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Veröffentlicht am 14.09.2024

Unglaublich, zu welcher Brutalität Menschen fähig sind

Israel, 7. Oktober
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Wie sehr der 07.10.2023 das Leben in Israel veränderte kann nur jemand nachvollziehen, der dort lebt und/oder selbst betroffen war. Diese vielen und andauernden Belehrungen über Schuld oder Verharmlosung ...

Wie sehr der 07.10.2023 das Leben in Israel veränderte kann nur jemand nachvollziehen, der dort lebt und/oder selbst betroffen war. Diese vielen und andauernden Belehrungen über Schuld oder Verharmlosung bringen rein gar nichts. „“ ist ein Buch, das dem Leser dieses unvorstellbare Massaker hautnah vor Augen führt. Es ist kein lockeres Zusammenfügen von Schauplätzen. Kein Zählen der Toten. Es ist ein Buch, das den Schmerz der Familien lebendig werden lässt. Im Klappentext steht, dass es ein Denkmal für die Toten ist. Und genau so habe ich es beim Lesen empfunden.

Unzählbare Gespräche sowie aufgezeichnete Telefonate, die kurz vor dem Tod geführt wurden, waren Grundlage für das Buch. Es ist ein erschütterndes Zeugnis des Tages. Niemand sah voraus, welche grausamen Pläne die Attentäter seit wahrscheinlich drei Jahren entwickelten. Ihnen war egal, ob sie Juden, Beduinen oder Palästinenser töteten. Sie waren in einem Blutrausch und machten nicht einmal vor Kindern halt. Kein Opfer war in irgendeiner Weise verantwortlich für den Konflikt zwischen den Parteien.

Das Buch berührt, macht wütend und lässt den Leser ratlos zurück. Diese Brutalität von Menschen ausgehend, ist für mich unbegreiflich. Umso wichtiger ist es, dass es von vielen gelesen und empfohlen wird. Das haben nicht nur die Opfer und deren Liebste verdient. Auch die Arbeit der Autorin kann auf diese Weise gewürdigt werden.

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Klar formuliertes und bestens recherchiertes Sachbuch

Stürzende Imperien
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Was hat der Untergang des Römischen Reiches mit den heutigen Problemen der „westlichen Welt“ zu tun? Immerhin 500 Jahre galt es als Weltmacht der Antike. Dennoch ging es sang- und klanglos unter. Lag es ...

Was hat der Untergang des Römischen Reiches mit den heutigen Problemen der „westlichen Welt“ zu tun? Immerhin 500 Jahre galt es als Weltmacht der Antike. Dennoch ging es sang- und klanglos unter. Lag es tatsächlich an der neuen Religion, dem Christentum? Oder gar dem Zuzug von Menschen aus anderen Ländern? Also um „Ausländer“, die den Frieden im Reich dauerhaft stören konnten? Es gibt etliche Mutmaßungen zum Niedergang. „Stürzende Imperien“ zeigt detailliert und bestens recherchiert, wie sich die Menschen damals und heute ähneln. Das gilt vor allen Dingen für die Verantwortlichen, also die Politiker. Es stellt sich also die Frage, ob der Westen ebenfalls irgendwann ganz von der Erde verschwinden wird?

Populismus gab es damals schon und auch hier wurde den Menschen viel versprochen. Die Schere zwischen Arm und Reich klaffte noch viel mehr auseinander als heute. Der Autor Peter Heather legt dar, welche Erkenntnisse wir aus dem Geschehen von einst gewinnen könnten. Die Sprache ist gehoben und es ist kein Buch für zwischendurch. Es braucht immer eine hohe Konzentration, die fürs Lesen und Verstehen notwendig ist. Der Übersetzer John Repley leistete hervorragende Arbeit. Meine Empfehlung gilt ohne Abstriche und wenn ich könnte, würde ich mehr als fünf Sterne geben.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Ein beeindruckendes Buch, das nachhallt

Ich komme nicht zurück
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Hanna denkt zurück. An die unbeschwerte Zeit. Als ihre Großeltern noch lebten und sie mit ihren Freunden eng verbunden war. Etliche Jahre lebte sie in der Ferne und kam erst zurück, als auch ihre Oma starb. ...

Hanna denkt zurück. An die unbeschwerte Zeit. Als ihre Großeltern noch lebten und sie mit ihren Freunden eng verbunden war. Etliche Jahre lebte sie in der Ferne und kam erst zurück, als auch ihre Oma starb. Von dem Trio ihrer Kindheit ist nur noch Cem da. Ihre Freundin Zeyna lässt keinen Kontakt mehr zu. Welches Ereignis konnte so gravierend sein, dass diese Freundschaft zerbrach und jeden zaghaften Kontakt im Keim erstickt?

