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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2024

Unvorhersehbar

Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
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Das Cover finde ich einfach schon super ansprechend mit seinen Farben und der düsteren Stimmung, die passend zur Geschichte gewählt wurde. Auch der Farbschnitt ergänzt das Cover großartig und macht einen ...

Das Cover finde ich einfach schon super ansprechend mit seinen Farben und der düsteren Stimmung, die passend zur Geschichte gewählt wurde. Auch der Farbschnitt ergänzt das Cover großartig und macht einen fabelhaften ersten Eindruck, der auch über den Großteil der Geschichte hinweg aufrechterhalten wird. Die grundlegende Idee mit der Jagd auf einer einsamen Insel mit äußerst merkwürdigen Tieren erinnert mich durchaus an Tribute von Panem, aber das Ganze mit den Farben zu verbinden, schafft dann doch eher zwei Lager und nicht eine Jeder-gegen-jeden-Stimmung. Den Einstieg finde ich bereits sehr spannend, da man rasant in die Handlung einsteigt und Lias Emotionen gut nachempfinden kann. Hier und da fand ich ihre Gedanken nach der Zeremonie aber dann ein wenig zu ausschweifend und hätte mir mehr Handlungen gewünscht, insbesondere, da mir das erste Ankommen auf der Insel dann doch ein wenig zu langatmig war. Dadurch hat man sich zwar das Leben und die Gefahren dort gut vorstellen können, aber leider ging es mir an dieser Stelle etwas zu schleppend voran. Ansonsten fand ich das Buch nämlich einfach großartig. Eine Vielfalt an Charakteren bringt den Leser zum Lachen, zum Mitfiebern und zum Bangen, wobei die Überraschungen gegen Ende hin immer mehr zunahmen. Da dachte man, man wisse, wie die Geschichte enden könnte und schon kam ein weiteres Detail dazu, das den gesamten Verlauf wieder durcheinanderwirbelte. Ich fand die Liebesgeschichte und die verschiedenen Freundschaften oder Verbündetenbeziehungen sehr authentisch geschrieben, wobei mich die Entwicklung der Charaktere auch sehr gefreut hat. Die düstere Atmosphäre während der Jagd wurde durch die einzelnen Verluste gut untermauert und hat ab der zweiten Hälfte des Buchs immer wieder der Spannung beigetragen. Auch die aufgedeckten Geheimnisse am Ende haben gemischt mit dem tollen Schreibstil das Buch in einen Pageturner verwandelt. Über den fiesen Cliffhanger gibt es ja wohl kaum mehr zu sagen, als dass ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil warte, denn das Ende kann ich so einfach nicht akzeptieren. Grundsätzlich also eine tolle Romantasy-Geschichte, die zu Beginn ein wenig schwächelte, aber dann doch noch an Fahrt aufnahm, mit unvorhersehbaren Wendungen zu einem Lesegenuss führte und neugierig auf die Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Spannungsgeladen

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Wenn man das Buch zum ersten Mal in die Hand nimmt, fällt einem sofort auf, wie dick es ist. Bei solchen Wälzern bin ich dann doch öfters mal etwas enttäuschter, weil der Mittelteil häufiger langatmig ...

Wenn man das Buch zum ersten Mal in die Hand nimmt, fällt einem sofort auf, wie dick es ist. Bei solchen Wälzern bin ich dann doch öfters mal etwas enttäuschter, weil der Mittelteil häufiger langatmig wird. Das kann ich hier so nicht unterschreiben, da für ausreichend Spannung gesorgt wurde, jedoch gibt es dennoch kleine Defizite. So etwa das Cover, das für mich zwar zum Inhalt des Buches passt, aber dann doch etwas zu verspielt und mit seinen vielen Farben fast zu kindisch ist, um die ab und zu düsteren Kapitel einzufangen. Klar überzeugt das Buch durch verschiedene Orte, teilweise wunderschön, aber eben auch hin und wieder grausam, dass für mich ein etwas dunkleres Cover besser gepasst hätte, aber das ist auch Geschmackssache. Der Schreibstil ist für Jugendliche / junge Erwachsene durchaus angenehm, da Lyra mit ihren manchmal derben Ausdrücken für das ein oder andere Schmunzeln sorgt und das ihren Charakter durchaus auch ausmacht, aber dennoch kommen mir ein paar der Begriffe dann doch zu oft vor. Lyra selbst ist ein sehr ansprechender Charakter, da sie mit ihrer Vergangenheit vorbelastet ist und sich dennoch nicht so schnell geschlagen gibt. Genau das scheint Hades an ihr reizend zu finden, bei dem ich die ganze Zeit mit der dramatischen Wendung gerechnet habe, immerhin hat man einen schlechten Ruf ja nicht ohne Grund. Cerberus und Charon fand ich einfach toll, sodass ich mich jedes Mal darüber gefreut habe, wenn wieder eine Begegnung anstand. Weniger begeistert war ich von Boone, da er für mich eher die Funktion erfüllte, eine potentielle Dreiecksbeziehung zu kreieren. Dafür hat aber schlicht und ergreifend die Chemie zwischen Lyra und Boone nicht gestimmt. Die vielen anderen Charaktere waren mir einfach zu viele. Klar, da alle Götter einen Kämpfer für sich aussuchen, trifft man als Leser nun einmal auf unendlich viele Namen, aber am Ende konnte ich immer noch einzelne nur schwer voneinander unterscheiden, was auch damit zu tun hatte, da sie zwar entweder auf Lyras Seite standen oder nicht, aber oftmals nicht mehr Informationen gegeben wurden. Einzelne Nebenfiguren hatten durchaus Tiefen, aber andere blieben mir dann doch etwas zu oberflächlich, um dann wild mit ihren Namen um sich zu werfen. Dennoch muss man der Autorin anerkennen, dass sie es geschafft hat, sich tolle Aufgaben der Götter zu überlegen, die mich doch immer wieder den Atem haben anhalten lassen, weil der Ausgang oftmals nicht vorhersehbar war und es durchaus den ein oder anderen Verlust gab. Das Ende kam ebenfalls überraschend, wodurch auch die letzten Seiten geradezu an einem vorbeifliegen. Zusammenfassend ist das Buch also definitiv eine spannende, abwechslungsreiche Lektüre, auch wenn mir die vielen oberflächlichen Charaktere dann doch zu schaffen gemacht haben.

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Veröffentlicht am 01.09.2024

Überraschungsmomente

Five Broken Blades
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Da ich das Buch bereits öfter im englischsprachigen Raum gesehen habe, freute es mich umso mehr, dass es nun ins Deutsche übersetzt wurde. Das Cover liebe ich sehr und hat mich immer wieder gerne zum Buch ...

Da ich das Buch bereits öfter im englischsprachigen Raum gesehen habe, freute es mich umso mehr, dass es nun ins Deutsche übersetzt wurde. Das Cover liebe ich sehr und hat mich immer wieder gerne zum Buch greifen lassen. Die ersten hundert Seiten waren ein absoluter Lesegenuss. Man erfährt allmählich mehr über die einzelnen Charaktere, über die Beziehung untereinander und ihre Motive, wobei das Worldbuilding nebenher abläuft. Hier hätte man gerne ein wenig mehr Licht ins Dunkle bringen können, da die erschaffene Welt durchaus sehr viel Potential hat und dennoch so einige Fragen unbeantwortet blieben. Als die Reise der Verräter weiter ging, zog sich die Geschichte nun doch immer mehr und das machte den Mittelteil der Geschichte vorhersehbar. Hätte mich auch gewundert, wenn einer der Charaktere stirbt, der für das Vorhaben unersetzlich ist und somit waren die einzelnen Spannungsmomente doch nicht so spannend, wie vermutlich intendiert. Zu den Charakteren gilt zu sagen, dass hier wirklich Vielfalt geboten wird, auch wenn mir Aeri als Einzige auf die Nerven ging, da sie sich für ihre vierundzwanzig Jahre sehr unreif verhält, aber das Ende bringt dann doch noch die nötige Aufklärung hierzu. Die anderen Perspektiven haben mir jedoch alle gefallen, besonders Sora und Mikail mit ihrer individuellen Vergangenheit, sodass die verschiedenen Wechsel abwechslungsreich und interessant waren. Die ganze Zeit über versucht man als Leser dahinter zu kommen, wer von der Gruppe ein falsches Spiel spielen könnte, daher hat die Spannung gegen Ende nun doch noch zugelegt, zumal es ja wirklich drunter und drüber ging. Demnach haben die letzten Seiten definitiv nicht enttäuscht, vor allem da die Überraschungen für mich persönlich unvorhersehbar und somit gelungen waren. Die Auflösung machte größtenteils Sinn, jedoch fügt sich das vorher mühsam erschaffene Bild des grausamen Herrschers da nicht ganz hinein, sodass ich zugleich überrascht, als auch ein wenig enttäuscht war. Enttäuscht haben mich zudem auch die intimen Szenen, da das Buch eher für Erwachsene geschrieben wurde, jedoch alle Szenen unvollständig bleiben. Ich verlange ja nicht zehn vollständige Szenen, aber zumindest einen Moment hätte man genauer beschreiben können, nachdem die Personen doch vorher seitenlang umeinander herumtänzeln. Trotzdem war das Buch mit seiner Reise in eine andere, teils sehr skrupellose Welt ein interessantes Abenteuer mit dem ein oder anderen Überraschungsmoment am Ende, das durchaus Lust auf mehr macht, wobei der Mittelteil ein wenig schwächelte.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Angenehm

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und das Abenteuer im Herbstwald
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Wenn man das Buch in einem Wort beschreiben will, so passt angenehm für mich einfach am besten. Die Geschichten rund um Spekulatius sind immer mit dem liebenswerten Drachen und den zwei Kindern, einer ...

Wenn man das Buch in einem Wort beschreiben will, so passt angenehm für mich einfach am besten. Die Geschichten rund um Spekulatius sind immer mit dem liebenswerten Drachen und den zwei Kindern, einer kreativen Geschichte und spannenden Abenteuern gefüllt, wobei die Lösung des Problems nie zu sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt. Dieses Mal treffen wir den Weihnachtsdrachen jedoch nicht wie für gewöhnlich in seiner Lieblingsjahreszeit wieder, aber dennoch hat mich die Thematik rund um den Herbst gut angesprochen, auch wenn mir tatsächlich der besondere Zauber der Geschichte fehlt. So wird der Herbst zwar durchaus schön eingebunden, dennoch verläuft sich die Atmosphäre gegen Ende hin ein wenig. Selbst das Geisterfest kann dies nicht mehr retten und so gefällt mir die Geschichte an sich durchaus wieder sehr, auch wenn es von der Stimmung nicht ganz mit den Weihnachtsgeschichten mithalten kann. Für Spannung wird wieder einmal reichlich gesorgt, sodass die Kinder gebannt zuhören. Die Bilder unterstützen das Vorlesen oder auch selbstständige Lesen sehr, da sie fast jede Seite begleiten und zu Gesprächen anregen oder von den Kindern Vermutungen aufgestellt werden können, was denn nun als nächstes geschehen mag. Dabei sind diese einfach super schön und ansprechende gestaltet und auch die Kapitellänge ist wie gewohnt klasse. Specki unterhält erneut mit seiner lustigen Sprache, die den Geschwistern doch auch wieder sehr zur Hilfe kommt, da ihnen so eine Kommunikation mit den Tieren möglich ist, welche mit dem Freiherr vor einem schwierigen Problem stehen. An sich ist es wieder eine tolle, unterhaltsame und vor allem angenehme Geschichte mit dem Weihnachtsdrachen, obwohl die Stimmung den Vorgängern nicht vollkommen gerecht werden kann.

Veröffentlicht am 26.07.2024

Komplex

When The Moon Hatched
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An sich hat das Buch all meine Erwartungen erfüllt und mich mit einer kreativen Welt, abwechslungsreichen Charakteren und einer angenehmen Lovestory empfangen. Der Anfang ist sehr rasant, da man Raeve ...

An sich hat das Buch all meine Erwartungen erfüllt und mich mit einer kreativen Welt, abwechslungsreichen Charakteren und einer angenehmen Lovestory empfangen. Der Anfang ist sehr rasant, da man Raeve in ihrem Element erlebt und durch einen Verlust auch ihre verletzliche Seite zu spüren bekommt. Verwirrt haben mich jedoch die vielen Begriffe, die einfach so in den Raum geworfen werden, ohne ausführlicher erklärt zu werden, zumindest im Text. Hinten ist ein Glossar, doch das ständige Blättern zwischen Geschichte und Glossar wird schnell anstrengend und so habe ich mich damit abgefunden, mir viel durch den Kontext und meine eigene Fantasie zusammenreimen zu müssen. Das hätte man durchaus geschickter lösen können, indem ein kurzer Nebensatz die Begriffe umschreibt. Auch die Begriffe Dae, Mah und Pah waren für mich überflüssig. Wie üblich vom Tag oder den Eltern zu sprechen, hätte nicht geschadet und nur mehr Fragezeichen vermieden. Trotz der komplexen Welt, auf die zu wenig in der Geschichte selbst eingegangen wird, muss ich dennoch anmerken, dass mir der Rest gut gefallen hat. Raeve ist eine dynamische Protagonistin, die von ihren Rachegelüsten getrieben wird und durchaus gegen Ende mehr Einsicht hätte zeigen können, dass auch sie Liebe verdient hat, da sich Kaan 800 Seiten lang sehr Mühe gegeben hat. Kaan selbst fand ich sympathisch, da er nicht der skrupellose Herrscher ist, für den Raeve ihn hielt, auch wenn ich mir mehr Informationen über die Beziehung zu seinem Drachen gewünscht hätte. Die verschiedenen, anderen Charaktere machen die Geschichte spannend und teilweise unvorhersehbar, dennoch bleibt der Fokus immer auf der Liebesgeschichte. Die Drachen kommen mir eine Spur zu kurz, aber dafür tauchen weitere magische Wesen auf, die hin und wieder die Handlung beeinflussen. Grundsätzlich hätte man ein wenig mehr aus der erschaffenen Welt holen können, da das Potential definitiv gegeben war, doch so verlaufen sich einige Szenen, mit denen man noch mal zusätzliche Spannungsmomente hätte kreieren können, wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob diese im zweiten Teil überhaupt noch aufgegriffen werden. Positiv hervorheben muss ich jedoch die weicheren Momente zwischen Kaan und Raeve, als auch der geniale Wechsel zu Kampfszenen, die eindrucksvoll geschrieben sind, sodass man mit ihnen einfach mitfiebern muss. Der Schreibstil ist somit sehr beeindruckend und macht es trotz einer teils zu komplexen Welt möglich, das Buch kaum aus der Hand zu legen, weil man unbedingt wissen möchte, wie es nun weitergeht.

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