Profilbild von Laudibooks_

Laudibooks_

Lesejury Star
offline

Laudibooks_ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Laudibooks_ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2024

Lesegenuss vom Allerfeinsten!

Im Nordwind
0

Ihr Lieben!
„Im Nordwind“ ist der erste Band des Zweiteilers von Miriam Georg. Der Roman ist am 16. Juli 2024 im Rowohlt Verlag erschienen. Ich habe regelrecht hingefiebert auf den neuen Roman der Autorin ...

Ihr Lieben!
„Im Nordwind“ ist der erste Band des Zweiteilers von Miriam Georg. Der Roman ist am 16. Juli 2024 im Rowohlt Verlag erschienen. Ich habe regelrecht hingefiebert auf den neuen Roman der Autorin und ich wurde nicht enttäuscht.

Darum geht es:
Hamburg, 1913: Alice Bloom befindet sich in einer scheinbar ausweglosen Situation. Ihre Ehe mit Henk ist geprägt von Gewalt, Verachtung und Armut. Sie wohnen im herben Arbeiterviertel auf der Uhlenhorst. Der einzige, glückliche Lichtblick ist ihre kleine Tochter Rosa. Als sie wieder einmal brutale Prügel kassiert und nur knapp dem Tod entgeht, wagt sie einen nicht auszusprechenden Schritt. Sie kann den Schutz für Rosa nicht mehr gewährleisten und sieht nur noch diesen einzigen Ausweg, die Scheidung von Henk. Als Alice einen Rechtsbeistand aufsucht, trifft sie auf den wohlhabenden, attraktiven und verlobten Anwalt John Reeves. Die verzweifelte Alice setzt alle ihre Hoffnung daran, zu kämpfen und die Scheidung zu gewinnen. Auch wenn es absolut unvernünftig ist, willigt John ein und vertritt Alice. Das alles birgt ein riesengroßes Risiko.


Mein Leseeindruck:
Das war Lesegenuss vom Allerfeinsten! „Im Nordwind“ ist ein fesselnder, historischer Roman, der in Hamburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Der leichte, lebendige und flüssige Schreibstil der Autorin hat mich ganz tief in die Geschichte eintauchen lassen. Hamburg als Handlungsort wird sensationell und anschaulich beschrieben. Die damalige Zeit hat Miriam Georg hervorragend eingefangen. Frauen hatten so gut wie keine Rechte. Mir wurde beim Lesen ganz anders, was Alice in Ihrer Ehe ertragen musste. Wie ein guter Kinofilm lief das Buch in meinem Kopf ab. Alice und John sind authentische und facettenreiche Hauptcharaktere. Sehr schnell haben sie sich in mein Herz geschlichen. Ich habe die beiden unheimlich gerne auf ihrem Weg begleitet, der mit etlichen Hindernissen bespickt ist. Die Handlung birgt Dramen. Die Rückblicke auf Alices Vergangenheit haben mich tief berührt. Sie hat grausame Dinge erlebt. Am Ende gibt es einen fiesen Cliffhanger. Ich freue mich so sehr auf die Fortsetzung „Im Nordlicht“ und die erscheint am 15. Oktober 2024.
.
Fazit:
5/5 Volle Punktlandung für einen grandiosen Pageturner. Absolute Herzensempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2024

Warmherzige und humorvolle Liebesgeschichte!

Hortensientage
0

Darum geht es:
Ela ist Schriftstellerin und hat bereits einige Kurzromane im Selbstverlag veröffentlicht. Ihr großer Traum ist ein richtiger Roman, einer, der bei einem Verlag unterkommt und viele Leser ...

Darum geht es:
Ela ist Schriftstellerin und hat bereits einige Kurzromane im Selbstverlag veröffentlicht. Ihr großer Traum ist ein richtiger Roman, einer, der bei einem Verlag unterkommt und viele Leser erreicht. Gerade schreibt sie an ihrem ersten großen Liebesroman. Leider mangelt es ihr momentan an Inspiration. Jeden Mittwoch besucht die junge Frau ihre 87-jährige Oma Lisa im Seniorenheim. Oma und Enkelin haben und hatten schon immer eine ganz besondere, innige Verbindung. Als Ela eine Postkarte von ihrem bereits verstorbenen Opa aus einem britischen Gefangenenlager entdeckt, beschließt sie, ihre Oma dazu zu befragen. Endlich fängt Oma Lisa an, über die Kriegsjahre zu erzählen.

