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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2025

Spannender Jugendthriller mit packender Erzählweise

Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.
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In „Girls’ Trip“ geht es um die Freundinnen Giselle, Maggie, Vivian und Emi, die gemeinsam einen Mädelstrip auf einer Luxusjacht unternehmen. Doch in der letzten Nacht verschwindet Giselle und Maggie, ...

In „Girls’ Trip“ geht es um die Freundinnen Giselle, Maggie, Vivian und Emi, die gemeinsam einen Mädelstrip auf einer Luxusjacht unternehmen. Doch in der letzten Nacht verschwindet Giselle und Maggie, die sich an nichts erinnern kann, soll sie von Bord gestoßen haben…

Ich lese eher selten Thriller, aber die Handlung von „Girls’ Trip“ hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Geschichte selbst wird auf mehreren zeitlichen Ebenen erzählt: Während die Kapitel aus Sicht von Maggie rückwärts angeordnet sind, werden die Tagebucheinträge von Giselle und die Verhörprotokolle chronologisch präsentiert. Durch diese Erzählweise bleibt vieles bis zum Showdown ungewiss, da alle Figuren Geheimnisse haben, die erst nach und nach enthüllt werden. Gleichzeitig hatte dieses Vorgehen den Nachteil, dass es einige Füllkapitel gab, in denen zwar kleine Informationshappen vermittelt wurden, ansonsten aber nicht so viel passierte.
In Bezug auf die vier Protagonistinnen muss ich sagen, dass mir alle von Beginn an relativ suspekt waren. Ich hätte sicher noch etwas stärker mitgefiebert, wenn es mehr Sympathien gegeben hätte. Trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen und konnte das Buch vor allem zum Ende hin nicht mehr aus der Hand legen.

Alles in allem ein spannender Jugendthriller mit packender Erzählweise, bei dessen Protagonistinnen ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Interessanter Reihenauftakt mit Schwächen

Die Sprache der Drachen
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Die Sprache der Drachen ist ein etwas düstereres Jugendbuch aus dem Bereich Fantasy, in dem es um die Macht von Sprache im Zusammenhang mit einem drohenden Krieg zwischen Menschen und Drachen geht. Trotz ...

Die Sprache der Drachen ist ein etwas düstereres Jugendbuch aus dem Bereich Fantasy, in dem es um die Macht von Sprache im Zusammenhang mit einem drohenden Krieg zwischen Menschen und Drachen geht. Trotz der schwierigen Ausgangslage verläuft die Handlung rund um das Entschlüsseln der Drachensprachen ziemlich ruhig, wird dabei aber nicht langweilig.
Vivien war als Protagonistin zum Teil etwas anstrengend, auch wenn ihr Verhalten im Großen und Ganzen nachvollziehbar ist. Sie ist sehr systemtreu und ich-bezogen; trotz vieler Hinweise anderer Figuren kommt sie erst spät zur Einsicht. Im Nachhinein hätte ich es deswegen gut gefunden, wenn die Geschichte aus mehreren Perspektiven – wie etwa zusätzlich aus der von Viviens Cousin Marquis – erzählt worden wäre. Genug interessante Figuren, über deren Gedankenwelt ich gerne mehr erfahren hätte und die einen Gegenpol zu Vivien hätten bilden können, sind nämlich durchaus vorhanden.
Für Band zwei erhoffe ich mir tiefere Einblicke in die Nebenfiguren und eine größere Präsenz der Drachen als Akteure. Das Ende macht aber bereits Hoffnung, dass beides eintreffen könnte.

Alles in allem trotz kleinerer Schwächen ein vielversprechender Reihenauftakt.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Potenzial nicht ausgeschöpft

Gestern waren wir unendlich
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In „Gestern waren wir unendlich“ geht es um Louis und Henry, die seit drei Jahren zusammen sind und nach einem Streit in einen Unfall verwickelt werden. Als Louis nach dem Unfall aufwacht, muss er feststellen, ...

In „Gestern waren wir unendlich“ geht es um Louis und Henry, die seit drei Jahren zusammen sind und nach einem Streit in einen Unfall verwickelt werden. Als Louis nach dem Unfall aufwacht, muss er feststellen, dass er den Tag immer wieder von vorne erlebt.
Vor dem Lesen hatte ich Bedenken, dass mich die durch die Zeitschleifen bedingten Wiederholungen irgendwann langweilen würden. Zum Glück konnte dieses Problem ganz gut dadurch umgangen werden, dass sich die Zeitschleife mit verschiedenen Einblicken in die Vergangenheit der beiden aus Henrys Perspektive abgewechselt hat. Ein Nachteil dieses Vorgehens war jedoch, dass der Leser fast nur Louis schlechte Seiten zu sehen bekommt. Im Ablauf der Zeitschleifen verhält er sich – in seinem Versuch Henry zu retten – ziemlich unsympathisch.
Generell bin ich weder mit Louis noch mit Henry so richtig warmgeworden. Ihr Handeln ist meistens ziemlich eindimensional motiviert, wodurch sie als Figuren leider eher flach wirkten. Mir hätte es geholfen, wenn noch ein paar mehr Einblicke in das Kennenlernen gewährt worden wären. So fiel es mir jedoch schwer, das Besondere in ihrer Beziehung zu sehen.
Trotz meiner Probleme mit den Protagonisten war ich auf die Auflösung gespannt. Leider muss ich sagen, dass das Ende für mich eher ernüchtert und die Begründung der Zeitschleife etwas schwach waren. Das klingt jetzt alles eher negativ, aber abgesehen von meinen Kritikpunkten hatte ich Spaß beim Lesen und es gab auch ein paar Momente, die zum Nachdenken angeregt haben.

