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Veröffentlicht am 15.09.2024

Liebe zum Beruf

Die Berghebamme – Hoffnung der Frauen
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Maria absolviert ihre Ausbildung zur Hebamme in einer Gebärdenanstalt in München. Sie ist Lehrgangsbeste und liebt ihren Beruf, aber in dieser Gebärdenanstalt möchte sie nicht bleiben, die Schicksale der ...

Maria absolviert ihre Ausbildung zur Hebamme in einer Gebärdenanstalt in München. Sie ist Lehrgangsbeste und liebt ihren Beruf, aber in dieser Gebärdenanstalt möchte sie nicht bleiben, die Schicksale der Kinder und Mütter berühren sie sehr. Ihr Freund Max bittet sie, nach Brannenburg zurück zu kehren. Seine Frau ist schwanger und er hat Bedenken, das die hiesige Berghebamme, den Anforderungen der heutigen Zeit noch entspricht. Marie ist hin und her gerissen, zumal sie jetzt einen Job als Stadthebamme bei Hilde Garhammer angenommen hat. Hier in München war sie eine angesehene Hebamme, würde sie zurück kehren, müsste sie sich ihren Platz erkämpfen, denn sie war ein Findelkind und hatte es schon damals schwer.
Hilde unterstützte sie bei ihrer Entscheidung, denn Marie sollte lieber auf ihr Herz hören und so kehrte sie in ihre alte Heimat zurück. Wird sie sich dort durchsetzen können? Auch die Gefühle für Max erwachen wieder, aber das darf nicht sein, denn schließlich ist er verheiratet.

Linda Winterberg gelingt es auch in diesem Roman ganz wundervoll den Beruf der Hebamme näher zu bringen. Die Liebe zum Beruf wird hier sehr deutlich dargestellt. Die Protagonisten werden lebendig dargestellt und sind vielschichtig gezeichnet. In die Gedanken und Gefühle kann man sich direkt hinein versetzen und man hat ein direktes Bild der jeweiligen Person vor Augen. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Maria zu einer selbstbewussten jungen Frau. Der Schreibstil ist flüssig, den Dialogen kann man sehr gut folgen. Die Seiten fließen nur so dahin, dieses Buch kann man einfach nicht zur Seite legen.

Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung. Besonders gut geeignet für Leser die historische Romane lieben. Hier erfahren wir alles über die damaligen Gegebenheiten rund um den Beruf der Hebamme und das Leben der Frauen, die sich oft in schwierigen Situationen befanden. Die Leser können sich jetzt schon auf Band 2 freuen, der im Mai 2025 erscheint.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Emotional und tiefgründig

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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Ella lebt in Telluride/Colorado, sie betreibt ein B&B. Sie hat es nicht einfach, ihre Zwillinge, Maisie und Cold sind gerade einmal 4 Jahre alt. Ihr Mann verließ sie, als er von der Schwangerschaft erfuhr. ...

Ella lebt in Telluride/Colorado, sie betreibt ein B&B. Sie hat es nicht einfach, ihre Zwillinge, Maisie und Cold sind gerade einmal 4 Jahre alt. Ihr Mann verließ sie, als er von der Schwangerschaft erfuhr. Ihr Bruder Ryan war beim Militär. Oft fühlte sie sich alleine gelassen mit ihren Sorgen. Ihr Bruder kam auf eine geniale Idee, hatte er doch selbst einen guten Freund, der seelische Unterstützung brauchte. Wenn Ella und sein Freund Chaos sich schreiben würden, wäre es für beide eine Bereicherung in ihrem Leben. Es funktionierte wirklich. Es entstand ein reger Briefkontakt, dieser half beiden auf ihrer seelischen Ebene, vor allem mochten sie sich sehr und verliebten sich insgeheim ineinander.
Ellas´Tochter erkrankte schwer, ein Neuroblastom, die Überlebenschancen waren ehr gering. Als dann auch noch am Silvesterabend, Beamte vor ihrer Tür standen und ihr mitteilten, das ihr Bruder Rayn im Einsatz getötet wurde, brach für sie eine Welt zusammen. Auch von Chaos kamen keine Briefe mehr. War er etwa auch tot?
Ein paar Monate später tauchte Beckett auf, er hatte in einem Brief von Rayn, die Bitte enthielt, sich um Ella zu kümmern. Ella war ehr abweisend als sie dies erfuhr. Beckett war verzweifelt, wollte er doch alles für sie und ihre Kinder tun. Obwohl sich dann doch noch näher kommen, steht immer noch dieses Geheimnis im Raum, denn Beckett war eigentlich ihre Brieffreundschaft Chaos. Wie sollte er ihr das beibringen? Denn Ella kann keine Lügen ertragen.

In diesem Roman, gelingt es der Autorin meisterhaft, Gedanken, Konflikte und Emotionen darzustellen. Wir werden mitgenommen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und man kann sich direkt in sie hineinversetzen. Hier werden Themen aufgenommen, die einen Menschen zur Verzweiflung bringen können. Zum Glück machen nur sehr wenige Menschen solche Erfahrungen, aber es ist gut zu wissen, wie diese Menschen fühlen. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung. Man sollte sich am besten ein Taschentuch bereitlegen.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Die Wurzeln der Familie erkunden

Season Sisters – Herbstschatten
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Hier geht es um die jüngste der vier Schwestern. Autumn liebt Pferde und lebt noch bei Ihren Eltern auf der Farm. Die 4Hengste der Familie von Daffodil Castel sind ausgebrochen. Autumn führt sie zurück. ...

Hier geht es um die jüngste der vier Schwestern. Autumn liebt Pferde und lebt noch bei Ihren Eltern auf der Farm. Die 4Hengste der Familie von Daffodil Castel sind ausgebrochen. Autumn führt sie zurück. Aiden der Sohn der Familie ist beeindruckt und er lädt Autumn ein. Es entwickelt sich eine liebevolle Beziehung, die beiden treffen sich oft und reiten auch miteinander aus. Doch eines Tages beendet er die Beziehung zu ihr. Sie war verzweifelt, dann taucht plötzlich ihre verschollene Schwester auf. Sie ist jetzt wieder mit Aidens Bruder zusammen. Sie möchte die Farm der Eltern zu einem Bed & Breakfest umbauen. Das ist natürlich eine wundervolle Idee, denn die Kosten der Farm, können die Eltern und Autumn nicht decken und Summer ist auch schon hoch verschuldet weil sie ständig die Rechnungen für die Farm übernimmt. Liam der Pferdepfleger macht Autumn ein Angebot. Sie könnte hier auf Deffodil Castel arbeiten, denn der Gutsherr möchte seine Pferdezucht erweitern. Für Autumn ist es eine gute Möglichkeit um Geld zu verdienen und sie nimmt das Angebot an. Liam mag Autumn sehr. Wird sich mehr daraus entwickeln? Doch dann wird sie durch Sophia, die Herrin des Hauses auf ein Geheimnis aufmerksam gemacht. Ihre Großeltern leben in Cochem, sie dachte immer sie seien Tod, von den Eltern wurden sie nie erwähnt. In Autumn ist die Neugier erweckt. Sie begibt sich auf die Reise nach Cochem. Was wird sie dort erwarten?

Die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt.Zum einen in der Gegenwart und zum anderen was vor 170 Jahren in dieser Familie ereignet hat. Der Autorin gelingt es meisterhaft, die zwei Ebenen zu verknüpfen, sie baut eine enorme Spannung auf, so das man als Leser neugierig ist, wie es in jeder der beiden Ebenen weiter geht. Die Protagonisten werden lebendig dargestellt und sind vielschichtig gezeichnet. Autumn, ehr zurückhaltend und schüchtern, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer selbstbewussten jungen Frau.

Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung. Ich hatte bereits Band zwei gelesen, der mich auch überzeugt hat. Den Lesern würde ich empfehlen, alle Bände zu lesen, da man hier einiges besser verstehen kann. Die Leser können sich schon bald auf den letzten Band freuen

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Die Geschichte um Mysterious-House

Season Sisters – Sommerstürme
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Summer, die älteste der vier Schwestern ist Lehrerin. Zum Schuljahresbeginn, wird ihr Phobe zugeteilt, ihr Vater ist alleinerziehend. Das Mädchen fügt sich schnell in den Klassenverband ein. Doch schon ...

