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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2025

Sehr gute, spannende Unterhaltung!

Seele voll Zorn
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Ein Doppelmord, entdeckt in einer selten benutzten Lagerhalle, stellt den Hauptkommissar Mikael Kohonen vor ein Rätsel. Die Opfer sind ein Paar: eine Frau, die offensichtlich vergewaltigt und schwer misshandelt ...

Ein Doppelmord, entdeckt in einer selten benutzten Lagerhalle, stellt den Hauptkommissar Mikael Kohonen vor ein Rätsel. Die Opfer sind ein Paar: eine Frau, die offensichtlich vergewaltigt und schwer misshandelt wurde, und ein Mann, der an einen Stuhl gefesselt das brutale Verbrechen mitansehen musste.
Die Ermittlungen in dem Fall gehen nur schleppend voran, weil bisher weder brauchbare Spuren noch Zeugen gibts. Der psychisch angeschlagene Kommissar Kohonen, kämpft gegen das Gefühl des erneuten Versagens. Bis ein ausländisches Touristenpaar plötzlich verschwindet und Kohonen sich wieder auf sein Bauchgefühl verlässt.

Mit dem Buch „Seele voll Zorn“ eröffnet Helene Falk die Krimireihe mit dem Kommissar Mikael Kohonen. Mikael, der bisher oft auf sein Bauchgefühl vertraute, tut sich schwer mit dem neuen Fall. Zu sehr leidet er unter den Erinnerungen an die letzten Ermittlungen, an seine Fehler damals und deren schweren Folgen.
Bereits der Anfang des Thrillers ist sehr spannend. Die darauffolgenden dramatische Ereignisse lassen den Spannungsbogen immer höher steigen. Der sympathische Kommissar Kohonen mit seinen nicht nur gesundheitlichen Problemen, wächst einem schnell ans Herz. Als erfahrener Ermittler kann er rechtzeitig die drohende Gefahr erkennen und scheut kein Risiko um diese zu verhindern.
Der Thriller „Seele voll Zorn“ hat mich mit seiner dramatischen Handlung, interessanten, authentisch wirkenden Charakteren und einer flüssigen Sprache vollkommen überzeugt. Die perfekt aufgebaute Spannung zwang mich zum Weiterlesen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Den temporeichen, emotionalen Thriller von Helene Falk kann ich wärmstens empfehlen. Sehr gute spannende Unterhaltung ist mit diesem Buch garantiert!

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Fesselnd!

To Die For
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Das Open-House-Event, an dem das schönste Strandhaus in Malibu seinen neuen Besitzer finden sollte, endet tragisch. Das gesamte Maklerteam von Saint Realty mit den potenziellen, gut betuchten Käufern ist ...

Das Open-House-Event, an dem das schönste Strandhaus in Malibu seinen neuen Besitzer finden sollte, endet tragisch. Das gesamte Maklerteam von Saint Realty mit den potenziellen, gut betuchten Käufern ist dabei. Es geht um viel Geld; das luxuriöse Haus soll für 50 Millionen Dollar verkauft werden, der Makler bekäme eine Million Dollar Provision.
Die ehrgeizigen Mitarbeiter von Saint Realty wollen alle den Coup ihres Lebens landen, denn alle von ihnen brauchen das Geld dringend. Dafür würden sie alles unternehmen; Freundschaften, Loyalität und Fair Play zählen ab sofort nicht mehr.
Als an dem Veranstaltungsabend eine Leiche im Pool gefunden wird, stehen auch alle Teammitglieder unter Mordverdacht.

Die Geschichte, die Lisa Gray erzählt, verläuft in zwei Zeitebenen. Ihr Wendepunkt ist der Fund der Leiche bei dem besagten Event. In kurzen temporeichen Kapiteln schildert die Autorin die Ereignisse in Davor- und Danach-Zeit.
Keiner von den Protagonisten wurde ausgelassen, alle verraten ihre Geheimnisse, erzählen über ihre Ängste und Lebensziele. Ihre Geschichten wecken unterschiedliche Emotionen, manche bewegen, für andere hat man kein Verständnis. Alle sind sehr spannend und verleiten zu Spekulationen über den Täter und den Verlauf des tragischen Ereignisses.

