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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2023

Luft nach oben

Lebendige Nacht
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Sophia Kimmig - eine Wildbiologin - nimmt uns in ihrem Buch mit auf die Reise des Verborgenen bzw. der Nacht. Dabei reißt sie kurze Beschreibungen über diverse, auch recht unbekannte Tierarten und deren ...

Sophia Kimmig - eine Wildbiologin - nimmt uns in ihrem Buch mit auf die Reise des Verborgenen bzw. der Nacht. Dabei reißt sie kurze Beschreibungen über diverse, auch recht unbekannte Tierarten und deren Lebensraum an. Auch fließen ihre Erfahrungsberichte über die Nacht mit ein und der Wahrnehmung anderer.

Mir persönlich war der Teil mit der Vorstellung der Tierarten der Nacht viel zu kurz. Ich habe eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Tierarten erwartet, die mit Bildern gestützt werden. So wäre mein Lesefluss nicht unterbrochen worden, da ich jedes Mal, bei den mir unbekannten Tierarten, nachschauen musste wie diese überhaupt aussehen. Des Weiteren haben mir die Übergänge von einer Thematik zur nächsten nicht gefallen, da es oftmals den Eindruck vermittelt hat, dass da kein richtiger roter Faden vorhanden ist.

Besonders gut gefällt mir das Buchcover und die generelle Thematik rund um die nachtaktiven Tiere. Damit einhergehend auch die Informationen, die die Wildbiologin dem:r Leser:in vermittelt (wenn auch nur kurz) und der Aspekt des Naturschutzes.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Zwischen Mode und Kampfsport

Kampfgeist
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In ihrer Autobiografie gewährt Marie Lang einen offenen Einblick in ihren Lebensweg, der sie von der Modewelt bis in den professionellen Kampfsport geführt hat. Sie schildert nicht nur ihre Erfolge, sondern ...

In ihrer Autobiografie gewährt Marie Lang einen offenen Einblick in ihren Lebensweg, der sie von der Modewelt bis in den professionellen Kampfsport geführt hat. Sie schildert nicht nur ihre Erfolge, sondern auch die schwierigen Momente, in denen Selbstzweifel, Ängste und Leistungsdruck eine Rolle spielten. Diese ehrliche und persönliche Perspektive macht das Buch authentisch und nahbar. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt.

Besonders interessant ist, wie Marie Lang ihre Erfahrungen mit Themen wie Motivation, Rückschlägen und mentaler Stärke verbindet. Dabei wird deutlich, wie viel Disziplin und Durchhaltevermögen nötig waren, um ihren Weg konsequent zu gehen, aber auch wie wichtig Menschen sind, die einen unterstützen und voranbringen. An einigen Stellen hätte ich mir jedoch etwas mehr Tiefe gewünscht, vor allem hinsichtlich des sportlichen Alltags und der Trainingsroutinen.

Das Cover greift den Inhalt grundsätzlich auf, wirkt jedoch etwas schlicht und dunkel. Etwas mehr Farbe oder Kreativität hätte die Energie und Stärke der Autorin besser eingefangen, insbesondere angesichts ihres beruflichen Hintergrunds im Modedesign. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es liest sich leicht und bietet einen authentischen und spannenden Einblick in das Leben einer beeindruckenden Frau.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Zwischen Fakten und Anekdoten

Organisch
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Nachdem mir Giulia Enders "Darm mit Charme" ausgesprochen gut gefallen hatte, war meine Vorfreude auf ihr neues Buch entsprechend groß. Umso überraschter war ich, dass mich "Organisch" nicht in gleichem ...

Nachdem mir Giulia Enders "Darm mit Charme" ausgesprochen gut gefallen hatte, war meine Vorfreude auf ihr neues Buch entsprechend groß. Umso überraschter war ich, dass mich "Organisch" nicht in gleichem Maße überzeugen konnte. Vieles, was sie beschreibt, war mir bereits bekannt und die Leichtigkeit sowie der Humor, die ich im ersten Buch so geschätzt habe, fehlten mir hier deutlich.

Inhaltlich nimmt Enders ihre Leser:innen mit auf eine Reise durch den menschlichen Körper. Kapitelweise widmet sie sich einzelnen Organen und Themen wie der Lunge, dem Immunsystem, der Haut, den Muskeln und dem Gehirn. Den Auftakt bilden meist Anekdoten oder persönliche Geschichten aus ihrem familiären Umfeld, bevor sie auf die Funktionsweise und Besonderheiten der jeweiligen Organe eingeht. Ergänzt werden diese Abschnitte durch kleine Alltagstipps, die den Inhalt greifbarer machen.

Die persönlichen Einblicke der Autorin haben bei mir einen gemischten Eindruck hinterlassen. Einerseits lockern sie die vielen Fakten auf, andererseits reißen sie den roten Faden immer wieder auf. So wirken die Übergänge zwischen den privaten Geschichten und den sachlichen Erklärungen stellenweise wenig bis kaum stimmig.