Summer, die älteste der vier Schwestern ist Lehrerin. Zum Schuljahresbeginn, wird ihr Phobe zugeteilt, ihr Vater ist alleinerziehend. Das Mädchen fügt sich schnell in den Klassenverband ein. Doch schon nach kurzer Zeit erschien sie nicht zum Unterricht. Summer versuchte den Vater anzurufen, dieser ging nicht ans Telefon, rief jedoch später zurück. Er hatte seine Tochter zu einem Musikfestival mitgenommen ohne sie zu entschuldigen. Summer konnte es nicht fassen, schließlich gibt es doch auch eine Schulpflicht, sie droht es den Behörden zu melden, aber Brayn lässt sich davon nicht beeindrucken. Schließlich ist er alleinerziehend und hat niemanden, der das Phobe beaufsichtigt wenn er arbeitet. Summer macht sich Gedanken um das Leben des Mädchens, sie denkt an ihre eigene Kindheit zurück. Auf der Farm ihrer Eltern ging so einiges vor sich, Drogen, Alkohol und Sexpartys. Ihre Eltern kommen heute noch nicht mit ihrem Leben zurecht. Summer muss sie immer wieder finanziell unterstützen. Gerade jetzt, hatte sich ihre jüngste Schwester Autumn wieder gemeldet wegen einer offenen Stromrechnung.
Als Summer ein Elterngespräch mit Brayn führte, war sie angenehm überrascht. Sollte sie ihm doch eine Chance geben? Sie wird von ihm zu einem Musikfestival nach Liverpool eingeladen, damit sie sich selber ein Bild machen kann. Summer und Brayn kommen sich näher, aber da gibt es noch dieses Haus das Brayn von seiner verstorbenen Ehefrau geerbt hat, dort scheint jemand heimlich zu leben. Was hat es mit diesem Haus auf sich?

Die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt, zum einem in der Gegenwart, zum anderen begeben wir uns in längst vergangene Zeiten. Es geht um die Vorfahren von Phobe. Was damals geschah ist unglaublich und erklärt die Geschichte von Mysterous-House. Der Autorin gelingt es meisterhaft die zwei Ebenen zu verknüpfen und eine unglaubliche Spannung aufzubauen, das man unbedingt wissen möchte wie es in der nächsten Ebene weiter geht.
Der Schreibstil ist fließend, die Protagonisten werden lebendig dargestellt und sind vielschichtig gezeichnet.

Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung.Dies war der zweite Band, hier lohnt es sich wirklich alle Bände zu lesen.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Bewegende Mutter-Kind Beziehung

Der Morgen nach dem Regen
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Nach 30 Jahren kehrt Johanna zurück, einst arbeitete sie für die Vereinten Nationen. Hier am Rhein erbte sie das Haus ihrer Tante Toni. Das Haus war in keinem guten Zustand, aber ihr freundlicher Nachbar, ...

Nach 30 Jahren kehrt Johanna zurück, einst arbeitete sie für die Vereinten Nationen. Hier am Rhein erbte sie das Haus ihrer Tante Toni. Das Haus war in keinem guten Zustand, aber ihr freundlicher Nachbar, war sofort bereit seine Hilfe anzubieten. Ihre Tochter ist momentan sehr krank, sie hat einen Burnout und entschließt sich ebenfalls eine Auszeit am Rhein zu nehmen. Sie ist eine hochangesehene Strafverteidigerin. Durch unterschiedliche Ansichten, hatte sich Johanna vor zehn Jahren mit ihr verworfen. Konnte es gut gehen, wenn sie sich jetzt begegnen? Aber auch in Johanna, kommen Schuldgefühle hoch. Wie oft hatte sie die Familie alleine gelassen, wenn sie zu einem Auslandseinsatz fort war. Aber sie liebte ihre Arbeit in den Kriegsgebieten, denn sie wollte diesen armen Menschen helfen. Als Elsa endlich da war, kam es erneut zu Auseinandersetzungen. Johanna entscheidet sich dafür, Elsa die ganze Wahrheit zu beichten, denn sie hatte ein schwerwiegendes Geheimnis. Werden sie wieder zueinander finden?

Die Autorin hat hier ein sehr interessantes Thema gewählt. Durch die genaue Schilderung ihrer Einsätze in den Kriegsgebieten, kann man nachvollziehen, was Johanna erlebt hat. Gleichzeitig wird dadurch die Handlung aufgelockert. Der Schreibstil ist fließend und den Dialogen kann man sehr gut folgen. Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig gezeichnet. Der Autorin gelingt es meisterhaft die inneren Konflikte, Ängste und Hoffnungen darzustellen. Das Cover ist sehr ansprechend und macht neugierig.

Insgesamt ist: "Der Morgen nach dem Regen", ein wunderbarer Roman, den man gerne weiter empfehlen kann. Er regt zum Nachdenken an. Es ist im Leben oft gestörte Mutter-Kind Beziehungen. Hier wird dargestellt, das Aufarbeitung sehr wichtig ist und auch helfen kann.

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