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Veröffentlicht am 19.09.2024

Der Tanz des Todes

Das Geheimnis der Venus
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„Wie gerne würde sie bleiben. Das Kloster war der beste Platz für eine gelehrte Frau wie sie.“ (S. 12)
Frühling 1482: Mira (Semiramide d’Appiano d’Aragona) hat 4 Jahre in einem Kloster gelebt, um sich ...

„Wie gerne würde sie bleiben. Das Kloster war der beste Platz für eine gelehrte Frau wie sie.“ (S. 12)
Frühling 1482: Mira (Semiramide d’Appiano d’Aragona) hat 4 Jahre in einem Kloster gelebt, um sich vom Pazzi-Attentat auf die Medicis erholen, bei dem sie verletzt wurde und ihren Verlobten verlor. Im Kloster hat man ihr Zeichentalent entdeckt und sie als Illustratorin ausgebildet. Vor allem Pflanzen haben es ihr angetan. Sie würde gern im Kloster bleiben, aber als Prinzessin hat sie sich dem Willen der Familie zu beugen und Enzo, einen Cousin von Lorenzo de Medici heiraten. Bis zur Hochzeit wird sie in Lorenzos Haushalt aufgenommen. Enzo scheint sich nicht für sie zu interessieren, aber auch er muss sich Lorenzos Willen beugen.
Als Mira hört, dass Botticelli für sein neues Gemälde „Primavera“, das in ihrem zukünftigem Haus hängen wird, Anregungen für die Pflanzen sucht, bietet sie ihre Dienste an. Dabei wird sie gebeten, für eine der drei tanzenden Grazien Model zu stehen, weil das dafür vorgesehene Mädchen nicht gekommen ist. Sie muss ausgerechnet mit Riccardo posieren, einer von Lorenzos Wachen, den sie eh schon anziehend findet. Und dann wird das vermisste Mädchen ermordet aufgefunden ...

Pia Rosenbergers „Das Geheimnis der Venus“ ist ein sehr komplexer, hervorragend recherchierter historischer Roman zu Botticellis berühmtem Gemälde, gepaart mit einem spannenden Kriminalfall, in den alle Protagonisten irgendwie verstrickt zu sein scheinen.
Da ist zum eine Mira, eine starke, selbständige, kluge, neugierige, junge Frau, die sich dem Willen der Familie zwar in Bezug auf ihr Leben und ihre Ehe beugt, sich aber auch auf die Suche nach den verschwundenen Modellen macht (es bleibt nicht bei dem ersten) und dadurch mehrfach in Lebensgefahr gerät.
Ihr Bräutigam Enzo wirkt farblos und uninteressiert, gehorcht scheinbar ohne Widerspruch in allem seinem Cousin, verfolgt insgeheim aber eigene Pläne. Auch er will die Hochzeit eigentlich nicht.
Sein bester Freund Riccardo ist in Mira verliebt (und sie in ihn), würde ihm aber nie die Frau ausspannen, zumal er weit unter ihren Stand steht.
Lorenzo de Medici ist erst 33, herrscht aber mit eiserner Hand über die Familie und die Stadt, sein Wort ist Gesetz. Er will unbedingt wissen, wer in das Pazzi-Attentat verwickelt war und hofft vergebens, dass Mira sich endlich erinnert. Mira vermutet, dass er sie auch als Lockvogel aus dem Kloster geholt hat, um die Attentäter von damals aufzuscheuchen.

Dann ist da dieses Gemälde voller Deutungsmöglichkeiten. Stellt es den Frühling dar, die Stadt Florenz oder ist es ein Hinweis auf Enzos Hochzeit mit Mira? Und nicht zuletzt verschwinden die jungen Frauen, die dafür Modell stehen, und tauchen zum Teil tot wieder auf. Will jemand das Gemälde verhindern oder sind das nur Zufälle?

Neben der darauf abgebildeten Venus gibt es auch noch eine echte aus Fleisch und Blut, der Mira mehrfach begegnet und die sich in ihr Leben einzumischen scheint. Was bezweckt sie damit?

Mir hat Pia Rosenbergers Buch gut gefallen, ich hätte mir aber aufgrund der vielen Protagonisten ein Personenregister gewünscht.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Zauberhafte Geheimnisse

Mirella Manusch − Vorsicht, unser Schulleiter ist ein Vampir!
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Kaum hat sich Mirella an ihren ersten Vampirzahn gewöhnt, wächst ihr auch schon ein zweiter. Das ist extrem ungewöhnlich, weil der nämlich eigentlich erst in ihrem 12. Lebensjahr herauskommen sollte, weist ...

