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Veröffentlicht am 21.11.2017

Eine ungewöhnliche und tiefe Freundschaft...

Die Gegenwart des Glücks
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Kurzbeschreibung

Pearl hatte es in ihrem Leben nie leicht. Zum Zeitpunkt, als sie Mutter wird, ist sie selbst noch ein Teenager. Dennoch ist Pearl entschlossen, ihrem kleinen Sohn Leonard bedingungslose ...

Kurzbeschreibung

Pearl hatte es in ihrem Leben nie leicht. Zum Zeitpunkt, als sie Mutter wird, ist sie selbst noch ein Teenager. Dennoch ist Pearl entschlossen, ihrem kleinen Sohn Leonard bedingungslose Liebe zu schenken und dafür zu sorgen, dass es ihm einmal besser geht. Als die Vergangenheit sie eines Tages einholt, landet ihr fünfjähriger Sohn unvermittelt bei ihrem Nachbarn Mitch, einem jungen Mann ohne eigene Familie. Die Verantwortung für den liebenswerten und aufgeweckten Jungen mit den dicken Brillengläsern fordert den unbekümmerten Mitch auf ganz neue Weise. Doch trotz des Altersunterschieds erblüht eine ungewöhnliche und tiefe Freundschaft zwischen ihnen, die das Leben der beiden für immer verändert …

Meinung

"Die Gegenwart des Glücks" ist ein Roman von Catherine Ryan Hyde. Das Buch ist am 21. November 2017 bei Amazon Publishing Deutschland erschienen, umfasst 286 Seiten und ist als Taschenbuch, ebook und Hörbuch erhältlich. Die deutsche Erstausgabe des Titels wurde 2006 vom Wilhelm Goldmann Verlag unter "Nur wer die Liebe kennt" veröffentlicht. Nun erfolgte eine neue Übersetzung, Lektorierung und Gestaltung. Ich habe noch nichts von Catherine Ryan Hyde gelesen, doch die amerikanische Autorin hat bislang knapp dreißig Bücher veröffentlicht. Unter anderem "Das Wunder der Unschuld" welches in mehr als 23 Sprachen übersetzt und unter dem Titel "Das Glücksprinzip" verfilmt wurde. Hierbei nun handelt es sich um ein Buch in dem es um die Liebe geht. Nicht um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern die Liebe zwischen Mutter und Kind. Die Sehnsucht danach. Die Suche danach. Dem Verlust dieser. Es geht um Freundschaft und tiefe Verbundenheit. Um Vertrauen und Verstehen. Um die Liebe zum Leben. Dabei spielen Alter und Herkunft keine Rolle.

Ein gemütliches Häuschen in der Vorstadt. Mutter. Vater. Kind. Familie. Sicherheit. Geborgenheit. Liebe. Das hat Pearl nie kennengelernt. Sie hat Sachen gesehen, die kein Kind sehen sollte. Sie hat Dinge erlebt, die kein Kind erleben sollte. Als Pearl mit dreizehn Jahren schwanger wird, schwört sie ihr Kind mit Mutterliebe, Herzenswärme und Aufmerksamkeit zu überschütten. Der kleine Leonard ist gerade einmal fünf Jahre als seine Mutter Pearl verschwindet. Unterschlupf findet er bei seinem Nachbarn Mitch, der den kleinen Jungen ins Herz geschlossen hat. Leonard weiß nicht wer sein Vater ist. Er weiß nicht wie sein Nachname lautet. Seine Mutter meinte immer, es wäre besser wenn er es nicht wüßte. Als Frühchen geboren leidet er unter einer starken Sehbeeinträchtigung sowie unter Asthma. Er ist ruhig, verschlossen und träumt seinen Gedanken hinterher. Er spürt seinen Grenzen auf besondere und gefährliche Weise nach. Mitchell Devereaux ist 25 Jahre als er erstmals auf den Jungen mit den dicken Brillengläser trifft. Der junge Mann ist selbständig und arbeitet von zu Hause aus. So kann er ein Auge auf Leonard haben während seine Mutter Pearl Geld verdient. Mitch hat eine Affäre mit der Frau des Bürgermeisters. Das sie ihren Mann für ihn nicht verlassen wird ist ihm klar, doch er klammert sich an diese Liebe. Er ist allein und Leonard füllt einen Teil seiner Einsamkeit aus.

