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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Das Manuskript blieb nicht das einzige Geheimnis 👀

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Die Geschichte hatte für mich eine wirklich spannende Prämisse: Ein berühmter Autor wird nach einem angeblichen „Kletterunfall“ tot aufgefunden, während sein Manuskript spurlos verschwunden ist. Besonders ...

Die Geschichte hatte für mich eine wirklich spannende Prämisse: Ein berühmter Autor wird nach einem angeblichen „Kletterunfall“ tot aufgefunden, während sein Manuskript spurlos verschwunden ist. Besonders Sarahs Perspektive fand ich interessant, weil man durch ihre Gedanken immer mehr gemerkt hat, wie sehr sie beginnt, alles und jede*n zu hinterfragen. Dadurch entstand stellenweise fast das Gefühl eines Kriminalromans, als würde sie auf eigene Faust ermitteln.

Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass man einige Figuren kaum richtig kennengelernt hat, was vermutlich zur geheimnisvollen Atmosphäre beitragen sollte, mich aber trotzdem etwas gestört hat. Der Schreibstil war auf Dauer leider nicht ganz meins, auch wenn sich das Buch insgesamt gut lesen ließ. Die Plots und Wendungen hingegen haben mir wirklich gefallen und die Geschichte für mich gut abgerundet.

Veröffentlicht am 16.05.2026

Familiengeheimnisse unter Sommersonne

Summer Storms
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Auch wenn es für mich anfangs ungewohnt war, die Geschichte in der „Sie“-Perspektive zu lesen, bin ich mit der Zeit gut hineingekommen. Der Schreibstil hatte etwas Ruhiges an sich, auch wenn mich manche ...

Auch wenn es für mich anfangs ungewohnt war, die Geschichte in der „Sie“-Perspektive zu lesen, bin ich mit der Zeit gut hineingekommen. Der Schreibstil hatte etwas Ruhiges an sich, auch wenn mich manche Passagen ein wenig aus dem Lesefluss gebracht haben, weil es stellenweise sehr viele Hintergrundinformationen zu Firmen, Familienkonstellationen oder dem Ort gab. Dadurch wirkte das Buch zwischendurch etwas schwerer, als ich es bei einer Sommerlektüre erwartet hätte.

Besonders herausgestochen sind für mich die Gespräche zwischen den Figuren. Viele der Dialoge hatten eine intensive, tiefgründige Atmosphäre und haben den emotionalen Kern der Geschichte getragen.

Das sommerliche Inselsetting mochte ich ebenfalls sehr. Die Ausflüge und die Atmosphäre vermittelten immer wieder dieses warme Sommergefühl und einen gewissen Sehnsuchtsort. Gleichzeitig wurde diese Leichtigkeit aber oft von dem familiären Drama überschattet, das einen großen Teil der Handlung eingenommen hat. Wer Sommergeschichten mit vielen Intrigen, Konflikten und emotionalem Drama mag, wird hier wahrscheinlich genau das Richtige finden.

Für mich persönlich hätte die Geschichte insgesamt etwas kürzer sein dürfen, weil sich manche Entwicklungen gezogen haben. Trotzdem merkte man, wie durchdacht die Handlung aufgebaut war und wie sorgfältig die verschiedenen Intrigen miteinander verwoben wurden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.02.2026

Gute Idee, zähe Umsetzung

Ruf der Leere
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Dieses Buch war mein erstes Werk des Autors und der Klappentext hatte meine Erwartungen hoch angesetzt. Er klang spannend fast wie ein Thriller und versprach eine dichte fesselnde Handlung. Beim Lesen ...