Mein Leseeindruck:
Hach, war das schön und emotional! Der Schreibstil von der lieben Manuela Inusa ist leicht und flüssig. Ich habe gern in jeder freien Minute nach dem Buch gegriffen. Man spürt auf jeder einzelnen Seite die unendliche Liebe und besondere Verbundenheit, die Oma Lisa und Ela miteinander verbindet. Ich bin sehr froh und dankbar, dass Manuela Inusa das Bedürfnis und den Mut hatte, diese warmherzige Liebesgeschichte ihrer Großeltern zu erzählen. Es ist ein gefühlvoller, charmanter, humorvoller und vor allem sehr persönlicher Roman. „Hortensientage" wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit beginnt die Geschichte im Jahr 1935. Lisa ist zu diesem Zeitpunkt gerade 10 Jahre alt und kennt bereits den nur ein Jahr älteren Werner. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgt für Abwechslung und Spannung. Ich habe Lisa und Werner unheimlich gern voller Neugier begleitet. Das ein oder andere Tränchen lief mir beim Lesen, unter anderem auch, weil Oma Lisa mich stark an meine eigene Oma erinnert. Vielen Dank, liebe Manuela, für dieses großartige Werk!

Fazit:
5/5 ⭐️ Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung dieser warmherzigen, emotionalen und humorvollen Geschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2024

Weltklasse

Wir waren nur Mädchen
0

Darum geht es:
Amsterdam, 1940: Hannie Schaft ist ehrgeizig und voller Hoffnung. Die junge, schüchterne Frau studiert Jura, als die Nazis die Niederlande besetzen. Ihre Zukunftspläne zerplatzen. Hannie ...

Darum geht es:
Amsterdam, 1940: Hannie Schaft ist ehrgeizig und voller Hoffnung. Die junge, schüchterne Frau studiert Jura, als die Nazis die Niederlande besetzen. Ihre Zukunftspläne zerplatzen. Hannie kann das Leid und die Schikanen der Nazi-Besatzer gegenüber der jüdischen Bevölkerung nicht mehr ertragen. Sie bricht ihr Studium ab und schließt sich dem Widerstand an. Sie verliert ihre Schüchternheit und ihr Frausein wird zur tödlichen Waffe. Nichts schreckt sie mehr ab. Hannie verliebt sich unsterblich in ihren Widerstandsausbilder Jan. Das hat fatale und gefährliche Konsequenzen.

Mein Leseeindruck:
WOW! WOW! WOW!
Was für ein großartiger Debütroman! Weltklasse! Ich war tatsächlich sofort gefesselt von dieser, teilweise sehr grausamen, Geschichte. Jedes Kapitel hat mich gepackt und mitgenommen. Die Autorin Buzzy Jackson hat sensationelle und wertvolle Recherchearbeit geleistet. Der Schreibstil ist mehr als brillant. Durch die Ich-Perspektive von Hannie konnte ich tiefe Einblicke in ihre Gedankenwelt, ihre tiefe Überzeugung, ihren Willen und ihre Motivation bekommen. Die ausgezeichnete bildhafte Erzählweise vom Lebensweg der Widerstandskämpferin Hannie hat mich tief erschüttert und berührt. Mit ihrem Roman „Wir waren nur Mädchen" hat die Autorin jede einzelne, mutige Frau im Widerstand sichtbarer gemacht. Vielen Dank hierfür. Auf jeden Fall sollte man das Nachwort nicht vergessen und unbedingt lesen. Mich hat dieses großartige, kraftvolle Buch immer wieder innehalten lassen.

Fazit:
5/5 ⭐️ Für mich ein echtes Highlight und eine riesengroße Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2024

Ein tiefgründiger, bewegender Roman

Was das Meer verspricht
0

Darum geht es:
Die 27-jährige Vida lebt bereits ihr ganzes Leben lang auf einer kleinen Insel im Norden, mitten im Atlantik. Sie ist vermeintlich glücklich und zufrieden in ihrer kleinen und bescheidenen ...