Zu Beginn lernt der Leser Pearl kennen, ihr Leben und Ereignisse die eine Menge Konsequenzen nach sich ziehen. Später dann ihren Sohn Leonard, der durch seine Mutter oft einen anderen Blick auf die Dinge hat. Und letztlich noch den unbeschwerten Mitch, der gerne ein wenig Verantwortung für den kleinen aufgeweckten Leonard übernimmt. Insgesamt umspannt die Erzählung mehrere Jahrzehnte und wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Man begleitet die verschiedenen Protagonisten in unterschiedlichen Lebenssituationen und Entwicklungszuständen mit nicht immer gleichem Wissenstand. Groß und Klein lernen voneinander, teilen ihre Sicht der Dinge und sind froh einander zu haben. Es ist auf jeden Fall eine aussergewöhnliche Geschichte, tiefsinnig und gefühlsbetont. Mit vielen Emotionen und Gedanken gespickt. Anrührend und traurig aber auch lustig und humorvoll. Mich hat es nicht zu Tränen gerührt, doch ich kann mir vorstellen das es das bei anderen tut. Eine gewisse Spannung, vergangene sowie zukünftige Ereignisse betreffend, ist durchaus gegeben. Eine Mutter, die versucht die beste Mutter zu sein die sie sein kann. Ein Kind, das sich der Liebe seiner Mutter urvertrauendlich sicher ist und unerschütterlich an sie glaubt. Ein Mann, der erst erkennen muß was er nicht weiß und was er noch zu lernen hat. Manches erscheint weit hergeholt und nicht sehr realistisch, aber ich habe die Story trotzdem richtig gerne gelesen und sie hat mir gut gefallen.

Erzählt wird kapitelweise abwechselnd und mit unterschiedlichen Zeitsprüngen von Pearl, Leonard und Mitch. Dabei verrät die Kapitelüberschrift wenn der Bücherliebhaber in diesem Abschnitt begleiten darf und wie alt dieser Charakter zu diesem Zeitpunkt ist. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar und flüssig führt sie durch die Zeilen. Einfach geht es dahin. Kaum lange, kompliziert gebaute Sätze mit mehreren Teilsätzen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenommen.

Das Cover finde ich äußerst passend und ansprechend gestaltet. Bei der Suche nach dem Titelbild zur Erstveröffentlichung fand ich zwei verschiedene, die jedoch beide wenig anziehend, nicht wirklich stimmig und einnehmend waren.

Fazit: "Die Gegenwart des Glücks" ist ein Roman von der amerikanischen Bestsellerautorin Catherine Ryan Hyde. Eine Geschichte über Mutterliebe, tiefe Freundschaft und das Leben. Ich habe die Erzählung sehr gerne gelesen und die Protagonisten auf ihrem Weg begleitet. Von mir gibt es **** Sterne.

Zitat

"Mädchen, wenn jemand abkratzen muss, und du merkst das, dann schau, dass es nicht du bist. Lass ihn jetzt sterben, dann stirbst du ein andermal. Wenn du schließlich an der Reihe bist, bist du bereit. Dann hast du jede Menge Übung darin."

( Pos. 102)



Ich danke Amazon Publishing Deutschland und NetGalley für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 17.11.2017

Gefallen, durch den Nebel der Gezeiten...

Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors
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Kurzbeschreibung

Während eines Kampfes auf Leben und Tod, fällt der Formwandler Nikoma durch den Gezeitennebel der schottischen Parallelwelt Fenmar, und landet ausgerechnet im heutigen Schottland, unweit ...

Kurzbeschreibung

Während eines Kampfes auf Leben und Tod, fällt der Formwandler Nikoma durch den Gezeitennebel der schottischen Parallelwelt Fenmar, und landet ausgerechnet im heutigen Schottland, unweit der Insel Skye.

Verletzt und vom Blutdurst halb wahnsinnig, hat er nur ein Ziel: Die Rückkehr in seine Welt. Einzige Hoffnung ist das Steinerne Tor, ein Portal zwischen den beiden Welten und die Hilfe der jungen Schottin Càtroina. Das Steinerne Tor weist ihn jedoch ab, bestimmt ihn stattdessen zu seinem Beschützer.