Dieses Buch war mein erstes Werk des Autors und der Klappentext hatte meine Erwartungen hoch angesetzt. Er klang spannend fast wie ein Thriller und versprach eine dichte fesselnde Handlung. Beim Lesen stellte sich jedoch schnell heraus dass die auf dem Cover verwendete Kategorisierung als Roman durchaus zutreffend ist die anfängliche Spannung wich einer deutlich ruhigeren Erzählweise.
Bis ich wirklich in die Handlung hineingefunden hatte wirkte das Buch auf mich eher wie ein Adoleszenzroman. Grundsätzlich finde ich es sehr reizvoll Figuren in einer Phase des Aufbruchs zu begleiten in einer Zeit in der sie wachsen sich selbst finden und prägende Erfahrungen sammeln. Leider blieb genau dieser Aspekt für mich zu oberflächlich. Die Figuren wurden zwar gezeigt doch ihre innere Entwicklung und emotionale Tiefe hätten aus meiner Sicht stärker ausgearbeitet werden können.
Auch der zunächst interessante Aufriss des Mannes an der Partyhütte verlor im Verlauf der Geschichte zunehmend seinen Reiz. Statt Spannung oder emotionaler Nähe stellte sich bei mir eher Ermüdung ein. Ich empfand das Lesen stellenweise als mühsam und verlor irgendwann den Überblick darüber wer mit wem intime Beziehungen einging so leid es mir tut das so deutlich zu formulieren.
Dabei bin ich überzeugt dass diese Geschichte großes Potenzial gehabt hätte. In ihrer Grundidee erinnerte sie mich stellenweise an die Werke von John Green der es gelingt wenige prägende Augenblicke in eine Geschichte zu verweben ohne dass sie an Tempo oder Intensität verliert. Genau diese Verdichtung und Tiefe habe ich hier jedoch vermisst. Für mich blieb das Buch leider hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Veröffentlicht am 26.08.2025

Zwischen Potenzial und Distanz

Onigiri
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Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte ...

Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte zu erzählen und Erinnerungen wie Puzzleteile zusammenzusetzen, hat viel Potenzial.
Inhaltlich fand ich die Einblicke in das Leben der Mutter und der Tochter durchaus interessant – vor allem, wie sich nach und nach ein Bild der Mutter vor ihrer Erkrankung formt und zugleich die Beziehung der Tochter beleuchtet wird.
Leider konnte mich der Stil des Buches nicht überzeugen. Die Erzählweise, die sich aus vielen kurzen und teils auch längeren Erinnerungsschnipseln zusammensetzt, wirkte auf mich fragmentiert und ließ mich nie vollständig in die Geschichte eintauchen. Zudem fehlten mir tiefere Gespräche zwischen Mutter und Tochter, die mehr Einblick in den Umgang mit Demenz und die emotionale Dimension hätten geben können. So blieb das Werk für mich trotz guter Ansätze etwas distanziert und hat das vorhandene Potenzial nicht ausgeschöpft.
Dennoch, gingen mir einige Absätze, durch die geteilten Augenblicke, sehr nahe, da sie genau diese Potenziale auffingen und sie zu etwas besonderen machte.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Optisch stark, inhaltlich durchwachsen

Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt
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Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht – besonders der Schreibstil verlangte anfangs einiges an Eingewöhnung. Die häufigen Bibelverse und die Nennung verschiedener Engelnamen erschwerten den ...

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht – besonders der Schreibstil verlangte anfangs einiges an Eingewöhnung. Die häufigen Bibelverse und die Nennung verschiedener Engelnamen erschwerten den Lesefluss und machten es mir schwer, direkt in die Geschichte hineinzufinden.

Dennoch gab es einige Passagen, die mich gepackt haben. Manche Szenen konnte ich mir sehr lebhaft vorstellen, sie waren atmosphärisch und spannend erzählt. Besonders die Momente, in denen die Handlung richtig an Fahrt aufnahm, haben mir gut gefallen.

Die Charaktere wurden nach und nach näher beleuchtet, was mir geholfen hat, ihre Beweggründe besser zu verstehen. Diese Entwicklung fand ich gelungen, da sie für mehr Tiefe gesorgt hat.

Was das Ende betrifft, hätte ich mir allerdings mehr gewünscht. Das Finale kam mir zu abrupt – hier hätte die Geschichte ruhig noch weiter ausgeschmückt werden können.

Optisch ist das Buch ein echter Hingucker: Das Cover ist wunderschön gestaltet, und auch der Farbschnitt ist ein echtes Highlight. Schade nur, dass der Inhalt mich nicht ganz so sehr fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte.