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Veröffentlicht am 17.09.2024

abenteuerlich, kreativ, witzig

Akademie Splitterstern 1: Akademie Splitterstern
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In der Akademie Splitterstern gibt es unterschiedliche Sparten, in denen die Adepten ausgebildet werden. Am Ende sind sie zum Beispiel Zauberer, Barbaren, Wächter, Priester oder Wanderer. In welcher Klasse ...

In der Akademie Splitterstern gibt es unterschiedliche Sparten, in denen die Adepten ausgebildet werden. Am Ende sind sie zum Beispiel Zauberer, Barbaren, Wächter, Priester oder Wanderer. In welcher Klasse sie landen, entscheidet ihr Geburtstag, genetische Veranlagungen oder Fähigkeiten spielen keine Rolle. So kommt es auch hin und wieder vor, dass der eine oder andere Adept das Gefühl hat, vielleicht in der falschen Klasse gelandet zu sein. Manchmal läuft einfach alles schief und man scheint gar nicht geeignet zu sein für die Dinge, die man erfüllen sollte. So ähnlich geht es auch Garek, Eika, Fenja und Ribisel. Sie sind zum Nachsitzen beim Direktor vorgeladen worden, weil ihre Leistungen zu wünschen übrig lassen. Doch aus dem Nachsitzen wird nicht so richtig was, denn sie landen mitten in einem Abenteuer, das alles von ihnen fordert, was sie bisher gelernt haben und noch manches darüber hinaus.

Die Aufmachung des Buches finde ich richtig klasse. Gleich zu Beginn gibt es eine Karte, die einen Überblick über die einzelnen Bereiche gibt und bei der Orientierung helfen kann. Daneben sind auch direkt die Protagonisten mit abgebildet, zu denen es nach der Übersicht über die einzelnen Sparten der Akademie Splitterstern ebenfalls noch ein paar Informationen gibt. Damit weiß man schon mal, mit wem man es im Buch zu tun hat und kennt ein paar Vorlieben und Abneigungen. Der Stil der Illustrationen gefällt mir sehr gut. Es gibt schöne Details zu entdecken, ohne dass es dabei irgendwie überladen wirkt. Besonders gut kann man sich die Protagonisten durch die farbigen Illustrationen vorstellen. Innerhalb der Kapitel ist nur die erste Doppelseite farbig gestaltet, auf den dann folgenden Seiten sind jeweils die Eckbereiche mit Details in schwarzweiß versehen, die zur Handlung oder dem Handlungsort passen. Diese sind innerhalb der Kapitel gleich, wechseln jedoch in jedem Kapitel. Mich hat diese Aufmachung sehr angesprochen und sie hat für mich die Handlung auch noch lebendiger gemacht. Schön fand ich auch die Übersichten zwischen den einzelnen Kapiteln zu den Entwicklungen der Level der einzelnen Adepten.

Der Schreibstil im Buch ist flüssig, stellenweise der Fantasyhandlung angepasst, ich empfand ihn jedoch dennoch als gut verständlich, auch für das Lesealter ab 10 Jahren. Vielleicht muss man sich in den Stil etwas hineinlesen, da es schon viele kreative Wortkombinationen und Ausdrücke gibt.
Auffällig sind die kreativen „Flüche“, die es innerhalb der Geschichte gibt. Wenn sich die Charaktere über etwas oder jemanden ärgern, fluchen sie anders, als man es sonst so kennt. Dabei und auch in manch anderen Momenten gibt es oft auch eine sehr bildhafte Sprache und Vergleiche.
Detaillierte Beschreibungen machen die Entwicklung und Handlungsorte gut vorstellbar. Ich fühlte mich in der Geschichte gut mitgenommen. Die Dinge, die mit Magie, den Gepflogenheiten an der Akademie und andersartigen Wesen zu tun haben, werden gut erklärt oder erschließen sich im Verlauf der Geschichte dann. Manches ergibt sich auch einfach aus den Gesprächen der Protagonisten. Wodurch man zunächst die Charaktere kurz einzeln begleitet, bevor sie dann die meiste Zeit als Gruppe agieren, bekommt man auch noch mal kleine Einblick zu ihren Klassen und den Dingen, die sie dort lernen sollen. Der Hauptteil der Geschichte konzentriert sich dann jedoch auf ihr gemeinsames Abenteuer, bei dem es auch immer wieder um ihre Fähigkeiten geht, die sie entweder schon haben oder eben auch nicht. Die Adepten erkunden Gebiete, in denen sie noch nie zuvor gewesen sind, so sind sie auch nicht immer auf die dort lauernden Gefahren vorberietet, was zeitweise zu turbulenten Augenblicken und misslichen Situationen führt.

Die Protagonisten bedienen teilweise schon einige Klischees, allerdings eben auch nicht unbedingt die, die in ihrer Welt für sie alle typisch wären. Aus meiner Sicht hätten sie das nicht unbedingt alle gemusst. Allerdings ergibt sich so eben auch eine ziemlich wild gemixte Truppe, die auf den ersten Blick auch gar nicht so recht zusammen zu passen scheint, selbst wenn sie alle irgendwie nicht so ganz in ihre Klasse passen oder irgendwelche Anforderungen nicht erfüllen.
Am wenigsten gebraucht hätte ich persönlich Gareks „Sprachfehler“, bei dem ich mich jetzt nicht festlegen will, ob er auf mangelnde Intelligenz oder etwas anderes hinweisen sollte. Er ist schon sehr fixiert auf sein Plätteisen und geht lieber mit dem Kopf durch die Wand, als gescheit über die Dinge nachzudenken, die man stattdessen vielleicht tun könnte. Trotzdem habe ich ihn im Verlauf des Buches lieb gewonnen und ich fand, dass die sprachliche Auffälligkeit zwischendurch etwas weniger war oder ich habe es nur nicht mehr so intensiv wahrgenommen. Ribisels Schusseligkeit und dass sich seine Fähigkeiten bei Nervosität verselbstständigen, fand ich eigentlich ganz niedlich und es sorgt auch für kleine Schmunzler in der Handlung. Allerdings bringt es ihm natürlich auch Spott, Mobbing und fiese Sprüche ein. Mehr zum Beginn der Geschichte, als dann im Verlauf, aber es ist Thema.
Die Dynamik der Gruppe hat sich für mich mit voranschreiten des Buches gut entwickelt. Sie haben neue Dinge entdeckt, Fähigkeiten weiterentwickelt, sind über sich hinaus gewachsen, mussten zusammenarbeiten und haben das eine oder andere kennengelernt, was sie so im Unterricht wohl nicht erfahren hätten. Auch die Bindung untereinander entwickelt sich schön im Verlauf.
Manche Aspekte in der Handlung waren für mich erwartbar, dennoch war es interessant und spannend zu verfolgen, was die vier noch für Abenteuer zu bestehen haben werden und welche Umwege auf sie zukommen. Auch die, teilweise witzigen, Dialoge sorgen für eine schöne Dynamik und geben immer wieder Einblicke in die Entwicklungen des Gruppengefüges. Die tierischen Begleiter bringen dann zusätzlich noch mal eine schöne und andere Note mit rein.

Fazit

Ein tolles Abenteuer-Kinderbuch mit vielen kreativen Ideen und Ausdrücken. Es gibt ständig etwas zu erleben und entdecken, den Protagonisten wird auf jeden Fall nicht langweilig. Humorvolle Augenblicke, Schlamassel, Gefahren, Turbulenzen, Wendungen und immer wieder neue Herausforderungen sorgen für unterhaltsame und abwechslungsreiche Lesestunden. Ich hätte auf jeden Fall Lust weiter mit Erika, Garke, Fenja und Ribisel unterwegs zu sein.

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Veröffentlicht am 26.03.2024

turbulentes Finale mit einigen Überraschungen

Dark Sigils – Wen das Schicksal betrügt
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Dritter, finaler Band: Vorwissen zum Lesen erforderlich. Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf die anderen beiden Bände enthalten.

Trägerin eines Dark Sigils zu sein, ist eine ziemlich Herausforderung, ...

Dritter, finaler Band: Vorwissen zum Lesen erforderlich. Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf die anderen beiden Bände enthalten.

Trägerin eines Dark Sigils zu sein, ist eine ziemlich Herausforderung, besonders in diesen schwierigen Zeiten, die gerade herrschen. Für Rayne kommt zusätzlich erschwerend hinzu, dass sie den Mirror, die Oberen und all die Pflichten und Regeln der Dark Sigils kaum kennt. Auch wenn sie sich in der letzten Zeit gut eingearbeitet hat, in einige Crashkurse viel von dem erfahren hat, was sie bisher nicht wusste und sie auch mit den anderen Trägern Stück für Stück zusammengewachsen ist, erscheinen die anstehenden Aufgaben nur schwer zu meistern. Dass es nicht nur eine mächtige Gegnerin mit starken Waffen sondern auch noch Unruhe in den eigenen Reihen gibt, erleichtert Raynes Aufgabe ebenfalls nicht wirklich. Die Zeit drängt, es müssen Lösungen gefunden und viele Menschen überzeugt werden und ganz nebenbei wäre es gut, auch noch das eigene Leben zu retten, was umso schwerer wird, umso mehr Rayne von dem erfährt, was ihr bisher verborgen war…

Um gut in das Buch hineinzufinden und all die Zusammenhänge zu verstehen, sollte man auf jeden Fall die anderen beiden Bände der Trilogie kennen. Es gibt zwar kleine Rückblenden und Gespräche, die dabei helfen, Erinnerungslücken wieder zu schließen und noch leichter in die Handlung zurück zu finden, diese werden jedoch nicht ausreichen, um die komplexe Geschichte greifen zu können, wenn man bisher noch nicht mit der Protagonistin unterwegs war. Mir ist der Einstieg in die Geschichte recht leicht gefallen, obwohl ich auch nicht mehr alle Einzelheiten der facettenreichen Reihe im Kopf hatte. Für mich waren die Hinweise auf die vorausgegangene Handlung und die Zusammenhänge zwischen den Figuren ausreichend.