Denn mit ihm ist ein dunkleres, gefährlicheres Wesen durch den Gezeitennebel in die Welt der Menschen eingedrungen. Ein tödlicher Schatten, der in Gestalt einer betörenden Frau, Verderben und Tod in Edinburghs Gassen trägt. Nikoma setzt alles daran, die Welt der Menschen zu retten, doch seine inneren Dämonen sind stark und lassen seine dunkle, finstere Seite immer mächtiger werden. Càtroina ist die Einzige, die zwischen ihm und den Schatten steht.

Meinung

"Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors" ist das neueste Werk von Pia Guttenson. Das Buch ist am 11. September 2017 erschienen, umfasst 336 Seiten (Printexemplar) und ist als Taschenbuch oder ebook erhältlich. Die Autorin liebt die keltische Kultur und hat auf Reisen ihr Herz an Schottland verloren. So ist es wenig überraschend, dass ihre Romane viel mit Schottland und der schottischen Kultur zu tun haben. Frau Guttenson wählt somit ein faszinierendes Setting in welches ich in Büchern immer wieder wahnsinnig gerne reise. Das Land voller Sagen und Überlieferungen mitsamt seiner Vergangenheit lädt zum ersinnen fantastischer Erzählungen ein. Pia Guttenson hat schon mehrere Bücher veröffentlicht und ich habe die Steinerne Tor Trilogie von ihr gelesen. Schattenkrieger ist zeitlich nach den Geschehnissen rund um die Trilogie angesiedelt. Es ist nicht zwingend notwendig diese zu kennen, da es sich hier um eine eigenständige Geschichte handelt. Figuren und Begebenheiten werden jedoch erwähnt um Nikomas bewegte Vergangenheit besser verstehen zu können. Als Trilogieleser hat man wohl eine andere Herangehensweise an Schattenkrieger. Man kennt Nikoma schon eine Weile. Hat Höhen und Tiefen mit ihm erlebt und sich ein Bild von ihm gemacht.

Nikoma hat viel gegeben um seine Heimat Fenmar zu retten - sein Herz, einen Teil seiner Seele und seiner Unsterblichkeit, sogar den Tod hatte er akzeptiert. Doch als er erwacht, ist er nicht tot. Es hat ihn in die Menschenwelt verschlagen. Das Steinerne Tor verwährt ihm die Rückkehr in seine Welt. Gestrandet nimmt er die Hilfe der jungen Càtroina an, die nichts von seiner Unmenschlichkeit ahnt. Bald wird Nikoma klar, das er nicht das einzige Wesen ist, welches durch den Gezeitennebel in die Welt der Menschen gekommen ist. Diese Gefahr und das Tier in ihm selbst, gilt es zu bezwingen. Nikoma ist der erstgeborene Sohn der Herrscherin von Duncenbar. Der einstige Erbe des Thrones der Formwandler verzichtete auf sein Recht, um seine Heimat Fenmar zu retten. Sein Leben lang war er noch nie so hilflos und unsicher gewesen wie in der Menschenwelt, in welcher es Kreaturen wie ihn nur in Legenden und Mythen gibt. Ausserdem bringt Càtroina sein Gefühlsleben in Aufruhr und weckt vergangene Erinnerungen in ihm. Mit Nikoma hatte ich es nicht immer leicht aber letztlich haben wir einen guten gemeinsamen Weg gefunden. Ich mag ihn. Die 25 Jahre junge Beth Càtroina MacCrimmon, liebevoll Cat genannt, wird von Schwierigkeiten angezogen und schafft es nicht Problemen aus dem Weg zu gehen. Den Erwartungen ihrer Eltern wird sie nicht gerecht und sie hat das Gefühl sie ständig zu enttäuschen. Cat wirkt wesentlich jünger als sie ist und benimmt sich schon mal wie ein rebellischer Teenager. So kann sie gut aufmüpfig, stur und trotzig sein. Cat hat ihren Platz in dieser Welt noch nicht gefunden. Sie hatte es schwer Sympathiepunkte bei mir zu erringen. Irgendwie wurde ich nicht so richtig warm mit ihren Eigenheiten, obwohl sie sich immer wieder bewährt.

