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Veröffentlicht am 19.09.2024

geht so

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Mich konnte dieses Buch nicht richtig überzeugen, jedoch bin ich in dem Genre eher selten unterwegs, ich habe das Buch für meine Tochter besorgt - also vielleicht liegt es daran, dass der Funke nicht übergesprungen ...

Mich konnte dieses Buch nicht richtig überzeugen, jedoch bin ich in dem Genre eher selten unterwegs, ich habe das Buch für meine Tochter besorgt - also vielleicht liegt es daran, dass der Funke nicht übergesprungen ist.

Das Cover ist sehr schön gemacht, auch die Cover-Innenseiten sind mit verschiedenen Drachenfiguren bedruckt, was mir gut gefällt.

Die 303 Seiten haben sich für mich etwas gezogen. Der märchenhafte Erzählstil gefiel mit nicht so gut, ich habe gelegentlich die Spannung vermisst.

Aufgrund des Klappentexts hatte ich eher eine etwas schräge oder humorvolle Geschichte erwartet. Dies war am Anfang der Fall. Die Idee zur Geschichte ist gut. Die Figuren sind besonders und interessant angelegt, sie sind etwas von ihren Klischees gefangen genommen, das fand ich eine gelungene Konstruktion. Dennoch hat mich das Buch irgendwann verloren. Die Wendungen gegen Ende konnte ich nicht nachvollziehen. Schade.
Fazit: eingeschränkte Empfehlung für Drachen- und Fantasyfans

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Tochter in zwei Familien

Und dahinter das Meer
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Im London 1940 fliegen die Bomben und das Leben ist gefährlich. Schweren Herzens schicken die Thompsons ihre Tochter Beatrix in die USA zu einer Gastfamilie, damit sie dort in Sicherheit ist und die Schrecken ...


Im London 1940 fliegen die Bomben und das Leben ist gefährlich. Schweren Herzens schicken die Thompsons ihre Tochter Beatrix in die USA zu einer Gastfamilie, damit sie dort in Sicherheit ist und die Schrecken des Krieges nicht hautnah miterleben muss. Vater und Mutter bleiben in England und engagieren sich, wo sie können.
Bea wird von der warmherzigen Familie Gregory in den USA aufgenommen. Die Gasteltern und die beiden Söhne werden zu einer neuen Familie für sie.
Die Erwachsenen informieren einander über besondere Vorkommnisse per Brief, aber sie werden nicht miteinander warm.
Als der Krieg zu Ende ist möchte Beatrix gerne noch bleiben, doch sie muss überstürzt zurück nach London.
Die Geschichte geht dann noch über einige Jahre weiter, man erfährt wie aus den Kindern junge Erwachsene werden. Familiäre Entwicklungen voller Spannungen, berufliche Werdegänge, dramatische Todesfälle u.a. werden angeschnitten.

Die Geschichte wird recht ruhig aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Beteiligten erzählt. So könnte man eigentlich einen guten und vielseitigen Einblick bekommen. Leider plätschert das Geschehen hier so vor sich hin, entwickelt Längen und Vieles wird nur angeschnitten. Man hätte mehr aus dieser Idee machen können und auch interessante Zeitdetails mit einarbeiten können.
Hier dreht sich alles um die Figuren und wie sie mit der Situation zurechtkommen. Das Zusammenwachsen und Abschied nehmen ist für Alle eine Herausforderung, aber auch diese Aspekte werden nicht ausreichend beleuchtet. Schade, aber er Autorin war mehr daran gelegenen eine Liebesgeschichte mit einzuarbeiten, die zu sehr gewollt wirkte.

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Mrs Potts dritter Fall

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
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Der Bürgermeister von Marlow wird während einer Stadtratssitzung vergiftet. Die Umstände sind mysteriös, keiner kann es gewesen sein. Suzie ist in der Sitzung dabei und informiert sofort ihre Freundinnen. ...

Der Bürgermeister von Marlow wird während einer Stadtratssitzung vergiftet. Die Umstände sind mysteriös, keiner kann es gewesen sein. Suzie ist in der Sitzung dabei und informiert sofort ihre Freundinnen. Judith und Becks sind sofort zur Stelle und erhalten wieder die offizielle Erlaubnis als Gehilfen der Polizei zu agieren. So liegt auch diese Ermittlung wieder ganz in privater Hand unter Judith Potts Leitung. Sie hat hier diesmal stark die Federführung, ihre Freundinnen sind nicht so sehr eingebunden.

Der Bürgermeister war ein emphatischer freundlicher Mann, der sich für seine Bürger eingesetzt hat, dennoch ergeben sich mit der Zeit diverse Motive, denen die Damen nachgehen. Einige Wendungen und etwas Humor lassen das Hörbuch zu einer kurzweiligen Unterhaltung nebenbei werden. Ich war durchweg neugierig, wer denn nun schlussendlich der Täter war, aber dennoch störte mich doch einiges an dem Buch. Einige Alibis wurden erst spät erhoben, bzw. die Abstimmung zwischen den Beteiligten war nicht gegeben. Die Damen finden offensichtliche Hinweise und Indizien, die der Polizei natürlich verborgen blieben, weil sie nicht gründlich suchten oder nachdachten. Diese Szenen finde ich nicht sehr glaubwürdig. Zudem wurde nicht in alle Richtungen ermittelt. Da der vergiftete Kaffee aus einer Teeküche stammte, in der Selbstbedienung herrschte, hätte sehr wohl jemand anderes das Ziel sein können. Dies war nie eine Überlegung wert.
Das Ende war wie in den Vorgängern ein wenig haarsträubend und unrealistisch, auf den Kalleffekt möchte der Autor wohl nicht verzichten.
Zum nebenbei Hören ein humorvoller Cosy Crime, bei dem man nicht alles auf die Goldwaage legen darf. Christine Prayon liest auch den dritten Teil sehr gekonnt und unterhaltsam.
Von mir gibt es eine Empfehlung an Fans der Serie und Cosy Crime Liebhaber, die etwas Humor in der Handlung mögen.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Lockdown in Irland

