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Veröffentlicht am 11.09.2024

Artensterben

Das Wesen des Lebens
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Das Buch beschäftigt sich mit der seit vermutlich 1768 ausgestorbenen Stellerschen Seekuh. Dabei holt die Autorin weit aus, sie erzählt nicht nur die Lebensweise und Besonderheiten der Seekuh, die bis ...

Das Buch beschäftigt sich mit der seit vermutlich 1768 ausgestorbenen Stellerschen Seekuh. Dabei holt die Autorin weit aus, sie erzählt nicht nur die Lebensweise und Besonderheiten der Seekuh, die bis zu 8 m lang werden konnte, sondern berichtet auch ausführlich über den geschichtlichen Hintergrund der Menschen die sie noch zu ihren Lebzeiten antrafen, Seefahrer, frühe Naturforscher und Pelztierjäger.
Bei der groß angelegten Darstellung rund um die Stellersche Seekuh kommt die Dramatik um deren frühen Aussterben gut zur Geltung. Diese Seekuh war etwas ganz besonderes, so groß wie ein Wal und damit um das fast dreifache größer als unsere heutigen noch lebenden Seekühe, war sie bereits aufgrund ihrer Erscheinung schon bemerkenswert. Dabei war sie ein absolut friedliches Tier, das aufgrund seiner Größe keine natürlichen Feinde fürchten musste und daher auch nicht vor den ihnen feindlich gesinnten Menschen floh. Und so wurde dieses einzigartige Tier als frühes Opfer des Menschen bereits vor der Neuzeit fast ausgerottet. Doch in einer abgelegenen Region, im hintersten Winkel der Welt, um eine unbewohnte Insel im östlichen Russland konnte eine Gruppe dieser Tiere überleben, bis zu dem Zeitpunkt als die moderne Schifffahrt ihren Aufschwung nahm und auch dieser Teil der Erde von der Machtergreifung des Menschen nicht mehr verschont blieb.
Das Buch erzählt von Menschen aus einer anderen Epoche, mit einem anderen Verständnis. Doch kann man dennoch Parallelen zur damaligen und zur heutigen Zerstörung unserer Umwelt ziehen. Man sollte meinen, dass wir aus früheren Fehlern gelernt haben, doch das Gegenteil scheint der Fall, dies wir umso bewusster, wenn man das Nachwort, das all den in letzter Zeit ausgestorbenen Arten gewidmet ist, liest. Nie war die Zerstörung unserer Natur größer als heute. Wenn man über 300 Seiten erfährt wie dieses einzigartige Tier, das an Friedfertigkeit kaum zu übertreffen ist, teilweise sinnlos und ohne jedes Mitgefühl für diese wunderbaren Geschöpfe und der Großartigkeit der Natur geradezu abgeschlachtet wurde, kann man wirklich wütend werden. Den Titel des Buches könnte man dementsprechend auch etwas drastischer formulieren in "Das Wesen der Menschheit", deren Bestimmung es zu sein scheint alles zu zerstören wohin sie ihren Fuß setzten.
Insgesamt ein lehrreiches Buch das viel Wissen über Geschichte und Natur vermittelt. Bemerkenswert fand ich, dass mir die Stellersche Seekuh, die über diese unglaubliche Körpergröße verfügt bislang nicht bekannt war. Obwohl ich das Buch eher als Sachbuch bezeichnen würde, liest es sich so spannend wie ein Roman, es ist an keiner Stelle langatmig sondern gut recherchiert und gut geschrieben. Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Die gedeckten Farben und die Abbildungen passen zu einer Geschichte die in der Vergangenheit spielt.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Der mysteriöse Marceau Miller

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Bei dem Roman „Das letzte Buch von Marceau Miller“ handelt es sich um einen Krimi in eine ganz besonderen und außergewöhnlichen Erzählform. Es dreht sich nämlich um den Tod des Autors. Die Erzählperspektive ...

Bei dem Roman „Das letzte Buch von Marceau Miller“ handelt es sich um einen Krimi in eine ganz besonderen und außergewöhnlichen Erzählform. Es dreht sich nämlich um den Tod des Autors. Die Erzählperspektive wechselt zwischen dem toten Marceau Miller, seiner Frau und deren Freundin.

Nach und nach erfahren wir immer mehr Umstände die zum Tod Marceaus geführt haben. Dieser hat viel mit dem Verschwinden seiner geliebten Schwester vor 20 Jahren und dem Unfalltod seines Vaters mit einem Flugzeug über dem Genfer See zu tun. Unerwartete Wendungen gestalten den Krimi äußerst spannend und kurzweilig. Mich konnte der Roman bis zur letzten Seite in Atem halten.

Schauplatz des ganzen Geschehens ist rund um den Genfer See. In den Beschreibungen merkt man die Verbundenheit des Autors mit seiner Heimat und der wunderbaren Natur an diesem Ort. Letzten Endes bleibt für mich nur eine Frage offen: Wer ist denn nur der wirkliche Autor des Romans? Das würde mich wirklich sehr interessieren.

Das Cover mit dem idyllischen Bild des Genfer Sees ist sehr passend und wunderschön. Genauso wie auf dem Bild würde ich mir den See anhand der Beschreibungen des Autors im Buch vorstellen.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Auf der Suche nach dem Drachen

Valdombra (Bd. 1)
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Im finsteren Tal Valdombra bebt die Erde. Im hintersten Dorf des Tals, dort wo es am düstersten ist, wurden die meisten Häuser zerstört. Isa und Teo werden daraufhin von ihrem Vater in Begleitung des Postbotens ...