Der Leser wird mit einem Prolog eingeführt. Dieser ist eine kurze Zusammenfassung der steinernen Tor Trilogie und somit der vorangehenden Ereignisse. Ich finde das Ganze ist einfach und gut verständlich niedergeschrieben. Auch für Einsteiger sollte es nicht schwierig sein diese Vorkommnisse zu verstehen. Problemlos bin ich in der Erzählung gelandet und habe mich in Schottland wiedergefunden. Der Leser begleitet Nikoma bei seinen ersten Schritten in der fremden Welt, den Schwierigkeiten mit denen er zu kämpfen hat und den aufkommenden Emotionen. Ausserdem bahnt sich eine Gefahr an, inform des Wesens welches ebenso durch den Gezeitennebel kam. Diese Bedrohung ist zunächst nicht vordergründig, kommt erst später zum tragen. Vielmehr geht es um Nikomas Innenleben, seinen Erinnerungen an seine verlorene Liebe Isa und seinem Verhältnis zu Cat. Die Liebesgeschichte hier konnte mich nicht vollkommen überzeugen, was vermutlich an meinen Schwierigkeiten mit der Protagonistin Cat lag. Trotzdem ist die Story durchwegs ansprechend, unterhaltsam und vergnüglich. Zum Ende hin ging mir dann alles ein wenig zu schnell. Hier hätte es für mich ein paar Seiten mehr sein dürfen. Ein Epilog wäre zudem ein schöner Ausklang gewesen. Schattenkrieger kann im Anschluss an die Steinerne Tor Trilogie oder unabhängig davon gelesen werden. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und kann als Einzelband gelesen werden. Möglicherweise wird es noch weitere Bücher zu Nikomas Abenteuern geben. 

Erzählt wird überwiegend von Nikoma und Cat, wobei Nikoma den größeren Teil übernimmt. Zwischendurch darf der Leser die Sicht eines weiteren Protagonisten erleben. Der Schreibstil von Frau Guttenson ist meist leicht, klar und angenehm zu lesen. Für mich ist die Sprache zur Geschichte passend und das Erzähltempo opportun. Am Ende des Buches befindet sich ein Personen - Register und ein Glossar zu den Schottisch/Gälisch verwendeten Ausdrücken.

Fazit: "Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors" ist das neueste Buch von Pia Guttenson. Mir bot die Geschichte schöne, kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch.  Nach der Steinernen Tor Trilogie habe ich mich gefragt was wohl aus Nikoma geworden ist. Hier habe ich es nun endlich herausgefunden. Eine passende Erzählung für Fans der Steinernen Tor Trilogie und generell für Freunde von fantastischen Geschichten. Von mir gibt es **** Sterne.

Zitat

"Vom einen Augenblick zum anderen war alles wieder da. Er war Nikoma, erstgeborener Sohn von Solena, der Herrscherin von Duncenbar. Er gehörte dem alten Geschlecht der Formwandler an. Gefallen. Himmel, er war durch die Nebel der Zeit gefallen..."
( Seite 18 )

Veröffentlicht am 14.11.2017

Es lebe die Nacht...

Bloodspell - Es lebe die Nacht!
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Kurzbeschreibung


Modedesignerin Viva ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. London, Paris, Mailand, New York: Überall ist ihr Modelabel "Viva la Noche" in aller Munde. Sogar die Stars reißen sich darum, ...

Kurzbeschreibung


Modedesignerin Viva ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. London, Paris, Mailand, New York: Überall ist ihr Modelabel "Viva la Noche" in aller Munde. Sogar die Stars reißen sich darum, ihre Kreationen auf den roten Teppichen zu tragen. Ihr Privat- und Liebesleben hat Viva jahrelang hinten angestellt.

Das ändert sich schlagartig, als sie auf einer Vernissage dem faszinierenden Ronan begegnet. Nach der ersten gemeinsamen Nacht versucht sie zwar, auf Abstand zu ihm zu gehen, doch das ist schwieriger als gedacht: Ronan lässt einfach nicht locker und kämpft mit allen Mitteln um ihre Gunst.

Gerade, als sie den Mut fasst, sich ihm zu öffnen, stößt sie auf ein Geheimnis, das ihr Vertrauen in ihn schwer erschüttert - und als wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit stellen, wenn ihre Gefühle eine Chance haben sollen.

Meinung


"Bloodspell - Es lebe die Nacht" ist eine Geschichte mit fantastischen Aspekten von Norma Feye. Das Buch ist am 14. November 2017 bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment erschienen, umfasst 312 Seiten und ist als ebook erhältlich - "be" ist das digitale Label der Bastei Lübbe AG und das Zuhause für alle Storys, die exklusiv als ebook erscheinen. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Das Cover läßt es vermuten, doch die Kurzbeschreibung gibt es nicht Preis. In diesem Buch spielen Vampire eine Rolle. Das erwähne ich, da viele fantastische Geschichten lieben, mit Vampiren aber nichts anfangen können. Auch ich bin bei Vampirgeschichten vorsichtig. Nach dem Hype von vor ein paar Jahren, schossen unzählige Vampirbücher wie Pilze aus dem Boden, und vieles das ich da gelesen habe, war wirklich schlecht. So habe ich sie lange Zeit gemieden. Mittlerweilen greife ich ohne Abneigung aber mit gewisser Skepsis dazu.

