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Veröffentlicht am 05.09.2024

Ein gelungener Auftakt

Die Blumentöchter (Die Blumentöchter 1)
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Dalia lebten Cornwell, sie liebt ihre Heimat. Sie wurde von ihren Großeltern aufgezogen, da ihre Mutter bei ihrer Geburt verstarb und der Vater war unbekannt. Dalia erinnert sich gerne an ihre Kindheit. ...

Dalia lebten Cornwell, sie liebt ihre Heimat. Sie wurde von ihren Großeltern aufgezogen, da ihre Mutter bei ihrer Geburt verstarb und der Vater war unbekannt. Dalia erinnert sich gerne an ihre Kindheit. Die Familie hatte eine Gärtnerei und ihre vier Cousinen waren sehr oft da, sie hatte ein unbeschwertes und fröhliches Leben. Als Granny starb, war sie sehr traurig, war sie doch wie eine Mutter für sie. Ihr Tante und die Cousinen halfen ihr bei den Formalitäten des Nachlasses. Beim Sortieren der Papiere fanden sie einen Brief von ihrem Vater, der an ihre Granny gerichtet war. Warum hatte sie es Dalia vorenthalten, wer ihr Vater ist? Dalia ist neugierig, der Brief stammte von einem Ricardo aus Mexiko, eine Adresse war leider nicht dabei. Dalia wusste aber das ihre Mutter vor 29 Jahren in Mexiko war. Sie hatte damals ein Stipendium für die Studienreise erhalten. Dort hatte sie die Möglichkeit die berühmten Mayastätten anzusehen und bei Ausgrabungen mitzuhelfen. Dalia bewegte das alles sehr, wollte sie doch über die Wurzeln ihrer Herkunft mehr erfahren. Kurzerhand fliegt sie nach Mexiko. Aber wie soll sie dort ihren Vater finden? Dalia kennt schließlich nur den Vornamen von ihm. In Mexiko lernt sie Pablo kennen, der sie aus einer misslichen Situation befreit. Er reist mit Dalia zu den Mayastätten, aber die Suche erweist sich als schwierig. Werden sie den Vater von Dalia finden?

Der Schreibstil der Autorin ist fließend, die Dialoge leicht verständlich. Im Laufe der Geschichte wird eine zweite Ebene eingebaut, hier erhalten wir einen Rückblick über das was vor 29 Jahren geschah. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und werden lebendig dargestellt. Von den Orten der Handlung hat man sofort ein Bild vor Augen. Die Kultur des Landes wird ebenso anschaulich und liebevoll dargestellt.

Diesen Roman empfehle ich sehr gerne weiter, er hat mir sehr schöne Lesestunden beschert. Der Auftakt der Trilogie ist meiner Meinung nach, sehr gut gelungen. Die Leser können sich schon bald auf den nächsten Band freuen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.09.2024

Ein gelungenes Finale

Das Erbe der Greiffenbergs - Hoffnungsvolle Aussichten
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Das Verhältnis in der Familie untereinander ist nicht mehr das, was es einmal war, seit dem der Vater Ludwig wieder zurück ist. Er verschwand ohne ein Lebenszeichen und plötzlich tauchte er dann wieder ...

Das Verhältnis in der Familie untereinander ist nicht mehr das, was es einmal war, seit dem der Vater Ludwig wieder zurück ist. Er verschwand ohne ein Lebenszeichen und plötzlich tauchte er dann wieder auf. Er lebte in dieser Zeit zurückgezogen auf einer Berghütte im Zillertal mit seiner Geliebten. Als er zurück kam, übernahm er sofort wieder die Leitung des Unternehmens. Während seiner Abwesenheit kümmerte sich Pauline um die Belange des Unternehmens. Aber die Arbeit von Pauline wurde von Ludwig nicht geschätzt. Sie setzte sich für Nachhaltigkeit ein, aber Ludwig war dies ein Dorn im Auge, er möchte sogar einigen regionalen Produzenten kündigen, da ihre Produkte zu teuer sind. Ferdinand ist auch seit dem vergangen Jahr wieder im Unternehmen tätig. Seiner Arbeit als Stuntmen konnte er nicht mehr nachgehen, da er einen Unfall hatte. Im Laufe der Geschichte erhält er ein tolles Angebot. Die Übernahme einer bekannten Stuntschule in Paris zu übernehmen, aber dafür müsste er umziehen. Wird er diesen Schritt wagen?
Antonias größter Traum ist es, ein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste in München zu absolvieren. Ihr Vater ist nicht wirklich begeistert davon. Sie soll erst einmal ein Praktikum im eigenen Unternehmen, bei ihrem Onkel absolvieren. Die Arbeit bereitet ihr so garkeine Freude und als dann auch noch ihr Freund Hendrik, ihre Beziehung beendet, ist sie am Ende. Sie möchte abschalten und geht zum Eislaufen auf den Chiemsee. Doch plötzlich war da ein knacken zu hören, es kam aus der Richtung des Bootshauses. Dort traf sie auf Sky, er hatte sich dort einquartiert. Aber was hatte er hier zu suchen? Wie es sich später herausstellte, war es der Sohn eines ehemaligen Mitarbeiters. Dieser wurde unverschuldet gekündigt. Was war damals geschehen? Dann die Rede von einem Fischsterben vor einigen Jahren. War die Familie darin verwickelt? Sie beginnen Nachforschungen anzustellen und was hier ans Tageslicht kommt, ist erschreckend.

Die Autorin nimmt uns mit an den wunderschönen Chiemsee. Die Orte der Handlung werden authentisch beschrieben, so das man direkt ein Bild vor Augen hat. Die Spannung ist von Anfang an gegeben. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fließen nur so dahin. Die Protagonisten werden lebendig dargestellt und sind vielschichtig gezeichnet. In ihre Gedanken und Gefühle kann man sich direkt hinein versetzen. Das Cover, sehr ansprechend, im Vordergrund, Antonia, im Hintergrund die idyllische Landschaft des Chiemsees.

Insgesamt ist dieser Roman sehr empfehlenswert, es hat mir sehr schöne Lesestunden beschert.. Ich selber habe hier nur Band 3 gelesen, muss aber sagen, das man diesen Band auch unabhängig von den vorhergehenden Bänden lesen kann. Bleibt zu hoffen, das es irgendwann noch einmal eine Fortsetzung folgt.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 01.09.2024

Liebevolle Kurzgeschichten

Wenn die Vernunft der Liebe Platz macht
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In der ersten Geschichte lernen wir Roberto kennen, ein eingefleischter Junggeselle. Er feiert seinen 50. Geburtstag, von seiner Familie erhält er ein ganz besonderes Geschenk. Ein Ticket für eine Kreuzfahrt ...

In der ersten Geschichte lernen wir Roberto kennen, ein eingefleischter Junggeselle. Er feiert seinen 50. Geburtstag, von seiner Familie erhält er ein ganz besonderes Geschenk. Ein Ticket für eine Kreuzfahrt in das Land von 1001 Nacht, extra für Singles konzipiert. Hier lernt er eine Frau kennen, die ebenfalls auf diese Reise geschickt wurde und so wie es das Schicksal will kommen die zwei sich näher.

In der zweiten Geschichte handelt es sich um einen 64 jährigen Mann, geschieden und zwei Kinder.Er hatte nach der Scheidung wieder eine Beziehung, aber die Kinder akzeptierten diese Frau nicht. Danach folgten einige Liebschaften und nach einiger Zeit gab er es ganz auf, nach einer geeigneten Frau zu suchen. Er will in den Urlaub und fährt in seine alte Heimat, er möchte eine Bergtour unternehmen. In der Gegend angekommen machte er einen ungeplanten Stopp. Bilder aus seiner Vergangenheit kommen in ihm hoch. Er ruhte auf einer Bank, weil er einfach nicht mehr weiter konnte, aber diese Bank war verbunden mit seinem früheren Leben.

Es folgen noch zwei weitere Kurzgeschichten, jede von Ihnen ist bewegend, kurz und knapp beschrieben, dennoch aussagekräftig.

Die Autorin erzählt uns hier, mehrere Kurzgeschichten, in die wir eintauchen dürfen und jedes mal gibt es ein schönes Happy End. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung ist in jeder Kurzgeschichte gegeben. Die Protagonisten werden lebendig dargestellt und sind vielschichtig gezeichnet. Das Cover in einem zart Rosa, sehr dezent gestaltet.

Dieses Buch kann man sehr gerne weiter empfehlen. Mir selber hat es sehr schöne Lesestunden beschert. Zeitweise hatte ich sogar ein Schmunzeln im Gesicht. Gerade Leser die keine ausführlichen Umschweifungen mögen, sind hier bestens aufgehoben.

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Veröffentlicht am 01.09.2024

Trauerbewältigung ganz anderer Art

Zurück ins Leben geküsst
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Anisa ist schwanger, eigentlich müsste sie glücklich sein, aber ein dunkler Schatten umgibt sie. Josuh ihr langjähriger Partner und Vater des Kindes ist vor kurzer Zeit verstorben. Er war schwer krank ...

