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Veröffentlicht am 21.09.2024

In der Wildnis Norwegens

The Hike
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Die norwegische Wildnis, der perfekte Ort um dem Alltag zu entfliehen – Vier junge Frauen, die seit ihrer Jugend befreundet sind und unterschiedlicher nicht sein können, machen sich auf den Weg dorthin ...

Die norwegische Wildnis, der perfekte Ort um dem Alltag zu entfliehen – Vier junge Frauen, die seit ihrer Jugend befreundet sind und unterschiedlicher nicht sein können, machen sich auf den Weg dorthin für eine kurze Auszeit. Mit auf dem Plan steht eine Wanderung zwischen steil aufragenden Bergen, glasklaren Seen, grünen Wäldern und einsamen Blockhütten. Sie sind auf sich gestellt und ... nur drei von ihnen kehren zurück. Was war passiert?

Man fragt sich, ist die Freundschaft der vier Frauen wirklich eine so gute, wie es scheint? Zweifel daran machen sich breit, denn jede von ihnen hat so ihre Geheimnisse gegenüber den anderen Frauen. Eigentlich nichts schlimmes, jeder kann mal Geheimnisse haben, aber bei dem Trip in Norwegen droht alles ans Licht zu kommen.
Der Autorin gelingt es spannend über das Abenteuer des Quartetts zu schreiben. Und trotz aller Wendungen und Überraschungen sind mir nicht alle der 4 Protagonistinnen sympathisch und die Story hat manchmal so ihre Längen. Es ist eine kurzweilige Urlaubslektüre.
Von mir gibt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Ein Elternabend, den bestimmt noch keiner von uns erlebt hat

Elternabend
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Sascha Nebel, zur falschen Zeit am falschen Ort, sitzt am Steuer eines parkenden Autos, welches nicht ihm gehört. Nur kurz innehaltend und in seine eigene kleine Gedankenwelt versunken zieht in dem Moment ...

Sascha Nebel, zur falschen Zeit am falschen Ort, sitzt am Steuer eines parkenden Autos, welches nicht ihm gehört. Nur kurz innehaltend und in seine eigene kleine Gedankenwelt versunken zieht in dem Moment eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. An der Spitze eine junge Frau, die den SUV demoliert. Als die Polizei erscheint bleibt Sascha und der Unbekannten nur die Flucht und sie platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes ausgebend nimmt alles seinen Lauf ...


Die Idee hat mir gut gefallen, einen Elternabend mal ganz anders zu erleben.
Spannend war zu verfolgen, wie Sascha Nebel, der Hauptprotagonist, unfreiwillig in die Vaterrolle von Hector schlüpft und sich zwischen den anderen Eltern verstecken kann. Auf der anderen Seite wird ein Elternabend geliefert, den ich so noch nie kennen gelernt habe und sich sicherlich noch nie in der Realität abgespielt hat oder abspielen wird, weit weg vom Klassenzimmer einer Schule. Eine Geschichte, die ich zugegebenermaßen, ziemlich skurril fand.

Sebastian Fitzek, geboren 1971 in Berlin, ist Deutschlands meistverkaufter Autor. 
Außer Thriller schreibt er auch "Kein Thriller" - Bücher.
"Elternabend" ist kein Thriller, es ist ein Roman und das Cover sagt viel über den Hauptprotagonist aus, gefällt mir persönlich allerdings nicht so gut.


Fazit:
Geschrieben wurde "Elternabend" mit lockerem Humor und doch einer großen Portion Ernsthaftigkeit. Spannend, absurd und emotional. Es werden Themen beschrieben wie beispielsweise: Depressionen und Suizidgedanken.
Die Geschichte nimmt eine Entwicklung auf, die man als Leserin und Leser nicht vermutet. Der Autor versteht es Überraschungen und unerwartete Wendungen einzubauen. Es gibt kurze Kapitel, die für Tempo sorgen.
Für mich wurde zum Teil ein bisschen zu stark mit der Absurdität übertrieben, deshalb fiel es mir etwas schwer mich auf den "Elternabend" komplett einzulassen.
Trotzdem gibt's von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Escape-Welt mit Mittelalter-Atmosphäre, eine KI & viel Nervenkitzel

Die Burg
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Milliardär Nevio hat die halbverfallene Burg Greiffenau für viel Geld gekauft und nicht nur instandsetzen, sondern die unterirdischen Geheimgänge, Gruften und Verliese mithilfe modernster Technik zu einer ...

Milliardär Nevio hat die halbverfallene Burg Greiffenau für viel Geld gekauft und nicht nur instandsetzen, sondern die unterirdischen Geheimgänge, Gruften und Verliese mithilfe modernster Technik zu einer einzigartigen Escape-Welt ausbauen lassen.
Eine künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass das Escape-Game auf jede Spielergruppe individuell zugeschnitten werden kann. Die Besucher können wählen zwischen mittelalterlicher Festung, Vampirschloss oder Fantasywelt.
Nevio lädt eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Experten ein, um die Escape-Burg zu testen. Niemand ahnt, dass dabei die KI ihr eigenes Spiel spielen wird ...


Die Leserinnen & Leser begleiten sowohl Spieler als auch Personal von verschiedenen Blickwinkeln aus.
Der Hauptfokus der eingeladenen Test-Spieler liegt auf Maxim. Durch seine Einblicke erhält die Leserschaft die verschiedenen Perspektiven der Spieler. Parallel dazu schildert Alissa, die zum Personal gehört, alles, was ihr und ihren Kollegen hinter den Kulissen passiert.
Die Autorin vermischt hierbei mittelalterliche Atmosphäre, düstere Fantasy und viel Spannung gekonnt miteinander.

Seit 2013 widmet sich Ursula Poznanski ganz dem Schreiben und 2019 veröffentlichte sie ihren ersten Thriller, mit dem sie auf den Bestsellerlisten landete, nachdem sie bereits mit zwei Jugendbüchern fulminante Erfolge feiern konnte.
Das Cover zu ihrem Thriller "Die Burg" ist passend zum Inhalt des Buches großartig gelungen.


Fazit:
Die Geschichte enthält große Spannungsbögen und Wendungen. Hat aber auch ein paar wenige Längen, auf die man durchaus hätte verzichten können. Der Schreibstil ist trotz der Längen flüssig, teils etwas jugendlich gehalten. Die Charaktere sind für mich zu oberflächlich, ein bisschen mehr Tiefgang und dafür weniger Längen hätten den Thriller durchaus interessanter gemacht.
Trotzdem gibt's eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Gute Idee, nur nicht so gut umgesetzt

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Worum es geht ...
Das junge Paar Jonathan und Lotta lädt ihre alten Freunde zu einem Krimi-Dinner in ein abgeschiedenes Restaurant ein. Doch von Anfang an ist klar, dass an diesem Abend ein ernsteres ...

Worum es geht ...
Das junge Paar Jonathan und Lotta lädt ihre alten Freunde zu einem Krimi-Dinner in ein abgeschiedenes Restaurant ein. Doch von Anfang an ist klar, dass an diesem Abend ein ernsteres Spiel auf dem Programm steht, denn ein Platz bleibt leer: der ihrer verschwundenen Freundin Maria, deren Schicksal seit einem Festivalbesuch vor fünf Jahren ungeklärt ist.
Während ein Sturm das Restaurant von der Außenwelt abschneidet, verwischen die Grenzen zwischen dem gespielten Mordfall und der Realität. Es beginnen alte Loyalitäten zwischen den Fünfen zu bröckeln und die verborgenen Dynamiken der Clique kommen ans Licht. Die Jagd nach dem realen Täter wird zur schmerzhaften Suche nach der Wahrheit über Marias Verschwinden.