Viva ist die Chefin des Modelabels "Viva la Noche". Als erfolgreiche Geschäftsfrau lebt sie nach ihr selbst auferlegten Prinzipien und sie ist zufrieden damit. Männer spielen bei ihr eine untergeordnete Rolle. Bis sie auf Ronan trifft. Der charismatische Mann läßt sich nicht so einfach abwimmeln. Obwohl es Viva schwerfällt, läßt sie sich auf ihn ein. Sie wissen nicht alles voneinander und Missverständnisse sind vorprogrammiert. Außerdem lauert in der Welt der Reichen und Schönen eine Gefahr, die erst spät erkannt wird. Viva Auldwin ist eine erfolgreiche junge Frau. Sie hat romantische Gefühle und Liebe nicht ohne Grund aus ihrem Leben verbannt. Freunde hat sie nur wenige. Wärme und Trost spenden ihr ihre Kaninchen, die ein fester Bestandteil ihres Daseins sind. Sie ist nüchtern, ruhig, entschlossen und überlegt. Ronan Maynard ist Anwalt. Seine Kanzlei, die er mit seinem Freund und Partner betreibt, läuft sehr gut. Er ist liebenswert, beharrlich und ein guter Beobachter.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Leser lernt Viva und ihre Art zu leben kennen sowie Ronan. Dieser bleibt dem Bücherliebhaber aber deutlich fremder als die junge Frau. Beide Protagonisten mochte ich gerne. Auch die Geschichte im Ganzen gesehen hat mir gefallen. Für mich war es keine typische Vampirstory. Der Werdegang, die Ängste und Erlebnisse spielen eine Rolle, aber auch Geschäfte, Geld und Macht. Es gibt Blut, Tod und Skrupellosigkeit, sowie Liebe und intensive Gefühle. Des weiteren fand ich sehr ansprechend, dass die Erzählung auf zwei Zeitebenen stattfindet. So erfährt man mehr aus Vivas Vergangenheit und ihrer Charakterentwicklung. Es geht keinesfalls hochspannend durch das Buch, doch eine neugierig machende Grundspannung ist auf jeden Fall vorhanden. Diese ist teilweise dem Geschichtsaufbau geschuldet, dem Sichtwechsel und der Reise in die Vergangenheit. Insgesamt konnte ich vieles vorausahnen. Überraschende Wendungen wären ein willkommenes i Tüpfelchen gewesen.

Erzählt wird aus der Sicht verschiedener Protagonisten. Hauptsächlich begleitet der Leser Viva und Ronan. Ronan bleibt jedoch hinter Viva zurück. Ihn lernen wir nicht so gut kennen. Zwischendurch kommen Abschnitte aus Vivas Vergangenheit welche das Protagonistenbild abrunden. Den Schreibstil der Autorin mochte ich. Leicht klar und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.

Fazit: "Bloodspell - Es lebe die Nacht" ist eine Geschichte von Norma Feye. Mich hat die Erzählung mit fantastischen Aspekten gut unterhalten und ich habe die Protagonisten gerne auf ihrem Weg begleitet. Von mir gibt es **** Sterne.


Zitat

"Das Leben konnte wirklich ironisch sein, schoss es ihr durch den Kopf. Da stand ein Mann vor ihr, der so umwerfend elegant aussah, dass sie sich durch ihn ernsthaft inspiriert fühlte, für die nächste Saison eine Herrenkollektion zu planen. Und dann gab er unumwunden zu, dass er sich nicht für Mode interessierte."
( Pos. 250 )

An dieser Stelle bedanke ich mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 13.11.2017

Das göttliche Mädchen ...

Das göttliche Mädchen
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Kurzbeschreibung

Einen schlimmeren Geburtstag hat Kate noch nicht erlebt. Ihre Mutter ist sterbenskrank. Und Kate muss in die Kleinstadt Eden ziehen. Als sie auf der neuen Schule den geheimnisvollen Henry ...

