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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2024

Wer ist Opfer, wer ist Täter?

Anna O.
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Von diesem Buch hatte ich schon so viel gehört und auch so gegensätzliche Meinungen, dass ich wirklich gespannt war. Gerade wenn so kontrovers diskutiert wird, macht mich das ja immer umso neugieriger. ...

Von diesem Buch hatte ich schon so viel gehört und auch so gegensätzliche Meinungen, dass ich wirklich gespannt war. Gerade wenn so kontrovers diskutiert wird, macht mich das ja immer umso neugieriger. Die Bewertungen waren ja von „total super“ bis „desaströs“ alles.

Den Einstieg, der quasi so viel später stattfand als das eigentliche Geschehen, fand ich erst sehr kurios, aber als ich dann gegen Ende des Buchs wieder in diese Szene eingestiegen bin, hab ich es verstanden. Es ist quasi ein Wendepunkt in dieser Geschichte.

Bei diesem Buch ist man als Leser ständig auf der Hut, weil man einfach nicht weiß, wem man nun wirklich trauen kann. Man kann einfach absolut nicht einschätzen, wer Opfer und wer Täter ist, wer lügt und wenn ja, warum. Die vielen Perspektivwechsel tun ihr übriges und sorgen dafür, dass die Geschichte rasant und ziemlich packend erzählt wird.

Ich fand die Aufmachung des Buchs echt spannend. Man weiß von Anfang an, was passiert ist, kann sich aber nicht im Ansatz vorstellen warum. Auf diese Lösung wäre ich am Ende nie gekommen, aber sie passte. Am Ende sind eigentlich auch alle Fragen geklärt, aber es bleibt ein seltsames Gefühl.

Ungefähr hundert Seiten vor dem Ende meint man, man hätte des Rätsels Lösung, aber dann dreht sich alles nochmal komplett, der Fokus verändert sich und plötzlich erscheinen bisherige Wahrheiten in einem anderen Licht.

Wer Lust hat, sich auf dieses Buch einzulassen, der wird gut unterhalten und immer wieder überrascht werden.

Veröffentlicht am 11.09.2024

Ein Blick in die Zukunft?

VIEWS
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Da dieses Buch ja absolut kontrovers diskutiert wird und auch entsprechend gute und schlechte Bewertungen hatte, war ich natürlich umso neugieriger. Bisher hab ich von diesem Autor nur das ‚Neinhorn` gelesen, ...

Da dieses Buch ja absolut kontrovers diskutiert wird und auch entsprechend gute und schlechte Bewertungen hatte, war ich natürlich umso neugieriger. Bisher hab ich von diesem Autor nur das ‚Neinhorn` gelesen, das mich absolut begeistert hat. Nun also ein Thriller.
Und ich finde durchaus, das hat Marc-Uwe Kling gut gemacht. Der interessant Roman zieht seine Leser sehr schnell in seinen Bann, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch liest sich trotz des schweren Stoffs sehr leicht und schnell, fast schon rasant. Yasira Saad ist eine gute Hauptfigur, der man gerne folgt und mit ihr ermittelt. Ich war ziemlich gepackt und befürchte, dass jede Möglichkeit und Idee, die hier vorkommt, heute schon möglich ist. Insofern ein erschreckendes Buch mit aktuellen Themen, die wichtig und zum Teil schon brennend sind.
Es bleiben am Ende viele Fragen offen, das mag ich eigentlich nicht so, aber hier passte es meiner Meinung nach ganz gut.
Was mir wirklich gut gefallen hat, ist der Schreibstil des Autors, der einen immer wieder schmunzeln lässt. Ich mag seinen Humor sehr und die Beschreibungen, die so plastisch, authentisch und real sind – vielleicht muss ich die Känguru-Chroniken doch mal lesen.
Ein gutes Buch, das einen Blick in die Zukunft zeigt, der Gänsehaut erzeugt. Oder ist es vielleicht gar nicht die Zukunft, sondern schon die Gegenwart?

Veröffentlicht am 08.09.2024

Wahre Geschichten von Mord und Totschlag

Über Leben und Tod
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich der Titel und die Kurzbeschreibung sehr neugierig gemacht hatten. Ich interessiere mich sehr für Gerichtsmedizin und dachte daher, dass das genau mein Buch. ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich der Titel und die Kurzbeschreibung sehr neugierig gemacht hatten. Ich interessiere mich sehr für Gerichtsmedizin und dachte daher, dass das genau mein Buch. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich dachte, dass es mehr um Herangehensweisen und Techniken, Hintergrundinfos und Methoden geht. So war ich beim Auftakt des Buchs auch ein bisschen enttäuscht - und auch genervt von der etwas selbsteingenommenen Art des Autors. Das hat sich im Laufe der Lektüre des sehr knapp geratenen Buchs allerdings deutlich gebessert.
Ich fand die Geschichten über den Gerichtsmediziner Christian Reiter und vor allem auch die Geschichten, die er zu erzählen hat, sehr faszinierend. Ein offensichtlich sehr sympathischer Mensch, der alles tut, um Verbrechen aufzuklären, anonymen Toten einen Namen zu geben und auch zu klären, ob ein schon lange Verstorbener wirklich ein Heiliger war und Wunder wirken kann. Eine wirklich große Bandbreite und genauso liest sich das Buch auch. Sehr unterhaltsam und mit vielen interessanten Fällen, die die Zeiten durchspringen. Mordfälle aus der Vergangenheit werden genauso thematisiert wie der Tod eines Menschen bei einer Abschiebung, Exhumierungen, Misshandlungen, die Geschichte Wiens und vieles mehr.
Wer dieses Buch liest, sollte nicht sehr empfindsam sein, es geht zum Teil schon sehr ins Detail. Aber es ist spannend und interessant durch und durch!
Zu gerne würde ich Herr Reiter mal selbst in seinem so faszinierenden Büro -
oder soll man es Museum nennen - besuchen und mich mit ihm unterhalten!