Wie auch die anderen beiden Bücher, wird auch das Finale aus der Ich-Perspektive der Protagonistin erzählt. Damit ist man wieder intensiv bei Rayne und kann hautnah miterleben, was in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt los ist. Wie sie hadert und zweifelt, wie sie sich aber auch selbst befeuert und was ihr neue Kraft gibt. Schön sind auch wieder die Einblicke in die Nutzung ihres Sigils, was ich jedes Mal faszinierend finde. Auch die Liebesgeschichte bekommt wieder ihren Raum, ich empfand es insgesamt aber als etwas weniger als im zweiten Buch, was ich persönlich angenehm fand. Wie viel Adam der jungen Protagonistin bedeutet, weiß man natürlich und es ist verständlich, dass sie sich umeinander sorgen und füreinander da sein wollen und auch mal eher das Herz als den Verstand sprechen lassen. Durch die Fülle an Schwierigkeiten und Herausforderungen stehen nur eben auch einfach noch genug andere Dinge im Fokus, so dass es aus meiner Sicht nicht permanent von den Gefühlen überlagert werden sollte. Auch wenn man die anderen Dark Sigil-Träger nicht aus der Ich-Perspektive erlebt, sind sie an vielen Stellen wieder Teil der Handlung und auch in ihren persönlichen Geschichten gibt es ein paar Entwicklungen, von denen man etwas mitbekommt.
Zwischendurch gibt es dieses Mal nur wenige Passagen, in denen man nicht bei Ray ist und in die Vergangenheit reist, um weitere Zusammenhänge zu erhalten. Diese Abschnitte fand ich richtig toll, weil sie Offenbarungen enthalten und das komplexe Konstrukt, das dem Ganzen zugrunde liegt, noch greifbarer machen. Außerdem haben sie einen direkten Einfluss auf das aktuelle Geschehen, so dass es hilfreich ist, dieses Wissen zu haben, um die Entwicklungen besser verstehen zu können.

Der Schreibstil der Autorin ist von Beginn an wieder mitnehmend und über weite Strecken des Buches temporeich und spannend. Anschauliche und detaillierte Beschreibungen vom Setting und den Ereignissen lassen einen intensiv in die Handlung eintauchen und sorgen für eine tolle Atmosphäre und gutes Kopfkino. Besonders gut haben mir wieder die eher düsteren und gefährlichen Szenen rund um die Chaosmagie und Abbys gefallen. Diese Passagen sind sehr temporeich, enthalten teilweise Kämpfe, die nicht ohne Blut und Verluste auskommen, und bringen die Charaktere an ihre Grenzen. Die Magie steht dort stark im Fokus, teilweise überschlagen sich die Ereignisse und man bekommt einen tollen Eindruck von all den Möglichkeiten und Facetten der Welt. Aber auch in den ruhigeren Augenblicken wurde die Stimmung gut transportiert, so dass ich mich durchweg gut mitgenommen fühlte.
Ganz glücklich war ich mit den Entwicklungen, die sich zum Ende des zweiten Buches abzeichneten ja nicht. Damit geht es natürlich im dritten Buch dann weiter und auch wenn ich persönlich es mir anders gewünscht hätte, fand ich die Handlungsstruktur insgesamt trotzdem als gut aufgebaut. Rayne eckt immer mal wieder an, fühlt sich auch mal unsicher und überfordert mit all den Dingen, die sie bedenken und entscheiden muss. Sie ist verletzlich und angreifbar, besonders durch die Menschen, die ihr am Herzen liegen, aber sie ist auch stark, mutig und bereit sich selbst zu opfern, sollte es nötig sein. Sie hat einen ziemlichen Weg hinter sich, trotzdem ist sie keine Einzelkämpferin, zumindest nicht wenn sie es vermeiden kann. Gewagte Ideen und Entscheidungen sorgen stellenweise für Turbulenzen, manchmal aber auch für den perfekten Ausweg aus einer kniffligen Situation. Allerdings laufen die Dark Sigil Träger und ihre Verbündeten auch immer wieder gegen Wände und werden von ihrer Gegenspielerin und deren Marionetten überrascht. Geradlinig und einfach ist der Weg der Charaktere also absolut nicht.

Obwohl man schon einiges von der Welt wusste, gibt es hier noch mal einige Überraschungen und Offenbarungen, die die Charaktere vor neue Herausforderungen stellen, die aber auch neue Chancen und Wendungen mit sich bringen. Nicht jede Entwicklung kam komplett unerwartet, das eine oder andere hat sich schon angedeutet und wenn man misstrauisch genug ist, dann teilt man die Hoffnung der Protagonistin vielleicht auch einfach nicht an jeder Stelle, aber es gab schon Dinge, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Umso weiter man auf das Ende des Buches zusteuert, umso turbulenter und packender wird es. Mir hat es gut gefallen, wie sich alles erst gesteigert und zugespitzt hat, man einige Umwege nehmen musste, Überraschungen erlebt hat und es dann im Finale gipfelte.
Fazit

Ein tolles, packendes, facettenreiches und stellenweise überraschendes Finale der Dark Sigil Trilogie, die mir insgesamt richtig gut gefallen hat. Hier und da habe ich ganz kleine Kritikpunkte gehabt, weil mir manchmal der Fokus zu sehr auf Dingen lag, die ich gern mehr im Hintergrund gehabt hätte oder mir der Weg der Figuren vielleicht nicht komplett zusagte, aber alles in allem war es sehr spannend die Charaktere zu begleiten und in diese faszinierende, komplexe Welt voller Magie und Gefahren einzutauchen. Die Autorin schafft es, einen mitzunehmen und intensiv eintauchen zu lassen. Die detaillierten, bildhaften Beschreibungen sorgen für ordentlich Kopfkino und die passende Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 19.10.2023

vielseitige Fortsetzung, stellenweise recht ruhig

Alea Aquarius 9 Teil 1. Der Gesang der Wale
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Achtung 9. Band! Vorwissen zum Lesen der Bücher notwendig, auch wenn es kleine Rückblenden gibt. Meine Rezension kann Spoiler in Bezug auf die vorausgegangene Handlung enthalten.

Nach einiger Zeit, in ...

Achtung 9. Band! Vorwissen zum Lesen der Bücher notwendig, auch wenn es kleine Rückblenden gibt. Meine Rezension kann Spoiler in Bezug auf die vorausgegangene Handlung enthalten.

Nach einiger Zeit, in der Alea und die anderen auf dem Landweg durch die Gegend gereist sind, geht es nun für die Alpha Cru zurück auf die Crucis. Allerdings bleibt nicht viel Raum für Erholung, denn Doktor Orion ist nach wie vor auf freiem Fuß und muss dringend in seinem Vorhaben gestoppt werden. Zusätzlich tun sich noch weitere Probleme auf, die das Meer akut bedrohen und nicht aufgeschoben werden können.
Und auch das große Klimakonzert steht kurz bevor. Nervosität macht sich breit, denn so wichtig es auch ist, bei dem Konzert ihre Botschaften rüberzubringen, so gefährlich wird es auch, wenn sie ihre sichere Deckung aufgeben. Eine aufregende, gefährliche und ereignisreiche Zeit steht der Cru bevor.

Wenn man ein neues Buch der Alea Aquarius Reihe in die Hand nimmt, ist es immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Man fühlt sich direkt wieder wohl mit der Alpha Cru und freut sich auf alle Abenteuer, Herausforderungen und persönliche Entwicklungen der Charaktere.
Der Beginn des Bandes ist ziemlich ruhig gestaltet. Es gibt einige Rückblenden, die auf unterschiedliche Weise in die fortlaufende Handlung eingeflochten sind. Dadurch wirkt es nie langatmig und man wird noch mal auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht, damit man danach den Entwicklungen gut folgen kann. Auch im Verlauf des Buches gibt es immer mal wieder kleine Erklärungen zum Beispiel zu speziellen Dingen der Meerwelt und Hinweise auf die vorausgegangene Handlung. Die meisten von ihnen hätte ich persönlich jetzt nicht gebraucht, weil mir die Entwicklungen noch gut im Gedächtnis waren, aber zum Auffrischen hilft es natürlich oder wenn man doch das eine oder andere nicht mehr ganz im Kopf hat. Inzwischen ist die Handlung ja doch schon recht komplex geworden.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, leichtgängig und mitnehmend. Ich mag die Dynamik in der Geschichte sehr gern. Die Figuren agieren toll miteinander, sie sind inzwischen sehr vertraut, wirklich gute Freunde, wissen sich zu nehmen und wissen auch, wie sie andere aufbauen müssen, wenn die Stimmung mal nicht so gut ist. Man spürt auch eine unglaubliche Charakterentwicklung über den Verlauf der Bände, nicht nur bei Protagonistin Alea, sondern auch bei den anderen. In diesem Buch ist mir da besonders Tess noch mal ins Auge gesprungen, die sich wirklich stark weiterentwickelt hat.
Durch die facettenreichen Figuren, die verschiedenen Entwicklungen von ihnen und ganz allgemein und all die Gespräche gibt es immer wieder Momente zum Schmunzeln, aber auch nachdenkliche Augenblicke, Szenen, die berühren, Hoffnung geben, Spannung erzeugen oder ungute Ahnung verbreiten. Man spürt auch, dass die Themen, die besprochen werden, noch mal eine andere Tiefe erreicht haben über den Verlauf der Reihe hinweg. Schön finde ich auch, dass es nicht nur positive Momente und Situationen zum Freuen gibt, sondern auch Trauer, Verluste und Rückschläge immer mal wieder eine Rolle spielen, ohne dabei die Atmosphäre so sehr zu drücken, dass es schwer wäre, hinterher wieder Raum für die anderen Ereignisse zu haben.