Alles in allem eine interessante Grundidee, deren Potenzial nicht ganz genutzt wurde.

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Nett, aber nicht viel Neues

Morrighan - Wie alles begann
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Bei „Morrighan“ handelt es sich um eine kurze Vorgeschichte zu den Chroniken der Verbliebenen. Diese Buchreihe habe ich bereits vor einigen Jahren gelesen, weshalb ich gespannt war, in die Welt zurückzukehren. ...

Bei „Morrighan“ handelt es sich um eine kurze Vorgeschichte zu den Chroniken der Verbliebenen. Diese Buchreihe habe ich bereits vor einigen Jahren gelesen, weshalb ich gespannt war, in die Welt zurückzukehren. Im Mittelpunkt der Handlung steht die titelgebende Protagonistin Morrighan, die zusammen mit ihrem Stamm Schutz vor Plünderern sucht. Gleichzeitig freundet Morrighan sich jedoch auch mit dem Protagonisten Jafir an, der Teil der Plünderer und damit eine Bedrohung für ihren Stamm ist.
In der Geschichte geht es vor allem um das gemeinsame Aufwachsen von Morrighan und Jafir, die sich mit den Jahren trotz ihrer Unterschiede immer näher kommen. Für mich war das Buch eine süße Liebesgeschichte, die sich leicht auch ohne Vorwissen der Reihe lesen lässt. Fantasy Elemente spielen bis auf das „Wissen“, aus das nicht näher eingegangen wurde, keine Rolle. Entsprechend ist die Handlung relativ unaufgeregt und die Konflikte, die im Verlauf auftauchen, werden sehr leicht beigelegt. Besonders ist jedoch, dass das Buch einige Illustrationen enthält, die aber leider nicht wirklich zur Handlung beigetragen haben. Ihr sollten auch zudem darauf einstellen, dass das Buch zwar über 200 Seiten hat, durch Illustrationen und große Schrift aber trotzdem nur eine Kurzgeschichte ist.
Insgesamt ist das Buch für mich nett für zwischendurch, aber wirklich neue Informationen hat die Vorgeschichte nicht geliefert.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Tolles Setting, mittelmäßige Liebesgeschichte

Let the Games Begin
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„Let the Games Begin“ war für mich das perfekte Buch zur Überbrückung zwischen Olympia und den Paralympics. Im Buch geht es um den Sprinter Zeke und Olivia, die eigentlich ein Praktikum beim Olympischen ...

„Let the Games Begin“ war für mich das perfekte Buch zur Überbrückung zwischen Olympia und den Paralympics. Im Buch geht es um den Sprinter Zeke und Olivia, die eigentlich ein Praktikum beim Olympischen Komitee antreten will, sich aber durch einen Fehler mit einer Stelle als Volunteer abfinden muss. Aufgrund von Cover und Klappentext war ich davon ausgegangen, dass die Protagonisten um die 18 und damit eher im Bereich YA angesiedelt sind. Um so überraschter war ich, dass die beiden tatsächlich schon 6 Jahre älter sind. Trotzdem hatte das Buch viele Elemente aus dem Young Adult Bereich und ist entsprechend auch für Leser unter 16 geeignet.
Vor allem zu Beginn konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, da Olivias Alltag im olympischen Dorf sehr interessant gestaltet war. Genauso gut beschrieben fand ich das erste Kennenlernen der beiden und Zekes Vorbereitungen auf den Wettkampf. Zudem gab es mit Zekes bestem Freund Haruki, einem Schwimmer, und seiner Ex-Freundin Valentina zwei sympathische Nebencharaktere. Durch Zekes Freunde und die vielen anderen Sportler, die erwähnten wurden, wirkte das Setting sehr lebendig.
Als sich Zeke und Olivia näher kamen, ist das Setting jedoch leider eher in den Hintergrund gerückt. Ab diesem Zeitpunkt konnte mich das Buch nicht mehr so sehr mitreißen wie zu Beginn, da ich die Chemie zwischen den Protagonisten bis zum Schluss nicht vollständig gespürt habe.
Zum Glück wurde das Buch jedoch nicht nur durch das Setting und die Liebesgeschichte getragen, sondern beide Protagonisten machen eine Entwicklung durch. Beide Protagonisten haben Simbabwische Wurzeln, weswegen das Thema Identität eine wichtige Rolle spielte. Aber auch psychische Themen wie Selbstzweifel und Traumabewältigung wurden flüssig in die Geschichte integriert. Obwohl ich also ein paar Probleme mit der Liebesgeschichte hatte, hat mir die individuelle Reise der Protagonisten sehr gut gefallen.

Alles in allem eine süße Sportromance, in der jedoch nicht nur der Sport und die Liebesgeschichte im Vordergrund stehen.

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