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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

Liebevoll erzählt, doch nicht durchgehend packend

Play of Hearts
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Was mir als erstes aufgefallen ist, war die schöne Gestaltung. Das Cover, der Farbschnitt und das kleine Blumensamen-Lesezeichen sind richtig liebevoll gemacht und passen super zur Stimmung der Geschichte. ...

Was mir als erstes aufgefallen ist, war die schöne Gestaltung. Das Cover, der Farbschnitt und das kleine Blumensamen-Lesezeichen sind richtig liebevoll gemacht und passen super zur Stimmung der Geschichte. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, sehr bildhaft und flüssig, sodass man schnell in die Geschichte reinkommt.
Besonders gut fand ich wie greifbar und menschlich die Figuren dargestellt sind. Vor allem Genevieve kommt durch die Ich-Perspektive sehr nah, man versteht schnell, was in ihr vorgeht. Aber auch die Nebenfiguren wirken lebendig und bringen eigene Geschichten und Gefühle mit ohne bloß im Hintergrund zu bleiben. Es geht viel um Verletzlichkeit, um die Suche nach dem eigenen Glück – und das wird mit viel Feingefühl erzählt. Trotzdem hatte ich stellenweise meine Schwierigkeiten. Im Mittelteil hat die Geschichte für mich an Fahrt verloren und ich habe ein wenig die Verbindung zu den Figuren verloren. Der große Twist am Ende war leider schon recht früh absehbar, was die Spannung etwas gedämpft hat.
Insgesamt ist es ein gefühlvoll geschriebenes Buch mit schönen Ideen und einer stimmigen Atmosphäre, das mich aber nicht vollständig fesseln konnte. Deshalb vergebe ich drei Sterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2024

Vielversprechend, aber oberflächlich

Die Kunst des InnSæi
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"InnSæi – Der isländische Weg zu mehr Intuition und Balance" von Hrund Gunnsteinsdóttir weckte sofort mein Interesse mit seinem schlichten und dennoch ansprechenden Cover. Die minimalistische Gestaltung ...

"InnSæi – Der isländische Weg zu mehr Intuition und Balance" von Hrund Gunnsteinsdóttir weckte sofort mein Interesse mit seinem schlichten und dennoch ansprechenden Cover. Die minimalistische Gestaltung verspricht Ruhe und Gelassenheit – genau das, was man sich von einem Buch über innere Balance erwartet. In unserer hektischen, technologiegetriebenen Welt schien die Idee, seine innere Stimme wiederzuentdecken, genau das Richtige zu sein. Leider löste sich diese anfängliche Begeisterung beim Lesen zu einem großen Teil in Luft auf. Das Buch wirkte schnell wie eine Dauerwerbung für den Begriff "InnSæi". Immer wieder wurde betont, dass "InnSæi" die Lösung aller Probleme sei ohne dabei in die Tiefe zu gehen. Die Geschichten und Beispiele, die diese These stützen sollten, kamen mir oft oberflächlich und banal vor. Für jemanden wie mich, der bereits mit Themen wie Achtsamkeit und Intuition vertraut ist, fühlte sich die Lektüre wiederholend und teilweise ermüdend an. Das Buch hat dennoch seine Stärken. Besonders die praktischen Übungen und Anleitungen – von Meditation über Atemübungen bis hin zu Tagebuchführen – sind leicht verständlich und einladend. Hrund Gunnsteinsdóttir teilt viele persönliche Erlebnisse, die das Buch authentisch machen. Diese persönlichen Geschichten sind berührend und verleihen der Lektüre eine gewisse emotionale Tiefe, auch wenn die vorgeschlagenen Methoden nicht wirklich neu sind. Für Einsteiger, die sich das erste Mal mit Themen wie innerer Balance und Intuition beschäftigen, könnte "InnSæi"“ durchaus hilfreich und inspirierend sein. Das Buch regt zum Nachdenken an und bietet zahlreiche Anregungen, wie man mehr Ruhe und Gelassenheit in den Alltag integrieren kann. Allerdings bleibt es oft an der Oberfläche, was erfahrene Leser:innen, die schon mit Achtsamkeitspraktiken vertraut sind, enttäuschen dürfte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "InnSæi" trotz seiner Schwächen durch die einfühlsame Art der Autorin ansprechend bleibt. Die persönlichen Einblicke und ermutigenden Worte verleihen dem Buch eine besondere Note, auch wenn es keine bahnbrechenden Neuerungen bietet. Trotz des nicht voll ausgeschöpften Potenzials der vielversprechenden Thematik bleibt es eine inspirierende Lektüre, die den Leser dazu ermutigt, innezuhalten und auf die eigene innere Stimme zu hören insbesondere für jene, die eine erste Orientierung in der Thematik suchen.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Zwischen Traum und Realität: Eine vielversprechende Geschichte mit Schwächen in der Umsetzung

Der längste Schlaf
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Das Buch startet vielversprechend und schafft es schnell, die Hauptfigur Mara sympathisch darzustellen. Durch geschickt eingesetzte Rückblenden und Informationen erhält sie Tiefe, was das Interesse an ...