Langweilig wird es mit der Truppe nie, auch wenn es Passagen im Buch gab, die insgesamt doch eher ruhig wirkten. Es ist aber nicht so, dass nichts passiert. Die Entwicklungen gehen an verschiedenen Fronten weiter, es werden neue Informationen zusammengetragen, man bekommt Updates zu Charakteren, die gerade nicht aktiv anwesend sind, man lernt auch noch mal eine neue Art der Magischen kennen und erfährt auch über bereits bekannte Völker noch mal mehr. Umso weiter das Buch voranschreitet, umso mehr Tempo wird dann auch aufgenommen und der erste Teil des neunten Bandes endet an einer ziemlich fiesen Stelle, bei der man eigentlich am liebsten direkt weiterlesen möchte.
Ich finde, man hat beim Lesen schon irgendwie gespürt, dass es nur ein Teil des Gesamtbandes ist, weil in den Büchern zuvor teilweise einfach „mehr“ passiert bzw. man noch ein größeres Stück in der Handlung voran gekommen ist. Es ist aber nicht so, dass es hier keine Entwicklungen bzw. Vorankommen geben würde. Ich mochte die Dinge, die passiert sind und vor allem eben die Kombination aus tollen Erlebnissen, den Charakterentwicklungen, der magischen Komponente und dem wichtigen Thema Umweltschutz, das auf unterschiedliche Weise immer wieder in die Geschichte eingearbeitet wird.
Die eine oder andere Ahnung, wie es weitergehen könnte, ergibt sich auch aus den Ereignissen im Buch. Ich bin gespannt, was davon dann vielleicht wirklich so eintreffen wird, was noch mal ganz anders kommt und mit welchen Überraschungen man einfach mal so gar nicht rechnet. Ich freue mich aber auch auf all die Handlungselemente, die schon angedeutet oder angekündigt wurden und bin neugierig zu erfahren, wie es sich dann ins Gesamtgefüge einfügen wird und wie sich damit noch mal die Stimmung und Dynamik ändern wird. Einige Charaktere, die auch am großen Ganzen beteiligt sind, spielten hier jetzt eher wenig eine Rolle, auch von ihnen wird man dann sicher noch wieder mehr erfahren im Verlauf. Es gibt also noch manches, auf das man sich freuen kann und sicher auch Sachen, von denen man jetzt noch nichts ahnt.
Fazit

Eine schöne, wenn auch stellenweise eher ruhige Fortsetzung, die die Handlung an unterschiedlichen Fronten weiterbringt und sehr neugierig auf den Fortgang macht. Ich mag die Entwicklungen der Figuren, die Gespräche, die verschiedenen Emotionen, die eingearbeitet sind und auch die Kombination aus umweltbezogenen Themen und magischer Meerwelt nach wie vor sehr gern. Langweilig wird es mit der Truppe wirklich nie, auch wenn man in dem Buch vielleicht mit dem Eindruck rausgeht, dass weniger passiert ist, als sonst. Es ist aber eben doch so manches passiert und angestoßen worden und es ist eben auch nur der erste Teil von Band neun, was man im Hinterkopf haben sollte, wenn man mit anderen Reihenbänden vergleichen möchte. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch.

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Veröffentlicht am 04.10.2023

schokoladige Fortsetzung, gute Mischung

Das Vermächtnis der Schokomagie (Schokomagie 2)
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Achtung: zweiter Band! Da die Handlung weitergeht, ist es sinnvoll, den Auftakt zu kennen. Es gibt aber ein paar Hinweise auf wichtige Ereignisse, so dass man nicht komplett in der Luft hängen würde. Die ...

Achtung: zweiter Band! Da die Handlung weitergeht, ist es sinnvoll, den Auftakt zu kennen. Es gibt aber ein paar Hinweise auf wichtige Ereignisse, so dass man nicht komplett in der Luft hängen würde. Die Rezension kann minimale Spoiler auf den Auftakt enthalten.

