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Veröffentlicht am 30.09.2024

Chosen by Death

Legends of Mictlan 1. Chosen by Death
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Coco trifft aztekische Götter.

So oder so ähnlich kann man „Chosen by Death“ einordnen.
Eine Welt der Toten, die von Elena – der Admiradona – am Tag der Toten gesehen werden kann. Sie ist Totengräberin ...

Coco trifft aztekische Götter.

So oder so ähnlich kann man „Chosen by Death“ einordnen.
Eine Welt der Toten, die von Elena – der Admiradona – am Tag der Toten gesehen werden kann. Sie ist Totengräberin der kleinen mexikanischen Insel. Immer mehr mysteriöse Todesfälle häufen sich und sie fängt an die Toten außerhalb des Totentages zu sehen.
Der Gott Nan bietet ihr dabei einen Pakt an, um das Sterben der Menschen aufzuhalten und seine eigene Unsterblichkeit zu bewahren. Dazu muss sie durch die Unterwelt gehen. Ein gefährlicher Weg, den sie zusammen mit der Dorfältesten beschreiten will.
Die Geschichte ist erfrischend neu und das Thema spannend. Rebecca Humpert hat dabei gut recherchiert, um die Geschichte glaubhaft rüber zu bringen, den Glauben und Traditionen gerecht zu werden und die Bedeutung des Tages nicht aus den Augen zu lassen.
Dabei nutzt sie auch viele Begriffe aus der Kultur, was dem ganzen sehr viel Liebe entgegen bringt, mich als Leser jedoch immer wieder aus dem Konzept bringt, da ich im Glossar nachschlagen musste, was es bedeutet.
Es brachte mich sehr stark aus dem Lesefluss, so dass ich nicht wirklich in die Geschichte abtauchen konnte. Die Unterbrechungen haben es leider nicht leicht gemacht, so dass mir auch der Bezug zu den Charakteren verwehrt geblieben ist.
Ich konnte Elena als auch Nan als Protagonisten nicht an mich heran lassen, weshalb wohl auch viele Handlungen nicht klar wurden für mich. Auch die Beziehung zwischen den Charakteren blieb somit sehr distanziert.
Ich konnte nicht so an den Seiten hängen, wie ich es gerne gehabt hätte, was es schwer macht dieses Buch richtig zu bewerten.
Denn einerseits strotzt es so vor Authenzität und guter Recherche, auf der anderen Seite ist da die Distanz zu den Charakteren und den Plot.
Daher kann ich das Buch nur als Zwischendurchlektüre bzw. Buchtipp bewerten, da es nicht komplett überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Girl, Goddess, Queen

Girl, Goddess, Queen: Mein Name ist Persephone
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Hades und Persephones Geschichte ist mit eine der bekanntesten Mythologiesagen, die es aus Griechenland gibt.
Ich mag mythologische Geschichten und die Idee mit einer Neuinterpretation hat mich direkt ...

Hades und Persephones Geschichte ist mit eine der bekanntesten Mythologiesagen, die es aus Griechenland gibt.
Ich mag mythologische Geschichten und die Idee mit einer Neuinterpretation hat mich direkt angesprochen.
Das Setting war gut gemacht, doch die Umsetzung hat mich weniger begeistert.
Persephone tritt hier als emanzipierte, junge Frau auf, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Sie will sich nicht einfach verheiraten lassen und weiß, was sie will.
Hades ist anders als ich ihn mir vorgestellt habe. Er hätte gerne mehr Stärke haben können und wirkte für mich sehr passiv. Als Herren der Unterwelt hab ich ihn mir doch anders vorstellt.
Beide waren recht streitlustig, was für ein bisschen Erfrischung sorgte, aber das Knistern zwischen ihnen konnte ich nicht spüren. Für mich plänkelte vieles dahin.

Gut war auf jeden Fall, dass die Autorin hier nichts beschönt hat über Zeus‘ Taten. Er wurde genauso dargestellt, wie er in der Mythologie ist. Sie hat den (jungen) Lesern des Buches zum Glück keine Details aufgeführt, aber es kam als Andeutung gut durch.