Kaum hat sich Mirella an ihren ersten Vampirzahn gewöhnt, wächst ihr auch schon ein zweiter. Das ist extrem ungewöhnlich, weil der nämlich eigentlich erst in ihrem 12. Lebensjahr herauskommen sollte, weist aber auch darauf hin, dass sie später wahrscheinlich ganz besondere Kräfte haben wird. Diese muss sie ausbilden und beherrschen lernen. Dafür soll sie in Zukunft, genau wie ihr Vampirfreund Manolo, in den Ferien eine besondere Schule für magische Wesen besuchen, für die sie noch zu jung ist. Es sei denn, sie besteht magische 3 Prüfungen …

Auch der dritte Band der Reihe ist wieder zauberhaft und voller Geheimnisse. Zum ersten Mal darf Mirella ihre Freundin Klara nicht einweihen, denn der zweite Vampirzahn soll geheim bleiben. Doch wie lange können Mirella und ihre Mutter noch vor ihrem Vater verbergen, dass sie eine Vampirin ist? Spätestens, wenn sie die Schule für magische Wesen besucht, müssen sie ihn einweihen. Und auch Mirellas Kater Lancelot hat ein süßes Geheimnis, das Mirella und ihre Freunde allerding bald aufdecken.

Mirella ist aufgeregt, als sie ihren zweiten Vampirzahn entdeckt und von der damit verbunden Verantwortung erfährt. Extra wegen ihr wird der große Vampirrat einberufen, denn nicht alle sind für ihre vorgezogene Ausbildung an der geheimen Schule. Mirella hat Angst, dass sie bei den Prüfungen versagt, denn Lancelot und Manolo dürfen ihr diesmal kaum helfen. Zum Glück wird sie von Tante Elly und ihrer Mama bestärkt, an sich selbst und ihre Fähigkeiten zu glauben. Aber ob sie es wirklich schafft, alle Aufgaben zu lösen, verrate ich hier natürlich nicht. Dafür müsst Ihr das Buch schon selber lesen, dann erfahrt ihr auch, wer Rubinchen und Aleksander von Schreck sind 😉 …

Die beiden Autorinnen Anne Barns und Christin-Marie Below sind ein tolles Mutter-Tochter-Duo und für mich das Vorbild für Mirella und ihre Mama. Sie erzählen wieder eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Erwachsenwerden, wie es ist Geheimnisse zu haben und zu teilen, und dass man immer an sich selber glauben sollte.
Unbedingt erwähnen möchte ich wieder die zauberhaften Illustrationen von Anastasia Braun, die die Handlung wunderschön in Szene setzen.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Die nächste Generation

Das Opernhaus: Samtschwarz die Nacht
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„Es war … die größte Aufgabe von Eltern, für ihre Kinder eine bessere Welt zu erschaffen als die, aus der sie selbst kamen.“ (S. 368)
Zwanzig Jahre sind seit der Mairevolution vergangen und Elises Leben ...

„Es war … die größte Aufgabe von Eltern, für ihre Kinder eine bessere Welt zu erschaffen als die, aus der sie selbst kamen.“ (S. 368)
Zwanzig Jahre sind seit der Mairevolution vergangen und Elises Leben hat sich zum Besseren gewendet. Sie ist nach dem Tod ihres ersten Mannes mit dem geheimen Obermedizinalrat Leopold Leitner verheiratet, der als Oberarzt und Chirurg im KKH Friedrichstadt arbeitet und ihre Kinder behandelt, als wären es seine eigenen. Dabei sind die „Kinder“ längst erwachsen. Netty ist 28 und wurde gerade als Primaballerina am Hoftheater engagiert. Sie geht in ihrem Beruft / ihrer Berufung auf und kann sich eine Ehe und die damit verbundenen Einschränkungen (noch?) nicht vorstellen. Julius ist 19 und Student, hat aber Elises musische Begabung geerbt und begleitet sie ab und an am Klavier. Seit Jahren überlegt Elise, wie sie ihm und Christian, der nach seiner Flucht in Zürich heimisch geworden ist, sagt, dass sie Vater und Sohn sind. Als jetzt durch einen Unglücksfall das Hoftheater abbrennt, sind die Chancen groß, dass der ehemalige Kulissenmaler endlich zurückkommt.
Zudem sorgt sie sich, weil Christian in die Tochter eines jüdischen Bankiers verliebt ist. Die Familien sind zwar miteinander bekannt und verkehren in den gleichen Kreisen, aber eine Hochzeit innerhalb verschiedener Konfessionen ist undenkbar.

„Was, meine Herren, sind wir denn ohne die Oper? Nur ein kleiner Haufen Spießbürger inmitten einer Stadt, voller alter Steine, durch die ein graues Flüsschen fließt.“ (S. 191)
Mit dem Brand des ersten Opernhauses von Gottfried Semper kochen die Emotionen in der Stadt hoch. Der König und die Oberschicht will unbedingt ein neues Opernhaus, die ärmeren Einwohner würden sich über Schulen (auch für Mädchen!), ausreichend Essen und eine Krankenversorgung freuen.
Auch Elise und ihre Familie trauern dem Hoftheater hinterher, sind doch eng mit dem Gebäude verknüpft. Ihr Vater Georg Spielmann war Violinist, sie hat ihre große Liebe Christian dort kennengelernt, und Netty ist Primaballerina.