Erst seit ein paar Monaten weiß Mila, dass sie eine Duftseherin ist. Sobald ihr der Geruch von Kakao in die Nase steigt, bilden sich kleine Wölkchen mit Zukunftsvisionen vor ihrem inneren Auge. Noch längst hat sie nicht alle Facetten und Geheimnisse der Gabe erfasst und ist gespannt, aber auch ein bisschen nervös, als sie immer tiefer in die Materie einsteigt. Mila ist aber auch noch aus einem anderen Grund ziemlich nervös: Louis. Endlich kann sie ihren Freund in Paris besuchen. Die Vierzehnjährige schwebt auf Wolke sieben und ist für ihre beste Freundin Liz manchmal nur schwer zu ertragen. Als die beiden Mädchen dann in Paris ankommen, bleibt für Turtelei und Liebe aber gar nicht so viel Zeit, denn es braut sich da ein ziemlich kakaohaltiges Problem zusammen.

Der Einstieg in den zweiten Band ist direkt spannend gewählt. Der Prolog nimmt einen mit in die Vergangenheit und verbreitet eine dunkle Vorahnung. Was es damit so richtig auf sich hat, löst sich dann nach und nach im Verlauf des Buches auf.

Mir ist es leicht gefallen, in die Handlung einzusteigen. Es gibt hier und da kleine Hinweise und Rückblicke auf die Dinge, die Mila erlebt hat, seitdem ihre Gabe erwacht ist. Ich empfand diese Passagen als gut eingebunden, nicht zu ausgedehnt und für mich persönlich auch ausreichend. Die wichtigsten Ereignisse werden noch mal angerissen, besonders die, die jetzt dann weiterhin eine Rolle in der Fortsetzung spielen.
Der Schreibstil hat mir weiterhin gut gefallen. Die Lockerheit und Leichtigkeit wird beibehalten, auch wenn hier einige Probleme auf die jungen Protagonisten zurollen. Immer wieder gibt es humorvolle Einschübe und sarkastische oder ironische Sprüche. Es hat mir Spaß gemacht der Handlung zu folgen und ich fühlte mich gut mitgenommen. Mila berichtet wieder aus der Ich-Perspektive, so dass man am meisten von dem schwerverliebten Teenager mitbekommt. Besonders zu Beginn der Geschichte geht sie ihrer Freundin Liz mit ihrem Verhalten ziemlich auf die Nerven. Mila selbst ist aber durchaus auch bewusst, dass ihre Sehnsucht nicht nur für sie selbst sondern auch für andere nicht leicht zu ertragen ist. Es ist irgendwie herrlich niedlich, ziemlich realistisch, ein bisschen anstrengend und damit in der Mischung authentisch. Besonders Lesende in einem ähnlichen Alter können diese Gefühle des Frischverliebtseins bestimmt richtig gut nachvollziehen. Der Fokus liegt aber nicht in der gesamten Geschichte darauf, auch wenn es immer wieder mit einfließt, schließlich fahren die Mädchen nach Paris und sehen dann eben auch den Präsidentensohn wieder. Gemeinsam mit ihm und dessen Bodyguard stellen Mila und Liz einige Nachforschungen an, um den Geheimnissen, die man ihnen nicht freiwillig anvertrauen will, auf die Spur zu kommen. Die seltsamen Dinge, die vor sich gehen und sie zwischendurch ziemlich durcheinanderbringen und auch ein wenig ängstigen, kann die junge Duftseherin nämlich auch nicht einfach so auf sich beruhen lassen. Manche Entwicklungen sind dabei ziemlich vorhersehbar, es gibt aber auch ein paar Verstrickungen, die nicht sofort offensichtlich waren.
Mir hat die Mischung aus kleinen Turbulenzen, Unsicherheiten, Neugier, neuen Informationen rund um die Schokomagie und die dort bestehenden Möglichkeiten, das Vertiefen von Freundschaften und Beziehungen, die kleinen Spannungsmomente und Figurenentwicklung gut gefallen.
Besonders mag ich auch Liz und Mila nach wie vor zusammen. Sie sind ein tolles Team und Liz hat gern mal einen coolen Spruch auf den Lippen. Zumindest bis sich dann auch ihre Situation ein wenig ändert. Liz ist kreativ, schneidert selbst an ihrer Mode rum, nicht auf den Mund gefallen, oft eher pragmatisch und mutig. Mila ist da gern mal etwas zurückhaltender und schüchterner, aber auch alles andere als ein Angsthase. Zusammen haben sie viel Spaß, unterstützen und motivieren sich, halten zusammen und können ganz viel schaffen.