Anisa ist schwanger, eigentlich müsste sie glücklich sein, aber ein dunkler Schatten umgibt sie. Josuh ihr langjähriger Partner und Vater des Kindes ist vor kurzer Zeit verstorben. Er war schwer krank und sie begleitete ihn bis zum Ende. Nun muss sie alleine durchs Leben gehen, obwohl sie sich sehr auf das Kind freut, fühlt sie sich nicht wohl, sie ist psychisch angeschlagen und ihrer Arbeit als Lehrerin kann sie momentan nicht nachgehen. Sie erhält einen Brief von Joshuas. In diesem Brief gibt er ihr Anweisungen. Zum Beispiel, das ausmisten seiner Kleidung. Was hatte das zu bedeuten? Britta, ihre Schwiegermutter gestand ihr, das es noch mehre Briefe gibt. In jedem seiner Briefe gibt es neue Anweisungen. Er bittet sie mitunter eine Reha zu machen, in der Schlossklinik Glücksbrunn. Dort begegnet sie dem Pfleger Raik. Von Anfang an, gab es da etwas zwischen ihnen. Sie selber konnte sich das nicht erklären, sie reagierte auf ihn gereizt, obwohl er es eigentlich nur gut mit ihr meinte. Zeitweise fühlte sie sich sogar hingezogen zu ihm. Was hatte das zu bedeuten? Schließlich konnte sie mit all dem nicht umgehen und wollte sogar die Klinik verlassen. Doch dann erfährt sie durch ihren behandelnden Arzt mehr über Raik und dessen Schicksal und plötzlich beginnt ihr Denken sich zu verändern.


Die Autorin nimmt hier ein ganz besonderes Thema auf. Es gibt viele Menschen die mit Trauer nicht umgehen können. Hier zeigt sie einen sehr ungewöhnlichen Weg auf, der aber sehr hilfreich sein kann. Der Schreibstil ist fließend. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und werden lebendig dargestellt. Ihr gelingt es meisterhaft Gedanken und Gefühle des Protagonisten dem Leser nahe zu bringen. Das Cover ansprechend, die Farben dezent gehalten.

Ingesamt finde ich diesen Roman sehr empfehlenswert, besonders gut geeignet für Leser, die ihre Trauer bewältigen wollen. Dieser Roman bietet Mut und Hoffnung sich mit dem eigenen Schicksal auseinandersetzen, er zeigt auf, das es auch ein neues Leben danach geben kann.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Glaskunst und ihre Geschichte

Das Geheimnis der Glasmacherin
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Orsola ist die Tochter eines Glasbläsers aus Murano. Bei einem Unfall in ihrer Werkstatt stirbt ihr Vater. Der Sohn übernimmt das Geschäft, ist aber nicht wirklich in der Lage es zu führen, selbst die ...

Orsola ist die Tochter eines Glasbläsers aus Murano. Bei einem Unfall in ihrer Werkstatt stirbt ihr Vater. Der Sohn übernimmt das Geschäft, ist aber nicht wirklich in der Lage es zu führen, selbst die Mutter gibt sich alle Mühe das Geschäft zu retten. Orsola wendet sich an Maria Barovier, diese gibt ihr einen entscheidenden Ratschlag. Sie selber sollte Perlen herstellen, sie selber wollte es ihr aber nicht beibringen und verwies sie auf Elena Baroviers. Mit Freude macht sich Orsola an die Arbeit, es dauerte lange bis die erste akzeptable Perle entstand. Sie konnte den Kaufmann Klingenberg davon überzeugen, ihre Perlen zu verkaufen. Sie stellt immer bessere Perlen her und die Aufträge wachsen. Dann kam die Zeit, in der die Pest Venedig heimsuchte, zu guter letzt auch Murano. Selbst ihre Schwägerin Nicoletta erkrankte, die Familie wurde unter Quarantäne gestellt. Antonio war in dieser Zeit immer für sie da, sie verliebte sich in ihn, doch ihre Familie hatte bereits etwas anderes für sie geplant. Die Geschichte führt uns weiter , hinein in die Napoleonischen Kriege, in die Weltkriege, bis hin zu Corona-Zeiten.



Die Autorin nimmt uns mit in das wunderschöne Murano, bekannt für die Glasbläserei, aber auch in das traumhafte Venedig. Die Orte der Handlung Weden authentisch beschrieben, so das man eintauchen kann in diese wunderschöne Idylle. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und vielschichtig gezeichnet. Die Spannung ist von Anfang an gegeben und zieht sich gleichmäßig durch bis zum Schluss. Man bemerkt, das die Autorin ausgiebig recherchiert hat, gerade bei der Herstellung der Perlen. Das Cover ist einfach fantastisch, das romantische Venetien und der wundervolle Farbschnitt, der an eine Glasperle erinnert.

Insgesamt, ein sehr empfehlenswerter Roman. Ich selber war gefangen in dieser Geschichte. Einfach toll.

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