Darum geht es:
Die 27-jährige Vida lebt bereits ihr ganzes Leben lang auf einer kleinen Insel im Norden, mitten im Atlantik. Sie ist vermeintlich glücklich und zufrieden in ihrer kleinen und bescheidenen Welt. Noch nie hat sie die Insel verlassen. Ihr Bruder hat es gewagt und ist bereits früh in die große, weite Welt aufgebrochen, um sein Glück zu suchen. Vida hat auch Zukunftspläne. Sie ist mit ihrem Kindheitsfreund verlobt und möchte in ein paar Jahren das Geschäft von ihrem Vater übernehmen. Doch plötzlich ändert sich alles, als die quirlige, selbstbewusste und geheimnisvolle Marie auf die Insel zieht. Vida und Marie freunden sich an. Zum ersten Mal wünscht sich Vida einmal, auszubrechen. Sie fängt an, alles infrage zu stellen. Als ihr Bruder Zander zu Besuch kommt und ebenfalls von Marie fasziniert ist, kommt es zu einer Katastrophe.

Mein Leseeindruck:
WOW! „Was das Meer verspricht" hat mich mit voller Wucht umgehauen und sprachlos zurückgelassen. Es ist diese Sorte von Geschichte, die mir noch lange im Gedächtnis bleibt. In kurzen Kapiteln wird der Roman aus der Perspektive von Vida erzählt. In einer großartigen, atmosphärischen Sprache entwickelt sich beim Lesen ein immenser Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
Die Autorin Alexandra Blöchl hat es geschafft, ihre Figuren mit Leben zu füllen.
Insbesondere Vidas Gedanken und Gefühle werden sehr gekonnt, ausgesprochen kraftvoll und sehr eindringlich beschrieben. Ich habe mitgelitten und hätte sie am liebsten oftmals geschüttelt. Dabei habe ich die junge Frau im Laufe der Geschichte sehr in mein Herz geschlossen. Man kommt ihr unheimlich nahe, was ich sehr besonders fand. Die Geschichte ist leise, klug und düster und dennoch ganz laut und schreit nach Veränderung.

Fazit:
5/5 ⭐️ Eine fatale Dreiecksbeziehung, der man sich als Leser nicht entziehen kann.
Große Leseempfehlung einer tiefgründigen und bewegenden Geschichte. ♥️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2024

Großartiger Auftakt!

Eine grenzenlose Welt – Aufbruch
0

Darum geht es:
Hamburg 1892: Hamburg stinkt zum Himmel. Mit Wucht und Geschwindigkeit wütet die Choleraepidemie. Die 17-jährige Marga und ihre Cousine Rosie brechen auf einem Auswandererschiff in eine ...

Darum geht es:
Hamburg 1892: Hamburg stinkt zum Himmel. Mit Wucht und Geschwindigkeit wütet die Choleraepidemie. Die 17-jährige Marga und ihre Cousine Rosie brechen auf einem Auswandererschiff in eine ungewisse Zukunft nach Amerika auf. Der Wunsch nach einem glücklichen und guten Leben, fernab von Not und Armut, ist groß. Auf dem Schiff lernen die zwei Frauen Nando und Simon kennen und freunden sich an.
Auch die beiden träumen von einem Neustart in New York. Doch dann geschieht ein Unglück, welches die junge Rosie nachhaltig traumatisiert.

Mein Leseeindruck:
Sonja Roos ist der Auftakt zu ihrer Auswanderer-Saga „Eine grenzenlose Welt - Aufbruch" brillant gelungen. Gleich mit den ersten Seiten hat sie mich in ihren Bann gezogen. Für mich ist Sonja Roos eine begnadete Autorin. Ich liebe ihre Geschichten. Der Schreibstil lässt sich flüssig und fantastisch lesen. Ich bin Marga, Rosie, Simon und Nando sehr gerne auf ihrem Weg zu einem guten und sorgenfreien Leben gefolgt. Man merkt sofort beim Lesen, dass Sonja Roos sehr akkurat in ihrer Recherche ist. Ihre Beschreibungen, angefangen mit der Choleraepidemie in Hamburg, dann die Reise auf dem Auswandererschiff nach Amerika und schließlich der Neuanfang mit Höhen und Tiefen in New York, sind unglaublich detailreich und haben mich buchstäblich in die Geschichte gesogen.
Sonja Roos zaubert viel Lebendigkeit und Einzigartigkeit in ihre Figuren. Dabei lässt sie sie in alle Richtungen agieren. Das Ende macht es unmöglich, die Fortsetzung nicht lesen zu wollen. Ich freue mich riesig auf den 2. Teil der Sage „Eine grenzenlose Welt - Schicksale" der bereits am 19: Juni 2024 erscheint.

Fazit:
5/5 ⭐️ Ein grandioser Auftakt einer tollen Trilogie. Absolute Leseempfehlung! ♥️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere