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Veröffentlicht am 11.10.2024

Weihnachts-Vibes im Tessin

Weihnachten in der Rosenholzvilla
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Es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten und statt Schnee gibt es Dauerregen. Und schon jetzt soll der erste Gast in der Rosenholzvilla eintreffen. Es ist Elisa's ehemals größter Konkurrent Adrien. ...

Es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten und statt Schnee gibt es Dauerregen. Und schon jetzt soll der erste Gast in der Rosenholzvilla eintreffen. Es ist Elisa's ehemals größter Konkurrent Adrien. Denn die Villa wurde nach Niklas' Tod und seinen Wünschen zum Erholungsort für erkrankte Musiker/innen aus allen Ländern umgebaut.
Nun die große Frage, bleibt es weiterhin angespannt zwischen den beiden ehemaligen Konkurrenten?
Wie wird wohl das Weihnachtsfest, wer wird noch alles zu Gast in der Villa sein, wird Mimi's größter Wunsch an Weihnachten erfüllt ... ?

Ihr seht schon, es gibt Fragen über Fragen. Ich will nicht spoilern, aber auf alle Fälle sei schon mal so viel verraten, es wird Liebe & Leid geben, es werden Freundschaften geschlossen, auch Katastrophen kommen nicht zu kurz und natürlich geschehen auch Wunder. Wunder, die sich im wirklichen Leben ähnlich zugetragen haben.
Von Schweizer Weihnachtsbräuchen wird erzählt und es wird auch musiziert. Man erlebt sehr viel auf nur etwas mehr als 140 Seiten.

"Weihnachten in der Rosenholzvilla" ist mein erstes Buch der erfolgreichen Autorin und der Rosenholzvilla-Saga. Ich habe mich trotz der vielen Protagonisten sehr gut zurecht gefunden. Wer also nur diese kurze Weihnachtsgeschichte lesen möchte, muss nicht zwangsläufig die ersten beiden Bände gelesen haben. Allerdings macht genau diese kleine Ergänzung neugierig auf den 3. Band. Und wer Band 3 lesen möchte, dem empfehle ich vorher zu Band 1 & 2 zu greifen.
Die Autorin hat in ihrer Weihnachtsgeschichte gekonnt Fiktion mit ein paar wahren Begebenheiten und Schweizer Weihnachtsbräuchen verwoben. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft. Die Handlung besteht aus ein bisschen Drama, Spannung und ganz viel Emotionen.
Das Cover ist sehr schön weihnachtlich/winterlich gestaltet. Es macht neugierig auf mehr. Weihnachten steckt auf alle Fälle im Buch, aber Winter nicht wirklich. Klappt man den Einband auf, wird man mit einem Rezept aus der schweizer Weihnachtsbäckerei überrascht. Es klingt verdammt lecker und ist eine originelle Idee. Hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Ich habe mich beim Lesen wohl gefühlt und auch mitgefiebert. Die kleine Mimi finde ich sehr entzückend. Die Erwähnung der Weihnachtsbräuche aus dem Tessin sind sehr passend.
Alles in allem war viel los in dieser Weihnachtsergänzung, für meinen Geschmack etwas zu viel. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe bei den Protagonisten gewünscht. Weihnachtsstimmung kam auf, wenn auch nicht 100% und das Winterwonderland habe ich schon ein bisschen vermisst.
Von mir gibt's trotzdem eine klare Leseempfehlung!

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  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 21.09.2024

In der Wildnis Norwegens

The Hike
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Die norwegische Wildnis, der perfekte Ort um dem Alltag zu entfliehen – Vier junge Frauen, die seit ihrer Jugend befreundet sind und unterschiedlicher nicht sein können, machen sich auf den Weg dorthin ...

Die norwegische Wildnis, der perfekte Ort um dem Alltag zu entfliehen – Vier junge Frauen, die seit ihrer Jugend befreundet sind und unterschiedlicher nicht sein können, machen sich auf den Weg dorthin für eine kurze Auszeit. Mit auf dem Plan steht eine Wanderung zwischen steil aufragenden Bergen, glasklaren Seen, grünen Wäldern und einsamen Blockhütten. Sie sind auf sich gestellt und ... nur drei von ihnen kehren zurück. Was war passiert?

Man fragt sich, ist die Freundschaft der vier Frauen wirklich eine so gute, wie es scheint? Zweifel daran machen sich breit, denn jede von ihnen hat so ihre Geheimnisse gegenüber den anderen Frauen. Eigentlich nichts schlimmes, jeder kann mal Geheimnisse haben, aber bei dem Trip in Norwegen droht alles ans Licht zu kommen.
Der Autorin gelingt es spannend über das Abenteuer des Quartetts zu schreiben. Und trotz aller Wendungen und Überraschungen sind mir nicht alle der 4 Protagonistinnen sympathisch und die Story hat manchmal so ihre Längen. Es ist eine kurzweilige Urlaubslektüre.
Von mir gibt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Ein Elternabend, den bestimmt noch keiner von uns erlebt hat

Elternabend
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Sascha Nebel, zur falschen Zeit am falschen Ort, sitzt am Steuer eines parkenden Autos, welches nicht ihm gehört. Nur kurz innehaltend und in seine eigene kleine Gedankenwelt versunken zieht in dem Moment ...

Sascha Nebel, zur falschen Zeit am falschen Ort, sitzt am Steuer eines parkenden Autos, welches nicht ihm gehört. Nur kurz innehaltend und in seine eigene kleine Gedankenwelt versunken zieht in dem Moment eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. An der Spitze eine junge Frau, die den SUV demoliert. Als die Polizei erscheint bleibt Sascha und der Unbekannten nur die Flucht und sie platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes ausgebend nimmt alles seinen Lauf ...


Die Idee hat mir gut gefallen, einen Elternabend mal ganz anders zu erleben.
Spannend war zu verfolgen, wie Sascha Nebel, der Hauptprotagonist, unfreiwillig in die Vaterrolle von Hector schlüpft und sich zwischen den anderen Eltern verstecken kann. Auf der anderen Seite wird ein Elternabend geliefert, den ich so noch nie kennen gelernt habe und sich sicherlich noch nie in der Realität abgespielt hat oder abspielen wird, weit weg vom Klassenzimmer einer Schule. Eine Geschichte, die ich zugegebenermaßen, ziemlich skurril fand.

Sebastian Fitzek, geboren 1971 in Berlin, ist Deutschlands meistverkaufter Autor. 
Außer Thriller schreibt er auch "Kein Thriller" - Bücher.
"Elternabend" ist kein Thriller, es ist ein Roman und das Cover sagt viel über den Hauptprotagonist aus, gefällt mir persönlich allerdings nicht so gut.


Fazit:
Geschrieben wurde "Elternabend" mit lockerem Humor und doch einer großen Portion Ernsthaftigkeit. Spannend, absurd und emotional. Es werden Themen beschrieben wie beispielsweise: Depressionen und Suizidgedanken.
Die Geschichte nimmt eine Entwicklung auf, die man als Leserin und Leser nicht vermutet. Der Autor versteht es Überraschungen und unerwartete Wendungen einzubauen. Es gibt kurze Kapitel, die für Tempo sorgen.
Für mich wurde zum Teil ein bisschen zu stark mit der Absurdität übertrieben, deshalb fiel es mir etwas schwer mich auf den "Elternabend" komplett einzulassen.
Trotzdem gibt's von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Escape-Welt mit Mittelalter-Atmosphäre, eine KI & viel Nervenkitzel

Die Burg
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Milliardär Nevio hat die halbverfallene Burg Greiffenau für viel Geld gekauft und nicht nur instandsetzen, sondern die unterirdischen Geheimgänge, Gruften und Verliese mithilfe modernster Technik zu einer ...

Milliardär Nevio hat die halbverfallene Burg Greiffenau für viel Geld gekauft und nicht nur instandsetzen, sondern die unterirdischen Geheimgänge, Gruften und Verliese mithilfe modernster Technik zu einer einzigartigen Escape-Welt ausbauen lassen.
Eine künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass das Escape-Game auf jede Spielergruppe individuell zugeschnitten werden kann. Die Besucher können wählen zwischen mittelalterlicher Festung, Vampirschloss oder Fantasywelt.
Nevio lädt eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Experten ein, um die Escape-Burg zu testen. Niemand ahnt, dass dabei die KI ihr eigenes Spiel spielen wird ...


Die Leserinnen & Leser begleiten sowohl Spieler als auch Personal von verschiedenen Blickwinkeln aus.
Der Hauptfokus der eingeladenen Test-Spieler liegt auf Maxim. Durch seine Einblicke erhält die Leserschaft die verschiedenen Perspektiven der Spieler. Parallel dazu schildert Alissa, die zum Personal gehört, alles, was ihr und ihren Kollegen hinter den Kulissen passiert.
Die Autorin vermischt hierbei mittelalterliche Atmosphäre, düstere Fantasy und viel Spannung gekonnt miteinander.

Seit 2013 widmet sich Ursula Poznanski ganz dem Schreiben und 2019 veröffentlichte sie ihren ersten Thriller, mit dem sie auf den Bestsellerlisten landete, nachdem sie bereits mit zwei Jugendbüchern fulminante Erfolge feiern konnte.
Das Cover zu ihrem Thriller "Die Burg" ist passend zum Inhalt des Buches großartig gelungen.


Fazit:
Die Geschichte enthält große Spannungsbögen und Wendungen. Hat aber auch ein paar wenige Längen, auf die man durchaus hätte verzichten können. Der Schreibstil ist trotz der Längen flüssig, teils etwas jugendlich gehalten. Die Charaktere sind für mich zu oberflächlich, ein bisschen mehr Tiefgang und dafür weniger Längen hätten den Thriller durchaus interessanter gemacht.
Trotzdem gibt's eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Gute Idee, nur nicht so gut umgesetzt

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Worum es geht ...
Das junge Paar Jonathan und Lotta lädt ihre alten Freunde zu einem Krimi-Dinner in ein abgeschiedenes Restaurant ein. Doch von Anfang an ist klar, dass an diesem Abend ein ernsteres ...

Worum es geht ...
Das junge Paar Jonathan und Lotta lädt ihre alten Freunde zu einem Krimi-Dinner in ein abgeschiedenes Restaurant ein. Doch von Anfang an ist klar, dass an diesem Abend ein ernsteres Spiel auf dem Programm steht, denn ein Platz bleibt leer: der ihrer verschwundenen Freundin Maria, deren Schicksal seit einem Festivalbesuch vor fünf Jahren ungeklärt ist.
Während ein Sturm das Restaurant von der Außenwelt abschneidet, verwischen die Grenzen zwischen dem gespielten Mordfall und der Realität. Es beginnen alte Loyalitäten zwischen den Fünfen zu bröckeln und die verborgenen Dynamiken der Clique kommen ans Licht. Die Jagd nach dem realen Täter wird zur schmerzhaften Suche nach der Wahrheit über Marias Verschwinden.

Meine Meinung
Erzählt wird aus den fünf wechselnden Perspektiven der Clique auf zwei Zeitebenen. Die Autorin enthüllt schrittweise in düsteren Rückblenden, die dunklen Geheimnisse, die jeder Einzelne verbirgt bis zur überraschenden Auflösung. Der Schreibstil ist dabei atmosphärisch, spannend und teilweise sehr derb. Die Charaktere sind komplex und geheimnisvoll, richtig kennenlernen wird man sie erst zum Schluss. Waren sie mir sympathisch? Nein, alle Fünf wirkten auf mich unsympathisch.
Zusätzliche Verwirrung für mich stellten die doppelten Namen dar, die durch das Krimi-Dinner noch extra vergeben werden. Somit waren die Zeitsprünge in Vergangenheit und Gegenwart aus fünf Perspektiven auch noch sehr anstrengend. Glücklicherweise hat mir dabei die Personenbeschreibung, die im Umschlag des Buches aufgeführt sind, weitergeholfen. Zudem gibt es Szenen, die Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch explizit beschreiben.
Das Cover ist sehr gut gelungen und passt zur Story.

Fazit
Insgesamt ist "Das Dinner" ein solider Thriller mit einer originellen Grundidee und Geschichten über dunkle Freundschaftsgeheimnisse. Wer allerdings, so wie ich, einen Hardcore-Thriller oder eine anspruchsvolle Sprache erwartet, muss durchaus Abstriche machen. Aber auch die bereits genannte Verwirrung sowie die Handlungen mit Drogen und Alkohol sind für meinen Geschmack zu viel und sorgen für Punktabzug.
Trotz allem gibt es von mir eine Leseempfehlung, denn der Thriller hat mich gut unterhalten.

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