Zu Beginn jedes Kapitels gibt es kleine Illustrationen, die mir gut gefallen haben. Sie passen zur Handlung und geben dem Ganzen eine besondere Note. Auch die kreativen Kapitelnamen mochte ich sehr. Da bekommt man direkt eine Ahnung, was einem bevorsteht. Die Kapitel sind nicht so lang gehalten und eignen sich damit dann auch gut, um Pausen einzulegen. Sprachlich ist es leicht verständlich gehalten und die wenigen französischen Sätze, die einfließen, werden dann auch übersetzt, damit jeder sie verstehen kann. Schön finde ich auch die Einträge in das spezielle Tagebuch das die Protagonistin führt. Diese sind auch optisch gut vom Rest abgegrenzt und geben noch mal eine gute Zusammenfassung der Ereignisse.
Fazit

Eine schöne Fortsetzung, die mir beim Lesen viel Spaß gemacht hat. Man taucht etwas tiefer in die Welt der Schokomagie ein und lernt auch die Figuren noch etwas besser kennen. Auch wenn es mich ein bisschen weniger mitgerissen hat, als der Auftakt, mochte ich insgesamt die Mischung der Charaktere und der verschiedenen Handlungselemente und die Dynamik in der Geschichte.

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Veröffentlicht am 08.09.2023

spannende Abenteuer, ziemlich düstere Atmosphäre

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1)
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Für Rachel und Robert gibt es außerhalb ihrer Wohnung nur wenig Freude. Der machtgierige, alles möglich verbietende Präsident ihres Landes mag keine Kinder, dementsprechend gehören sie für ihn nicht in ...

Für Rachel und Robert gibt es außerhalb ihrer Wohnung nur wenig Freude. Der machtgierige, alles möglich verbietende Präsident ihres Landes mag keine Kinder, dementsprechend gehören sie für ihn nicht in die Öffentlichkeit. Gerade mal zur Schule und zum Arzt dürfen sie noch gehen. Und obwohl ihre Eltern sich bemühen, es ihnen zu Hause schön zu machen, ihnen Geschichten erzählen und kleine Abenteuer ins Wohnzimmer holen, bekommen sie mit, wie die Situation im Land immer schlimmer wird. Als dann auch noch ihr Vater eingesperrt wird, weil er ein magisches Buch gestohlen hat, spitzt sich die Lage weiter zu. Die Geschwister sind wild entschlossen, hinter das Geheimnis des Buches zu gelangen und damit ihrem Vater zu helfen. Allerdings haben sie einen gefährlichen Gegner, denn Präsident Malstain hat ebenfalls ein Interesse an dem Buch, nur aus ganz anderen Gründen…

Rachel, die im Buch 12 wird, und ihr knapp zwei Jahre älterer Bruder Robert leben in Krasnia, einem Land mit vielen strengen Regeln, Verboten und immer härter werdenden Gesetzen. Die Lebensumstände sind rau und verschlechtern sich zusehends. Freundlichkeit, Herzlichkeit und, Hilfe für die Mitmenschen findet man nur noch wenig, wer sich zu offen gegen das System stellt, muss mit Strafen und Verfolgung rechnen, sobald man auffliegt. Dementsprechend kümmert sich jeder eher um sich und seine Familie, um nur nicht aufzufallen. Diese Lage macht es für Robert und Rachel nicht gerade leicht, Verbündete zu finden, im Kampf für ihren Vater und gegen den diktatorischen Präsidenten. Wem können sie trauen, wem dürfen sie etwas erzählen? Fragen, die die beiden stets begleiten und nicht immer treffen sie dabei die richtige Entscheidung. Manche Informationen nutzen ihre Gegenüber für eigene Zwecke, sie geraten in brenzliche Situationen, aus denen sie nur knapp entkommen, wenn überhaupt. Doch immer wieder stoßen sie auch auf Menschen, die ihr Herz noch am rechten Fleck haben, die sich ebenfalls gegen das System stellen und versuchen, den Kindern bei ihrer heiklen Mission zu helfen.

Die Atmosphäre im Buch ist größtenteils eher ernst, teilweise auch ein bisschen bedrückend, da den Kindern immer wieder Steine in den Weg gelegt werden und sie einiges mitmachen. Zwar gibt es auch immer wieder kleine Lichtblicke und tolle Botschaften, aber leicht haben die Protagonisten es nun wirklich nicht. Die gesamte Lebenslage ist eher niederschmetternd, es gibt nicht viel Freude im Land und das macht sich überall bemerkbar. Mit all den Themen und Entwicklungen, die da zusammenkommen, bin ich etwas unentschlossen, ob ich es nicht etwas zu düster, anspruchsvoll und vielschichtig finde für die Altersempfehlung ab elf Jahren. Die politische Lage wird zwar nicht bis ins kleinste Detail ausgebaut, aber es spielt schon immer wieder eine große Rolle, neben den anderen Aspekten, die da zusammenkommen.