„To Die For“ ist ein spannender Thriller, der von Anfang an fesselt und bis zum Schluss in Atem hält. Durch die überraschenden Wendungen und die Cliffhanger am Ende jedes Kapitels wurde der Thriller zu wahren Pageturner.
Der Schluss nimmt eine unvorhersehbare Wendung und überrascht mit der Auflösung des Falles.
Eine klare Empfehlung für alle Thriller-Fans!

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Im inneren Wald verschwinden

In den Wald
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Der Grundschullehrerin Silvia liegt Giovannas Schicksal besonders am Herzen. Liebend gerne würde sie ihrer Lieblingsschülerin nur gute Noten geben, sie so zum Lernen motivieren. Doch die Teenagerin scheint ...

Der Grundschullehrerin Silvia liegt Giovannas Schicksal besonders am Herzen. Liebend gerne würde sie ihrer Lieblingsschülerin nur gute Noten geben, sie so zum Lernen motivieren. Doch die Teenagerin scheint keine Lust mehr auf Schule zu haben, scheinbar gleichgültig reagiert sie auf ihre schlechten Noten, obwohl sie genau weiß, dass ihr Vater sie dafür hart bestrafen wird.
Das Gespräch der besorgten Lehrerin mit Giovannas Mutter hat fatale Folgen; die 11-jährige Giovanna nimmt sich das Leben. Und ihre Lehrerin Silvia verschwindet danach spurlos. Die Suche nach ihr bleibt erfolglos.

Eine außergewöhnliche Geschichte erzählt Maddalena V. Tanet in ihrem Debütroman „In den Wald“. Giovannas Selbstmord erschüttert ihre Familie und die ganze Schulgemeinschaft. Auch Silvias spurloses Verschwinden wirft viele Fragen auf, die erfolglose Suche nach ihr zerrt an den Kräften der ratlosen Bewohner der kleinen Ortschaft im Piemont. Mit viel Feingefühl erzählt die Autorin über die außergewöhnlichen Ereignisse, die die kleine Ortschaft in Aufruhr gebracht haben. Der tragische und zugleich mysteriöse Plot fesselt und die wunderbare, bildgewaltige Sprache lässt einen in die Geschichte versinken.
Sowohl die lebendigen Bilder der Natur, wie auch die authentisch wirkenden Charaktere machen neugierig auf den Fortgang der Geschichte, die eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt. Genauso wie Silvia wollte ich in dem ruhig wirkenden, friedlichen Wald länger verweilen, zusammen mit ihr in ihre spannenden Erinnerungen eintauchen.
Sehr interessant fand ich die übrigen Charaktere des Romans; alle zusammen bilden sie ein gelungenes Porträt einer Gemeinschaft, die seit Jahren in dem kleinen Ort zusammenlebt, Freuden und Schicksalsschläge miteinander teilt.

Fazit: ein großartiger Roman über ein tragisches Ereignis, das tiefe Spuren im Leben der Protagonisten der Geschichte hinterlassen hat. Emotional und tiefgehend, meisterhaft erzählt, ein wahrer Lesegenuss!

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Eine faszinierende Reise nach Indien

Yoga Town
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Auf eine Reise besonderer Art nimmt uns Daniel Speck in seinem Roman „Yoga Town“ mit. Sie verläuft auf zwei Zeitebenen und führt den Gitarrenhändler Lou aus Berlin jedes Mal nach Indien.
Als Corinna ...

Auf eine Reise besonderer Art nimmt uns Daniel Speck in seinem Roman „Yoga Town“ mit. Sie verläuft auf zwei Zeitebenen und führt den Gitarrenhändler Lou aus Berlin jedes Mal nach Indien.
Als Corinna 2019 in Berlin plötzlich spurlos verschwindet, reisen Lou und Lucy nach Rishikesh, den Ort in Indien, wo alles 1968 angefangen hat. An dem Ort sind die jungen Menschen damals den Lehren des Pop-Guru Maharishi gefolgt, dort haben sie ihre Musikidole Beatles getroffen, dort haben sie zusammen mit den anderen Hippies gelebt und gefeiert. Und nur Corinna, die damals schwanger geworden ist, kehrt zusammen mit Lou nach Deutschland zurück. Beide hüten ein Geheimnis, das ihnen Jahre später zum Verhängnis wurde.