Das Buch startet vielversprechend und schafft es schnell, die Hauptfigur Mara sympathisch darzustellen. Durch geschickt eingesetzte Rückblenden und Informationen erhält sie Tiefe, was das Interesse an ihrer Person weckt. Besonders der Aspekt, dass Mara als Schlafwissenschaftlerin selbst unter Schlafstörungen leidet, die ihre Wahrnehmung der Realität beeinflussen, bringt eine spannende Dimension in die Geschichte. Doch trotz dieses interessanten Ausgangspunkts offenbaren sich im Laufe des Buches einige Schwächen. Die Sprache wechselt häufig zwischen anspruchsvollen und einfachen Formulierungen, was den Lesefluss stört. Diese sprachlichen Brüche wirken oft konstruiert und mindern die Authentizität der Figuren. Auch die Duden-Einschübe, die anfangs noch charmant wirken, erscheinen später deplatziert und unterbrechen den Erzählfluss. Inhaltlich bleibt die Geschichte über weite Strecken fesselnd, vor allem durch Maras intensiver werdende Träume und die mystische Atmosphäre, die sich im geerbten Haus in Deutschland entfaltet. Leider verliert die Handlung im letzten Drittel an Glaubwürdigkeit, da sie zunehmend ins Fantastische abdriftet. Einige Handlungsstränge, wie Maras mysteriöse Vergangenheit, werden nicht zufriedenstellend aufgelöst. Auch die Nebenfiguren, insbesondere Maras beste Freundin Roxy, bleiben zu oberflächlich. Trotz dieser Kritikpunkte bleibt das Buch insgesamt unterhaltsam, vor allem dank des flüssigen und fesselnden Schreibstils, der es trotz inhaltlicher Schwächen lesenswert macht.

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Veröffentlicht am 15.10.2023

Interessant aufbereitet und spannend

Das Buch der Phobien und Manien
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Das Thema des Buches ist sehr interessant aufbereitet und vielversprechend. Allerdings sticht das Cover negativ hervor, da es meiner Meinung nach nicht gut gestaltet ist. Es bietet eine verständliche Darstellung ...

Das Thema des Buches ist sehr interessant aufbereitet und vielversprechend. Allerdings sticht das Cover negativ hervor, da es meiner Meinung nach nicht gut gestaltet ist. Es bietet eine verständliche Darstellung von 99 verschiedenen Phobien, einschließlich ihrer Ursprünge und historischer Beispiele von Personen, die unter diesen Phobien gelitten haben. Die alphabetische Anordnung der Kapitel und ihre unterschiedlichen Längen verleihen dem Buch eine informative und originelle Struktur. Des Weiteren bieten die Illustrationen zu einigen Phobien eine Abwechslung in diesem ansonsten textlastigen Werk. Der Schreibstil ist angenehm und leicht verständlich. Zudem liest sich das Buch eher wie eine Sammlung unterhaltsamer Geschichten als wie ein trockenes Sachbuch. Es ist spannend, aufklärend und lehrreich und bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Fakten, Beschreibungen und Anekdoten. Es ist eine gute Informationsquelle, die sowohl unterhält als auch neues Wissen vermittelt. Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um ein empfehlenswertes Nachschlagewerk, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zum Schmökern einlädt.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Schön, aber verwirrend

Tochter einer leuchtenden Stadt
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Das Werk "Tochter einer leuchtenden Stadt" von Defne Suman ist ein historischer Roman, der die Thematik des griechisch-türkischen Krieges Smyrna beinhaltet. Erzählt werden die Geschehnisse und das Zusammenleben ...

Das Werk "Tochter einer leuchtenden Stadt" von Defne Suman ist ein historischer Roman, der die Thematik des griechisch-türkischen Krieges Smyrna beinhaltet. Erzählt werden die Geschehnisse und das Zusammenleben verschiedener Völkergruppen aus der Perspektive von drei Frauen, die nicht chronologisch verlaufen.

Suman nimmt uns mit ihrem poetischen Sprachstil mit auf eine fantastische Zeitreise, wo die Levante und Ponente zusammentreffen. Jedoch erfordert diese Zeitreise u.a. Hintergrundwissen zu den politischen Gegebenheiten, denn ansonsten wird es für den:die Leser:in schwierig der Handlung zu folgen. Des Weiteren ist der Roman nicht flüssig lesbar und erfordert ein gewisses Maß an Konzentration und Geduld, da die Erzählstränge sehr verwirrend sind. Auch wird der Lesefluss durch die Einbindung der griechischen, türkischen, armenischen und französischen Wörter unterbrochen. Ich kann mir vorstellen, dass viele mit diesem Vokabular nicht vertraut sind und sie nachschlagen müssen. Zwar sind diese hinten im Glossar aufzufinden, jedoch geht dadurch der schöne Charakter verloren. Durch den ständigen Wechsel der Zeitspannen ist die Historie auch nicht geschickt und gut in die Handlung eingeflochten worden, da es den:die Leser:in verwirrt.

Ein so schönes Buchcover, die einem Gemälde gleicht, geht durch die verwirrenden Zeitsprünge verloren. Der Plot wäre sicherlich durch eine bessere bzw. übersichtlichere Gestaltung der Kapitel viel besser angekommen.

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