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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2020

Wissenschafts-Thriller

Der gefrorene Urknall
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Zunächst einmal vorweg: Dies ist Band zwei einer Reihe. Man kann diesen lesen, ohne Band eins zu kennen, den vollen Lesespaß erhält man so allerdings nicht, da es immer wieder Anspielungen auf Band eins ...

Zunächst einmal vorweg: Dies ist Band zwei einer Reihe. Man kann diesen lesen, ohne Band eins zu kennen, den vollen Lesespaß erhält man so allerdings nicht, da es immer wieder Anspielungen auf Band eins gibt. Von Anfang an gibt es viele Charaktere und verschiedene Handlungslinien. Um hier den Überblick zu behalten benötigt man gerade zu Beginn eine Menge Konzentration. Zum Glück ist allerdings der Schreibstil, sehr angenehm zu lesen. Nach und nach lernt man die sympathischen Protagonisten dann aber kennen (und einige sogar lieben).

Die Geschichte gestaltet sich spannend und dank historischer Bezüge und den „echten“ Spielorte, erschreckend real. Man muss zum Glück kein Physikstudium mitbringen, um die wissenschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen. Als Laie ist mir dies auch gut gelungen. Aus vielen kleinen Informationen ergibt sich am Ende ein stimmiges Gesamtbild, welches durchaus neugierig auf Band drei macht!

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Veröffentlicht am 22.07.2020

Schwieriges Thema

Mein Ein und Alles
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Dieses Hörbuch ist nicht einfach aus und durchzuhalten. In "Mein Ein und Alles" zeichnet Gabriel Tallent die Geschichte von einem Mädchen und ihrem Vater, welcher sie fernab in einer Hütte alleine aufzieht. ...

Dieses Hörbuch ist nicht einfach aus und durchzuhalten. In "Mein Ein und Alles" zeichnet Gabriel Tallent die Geschichte von einem Mädchen und ihrem Vater, welcher sie fernab in einer Hütte alleine aufzieht. Die zwei einzigen anderen sozialen Bezugspunkte für Turtle sind die Schule, sowie ihr Granddad. Als dieser stirbt spitzt sich die Situation dramatisch zu. Womit ich nicht gerechnet hatte, ist der detailiert beschriebene sexuelle Missbrauch durch den Vater. Außerdem wird sehr häufig geflucht. Hier braucht der Zuhörer wirklich gute Nerven um durchzuhalten.

Psychologisch betrachtet ist die Geschichte höchstspannend und in sich auch schlüssig und stimmig. Alles ist aus der Sicht des Mädchens beschrieben. Die Handlungsgründe des Vaters bleiben dabei leider völlig im Dunklen. Alles in allem keine leichte Kost!

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Veröffentlicht am 17.08.2020

Kein Krimi

Nur Rudi tanzte schräger
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Nur Rudi tanzte schräger
Für dieses Buch fällt mir die Bewertung wirklich schwer. Auch wenn es der dritte Band einer Reihe ist, kann der Leser hier ohne Vorkenntnis der anderen Bände sehr gut einsteigen. ...

Nur Rudi tanzte schräger
Für dieses Buch fällt mir die Bewertung wirklich schwer. Auch wenn es der dritte Band einer Reihe ist, kann der Leser hier ohne Vorkenntnis der anderen Bände sehr gut einsteigen. Angepriesen wird es als „Dorfkrimi“. Während man vom Dorfleben und den örtlichen Besonderheiten sehr viel erfährt, gerät der Mord und dessen Aufklärung total in den Hintergrund. Die Ermittlungen, insofern sie mal beschrieben werden, sind dann auch noch eher unprofessionell ausgeführt, so dass sich der Leser am Ende wundert, dass überhaupt ein Täter gefunden werden konnte. Es ist nur zu hoffen das im wirklich Leben kein Polizist so ermittelt.

Humorvoller Roman würde als Genre daher besser passen. Hier kommt allerdings leider mein zweites „Problem“ mit dem Buch. Meinen Humor traffen die Witze nicht immer. In Teilen empfand ich die Witze und Sprüche auch als weit unter der Gürtellinie. Auch teils sehr überspitzt dargestellte Vorurteile und Rollenbilder, gefielen mir nicht. Positiv zu nennen ist der angenehme Schreibstil, welcher das lesen sehr leicht machte. So konnte man der Geschichte immer gut folgen.