Meine Meinung
Erzählt wird aus den fünf wechselnden Perspektiven der Clique auf zwei Zeitebenen. Die Autorin enthüllt schrittweise in düsteren Rückblenden, die dunklen Geheimnisse, die jeder Einzelne verbirgt bis zur überraschenden Auflösung. Der Schreibstil ist dabei atmosphärisch, spannend und teilweise sehr derb. Die Charaktere sind komplex und geheimnisvoll, richtig kennenlernen wird man sie erst zum Schluss. Waren sie mir sympathisch? Nein, alle Fünf wirkten auf mich unsympathisch.
Zusätzliche Verwirrung für mich stellten die doppelten Namen dar, die durch das Krimi-Dinner noch extra vergeben werden. Somit waren die Zeitsprünge in Vergangenheit und Gegenwart aus fünf Perspektiven auch noch sehr anstrengend. Glücklicherweise hat mir dabei die Personenbeschreibung, die im Umschlag des Buches aufgeführt sind, weitergeholfen. Zudem gibt es Szenen, die Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch explizit beschreiben.
Das Cover ist sehr gut gelungen und passt zur Story.

Fazit
Insgesamt ist "Das Dinner" ein solider Thriller mit einer originellen Grundidee und Geschichten über dunkle Freundschaftsgeheimnisse. Wer allerdings, so wie ich, einen Hardcore-Thriller oder eine anspruchsvolle Sprache erwartet, muss durchaus Abstriche machen. Aber auch die bereits genannte Verwirrung sowie die Handlungen mit Drogen und Alkohol sind für meinen Geschmack zu viel und sorgen für Punktabzug.
Trotz allem gibt es von mir eine Leseempfehlung, denn der Thriller hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Nicht die erste Wahl bei RomComs

Just Some Stupid Love Story - Die Wette mit dem Ex
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Inhalt
Grumpy und Sunshine, oder Molly und Seth. Seth, der Sunshine, schwärmt seit Jahren von Molly und ist immer noch völlig verzückt von ihr. Er will so gern die Welt rosarot sehen und doch ist er Scheidungs-
anwalt. ...

Inhalt
Grumpy und Sunshine, oder Molly und Seth. Seth, der Sunshine, schwärmt seit Jahren von Molly und ist immer noch völlig verzückt von ihr. Er will so gern die Welt rosarot sehen und doch ist er Scheidungs-
anwalt. Molly, die Grumpy, glaubt nicht an die Liebe und läuft ständig vor ihren Gefühlen davon. Dennoch schreibt sie Drehbücher für RomComs und das sehr erfolgreich.
Beide sind gemeinsam zur Schule gegangen und waren für kurze Zeit ein Paar. Sie sehen sich nach Jahren bei einem Klassentreffen wieder und schließen eine Wette ab, bei der es um Paare geht und deren Liebe. Auf fünf Paare wird gewettet, der Clou dabei, das fünfte Paar sind sie selbst. Fünf Jahre später beim nächsten Klassentreffen wird sich herausstellen, wer von den Beiden die ungewöhnliche Wette gewonnen hat. Und innerhalb dieser fünf Jahre passiert jede Menge ...

Meine Meinung
Der Schreibstil ist etwas holprig und in der Ich-Perspektive geschrieben. Zwei sehr unterschiedliche Protagonisten, die zueinander finden wollen und eine Second Chance, die genutzt werden will - alles wunderbar, aber eben nicht wunderbar genug, um für mich eine gute RomCom darzustellen. Denn es gibt zu viele Probleme, die Molly mit sich herumträgt, das lässt die Hauptprotagonistin dauerhaft sehr negativ erscheinen und Witze, die nicht wirklich witzig ankommen.
Das Cover ist gut gelungen, passt auch zu einer RomCom, aber nicht so richtig zu dem Inhalt des Buches.

Fazit
Die Idee zum Buch klingt spaßig, kann auch richtig spaßig sein. Aber ich hatte so meine Schwierigkeiten mit der Umsetzung dieser Idee. Wenn ein Buch unter romantischer Komödie beworben wird, dann erwarte ich auch, das zum größten Teil eine RomCom geliefert wird. Für dieses Genre hat mir dieses Buch zu viel Tiefgang. Zeitweise auch ein paar Längen und zu flachen Humor. Schade.

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