Ein guter Pluspunkt ist die feministische Botschaft und dass Persephone sehr selbstbestimmt auftritt, was vor allem für junge Leser eine gute Botschaft sein sollte. Es werden viele Themen für junge Frauen aufgegriffen und der Schreibstil war ganz angenehm, konnte mich aber nicht zu 100% überzeugen.
Vor allem die intime Szene zwischen Hades und Persephone war sehr merkwürdig zu lesen. Andeutung, ohne explizit zu werden. Aber meiner Meinung nach hätte sie es nur andeuten sollten, statt es irgendwie zensiert zu schreiben. Das hat dem einen sehr merkwürdigen Touch gegeben.

Thematisch war das Buch gut.
Mythologisch auch.
Daran gibt es also nichts zu meckern und das Buch ist kein totaler Flopp oder Reinfall.

Dennoch hat es mich nicht komplett überzeugt. Mir fehlte das gewisse Etwas einfach. Einfach etwas mehr Tiefe, mehr Spannung, mehr Gefühl.

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Veröffentlicht am 27.04.2024

Heaven

Heaven
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Die Reihe von Alexandra Adornetto neigt sich dem Ende zu.
Der letzte Band war dabei vielschichtiger und spannender als der Abschlussband.
Um für immer zusammen sein zu können, soll eine heimliche Hochzeit ...

Die Reihe von Alexandra Adornetto neigt sich dem Ende zu.
Der letzte Band war dabei vielschichtiger und spannender als der Abschlussband.
Um für immer zusammen sein zu können, soll eine heimliche Hochzeit zwischen Bethany und Xavier stattfinden.
Doch das Buch wäre nicht über Vierhundert Seiten dick, wenn das alles gewesen wäre, was auf die beiden wartet.
Ein himmlischer Orden soll die beiden auseinanderreißen.
Der Schreibstil selbst ist bereits aus den Vorgängern bekannt und angenehm. Doch Zwischendurch war die Geschichte etwas zäh und unglaubwürdig. Ging es in Hades um die Hölle, spielt sich Heaven nun im Himmel ab.
An vielen Stellen war das Buch langatmig und zäh.
Bethanys Entwicklung hat mir im Lauf der Bücher gar nicht gefallen und ich fand es Schade, dass das Buch so vor sich hinplätscherte. Die Geschichte war an vielen Stellen vorhersehbar. Es war nicht schlecht, aber auch nicht herausragend gut.
Es war eine gute Zwischendurchlektüre.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

Helden des Olymp Band 1

Helden des Olymp 1: Der verschwundene Halbgott
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Nachdem Percy Jackson nun seine Serie bekommen hat auf Disney+ musste ich auch endlich mal die Fortsetzung „Helden des Olymp“ lesen.
Leider konnte mich der erste Band aus verschiedenen Gründen nicht so ...

Nachdem Percy Jackson nun seine Serie bekommen hat auf Disney+ musste ich auch endlich mal die Fortsetzung „Helden des Olymp“ lesen.
Leider konnte mich der erste Band aus verschiedenen Gründen nicht so packen, wie sein Vorgänger „Percy Jackson“.
Einer der Gründe waren die verschiedenen Perspektiven, der drei Charaktere, die wir lesen können. Dazu kommt, dass es nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und dann bin ich auch mit den Figuren nicht ganz warm geworden.
Durch diese geänderte Perspektive und dem ständigen Wechsel kam der typische Witz des Autoren nicht zur Geltung.
Die drei neuesten Charaktere Jason Chase, Piper McLean und Leo Valdez sind drei neue Figuren, die wir hier kennen lernen.
Jason wirkt wie eine Ersatzfigur für Percy. Doch er ist ein sehr ernster Charakter und dazu kam die ständige Wiederholung, dass er seine Erinnerungen verloren hat. Ich weiß nicht, wie oft es betont wurde, aber nach fast 200 Seiten wurde es langweilig. Da hat jeder noch so unaufmerksame Leser es begriffen.
Leo lockerte zwar die Szenen auf, wirkte für mich aber wie eine Randfigur. Ich hatte das Gefühl, dass sein Charakter sehr abgeschwächt war, obwohl er viel bei der Reise beigetragen hatte.
Piper wirkt wie ein Annabelle Ersatz und vor allem nervte mich bei ihr, dass sie sehr aufmerksamkeitsbedürftig war und immer wieder wurde betont, dass sie ja alle verraten würde.
Ja, ich hab das auch kapiert und drehte sich in jedem ihrer Kapitel um nichts anderes, wo ich dachte: Boarh Mädel, reiß den Mund auf und kommuniziere mit den beiden, wenn es deine Freunde sind!
Das zog sich bei Piper die ganze Zeit bis kurz vor dem Ende hin.