Kurzbeschreibung

Einen schlimmeren Geburtstag hat Kate noch nicht erlebt. Ihre Mutter ist sterbenskrank. Und Kate muss in die Kleinstadt Eden ziehen. Als sie auf der neuen Schule den geheimnisvollen Henry kennenlernt, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Denn er ist Hades, der Gott der Unterwelt. Und er macht ihr ein verlockendes Angebot. Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.

Meinung

"Das göttliche Mädchen" ist der erste Band der Goddess - Trilogie von Aimée Carter. Es handelt sich um eine Neuauflage welche am 13. November 2017 bei  HarperCollins erschienen ist, 304 Seiten (Printexemplar) umfasst und als Taschenbuch oder ebook erhältlich ist. Das empfohlene Lesealter ist 12 - 16 Jahre. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Die griechische Mythologie ist für mich ein faszinierendes Thema ... die olympischen Götter, sonstige Götter, Halbgötter, Helden, Menschen, Riesen, Ungeheuer, Tiere und mythologische Gegenstände. Die Welt der griechischen Götter ist eine der umfangreichsten und für mich sehr anziehend. Bücher welche diese miteinbeziehen oder kleine Teile daraus integrieren nehme ich immer wieder gerne zur Hand. So bin ich auch auf diese Geschichte von Aimée Carter gestossen und habe neugierig angefangen zu lesen. Kates Mutter ist todkrank. Ihre letzten Tage möchte sie in ihrer Heimat verbringen. Die Kleinstadt Eden ist für Kate wenig anziehend, doch sie akzeptiert diesen letzten Wunsch ihrer Mutter. An einem unheilvollem Abend lernt Kate Henry kennen. Sein Tun und seine Worte sind für sie unvorstellbar, aber bald muss sie die Wahrheit darin erkennen. Kann es sein das Henry tatsächlich Hades der Herrscher über die Toten ist? Ist es möglich das Kate durch einen Handel weitere Zeit mit ihrer Mutter herausschlagen kann? Kann sie die vorgegebenen Prüfungen bestehen und Hades Königin der Unterwelt werden?

Die 18 Jahre alte Katherine Winters hat sich die letzten vier Jahre um ihre krebskranke Mutter gekümmert. Freunde. Jungs. Ausgehen. Schule. Ihr eigenes Leben blieb auf der Strecke. Kate klammert sich an ihre Mutter und kann sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Das Unausweichliche kann sie nicht akzeptieren. Sie ist pflichtbewußt, aufopferungsvoll, liebenswert, ein wenig schüchtern und ein guter Mensch. Henry ist von Anfang an eher mysteriös und bleibt bis zum Schluss eher geheimnisvoll. Er ist nett zu Kate und geht auf sie ein. Dann gibt es noch James, den netten Jungen von nebenan, bei dem Kate eine Schulter zum anlehnen findet. Dylan, das Sportass, das gleich mal einen zweiten Blick auf die Neue wirft. Ava, Kapitän der Cheerleader, die Kate sofort als Konkurenz wahrnimmt. Sofia, die mütterliche Krankenschwester, die Kate bei der Betreuung ihrer Mutter unterstützt. Mit den erdachten Charakteren kam ich gut zurecht. Besonders Kate ist mir ans Herz gewachsen. Ihr hingebungsvolles Verhalten ihrer Mutter gegenüber und ihr Schicksal haben mich für sie eingenommen. Der Leser wird mit einem interessanten Prolog eingeführt, welcher ihm einen Wissensvorsprung Kate gegenüber verschafft. Ich bin gut und schnell im Buch gelandet. Die Idee zur Handlung hat mir gut gefallen und ich mochte die Geschichte. 

Kate nimmt die Gegebenheiten überraschend schnell und mit wenig Widerspruch hin. Sie will ihre Mutter retten und so kann man ihre Kooperation verstehen. Auch ihre Freunde halten die Umstände nicht für völlig verrückt und unterhalten sich ernst darüber. Das erschien mir nicht sonderlich realistisch, doch es gibt letztlich Gründe dafür. Kate hat Prüfungen zu bestehen und weiß nicht immer wobei es sich um einen Test handelt. Ebensowenig der Leser. Die Prüfungen sehen anders aus als man es sich vielleicht vorstellt und die Aufklärung dazu erfolgt erst gegen Ende. Ich hatte zwar andere Erwartungen, doch letztlich gefiel mir die Idee der Autorin. So plätschert die Story gemächlich dahin und ist eher mässig spannend bis zum Finale der Spannungsbogen plötzlich doch hochgeht. Die griechische Mythologie, auf die ich mich schon sehr gefreut habe, wird nur in kleinen Teilen am Rande gestreift. Das hätte ruhig eine großere Portion an Legenden sein dürfen. Hier hätte die Autorin gut damit spielen können, sie z.B. in die Prüfungen miteinflechten können. Insgesamt empfand ich die Geschichte schon ein wenig vorhersehbar. Das Ende ... hm, so ganz zufrieden war ich damit nicht, aber ich kann damit leben. Es geht um Vertrauen, Freundschaft, Trauer, Schmerz, wahre und unerwiderte Liebe.

Erzählt wird von Kate in der Ich Perspektive. Den Schreibstil von Aimée Carter mochte ich gleich. Leicht, klar, flüssig und leicht verständlich führt sie durch die Zeilen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo empfand ich als angenehm.

Fazit: "Das göttliche Mädchen" ist der erste Band der Goddess - Trilogie von Aimée Carter. Ein leichtes Jugendbuch das griechische Mythologie miteinbezieht. Durchaus unterhaltsam und lesenswert, doch sind kleinen Schwächen vorhanden. Trotz der Kritikpunlte hat es mir gut gefallen. Von mir gibt es **** Sterne. 

Zitat

"So klein und zerbrechlich sah sie aus, wie sie da in dem großen Krankenhausbett lag, den Körper an mehr Maschinen und Monitore angeschlossen, als ich zählen konnte. Ihre Haut war aschgrau, und selbst wenn der Arzt es mir nicht gesagt hätte, konnte ich sehen, dass sie nicht mehr lange durchhalten würde."
( Pos. 831 )

Reihe 

Band 1: Das göttliche Mädchen
Band 2: Die unsterbliche Braut
Band 3: Der Preis der Ewigkeit

Kurzgeschichten

Band 0,5: Hades und das zwölfte Mädchen
Band 1,5: Die vollkommene Kämpferin

Veröffentlicht am 28.10.2017

Krimi und Thrillerelemente mit einer Liebesgeschichte und erotischen Szenen...

Deadly Ever After
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Kurzbeschreibung

Vor zehn Jahren entkam Sasha nur knapp einem Serienkiller, der mehrere Frauen auf bestialische Weise hingerichtet und als Bräute drapiert hat. Schwer traumatisiert verließ sie ihre Heimat ...

Kurzbeschreibung

Vor zehn Jahren entkam Sasha nur knapp einem Serienkiller, der mehrere Frauen auf bestialische Weise hingerichtet und als Bräute drapiert hat. Schwer traumatisiert verließ sie ihre Heimat und brach alle Kontakte ab. Doch nun kehrt sie zurück, um ihrer Mutter im Hotel zu helfen. Als Sasha ihren attraktiven Exfreund Cole, mittlerweile FBI-Agent, wiedersieht, verspürt sie sofort heißes Herzklopfen. Und Cole hat auf sie gewartet. Doch bevor die beiden ihre Sehnsucht stillen können, wird eine tote Frau geborgen. Genau dort, wo der Serienkiller vor zehn Jahren seine Leichen deponierte …

Meinung

"Deadly Ever After" von Jennifer L. Armentrout ist am 2. Oktober 2017 im Piper Verlag erschienen, umfasst 416 Seiten und ist als Taschenbuch, ebook und Hörbuch erhältlich. Die New York Times Bestsellerautorin hat schon viele Bücher veröffentlicht und ich habe auch schon Geschichten von ihr gelesen. Allerdings handelte es sich dabei um Fantastisches. Die Autorin bewegt sich vor allem im Fantasy, Young Adult und New Adult Genre - teilweise unter Pseudonym. Ich glaube dies ist Jennifer L. Armentrouts erster Ausflug in dieses Genre. "Sexy Crime" hat mich irgendwie angesprochen. Thriller und Krimis stehen kaum auf meiner Leseliste, doch in Verbindung mit einer Liebesgeschichte werde selbst ich angelockt. Sasha hat Schreckliches erlebt, aber sie hat überlebt. Nach diesen Vorkommnissen konnte sie nicht in ihrer Heimatstadt bleiben. Sie musste fort um sich woanders ein Leben aufbauen. Zehn Jahre später kehrt sie nach Hause zurück um ihre Mutter zu unterstützen, doch ihre Rückkehr setzt Geschehnisse in Gang, die stark an die Zeit vor 10 Jahren erinnern. Ist es bloß Zufall oder hat es tatsächlich mit Sashas Rückkehr zu tun?

