffen hat. Diese Geschichten verleihen dem Buch eine beeindruckende Authentizität und lassen uns teilhaben an den Höhen und Tiefen eines Lebens, das von stetigem Wachstum und Weiterentwicklung geprägt ist.

Ein zentrales Thema des Buches ist die Lebensentwicklung, die durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen und Herausforderungen deutlich wird. Die Autorin zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sie sich nach und nach mit unterschiedlichen Aspekten ihres Lebens auseinandergesetzt hat und dadurch innerlich gewachsen ist.

Spiritualität habe ich mir in den Kontext anders vorgestellt, da ich da nicht an Gott denke, sondern eher an Meditation, Naturverbundenheit etc., da ich selbst nicht an Gott glaube und ich die Stellen übersprungen habe, dennoch finde ich es schön, wenn jede*r aus seinem Glauben Kraft schöpfen kann.


Trotz dieser Unterschiede hat das Buch in vielen Passagen Kraft gespendet. Besonders inspirierend sind die Zeilen, die zeigen, dass man seinem Weg lange und beharrlich folgen kann, um schließlich ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Diese Botschaft vermittelt Hoffnung und zeigt, dass der Prozess des „Erwachens“ ein individueller Weg ist, der Geduld und Ausdauer erfordert.

Jedoch habe ich es als schwierig empfunden, aus dem Buch selbst neue Kraft zu schöpfen, um meinen eigenen „Erwachensprozess“ zu fördern.

Veröffentlicht am 04.04.2024

Verlorene Bindungen

Der Name meines Vaters
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"Der Name meines Vaters" ist eine Erzählung, die tief in die Psyche eines Mannes eintaucht, der mit dem tragischen Verlust seiner Mutter konfrontiert wird und sich daraufhin auf die Suche nach seinem Vater ...

"Der Name meines Vaters" ist eine Erzählung, die tief in die Psyche eines Mannes eintaucht, der mit dem tragischen Verlust seiner Mutter konfrontiert wird und sich daraufhin auf die Suche nach seinem Vater begibt. Doch während dies die Grundlage für eine fesselnde Handlung zu sein scheint, bleibt die Umsetzung hinter den Erwartungen zurück.

Mario, der Protagonist, wird mit dem Mord an seiner Mutter konfrontiert, der Täter bleibt jedoch unauffindbar. Was folgt, ist kein herkömmlicher Krimi, sondern vielmehr eine Erkundung von Marios inneren Konflikten und der mühsamen Wiederannäherung an einen Vater, den er kaum kennt.

Soweit so gut, allerdings kam ich nicht in die Geschichte hinein und auch der Schreibstil machte es mir schwer die Geschichte fließend zu lesen. Marios Leben entwickelt sich stetig, auch von seinen Gedanken her, die zur Abartigkeit neigen. Auch wenn ich die Hintergründe und Abgründe eines Charakters mag, konnte mich das Buch dahingehend nicht überzeugen. Auch wenn andere Leserinnen der Geschichte noch eine Chance gaben und es bis zum Ende hin besser wurde, hatte ich einfach keine Lust mehr, mich mühsam durch die Seiten zu kämpfen.

Für Leser
innen, die eine geduldige Herangehensweise und eine Vorliebe für düstere Charakterstudien haben, könnte dieses Buch dennoch einen Versuch wert sein.

Veröffentlicht am 15.10.2023

Eine Geschichte mit Potenzial

Torak, der Wald und die Frauen
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Ich habe soeben das Buch beendet und bin etwas unstimmig, was ich von der Geschichte halten soll, da sie Potenzial hat. Das Potenzial sehe ich in Handlungssträngen, die näher beschrieben werden sollten, ...

Ich habe soeben das Buch beendet und bin etwas unstimmig, was ich von der Geschichte halten soll, da sie Potenzial hat. Das Potenzial sehe ich in Handlungssträngen, die näher beschrieben werden sollten, anstatt vom einen Ort zum nächsten zu huschen, weswegen die Stelle mir im Verließ am besten gefallen hat. Man hatte dort eine Grundstimmung, die sich vereinzelnd auch in anderen Situationen wiederfanden. Ich finde dort wurden auch die Gedanken und Emotionen sichtbar, das Ungewisse der Protagonisten und die Verzweiflung wurde ausgeschöpft. In Situationen, die etwas brenzlig waren, hat mir noch ein kleiner Schwung gefehlt, sowie der rote Faden in der Geschichte, den ich leider nicht gut genug gesehen habe. Die Charaktere, wie sie auf dem Cover zu finden sind, konnte ich mir gut vorstellen, wenn es in den Hintergrund mit dem Wald geht und den Vögeln die wegfliegen, fehlt mir im Buche wieder die Grundstimmung.

Ich hoffe ich kann hiermit dem Autor noch einen kleinen Anreiz geben für das zweite Buch. Die Geschichte ist nämlich dennoch ein gutes Grundgerüst in die Welt von Torak und Cel, sowie die Ortschaften, in der sie sich aufgehalten haben.

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