Die Handlung selbst folgt den typischen Mustern. Eine Aufgabe steht bevor, die Helden müssen sie in einem gewissen Zeitraum erledigen und begegnen dabei den unterschiedlichsten mystischen Figuren.
Eine weitere Änderung ist, dass wir hier sehr viel mit dem römischen Konzept Bekanntschaft machen und auch ein wenig die Unterschiede zu den Göttereigenschaften kennen lernen. Ich mag es, dass Riordan in seinen Recherchen sehr gut ist und man dabei auch noch etwas lernen kann.
Er schafft es Moderne mit Mythologie zu verbinden.
Das Ende des Buches war für mich etwas to much. Es gab zwei große Showdowns und es fühlte sich merkwürdig an den ersten Kampf am Ende zu lesen und dann sollte es noch mal Fahrt aufnehmen für den nächsten Kampf.
Das fühlte sich nach zu viel des Guten an.

Der Titel des Buches ist auch etwas irreführend. Es deutete Percys Verschwinden an, was jedoch nur eine Nebenhandlung blieb und nur am Anfang und am Ende Erwähnung fand. Wobei man es auch auf Jason beziehen könnte, der aus seinem Camp verschwunden ist.

Die Fortsetzung ist etwas schwächer und ich hoffe, dass der zweite Band mehr dazu beitragen wird die Geschichte zu mögen und andere Charaktere auftauchen werden, die etwas mehr Sympathie haben.

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Veröffentlicht am 27.12.2023

Die Erben der Nacht Band 6

Die Erben der Nacht - Oscuri
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Jahrelang war es still um die Buchreihe „Die Erben der Nacht“ und eigentlich dachte ich, dass die Reihe abgeschlossen wäre. Doch dann bringt die Autorin einen weiteren Band raus.
„Oscuri“.
Der Name eines ...

Jahrelang war es still um die Buchreihe „Die Erben der Nacht“ und eigentlich dachte ich, dass die Reihe abgeschlossen wäre. Doch dann bringt die Autorin einen weiteren Band raus.
„Oscuri“.
Der Name eines Clans, der bisher keine Erwähnung gefunden und auch nichts mit der Akademie zu tun hat.
Das Buch war also ein must have und ich musste auch wissen, wie die Reise der Erben weitergeht.
Das Buch habe ich als eines der Schwächeren empfunden. Es hat auch nichts mehr mit der Akademie zu tun, wie in den vorherigen fünf Bänden.
Wir begegnen als Leser wieder unsere altbekannten Charaktere – Franz Leopold, Alisa, Luciano, Clarissa und Luciano.
Für diese Charaktere geht das Akademie-Jahr nicht weiter, da sie Erwachsen geworden sind.
Leider erleben wir also den Clan Vamalia immer noch nicht.
Der Band „Oscuri“ spielt in Venedig und ich kann nicht viel über den Clan sagen, ohne den Inhalt des Buches zu spoilern. Die Oscuri entpuppen sich jedoch nicht als freundlicher Clan und sind eine neue Herausforderung für unsere Freunde.
Sie bieten eine neue Wendung, doch vieles davon bleibt noch im Dunklen. Es gibt viele Sachen, die etwas unklar bleiben und es ist auch ein sehr offenes Ende, was nach einem siebten Band gerufen hat. Leider ist dieser bisher nicht erschienen.

Auf ihrem Blog hat die Autorin geschrieben, dass sie gerne bereit ist die Fortsetzung zu schreiben, es jedoch am Verlag hängt:


9. September 2023 um 13:52 Uhr
An alle meine Fans der „Erben der Nacht“,
ich bin gerne bereit einen weiteren Band zu schreiben. Wenn Ihr alle an den Verlag
Cbj eine Mail an „presse@randomhouse.de“ schreibt und darum bittet, die Serie forzusetzen, dann hoffe ich, dass
die Programmleitung ein Einsehen hat und es mit der Suche nach Ivys Seele weitergeht …
Herzlichst
Ulrike Schweikert

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