Rasha Khayat hat mich beeindruckt. Ihr Sinn für Sprache ist einzigartig und nahm mich gefangen. Auch wenn die Handlung nicht wirklich mitreißend ist. Die Auflösung nicht überraschend. Das Buch lebt durch den Stil der Autorin. Sie legt die Finger in Wunden, die seit vielen Jahren nicht verheilten.

Nach den Ereignissen rund um den 11. September 2001 gab es Anfeindungen gegen Menschen, die nichts mit diesem Terror zu tun hatten. Einzig die Tatsache, dass ihre Vorfahren nicht in Deutschland geboren wurden, machte sie plötzlich zu Geächteten. Dabei waren es vornehmlich die Menschen im Ruhrgebiet, die frei von Vorurteilen waren.

Gute Literatur berührt und lässt den Leser beeindruckt zurück. So erging es mir beim Beenden des Buches von Rasha Khayat. Es hat nicht nur viele begeisterte Leser verdient, sondern auch einen Sternenregen.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Atemlose Spannung auch beim 13. Fall

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Ein Mann wird von einem SUV überfahren und tödlich verletzt. Ein tragischer Unfall. Im Prinzip. Aber nein, so war es dann doch nicht. Das Opfer war bereits vor dem Überfahren tot und hatte zudem noch etliche ...

Ein Mann wird von einem SUV überfahren und tödlich verletzt. Ein tragischer Unfall. Im Prinzip. Aber nein, so war es dann doch nicht. Das Opfer war bereits vor dem Überfahren tot und hatte zudem noch etliche Verletzungen, die auf tagelange Folter hinwiesen. Hunter und Garcia übernehmen den Fall und sie haben es mit einem raffinierten Mörder zu tun. Es wird nicht sein letztes Opfer bleiben.

Auch in diesem 13. Band der Reihe um Hunter und Garcia ließ Carter mich mit den Zähnen knirschen. So spannend und absolut nicht eintönig ist "Der Totenarzt". Die beiden Ermittler punkten durch ihr Gespür für das Erkennen diabolischer Täter. Und auch die Chefin raubt ihnen wieder gekonnt den letzten Nerv. Diese Suche nach einem Motiv und die Gedanken des Ermittlerteams dazu, beeindruckend.

Und das beste zum Schluss. Niemand kann ein Hörbuch so gut sprechen, wie Uve Teschner. Immer wieder dachte ich, dass mehrere Sprecher reden. Aber nein, es ist nur einer. Sagenhaft. Aus dem Grund kann es nur ganz viele Sterne für diese absolut gekonnte Unterhaltung geben.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Ein gutes Buch gegen das Vergessen

Die Stauffenbergs
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Als Claus die junge Nina zum ersten Mal sah war ihm klar, dass sie, und nur sie, die Mutter seiner Kinder sein soll. Es dauerte noch einige Jahre, bis die beiden alt genug waren und sich vor Gott und dem ...

Als Claus die junge Nina zum ersten Mal sah war ihm klar, dass sie, und nur sie, die Mutter seiner Kinder sein soll. Es dauerte noch einige Jahre, bis die beiden alt genug waren und sich vor Gott und dem Gesetz ihr Jawort geben durften. Sie waren sehr geduldig und ihre Geduld zahlte sich aus. Aus den Verliebten Claus und Nina wurde ein Ehepaar.

Charlotte Roth beschreibt die Liebe eines Paares, das wohl (fast) jeder Deutsche kennt. Claus von Stauffenberg war ein glühender Anhänger Hitlers. Ja, er bewunderte seinen Dienstherrn sogar. Seine Liebe zu Nina war zwar ehrlich aber die Bewunderung für den Führer wohl doch größer. Warum sonst ließ er Frau und Kinder alleine, um Deutschland zu retten?

Es macht einen großen Unterschied, ob man ein trockenes Sachbuch oder einen mit Emotionen ausgestatteten und auf Fakten beruhenden Roman liest. Zumal die Autorin wieder akribisch recherchierte. Die Männer, welche zum „Unternehmen Walküre“ gehörten, waren mutig. Ihre Beweggründe kommen in dem Buch "Die Stauffenbergs" deutlich zum Ausdruck. Obwohl ich wusste, wie sich die Ereignisse rund um das Attentat entwickelten, für mich gab es spannende Stunden.

Wie gut, dass es immer wieder gute Autoren gibt, die das Thema „Drittes Reich“ auf unterschiedliche Weise verarbeiten. Jeder sollte dazu beitragen, dass niemals vergessen wird, was damals geschah.

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