Die Geschichte fesselt von Anfang an. Corinnas plötzliche Verschwinden beunruhigt zutiefst ihre kleine Familie, doch Lou scheint zu ahnen, wo sie Corinna finden können. Er nimmt Lucy zu den Orten in Indien mit, die ihr Leben für immer geprägt haben. Nach und nach erfährt Lucy was damals wirklich geschehen ist.

Eine Geschichte voller Emotionen, bildhaft erzählt, ein wahrer Pageturner. Sehr interessant fand ich viele Details über Beatles, ihren Aufenthalt in Rishikesh und die Entstehung von den einigen bekannten Beatles-Songs, sowie über das Leben in der Hippie-Gemeinde.

FAZIT: „Yoga Town“ - ein farbenfroher Lese-Trip nach Indien und eine faszinierende Familiengeschichte. Sehr zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 12.07.2024

Die Zerstörung und der Tod

Das Haus in dem Gudelia stirbt
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Im Juni 2024 versinkt der kleine Dorf Unterlingen im Hochwasser. In aller Eile verlassen Menschen ihre Häuser, retten ihr Leben, ihr Hab und Gut. Nur die 81-jährige Gudelia bleibt in ihrem einsturzgefährdeten ...

Im Juni 2024 versinkt der kleine Dorf Unterlingen im Hochwasser. In aller Eile verlassen Menschen ihre Häuser, retten ihr Leben, ihr Hab und Gut. Nur die 81-jährige Gudelia bleibt in ihrem einsturzgefährdeten Haus. Aus dem Fenster ihrer Wohnung im ersten Stock beobachtet sie das Geschehen, die tobenden dunklen Wassermassen, die alles zu vernichten drohen. Sie sieht „Die Zerstörung und den Tod. Von Schweinen und Menschen“. (71)
Die Sturmflut ist nicht die erste Katastrophe in ihrem Leben. Im Jahre 1984 kam unter tragischen Umständen ihr 15-jähriger Sohn Nico ums Leben. Vierzehn Jahre später trennt sie sich von ihrem alkoholkranken Mann und lebt seitdem in ihrem Haus allein.
Das Haus bedeutet ihr alles, denn es kennt all ihre Gedanken und hütet ihr schlimmes Geheimnis.

Es ist Gudelia selbst, die in dem Roman über ihr Leben spricht. Sie verrät ihre intimsten Gedanken, erzählt über ihre Pläne und ihre Taten und Untaten. Sie erzählt über drei Unglücksjahre, die ihr Wesen und ihr Leben nachhaltig verändert haben. Der furchtbare Tod ihres Sohnes war die schlimmste Tragödie ihres Lebens, ein Schicksalsschlag, den sie und ihr Mann nicht verkraften konnten. Jeder von ihnen ging mit dem Schmerz anders um.
Das Haus ist ein stummer Zeuge der Ereignisse. Hinter seinen Mauern geschahen Sachen, die genauso -wie zum Schluss die Sturmflut – alles im Leben seiner Bewohner mitgerissen und zerstört haben.
Die Geschichte entwickelt von Anfang an einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Die Ereignisse sind so dramatisch und unfassbar, dass ich unbedingt die ganze Wahrheit sofort erfahren wollte. Auch die Protagonistin Gudelia, deren Verlustschmerz deutlich spürbar ist, zieht mit ihrem skurrilen Verhalten in ihren Bann. Beeindruckend sind ihr Einfallsreichtum und die Beharrlichkeit, mit der sie ihre Ziele verfolgt.
Das Buch lässt sich flüssig lesen; dank dem fesselnden Schreibstil und ausdrucksstarken Bildern der Ereignisse ist man mittendrin im Geschehen, fiebert und leidet mit.
Den spannenden Kriminalroman kann ich nur wärmstens empfehlen!
„Das Haus in dem Gudelia stirbt“ ist ein Debütroman von Thomas Knüwer. Das Buch erscheint am 21.08.2024 im Pendragon Verlag.

Vielen Dank an den Pendragon Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.

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