Anne Stern hat den Abschluss ihrer Trilogie ähnlich dramatisch und abwechslungsreich gestaltet wie eine Oper. Da ist der verheerende Brand, Julius‘ geheime Herkunft, seine verbotene Liebe zu einer Andersgläubigen und Elises Zerrissenheit zwischen Leopold und Christian. Was passiert, wenn sie sich wiedertreffen? Entflammt ihre alte Liebe wieder und setzt sie ihre Ehe aufs Spiel? Sie plagt sich mit Gewissenskonflikten, weil niemand davon und dem seit 20 Jahren andauernden Briefwechsel mit Christian weiß.

Auch Julius‘ Angebetete Rachel ist eine sehr spannende Figur. Sie ist das einzige Kind ihrer Eltern. Ihr Vater hat ihre außergewöhnliche Begabung für Mathematik immer gefördert, trotzdem wäre ihm nie in den Sinn gekommen, dass sie etwas daraus machen will, Mathematik studieren z.B. (undenkbar für eine Frau damals), und sich nicht in eine arrangierte Ehe drängen lässt. Ihr Widerspruchsgeist und dass sie für sich selber und ihre Wünsche und Vorstellungen eintritt, hat mich an die junge Elise erinnert, auch wenn die damals letztendlich nachgegeben hat.

Außerdem lässt sie Anne Stern alle noch lebenden Protagonisten der ersten beiden Bände noch einmal auftreten, wie z.B. die alte Garderobiere Bertha Heise, Christians Schwester Ernestine, die Leiterin des Waisenhauses Fanny Regensburg, Elises frühere Freundin Aurora von Amsdorf und die ehemalige Wahrsagerin Clementine Fuchs, so dass es ein wirklich gelungener, runder Abschluss ist.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Seerosenliebe

Sommerfarben in der Stadt der Liebe
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„Wenn schon unglücklich, herzgebrochen und arm, … dann wenigstens im Sommer in Paris.“ (S. 21)
Paris im August, die Sonne brennt, Touristen überfluten die Stadt der Liebe. So wie Jan, der als Lehrer eine ...

„Wenn schon unglücklich, herzgebrochen und arm, … dann wenigstens im Sommer in Paris.“ (S. 21)
Paris im August, die Sonne brennt, Touristen überfluten die Stadt der Liebe. So wie Jan, der als Lehrer eine Aachener Schülergruppe begleitet, auch in die Orangerie, wo sie von der Kunsthistorikerin Marie geführt werden. Er fängt mit ihr eine Diskussion über Monets Verhältnis zu seinen Frauen an und merkt zu spät, dass er in ein Fettnäpfchen tritt. Denn seit sie als Schülerin zum ersten Mal die Seerosen gesehen hat, ist Marie von ihnen fasziniert und hat sogar an der Sorbonne studiert. Als krönender Abschluss fehlt nur noch ihre Doktorarbeit, aber an der schreibt sie seit Monaten und wird einfach nicht fertig. Sie legt jede Formulierung, jedes Wort auf die Goldwaage und löscht mehr, als sie schreibt. Um sich über Wasser zu halten und ihre Begeisterung weiterzutragen, macht sie die Führungen.
Obwohl, oder gerade, weil die Vorzeichen nicht gut waren, müssen sie immer wieder an den anderen denken. Und als sie sich zufällig wieder treffen, schmieden sie den Plan zusammen nach Giverny zu Monets Haus und Garten zu fahren.

„Sommerfarben in der Stadt der Liebe“ ist der zweite Band der Paris-Reihe von Lily Martin, dem Pseudonym der Autorin Anne Stern. Diesmal dreht sich die Handlung um das Marais-Viertel und Marie und Jan, die beide vor noch nicht allzu langer Zeit verlassen wurden und einfach nicht darüber hinwegkommen. Aber wo, wenn nicht in Paris, kann man eine alte Liebe hinter sich lassen und eine neue finden?

Marie stammt aus der Normandie aus einfachen Verhältnissen, ist sehr unsicher und etwas ungeschickt. Ihre Familie hatt ihren Berufswunsch nicht verstanden und kaum Kontakt zu ihr, ihr Ex-Partner hat sie immer kleingehalten. Und obwohl ihr von ihren Mitstudenten und Professoren oft gesagt wird, dass ihr umfangreiches Wissen zu Monet sehr rüberbringen kann, hadert sie mit sich. Außerdem fragt sie sich langsam, ob sie nur deswegen nicht mit ihrer Doktorarbeit fertig wird, weil dann endgültig das Erwachsenenleben anfangen würde und sie sich um Jobs bewerben müsste.

Jan ist mit Leib und Seele Lehrer und begeistert von Paris, seit er einen Teil seines Studiums hier absolviert und sich verliebt hat. Doch die Fernbeziehung hat nicht gehalten und jetzt denkt er wehmütig daran zurück. Erst Marie lenkt ihn von seinem Liebeskummer ab.

Natürlich gibt es ein Wiedertreffen mit den Protagonisten aus dem ersten Band, vor allem Lola und Fabien retten Marie mit Kaffee und kleinen Köstlichkeiten immer wieder den Tag. Aber auch Liliane und Nadim, der Lebkuchenbäcker Pierre Leco, Concierge Samir und die ehemalige Schauspielerin und Opernsängerin Jacobine Simenon treffen sich in Lolas Kaffee und Fabiens Bistro. Besonders amüsiert habe ich mich übrigens über Aurélie, eine Schriftstellerin, die Plot-Ideen für ihren neuen Liebesroman sucht und die sich darum ganz genau im Café umhört ...

Ein romantischer Sommerroman mit spannenden Fakten zu Monet, viel Pariser Flair und Amour, eine Liebeserklärung an das Marais.

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Veröffentlicht am 06.06.2024

Einmal Sunset Hall, immer Sunset Hall

Tod in Mistletoe Manor
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„Something old, something red, something stolen, something dead. Ich werde da sein, um deinen Ehrentag gebührend zu begehen. X.“
In Sunset Hall dreht sich alles um die bevorstehende Hochzeit von Bernadette ...

„Something old, something red, something stolen, something dead. Ich werde da sein, um deinen Ehrentag gebührend zu begehen. X.“
In Sunset Hall dreht sich alles um die bevorstehende Hochzeit von Bernadette und Jack, als plötzlich dieser Drohbrief aus ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben auf ihrem Beistelltisch liegt. Wie ist der dahin gekommen? Und wer hat was gegen Bernadette? Dabei ist die Lage sowieso schon angespannt. Sie können in DER In-Location „Mistletoe Manor“ heiraten, weil eine andere Hochzeit geplatzt ist, dafür müssen sie aber 20 Gäste zusammenbekommen. Keine leichte Aufgabe, wenn die Braut beim Geheimdienst und der Bräutigam beim organisierten Verbrechen war, gemeinsame Freunde haben sie da außer den WG-Bewohnern nämlich nicht.
Außerdem ermittelt Agnes immer noch wegen des toten des Küsters, kommt aber nicht weiter.

„Tod in Mistletoe Manor“ ist leider der Abschluss der Sunset-Hall-Reihe. Ich habe das Hörbuch mit einem weinenden und einem lachenden Auge geschlossen, denn Leonie Swann hat sich eine klitzekleine Hintertür für weitere Abenteuer gelassen, über die ich mich sehr freuen würde, weil mir die eigenwilligen Senioren und ihre Haustiere ans Herz gewachsen sind, auch wenn sich Oberon hier ein bisschen zu sehr auf Hettie fixiert.

„Die moderne Frau wirft nicht einfach mit 70 das Handtuch, die moderne Frau steht mitten im Leben und dazu gehört eben online Dating.“ Charlie versucht das Gästeproblem zu lösen, indem sie online auf einer Partnerbörse nach Begleitern für sich und Agnes sucht, dabei ist die heimlich verlobt. Und auch sonst haben die Bewohner von Sunset Hall das eine oder andere Geheimnis voreinander. So erfahren sie z.B. von einer alten Bekannten von Bernadette, wie die vor ihrer neuen Identität hieß. Dumm nur, dass die Bekannte kurz darauf tot an einer Bushaltestelle sitzt. Und leider bleibt es nicht bei der einen Toten. Aber sie haben ja Jack, der genau weiß, wie man Leichen für immer los wird.

Auch der letzte Teil hat mich wieder sehr gut unterhalten. Leonie Swann schafft es, die Spannung durch immer neue Hinweise und Verdächtige zu halten. Dazu kommen die schrulligen Rentner mit ihren Spleens, wie Edwina, deren ganzes Leben sich nur um ihre Tiere dreht, oder Charlie, die sich zu Agnes Leidwesen von einer neuen Liebe zu sehr ablenken lässt. Agnes selbst geht völlig in ihren Nachforschungen zu den diversen Todesfällen und Drohungen auf.
Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz. Verfolgungsjagden via Treppenlift machen sich einfach nicht besonders gut, dafür eignen sich Schildkröten (keine echten natürlich) hervorragend als Wurfgeschosse und Schlagen … ach hört (oder lest) am besten selbst.

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