Am Anfang hatte ich wirklich Angst, dass mir dieses Buch nicht gefallen würde, weil es mir etwas schwer fiel, in die Geschichte einzusteigen, und ich keine starke Bindung zu den Charakteren verspürt habe. ...
Am Anfang hatte ich wirklich Angst, dass mir dieses Buch nicht gefallen würde, weil es mir etwas schwer fiel, in die Geschichte einzusteigen, und ich keine starke Bindung zu den Charakteren verspürt habe. Hazel war für meinen Geschmack etwas zu perfekt.
Aber das Buch wurde mit jedem Kapitel besser. Ich verstand Hazel bald besser und als Jack auftauchte, bekamen wir eine weitere liebenswerte Figur. Die medizinischen Aspekte und die Diskriminierung, der Hazel ausgesetzt war, haben mich wirklich fasziniert.
Die Geheimnisse, die Hazel lösen musste, waren jedoch leicht vorhersehbar.
Auch das Ende hat mir nicht gefallen. Auf die Fantasy-Elemente hätte ich gut verzichten können. Aber jetzt bin ich definitiv gespannt auf Buch zwei.
Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch mit erstaunlicher Ausstrahlung und Hauptcharakteren, die wahre Kämpfer sind.
Half his age erzählt die Geschichte von Waldo, einer Schülerin aus schwierigen Verhältnissen, die eine Obsession für ihren Lehrer entwickelt - die dieser schließlich auch erwidert.
Das Cover ist provokant ...
Half his age erzählt die Geschichte von Waldo, einer Schülerin aus schwierigen Verhältnissen, die eine Obsession für ihren Lehrer entwickelt - die dieser schließlich auch erwidert.
Das Cover ist provokant und verlangt nach Aufmerksamkeit und spiegelt den Inhalt damit perfekt wider. Die Gestaltung des Buches als Hardcover ohne Umschlag fand ich sehr angenehm - allerdings hat sich das Material aber auch schnell abgenutzt.
Der Stil hat mich von der ersten Seite an überzeugt: schonungslos ehrlich, frech, modern und sehr kurzweilig zu lesen. Dank der kurzen Kapitel bin ich nur so durch das Buch geflogen. An manchen Stellen sind die Beschreibungen fast schon zu obszön und eklig, was ich sehr passend fand, aber das ist nicht unbedingt was für jeden.
Waldo ist ein sehr interessanter Hauptcharakter. Nicht unbedingt sympathisch, aber ich glaube jedes Mädchen und jede Frau kann sich in Seiten von ihr sofort wieder erkennen. Dadurch ist sie faszinierend und eine Abwechslung zu anderen Charakteren. Die Autorin bindet Konsumwahn und Schönheitsstandards gekonnt und kritisch ein. Sie schafft es, Teenager zu verstehen und realistisch darzustellen. Dies ist der Übersetzung leider nicht ganz gelungen, die teils sprachlich zu altmodisch und unpassend wirkt.
Die anderen Charaktere scheinen eher zweidimensional, was aber gut zu Waldos Wahrnehmung passt. Die Darstellung der Mutter-Tochter-Beziehung ist sehr gut gelungen.
Während der Stil mutig war, war es der Inhalt nicht. Mir hat die Reflexion und das Neuartige bei dem doch sehr sensiblen Thema gefehlt. Meiner Meinung nach hätte hier mehr herausgeholt werden müssen, weshalb das Buch in dieser Hinsicht auch etwas enttäuschend für mich war.
Dennoch hatte ich großes Interesse beim Lesen und werde mich jetzt auch mit McCurdys Debütroman beschäftigen, da ihr Stil mir Lust auf mehr gemacht hat.
Anika Landsteiner beschäftigt sich im Rahmen mehrerer Essays mit weiblicher Scham - und ihren vielseitigen Facetten.
Den Stil fand ich sehr angenehm und gut zu verstehen. Es war eine gute Mischung aus ...
Anika Landsteiner beschäftigt sich im Rahmen mehrerer Essays mit weiblicher Scham - und ihren vielseitigen Facetten.