An sich mochte ich aber den Verlauf der Geschichte wirklich gern und mich hat auch die Stimmung nicht gestört. Ich mag auch mal ernstere Bücher, in denen es nicht immer nur Erfolge und Sonnenschein gibt. Immer wieder konnte man sich beim Lesen auch selbst fragen, wem man wohl trauen kann und was da noch auf die Kinder zukommt, ob sie ihre Herausforderungen meistern, welche glücklichen Fügungen sie dafür vielleicht noch brauchen, welche Umstände ihnen in die Hände spielen werden und welche eher nicht. Auf ihrem Weg begegnen sie unterschiedlichen Menschen, die mal mehr mal weniger mit in den Fokus rücken. Von einigen erfährt man etwas mehr, andere bleiben eher im Hintergrund und sind eher kurze Wegbegleiter. Besonders im Mittelpunkt stehen Robert und Rachel, die man auch die meiste Zeit mit dem personalen Erzähler begleitet. Zwischendurch gibt es aber noch Einblicke aus einer anderen Perspektive, so dass man einen noch besseren Überblick bekommt. Und manchmal auch einen kleinen Wissensvorsprung hat.

Rachel ist sehr mutig, kombiniert clever und geht auch mal ein Wagnis ein., mit unterschiedlichem Ausgang. Trotzdem merkt man aber auch, dass es ihr manchmal zu viel wird und sie zweifelt und sehnsüchtig auf Hilfe hofft, was ich verständlich fand. Robert ist ein Orientierungstalent und im Verlauf der Geschichte wirklich überrascht von seiner Schwester, die wahrlich über sich hinaus wächst. Ich mochte die beiden Protagonisten gern und fand es angenehm, sie zu begleiten. Bei all den turbulenteren, ernsten Momenten, bei den sehr schwierigen, teilweise ergreifenden Entscheidungen, aber auch bei den Augenblicken, die etwas positiver und wärmender waren.
Krasnia ist nicht so modern, wie die heutige Welt, aber auch nicht komplett altertümlich, ich habe es als eine Mischung empfunden. Einige technische Errungenschaften und Fortschritte gibt es, andere eher nicht oder vielleicht wurden sie auch wieder verboten. Und dann kommt noch ein Hauch Magie dazu.

Den Schreibstil habe ich als mitnehmend und trotz der eher ernsten Atmosphäre als angenehm und einnehmend empfunden. Es ist sprachlich auch nicht zu schwierig gehalten, auch wenn manche Aspekte schon recht komplex sind und die jungen Protagonisten auch nicht jede Facette erfassen können. Was wichtig ist, verstehen sie aber sehr wohl und kämpfen verbissen für ihre Heimat. Mir hat die Mischung aus Erfolgen und Misserfolgen, kleinen Abenteuern, Verbündeten, aber auch mal Verrat und kleinen Intrigen, Flucht und Verfolgung, ernsten Gesprächen und hoffnungsvollen Momenten gut gefallen. Es steckt viel drin in dem Buch, immer wieder wird es auch etwas nachdenklicher, so habe ich es zumindest empfunden. Langweilig wird es zumindest nicht, zwischendurch wird auch die Spannung und das Tempo dann immer wieder angezogen. Stellenweise ist es auch nicht so leichte Kost, was die Protagonisten da erleben und dann verarbeiten müssen.

Zu Beginn jedes Kapitels gibt es kleine Illustrationen, die toll auf den Inhalt der Geschichte abgestimmt sind. Zwischendurch gibt es auch mal seitenfüllende Bilder als Abtrennung. Richtig schön eingebunden sind auch die Seiten aus dem Buch der gestohlenen Träume, um das es sich ja sehr stark dreht. Man bekommt einige der Träume, die dort drinstehen, gezeigt, so schön illustriert, wie es innerhalb der Geschichte beschrieben ist. Diese Abschnitte sind teilweise nicht so leicht verständlich, was aber auch dem Inhalt und dem Zweck der Träume geschuldet ist, und dem Alter des Buches. Für mich wirkten diese Einblicke sehr authentisch und es fügte sich gut in die Gesamtgeschichte ein.

Das Buch ist als Auftakt ausgeschrieben, ich empfand das Ende jedoch als ziemlich in sich abgeschlossen, so dass man jetzt nicht mit einem großen Cliffhanger rausgeht. Im nächsten Band scheint es sich dann wohl um ein anderes Abenteuer zu drehen, vielleicht ja auch um das nächste, magische Buch.
Fazit

Ein spannendes, mitnehmendes, wenn auch eher ernstes und düsteres Buch. An Abenteuern und Herausforderungen wird nicht gespart, man bekommt aber auch einen Eindruck vom Setting und den wichtigsten Figuren. Die bedrückende politische und gesellschaftliche Lage spielt eine große Rolle in den Entwicklung, ebenso das persönliche Schicksal der jungen Protagonisten. Es steckt viel zwischen den Buchrücken und ich fühlte mich für die Geschichte eingenommen und von den Ideen und dem tollen Stil mitgenommen. Allerdings bin ich unentschlossen, ob ich es wirklich bereits ab elf Jahren empfehlen würde.

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