Insgesamt ist "Organisch" ein informatives Buch, das sicher viele Leser:innen neugierig macht. Für mich persönlich konnte es aber nicht an die Frische und den Charme des Vorgängers anschließen.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Liebevoll erzählt, doch nicht durchgehend packend

Play of Hearts
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Was mir als erstes aufgefallen ist, war die schöne Gestaltung. Das Cover, der Farbschnitt und das kleine Blumensamen-Lesezeichen sind richtig liebevoll gemacht und passen super zur Stimmung der Geschichte. ...

Was mir als erstes aufgefallen ist, war die schöne Gestaltung. Das Cover, der Farbschnitt und das kleine Blumensamen-Lesezeichen sind richtig liebevoll gemacht und passen super zur Stimmung der Geschichte. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, sehr bildhaft und flüssig, sodass man schnell in die Geschichte reinkommt.
Besonders gut fand ich wie greifbar und menschlich die Figuren dargestellt sind. Vor allem Genevieve kommt durch die Ich-Perspektive sehr nah, man versteht schnell, was in ihr vorgeht. Aber auch die Nebenfiguren wirken lebendig und bringen eigene Geschichten und Gefühle mit ohne bloß im Hintergrund zu bleiben. Es geht viel um Verletzlichkeit, um die Suche nach dem eigenen Glück – und das wird mit viel Feingefühl erzählt. Trotzdem hatte ich stellenweise meine Schwierigkeiten. Im Mittelteil hat die Geschichte für mich an Fahrt verloren und ich habe ein wenig die Verbindung zu den Figuren verloren. Der große Twist am Ende war leider schon recht früh absehbar, was die Spannung etwas gedämpft hat.
Insgesamt ist es ein gefühlvoll geschriebenes Buch mit schönen Ideen und einer stimmigen Atmosphäre, das mich aber nicht vollständig fesseln konnte. Deshalb vergebe ich drei Sterne.

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Vielversprechend, aber oberflächlich

Die Kunst des InnSæi
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"InnSæi – Der isländische Weg zu mehr Intuition und Balance" von Hrund Gunnsteinsdóttir weckte sofort mein Interesse mit seinem schlichten und dennoch ansprechenden Cover. Die minimalistische Gestaltung ...

"InnSæi – Der isländische Weg zu mehr Intuition und Balance" von Hrund Gunnsteinsdóttir weckte sofort mein Interesse mit seinem schlichten und dennoch ansprechenden Cover. Die minimalistische Gestaltung verspricht Ruhe und Gelassenheit – genau das, was man sich von einem Buch über innere Balance erwartet. In unserer hektischen, technologiegetriebenen Welt schien die Idee, seine innere Stimme wiederzuentdecken, genau das Richtige zu sein. Leider löste sich diese anfängliche Begeisterung beim Lesen zu einem großen Teil in Luft auf. Das Buch wirkte schnell wie eine Dauerwerbung für den Begriff "InnSæi". Immer wieder wurde betont, dass "InnSæi" die Lösung aller Probleme sei ohne dabei in die Tiefe zu gehen. Die Geschichten und Beispiele, die diese These stützen sollten, kamen mir oft oberflächlich und banal vor. Für jemanden wie mich, der bereits mit Themen wie Achtsamkeit und Intuition vertraut ist, fühlte sich die Lektüre wiederholend und teilweise ermüdend an. Das Buch hat dennoch seine Stärken. Besonders die praktischen Übungen und Anleitungen – von Meditation über Atemübungen bis hin zu Tagebuchführen – sind leicht verständlich und einladend. Hrund Gunnsteinsdóttir teilt viele persönliche Erlebnisse, die das Buch authentisch machen. Diese persönlichen Geschichten sind berührend und verleihen der Lektüre eine gewisse emotionale Tiefe, auch wenn die vorgeschlagenen Methoden nicht wirklich neu sind. Für Einsteiger, die sich das erste Mal mit Themen wie innerer Balance und Intuition beschäftigen, könnte "InnSæi"“ durchaus hilfreich und inspirierend sein. Das Buch regt zum Nachdenken an und bietet zahlreiche Anregungen, wie man mehr Ruhe und Gelassenheit in den Alltag integrieren kann. Allerdings bleibt es oft an der Oberfläche, was erfahrene Leser:innen, die schon mit Achtsamkeitspraktiken vertraut sind, enttäuschen dürfte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "InnSæi" trotz seiner Schwächen durch die einfühlsame Art der Autorin ansprechend bleibt. Die persönlichen Einblicke und ermutigenden Worte verleihen dem Buch eine besondere Note, auch wenn es keine bahnbrechenden Neuerungen bietet. Trotz des nicht voll ausgeschöpften Potenzials der vielversprechenden Thematik bleibt es eine inspirierende Lektüre, die den Leser dazu ermutigt, innezuhalten und auf die eigene innere Stimme zu hören insbesondere für jene, die eine erste Orientierung in der Thematik suchen.

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