Den Stil fand ich sehr angenehm und gut zu verstehen. Es war eine gute Mischung aus persönlich und sachlich und ein großes Lob an die Autorin für ihren Mut und ihre Offenheit!
Inhaltlich - muss ich zugeben - hat mir das Buch wenige Neuerkenntnisse gegeben, was ich sehr schade fand. Ich fand viele persönliche Erfahrungen und Perspektiven sehr interessant, aber insgesamt hatte ich nicht das Gefühl viel Neues zu lernen. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich die Dinge zwar noch nicht von dieser Seite aus betrachtet hatte, aber aus dem Gesamtschluss konnte ich wenig ziehen.
Der Blick ins Quellenverzeichnis hat mich auch nicht unbedingt überzeugt. Es waren keine unprofessionellen Quellen, aber sehr viele Websiten und aktuelle Ereignisse und weniger wissenschaftliche Beiträge. Eine starke wissenschaftliche Fundierung hat mir insgesamt auch gefehlt.
Die Gestaltung des Buches finde ich recht seltsam. Das Cover gefällt mir von den Farben nicht allzu gut und die Verarbeitung wirkt unfertig und billig.
Das Buch ist meiner Meinung nach etwas für Menschen, die sich bisher wenig mit Feminismus beschäftigt haben, aber wer sich einigermaßen mit der Materie auskennt wird nach dem Lesen auch nicht viel schlauer. Dennoch präsentiert die Autorin viele komplexe und persönliche Aspekte, die durchaus interessant sind.
Die äußere Gestaltung des Buches ist wirklich wunderschön, aber das hat in mir auch sehr hohe Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt werden konnten.
Ich fand das Worldbuilding tatsächlich eher schwach ...
Die äußere Gestaltung des Buches ist wirklich wunderschön, aber das hat in mir auch sehr hohe Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt werden konnten.
Ich fand das Worldbuilding tatsächlich eher schwach und unnötig kompliziert. Es wurden nur bekannte Konzepte genommen, denen ein neuer Name verliehen wurde, und das Ganze wurde nie wirklich erklärt, was den Lesefluss enorm gestört hat. Es gibt zwar ein Glossar, aber in der Handlung selbst hat mir die Erklärung der Welt wirklich gefehlt. Die Begrifflichkeiten sind zudem gar nicht bis schlecht übersetzt, was ich ziemlich schade und verwirrend fand.
Ich es zunächst sehr schwer in das Buch hineinzukommen und dieses Gefühl hat sich auch nicht gelegt. Ich musste mich wirklich durch das Buch quälen. Die Handlung war nicht besonders spannend und einfach unfassbar langatmig. Insgesamt hätte das Buch auch einfach deutlich kürzer sein können. Das Meiste war vorhersehbar und das Buch dann mit einem Cliffhanger enden zu lassen, wirkte eher unkreativ und klischeehaft, um Spannung für die nächsten Teile zu kreieren.
Zudem fand ich den Erzählstil vom Ton her auch absolut unpassend. Er war viel zu modern und simpel für einen Fantasy-Roman. Dadurch wirkte Raeve auch sehr unreif.
Raeve fand ich als Main-Character auch insgesamt ziemlich anstrengend, weil sie wirklich nur von Rache getrieben ist und dadurch fragwürdige Entscheidungen trifft, was für mich beim Lesen sehr frustrierend und teils auch nervig war. Kaan mochte ich schon lieber, aber die Love-Story zwischen den beiden hat mich auch nicht überzeugt. Ich konnte die Gefühle wenig nachvollziehen. Und gegen Ende war es mir dann auch etwas zu viel Smut, der für mich nicht gut in die Handlung gepasst hat. Die anderen Charaktere sind mir etwas zu kurz gekommen, weshalb ich mir nicht wirklich eine Meinung zu ihnen bilden konnte. Insgesamt fand ich die Charaktere jeweils auch etwas zu eindimensional.
Insgesamt hat das Buch meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt. Die Grundlage für eine coole Romantasy-Welt mit spannender Beziehung wäre da gewesen, aber mich haben einfach zu viele Aspekte gestört, um das Buch genießen zu können.