Im finsteren Tal Valdombra bebt die Erde. Im hintersten Dorf des Tals, dort wo es am düstersten ist, wurden die meisten Häuser zerstört. Isa und Teo werden daraufhin von ihrem Vater in Begleitung des Postbotens Anselmo zum Onkel in ein weiter vorne liegendes Dorf geschickt. Doch Isa hat von ihrer Freundin, die in einer Hütte hoch auf den Bergen lebt, erfahren, dass das Beben von dem wundersamen Kryptid, einer Art Drachen, stammen soll, der unter der Erde lebt. Kurz nach der Ankunft beim mehr als seltsamen und unfreundlichen Onkel, macht sich das Trio auf dem Weg dieses Wesen zu suchen.

Das Motto des Romans könnte man mit dem Satz "der Weg ist das Ziel" zusammenfassen. Das sogenannte Kryptid glänzt in der Geschichte hauptsächlich durch Abwesenheit. Die Kinder sind fast die ganze Zeit damit beschäftigt dieses Wesen zu suchen.

In der Handlung ist nicht nur das Kryptid wundersam, sondern auch die gesamten Gegebenheiten. Wie in einem Märchen bleiben Zeit und Ort der Handlung im Dunkeln. Sowohl elektrisches Licht als auch motorisierte Fahrzeuge scheinen den Menschen nicht bekannt zu sein. Auch haben die Kinder noch nie einen anderen Ort als ihr Heimatdorf kennengelernt.

Die Bilder wirken wie aus den 70er Jahren, sind aber dennoch gut gelungen. Das Cover sticht vor allem durch die vielen kleinen Glitzerpunkten heraus.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Parallelwelt

Maggie Blue 1: Das Portal zur Düsterwelt
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Meggie Blue Brown hat einen seltsamen Namen, weshalb sie auch gleich in ihrer neuen Schule geärgert wird. Aber nicht nur das macht ihr das Leben schwer. Maggie wohnt seit Neuestem bei ihrer Tante, da sich ...

Meggie Blue Brown hat einen seltsamen Namen, weshalb sie auch gleich in ihrer neuen Schule geärgert wird. Aber nicht nur das macht ihr das Leben schwer. Maggie wohnt seit Neuestem bei ihrer Tante, da sich ihre Mutter in psychiatrischer Behandlung befindet. Außerdem hat sie äußerst ungewöhnliche Fähigkeiten. Maggie bemerkt, dass sie nicht nur mit dem streunenden Kater aus der Nachbarschaft sprechen kann, sondern auch die Gefühle anderer Menschen mitempfinden kann.

Plötzlich verschwindet Ida, ihre Feindin in der neuen Klasse, mit der sie jedoch in einer ganz besonderen Verbindung zu stehen scheint. Maggie begibt sich auf die Suche nach ihr. Dabei gelangt sie in eine Parallelwelt mit allerlei mystischen Wesen und Geheimnissen.

Insgesamt ein fantasievolles Buch in dem es nie langweilig wird. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. Wir haben den Roman als Hörbuch erlebt. Der Text ist sehr gut gesprochen. Man kann kaum glauben, dass alle Charaktere von der gleichen Sprecherin gesprochen werden. Vor allem der Kater hat durch sie eine unverwechselbare Stimme.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Mehr Schein als Sein

Bis die Sonne scheint
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Daniel, seine drei Geschwister und die Eltern waren einst eine gut bürgerliche Familie in der Nähe von Bremen. Mutter und Vater arbeiteten in angesehenen Berufen. Doch nach der fehlgeschlagenen Selbstständigkeit ...

Daniel, seine drei Geschwister und die Eltern waren einst eine gut bürgerliche Familie in der Nähe von Bremen. Mutter und Vater arbeiteten in angesehenen Berufen. Doch nach der fehlgeschlagenen Selbstständigkeit des Vaters ist die Familie chronisch pleite.

Im Laufe des Romans wird nicht nur die Geschichte der sechsköpfigen Familie erzählt, sondern auch auf die Vergangenheit der Eltern und Großeltern, die vom Krieg und Entbehrungen geprägt waren, eingegangen.

Der Autor erzählt detailreich die Höhen und Tiefen, die Träume und Wünsche, die Nöte und Sorgen der der einzelnen Familienmitglieder, allen voran von denen des Protagonisten Daniel. Obwohl die Sechs immer weiter in die Schulden schlittern, wahren sie nach Außen den Schein. Aber es es hat den Anschein als ob sie nicht nur Fremden gegenüber alles schönreden, sondern auch sich selbst sowie den beiden Großmüttern.

Das Cover passt sehr gut zur beschriebenen Zeit sowie zum vermittelten Lebensgefühl des Buches. Auch der Titel ist gut gewählt.

Der Roman birgt keine großen Sensationen oder Entwicklungen, beleuchtet aber sehr gut das Innenleben der einzelnen Personen sowie den Zeitgeist der 80er Jahre. Berührend von ich das Nachwort des Autors, in dem erst zur Sprache kommt, dass große Teile der Handlung anscheinend auf autobiografischen Erfahrungen beruhen, das verleiht dem Roman ihm Nachhinein eine ganz besondere Authentizität.

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