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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2023

Amüsant und unterhaltsam

Wenn Worte töten
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Dieser Krimi gefällt mir sehr. Er erinnert ein wenig an die Werke von Arthur Conan Doyle: der Ex-Polizist und Privatdetektiv Hawthorne und sein „Assistent“ Anthony Horowitz (der Autor „spielt“ sich selbst) ...

Dieser Krimi gefällt mir sehr. Er erinnert ein wenig an die Werke von Arthur Conan Doyle: der Ex-Polizist und Privatdetektiv Hawthorne und sein „Assistent“ Anthony Horowitz (der Autor „spielt“ sich selbst) muten wie Sherlock Holmes und Dr. Watson an, die zu einem Literaturfestival auf die Kanalinsel Alderney eingeladen werden, auf der ein Mord geschieht, den es zu lösen gilt. Verquickungen mit der Vergangenheit und eine große Auswahl an Verdächtigen machen die Geschichte interessant und mysteriös.
Anthony Horowitz schreibt in einem beschwingt-humorvollen Stil der mir ein großes Lesevergnügen bereitet. Ich mag die personale Erzählperspektive, die gut ausgearbeiteten Charaktere und die vielen Wendungen und Überraschungen, die das Buch bereithält. Man rätselt mit und ist doch auf der falschen Fährte – da stört es nicht, dass kein allzu großer Spannungsbogen aufgebaut wird.
Diese Lektüre wird jeden Fan von guten britischen Krimis im Stil von Arthur Conan Doyle oder Agatha Christie begeistern.
Ich freue mich auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Gelungener Auftakt

Der Bojenmann
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Das düster gestaltete Cover versetzt uns nach Hamburg, wo das Ermittlerteam um Thies Knudsen es mit einem skurrilen Fall zu tun hat: Jemand plastiniert Leichen (ganz im Stil von Gunther von Hagens) und ...

Das düster gestaltete Cover versetzt uns nach Hamburg, wo das Ermittlerteam um Thies Knudsen es mit einem skurrilen Fall zu tun hat: Jemand plastiniert Leichen (ganz im Stil von Gunther von Hagens) und präsentiert sie dann an markanten Stellen in der Stadt. Auf den ersten „Bojenmann“ folgen bald weitere und die Ermittler geraten unter Druck, dieser Serie ein Ende zu bereiten.
Die Autoren zeichnen vielschichtige, authentische Charaktere mit norddeutschem Charme, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Besonders den Kapitän und Lotsen a.D. Oke Andersen („La Lotse“), der, als Freund von Knudsen, den Beamten bei der Lösung des Falls hilft. Oke referiert gern und oft über Hamburg-spezifische Themen, die einerseits interessant, mir andererseits manchmal etwas zu ausschweifend sind.
Insgesamt ein spannender Kriminalroman mit viel Lokalkolorit und einem außergewöhnlichen Thema – das dürfte nicht nur Hamburgern gefallen.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Mutiger Neuanfang

Blumen im Schuh
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Das war mein erster Roman von Annette Spratte, und er hat mir gut gefallen. Das hübsch gestaltete Cover passt perfekt dazu.
Die Autorin schreibt in einem eindringlichen, mitreißenden Stil, so dass bei ...

Das war mein erster Roman von Annette Spratte, und er hat mir gut gefallen. Das hübsch gestaltete Cover passt perfekt dazu.
Die Autorin schreibt in einem eindringlichen, mitreißenden Stil, so dass bei der Lektüre auch mal eine Träne geflossen ist. Einige Schmunzel- / Lachmomente gab es ebenfalls.
Zur Geschichte: Elisabeth stellt kurz vor der Silberhochzeit fest, dass ihr Ehemann sie betrügt. Daraufhin packt sie kurzentschlossen ihre Sachen und zieht zu ihrer Schwägerin, mit der sie eigentlich nicht viel zu tun hat, da diese ein ganz anderes Dasein führt. In all ihrer Trauer und Wut wird ihr hier klar, was für ein fremdbestimmtes Leben sie bisher geführt hat und kämpft für ihre Zukunft.
In die Protagonistin konnte ich mich (zum Glück) nicht ganz hineinversetzen, da mir ihr Leben als Anhängsel des Ehemanns einerseits und ihren hohen Ansprüchen an sich selbst andererseits sehr überzogen scheinen. Trotzdem war es eine interessante Lektüre.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Sehr emotional

Als wir nach den Sternen griffen
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Das Buchcover beschreibt den Inhalt des Romans mit historischem Hintergrund sehr gut: 1989 flüchten sich zahlreiche DDR-BürgerInnen in die bundesdeutsche Botschaft in Prag mit dem Ziel, eine Ausreise in ...

Das Buchcover beschreibt den Inhalt des Romans mit historischem Hintergrund sehr gut: 1989 flüchten sich zahlreiche DDR-BürgerInnen in die bundesdeutsche Botschaft in Prag mit dem Ziel, eine Ausreise in die BRD zu erzwingen. Die Botschaftsangehörigen kümmern sich aufopferungsvoll um die Flüchtlinge. Da entwickeln sich zwangsläufig auch persönliche Beziehungen, wie die der Botschaftsmitarbeiterin Judith und dem alleinerziehenden Flüchtling Tobias ist mit seiner dreijährigen Tochter Jasmin...
Dies war mein erster Roman von Theresa Herold, die in einem sehr gefühlvollen und aussdrucksstarken Stil schreibt. Man versetzt sich schnell in die Hauptcharaktere der Geschichte hinein, fühlt und zittert mit ihnen.
Der Klappentext ist meiner Meinung nach etwas irreführend, da die „Entführung“ der kleinen Jasmin nur eine sehr kurze Episode ist, die bei weitem nicht so ins Gewicht fällt wie die Darstellung der aufgewühlten Gefühlswelt von Judith und Tobias und den Zuständen in der überfüllten Botschaft.
Insgesamt nimmt mir die Beziehung zwischen Judith und Tobias etwas zu viel Raum ein, und es gibt einige Wiederholungen. Ich erhalte zwar einen sehr interessanten Einblick in die deutsch-deutsche Geschichte, hätte mir aber gewünscht, noch mehr und ausführlicher auch über weitere Schicksale Flüchtender zu erfahren. Ja, man lernt andere Personen kennen, dies aber nur recht oberflächlich...

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Veröffentlicht am 04.09.2023

Zu vorhersehbar

Eine glückliche Familie
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Gefallen haben mir das Cover, der einfühlsame Schreibstil der Autorin und das Thema des Psycho-Thrillers.

Was die Personen und die Story angeht, bin ich leider etwas enttäuscht.

Ich kann zwar mit Beth, ...

Gefallen haben mir das Cover, der einfühlsame Schreibstil der Autorin und das Thema des Psycho-Thrillers.

Was die Personen und die Story angeht, bin ich leider etwas enttäuscht.

Ich kann zwar mit Beth, deren Mutter nach 20 Jahren wieder auftaucht und die versucht, ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zu schützen, mitfühlen, aber sie ist mir zu naiv und zu wenig selbstbewusst. All die Dinge, die auf einmal um sie herum passieren, sind ein wenig zu viel und zu unrealistisch. Beth hätte sie viel eher gründlich hinterfragen müssen.

Alles in allem war mir der Plot zu offensichtlich, die Auflösung zu vorhersehbar, das hatte ich schon nach den ersten Seiten vermutet. Da blieb dann leider auch die Spannung auf der Strecke.

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