Mein Fazit: Auch wenn das Buch nicht meinen Geschmack traf, kann ich mir gut vorstellen dass so manch Anderer seinen Spaß beim lesen hat.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Weitschweifige Geschichte, mit wenig Spannung, aber viel Lokalkolorit

Verdeckte Spuren
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Zunächst einmal will ich deutlich sagen, dass ich es auch verstehen kann, wenn andere Leser dieses Buch mögen. „Verdeckte Spuren“ von Jochen Brunow hat durchaus seine Stärken. Zunächst einmal ist der Lokalkolorit ...

Zunächst einmal will ich deutlich sagen, dass ich es auch verstehen kann, wenn andere Leser dieses Buch mögen. „Verdeckte Spuren“ von Jochen Brunow hat durchaus seine Stärken. Zunächst einmal ist der Lokalkolorit von Sardinien, wie auch von Berlin wunderbar herausgearbeitet. Mitunter liest sich die Geschichte finde ich so detailliert wie ein Reiseführer und macht Lust auf die jeweilige Gegend. Auch der Schreibstil ist etwas besonderes und wer ausschweifende, detailreiche und bildhafte Erzählungen mag, wird dieses Buch lieben. Mich persönlich konnte der Stil leider nicht abholen, ich fand ihn wirklich anstrengend zu lesen und auch wenn ich mich nach etlichen Seiten an diesen gewöhnt hatte, begeistert war ich bis zum Ende nicht davon. Letztlich bleibt aufgrund der vielen Ausschweifungen nämlich jegliche Spannung auf der Strecke. Die Handlung verliert sich immer wieder in unwichtigen Nebensträngen, von Ermittlungen kann man nicht sprechen, nur durch Zufall und viel technische Hilfe wird alles aufgeklärt. Was mich zunehmend störte war außerdem die sehr "männliche Schreibe". Alle wichtigen Figuren sind zunächst Männer, die wenigen vorkommenden Frauen sind mehr oder weniger schmückendes Beiwerk und nur als (mögliche) Partnerinnen interessant. Außerdem sind die Beschreibungen der weiblichen Figuren finde ich beispielhaft für den "Male Gaze", sehr auf Äußerlichkeiten bedacht und wenn sie mal nicht normschön sind werden sie mit abwertenden Bezeichnungen wie etwa Matrone bedacht. Auch durch den Bechdel-Test fällt das Buch durch, was finde ich bezeichnend ist. Auf über 300 gibt es keine Interaktion zwischen zwei Frauen, welche sich nicht um Männer dreht. Versteht mich bitte nicht falsch. Normalerweise bewerte ich Krimis nicht nach feministischen Maßstäben. In diesem Fall zieht sich die patriarchale Denke aber dermaßen deutlich durchs Buch, dass es für mich auch die restliche Geschichte abwertet. Dazu kam dann noch der mühsame Schreibstil und ein etwas zu konstruierter Fall. Auch wenn es mir leid tut, mehr als 2 Sterne kann ich in diesem Fall nicht vergeben.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Enttäuschend langatmig

Das Wesen des Lebens
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Selten war ich so froh ein Buch endlich beendet zu haben. Mehrmals war ich kurz davor „Das Wesen des Lebens“ von Iida Turpeinen abzubrechen. Da mich das Werk inhaltlich aber durchaus interessierte hielt ...

Selten war ich so froh ein Buch endlich beendet zu haben. Mehrmals war ich kurz davor „Das Wesen des Lebens“ von Iida Turpeinen abzubrechen. Da mich das Werk inhaltlich aber durchaus interessierte hielt ich letztendlich doch bis zum Schluss durch. Was also gibt es über den Roman zu sagen, außer das ich froh bin die Lektüre geschafft zu haben? Zunächst einmal erstreckt sich Handlung über einen unglaublich langen Zeitraum. Dabei wechseln die erzählenden Protagonisten immer wieder, was einerseits irritierte, anderseits aber auch gut war, denn Manche der (männlichen) Erzähler hätte ich definitv kein ganzes Buch lang ertragen. Als positiv empfand ich hingegen die wenigen weiblichen Stimmen, welche zum Glück auch eine Rolle in der Geschichte der Seekuh spielten. Trotzdem blieb die Stimmung durchgehend gedrückt, teils war ich fassungslos ob der menschlichen Grausamkeiten den faszinierenden Tieren gegenüber, teils von häufig langatmigen Passagen einfach nur gelangweilt. Ausgestorbene Tierarten und ihre Geschichte verdienen auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit, auch durch die heutige Aktualität des Themas. Die Beschäftigung damit lohnt allemal, nur kann ich „Das Wesen des Lebens“ dafür leider nicht empfehlen. Anstatt zu fesseln ließ die Lektüre mich deprimiert zurück. Natürlich ist meine Bewertung höchst subjektiv, ich persönlich kann aber nicht mehr als 2 Sterne vergeben.

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