Veröffentlicht am 02.09.2024

Kunterbunter Kinderspaß

Der kleine Affe Rocko
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Weil ich das Cover und die Kurzbeschreibung auf Anhieb mochte, war ich sehr gespannt auf das Buch. Ich finde es sehr bunt und die Tiere sind nicht alle natürlich dargestellt, aber ich bin mir sicher, dass ...

Weil ich das Cover und die Kurzbeschreibung auf Anhieb mochte, war ich sehr gespannt auf das Buch. Ich finde es sehr bunt und die Tiere sind nicht alle natürlich dargestellt, aber ich bin mir sicher, dass Kinder das sehr mögen und gut finden. Ich mochte den bunt gestreiften Affen Rocko auch gerne. An manchen Stellen ist die Sprache meiner Meinung nach nicht kindgerecht genug - zumal es sich um ein Buch für die ganz Kleinen handelt. Aber das kann man als Vorleser ja abändern oder erklären. Insofern stört es mich nicht so sehr.

Gut finde ich das Format, das sehr groß ist und dadurch wunderbar Platz für die Illustrationen bietet. So haben die Kinder richtig viel zu schauen und zu entdecken auf den kunterbunten gestalteten Seiten. Der Text ist nicht zu viel und eignet sich daher bestens zum Vorlesen. Ich fand es ein bisschen komisch, dass der Palmendieb so negativ dargestellt wird und dann doch wie von Zauberhand die Kokosnuss öffnet. Aber das ist Geschmackssache.

Ebenfalls gut ist neben dem Format auch die dicke Pappe, auf denen die Bilder und Texte gedruckt sind. Da können Patschhändchen nicht so schnell was kaputt machen. Schön finde ich auch die Idee, dass Viva Alpagua gleichzeitig gute Laune verbreiten will, aber auch zeigen möchte, wie wichtig es ist, unsere Erde zu schützen. Es kann nie früh genug sein, das den Kindern nicht nur zu zeigen, sondern auch vorzuleben!

Veröffentlicht am 02.09.2024

Holpriger Start, faszinierende Welt

Die Maske der Spiegel
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Nachdem mich die Kurzbeschreibung für dieses Buch so neugierig gemacht hatte, habe ich voller Vorfreude mit dem Lesen begonnen. Schnell wurde ich aber in meinen Erwartungen gebremst, weil mir alles so ...

Nachdem mich die Kurzbeschreibung für dieses Buch so neugierig gemacht hatte, habe ich voller Vorfreude mit dem Lesen begonnen. Schnell wurde ich aber in meinen Erwartungen gebremst, weil mir alles so kompliziert und fremdartig erschienen ist. So viele Worte, die ich nicht kannte, deren Bedeutung sich auch nicht einfach so erschlossen hat und die eine Welt erklärten, die mir so weit weg vorkam. Nach ein paar wenigen Seiten und Kapiteln hätte ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt. Zum Glück habe ich weitergelesen und je weiter ich kam, desto mehr hat sich für mich die faszinierende Welt von Nadezra erschlossen. Nun bin ich wirklich gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon sehr auf Band 2 und 3, die ich beide in den nächsten Wochen lesen möchte.

Gut wäre es gewesen, wenn im Buch ein Glossar wäre – erst nach einer Weile habe ich erfahren, dass es eins online gibt, allerdings nur auf Englisch. Die Karte von Nadezra hilft schon mal gut weiter, aber eine Karte der gesamten Fantasywelt und die Erklärungen fehlten leider. Auch das Ende war etwas abrupt, liegt aber vielleicht daran, dass im Deutschen aus drei Büchern sechs Bände geworden sind. Hätte mich nicht so gestört, wenn ich es am Anfang schon gewusst hätte.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, die Welt ist in sich sehr stimmig und interessant aufgebaut. Wenn man sich mal in die Geschichte eingefunden hat, liest sich das Buch auch deutlich leichter und es macht richtig Spaß, gemeinsam mit Ren durch Nadezra und seine so verschiedenen Stadtteile, Straßen, Viertel und Ecken zu schleichen, schreiten oder gehen. Ich mochte nicht nur ihre Rolle, sondern auch ihre private Geschichte sehr. Ist sie die Rose aus dem Untertitel? Und gleichzeitig ist da noch der Rabe, der mich so neugierig macht. Wer sich wohl hinter dessen schattenhafter Maske versteckt und was ist sein echtes Ziel?

Gerade der Showdown hat mich atemlos zurückgelassen und ich muss unbedingt weiterlesen. Auf geht’s zu Band 2!