Mitternachtsschwimmer
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Evan nimmt sich eine Auszeit in einem kleinen abgelegenen irischen Dorf. Er mietet sich eine Woche in einem kleinen Häuschen direkt am Meer ein. Der Ort verfügt über keine Attraktionen. Evan will dort ...


Evan nimmt sich eine Auszeit in einem kleinen abgelegenen irischen Dorf. Er mietet sich eine Woche in einem kleinen Häuschen direkt am Meer ein. Der Ort verfügt über keine Attraktionen. Evan will dort Kraft schöpfen, der Verlust seiner kleinen Tochter, die kriselnde Ehe mit Lorna und der Job überfordern ihn derzeit. Aufgrund des Lockdowns muss er vor Ort bleiben und sich mit der schrulligen Vermieterin Grace und den Dorfbewohnern arrangieren. Einige Personen hiervon werden ausführlich vorgestellt, insbesondere Grace und Evan. Beide haben keine leichte Vergangenheit. Dennoch gelingt es nur Grace richtig kennenzulernen, bei den übrigen Figuren fehlte mir die Tiefe. Insbesondere Evan und seine Probleme wurden mir zu flach ausgearbeitet, hier wurde einiges an Potential verschenkt. Eine Entwicklung fehlte mir hier.

Zwischendurch schildert Maguire sehr schön die raue Landschaft, besonders das Meer ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und wird immer wieder gut eingebunden. Diese Naturverbundenheit gefällt mir gut.

Da Evans Frau systemrelevant ist, bringt sie nach einiger Zeit den gemeinsamen Sohn zu Evan. Der gehörlose Junge sorgt immer wieder für Unstimmigkeiten zwischen den Eltern, da sie unterschiedlich zu einer OP stehen. Auch hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Nach einem Geständnis des Jungen bezüglich des Verhaltens gegenüber seiner Schwester, versandete dieser Erzählstrang, dass das so stehen blieb, ist schade und wäre im Ernstfall für ein Kind sicherlich tragisch.
Nach der Leseprobe hatte ich hier mit mehr Humor gerechnet, denn dieser ist auf den ersten Seiten durchaus vorhanden. Der Lockdown sorgt für Evans Zeit in dem Dorf, ist ansonsten aber nicht relevant für die Handlung.
Brigitte Carlsen hat dieser Geschichte stimmungsvoll Leben eingehaucht. Trotz meiner Kritikpunkte habe ich ihr gerne ausdauernd gelauscht und wäre am liebsten gleich losgefahren nach Ballybrady.

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Veröffentlicht am 10.08.2024

unrund

Anna O.
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Der Klappentext hat mich extrem neugierig gemacht. Kann ein Schlafwandler Morde begehen? Ein Ja auf diese Frage wirft viele Folgefragen auf, z.b. bezüglich der Schuldfähigkeit oder des Selbstbestimmungsrechtes ...

Der Klappentext hat mich extrem neugierig gemacht. Kann ein Schlafwandler Morde begehen? Ein Ja auf diese Frage wirft viele Folgefragen auf, z.b. bezüglich der Schuldfähigkeit oder des Selbstbestimmungsrechtes der Person, die es ja wieder tun könnte usw.
Hier geht es um Anna Ogilvy, die angeblich zwei Menschen erstochen hat und seither nicht wieder aufgewacht ist. Das Land ist hinsichtlich der Beurteilung in zwei Lager gespalten. Dr. Prince ist ein Experte für Schlaf und schafft es, Anna nach vier Jahren zu wecken.
Eine Vielzahl von Personen versucht nun in diesem Fall seine Interessen zu vertreten. Die Eltern, eine Polizistin, eine Ministerin, die Klinikleitung, eine Bloggerin und eine mysteriöse Person. Die Geschichte wird aus diesen unterschiedlichen Perspektiven erzählt und könnte dadurch sehr abwechslungsreich und lebhaft sein, würde sie sich nicht zuweilen in Langatmigkeit verzetteln. Jeder hat hier etwas zu verbergen und versucht sich Vorteile zu verschaffen.
Das Hörbuch wurde von Oliver Siebeck, Anne Düe, Vera Teltz und Tanja Geke engagiert eingelesen.
Der Plot ist anfangs noch sehr interessant, doch der Spannungsbogen verliert sich oft. Am Ende hat mich die Entwicklung richtig überrascht, mit dieser Wendung konnte der Autor nochmal punkten. Durch die vielen Logikfehler und die Langatmigkeit reicht es aus meiner Sicht aber nur für drei Sterne und eine eingeschränkte Empfehlung.

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