Mit 19 Jahren ist Sasha Keeton einem Serienkiller entkommen. Zehn Jahre später wird sie in ihren Albträumen noch immer von ihm verfolgt. Als sie fortging brach sie alle Brücken hinter sich ab. Selbst ihre Liebe Cole ließ sie wortlos zurück. Nur zu ihrer Mutter und ihrer Freundin hielt die traumatisierte junge Frau Kontakt. Sasha ist ruhig, verschlossen, seelisch erschüttert und von Schuldgefühlen geplagt. Cole Landis wurde von Sasha zurückgelassen. Der junge Polizist, der später zum FBI wechselte, macht sich seit ihrem Fortgang Vorwürfe. Er lebte zwar sein Leben, aber er konnte seine Jugendliebe nie vergessen. Cole ist zuverläßlich, fürsorglich, vernünftig, sensibel und humorvoll. Der Leser wird mit einem neugierig machenden Prolog, in dem der Täter seine Gedanken mit ihm teilt, in die Erzählung geführt. Danach begleitet er Sasha bei ihrer Ankunft Daheim und somit dem Beginn einer Reihe von unschönen Begebenheiten bis hin zu vermissten Frauen und abgelegten Leichen. Aus ihrem mulmigen Gefühl wird Angst, den alles passiert in ihrem nahen Umfeld. Der Bücherliebhaber folgt Sasha und Cole samt Polizei und FBI bei den Ermittlungen, aber auch der Beziehungsentwicklung zwischen ihnen.

Es wird schauerlich und wenig blutig, doch der Ekelfaktor hält sich in Grenzen. Für mich als Genrefremden genau die richtige Dosis. Sehr früh hatte ich einen Verdächtigen ins Auge gefasst, doch ich glaube nicht das mich zu diesem Zeitpunkt Hinweise direkt zu ihm geführt haben. Mein Bauchgefühl hat ihn auserkoren und sich letztlich als richtig erwiesen. Auch sein Hintergrund und seine Beweggründe die ich mir zurechtgelegt habe, haben sich als zutreffend herausgestellt. Andere Leser wurden überrascht und von verschiedenen Wendungen getroffen, was bei mir kaum vorkam. Trotzdem habe ich die Erzählung gespannt verfolgt. Die Liebesgeschichte nimmt einen mindestens so großen Teil wie die Verbrechen ein. Die Crimestory wird durch das sinnliche Treiben der Protagonisten unterbrochen. Darauf wird zwar näher eingegangen, aber es wird dennoch nicht ausschweifend und mit sämtlichen Details beschrieben. Sashas Vergangenheit und die Sache mit dem Serienmöder werden dem Leser nur langsam offenbart, durch Gespräche, Erzählungen und Träume. Das hat mir gut gefallen. Ein bisschen Witz und Sarkasmus haben das Buch aufgelockert.

Erzählt wird von Sasha in der Ich Perspektive. Im Prolog und zwischendurch ein paarmal, darf der Leser den Täter begleiten. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Klar, beschwingt, anschaulich und flüssig führt sie durch die Erzählung. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.

Fazit: "Deadly Ever After" ist Sexy Crime von Jennifer L. Armentrout. Die Verbindung von Krimi und Thrillerelementen mit einer Liebesgeschichte und erotischen Szenen hat mich gut unterhalten. Da ich nicht sehr oft überrascht und überrumpelt wurde, und somit der Spannungsbogen nicht in die Höhe schoss, vergebe ich nicht die Höchststernchen, empfehle das Buch aber Fans von oben genannten Genremix. Von mir gibt es **** Sterne.

Zitat

"Es gab Regeln. Regeln, die nicht gebrochen werden durften. Aber dieses eine Mal war es geschehen. Und verdammt, es würde wieder passieren. Es spielte keine Rolle, das die Situation bis jetzt unter Kontrolle gewesen war. Es spielte keine Rolle, das die Regeln bislang befolgt worden waren und befolgt werden mussten. Jetzt war alles anders. Denn sie war zurückgekommen."
( Pos. 13 )