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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2024

Blaire

Sturmjahre
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In diesem vierten Band der Reihe, der mir persönlich am besten gefallen hat, ist die Hauptperson Blaire Dennon. Während des Krieges hat sie ihre eigene Whiskey-Destillerie aufgebaut, die schon sehr bald ...

In diesem vierten Band der Reihe, der mir persönlich am besten gefallen hat, ist die Hauptperson Blaire Dennon. Während des Krieges hat sie ihre eigene Whiskey-Destillerie aufgebaut, die schon sehr bald florierte. Jetzt nimmt sie einen Auftrag des Bosses der Edinburgh Lads an, um in Hilmore Manor einen ganz erlesenen Gin zu kreieren.
Auch in diesem Buch lässt die Autorin wieder die schottische Landschaft bildgewaltig vor meinen Augen entstehen. Die verschiedenen Charaktere sind eindrucksvoll und nachvollziehbar beschrieben. Die Handlung ist auch dieses Mal wieder voller Spannung und ein stetes Wechselbad der Gefühle. Mit einem flotten und lebendigen Schreibstil führt Lia Scott durch die Geschichte.
Wie schon die Vorgängerbände hat mich auch diese Fortsetzung der Familien-Saga von Anfang an mitgerissen und fasziniert. Jetzt fiebere ich dem letzten Teil entgegen, der im Februar 2025 erscheinen soll.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Hapes unglaubliche Reise in die Welt seiner Ahnen

Gebt mir etwas Zeit
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In diesem Buch entführt Hape Kerkeling den Leser in seine Welt der Ahnen. Allem voran ging die Frage: "Woher komme ich?" Also musste ein DNA-Test her, der Dank hochmoderner Forschung Unglaubliches zutage ...

In diesem Buch entführt Hape Kerkeling den Leser in seine Welt der Ahnen. Allem voran ging die Frage: "Woher komme ich?" Also musste ein DNA-Test her, der Dank hochmoderner Forschung Unglaubliches zutage brachte. Und was dabei heraus kam, beschreibt der Autor mit Scharfsinn und Humor in seiner wunderbaren Teilbiografie.
Gepaart mit fiktiven Geschehen und Ereignissen führt er den Leser bis zurück in das 17. Jahrhundert. Doch auch Erlebnisse seiner eigenen Vergangenheit kommen zur Sprache. Dabei nimmt er sich kein Blatt vor den Mund.
Mit seiner ihm eigenen amüsanten und sehr flüssigen Schreibweise führt der beliebte Entertainer durch ein Stück seines bewegten Lebensweges und gibt Einblick auf die Existenz seiner Vorfahren in der frühen Neuzeit mit Fokus auf die Niederlande.
Mir hat dieses Buch unterhaltsame und erheiternde Lesestunden bereitet. Sehr gerne empfehle ich es weiter. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Tribut an eine außergewöhnliche Frau

Kämpferin gegen den Krebs
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Basierend auf wahren Begebenheiten verbindet Yvonne Winkler in diesem autobiografischen Roman fiktive und reale Begebenheiten und Ereignisse gekonnt miteinander. Durch die Berufung zum Bundespräsidenten ...

Basierend auf wahren Begebenheiten verbindet Yvonne Winkler in diesem autobiografischen Roman fiktive und reale Begebenheiten und Ereignisse gekonnt miteinander. Durch die Berufung zum Bundespräsidenten ihres Ehemannes bekam die Radiologien Mildred Scheel (1931-1985) die Möglichkeit, mit ihrer Herzenssache an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie gründete die "Deutsche Krebshilfe", eine Organisation, die durch Spendengelder die Krebsforschung finanziert. Unter anderem unterstützt diese die Krebsbekämpfung und die Aufklärung der Bevölkerung. Erkrankten Menschen wird Hilfe und Unterstützung zuteil. Durch Werbung in den Medien, bei denen sie auch selber auftritt, macht sie aus dem bisherigen Tabuthema einen öffentlich diskutierten Sachverhalt. Obwohl sie auch unter etlichen Ärzten auf Widerstand stößt, bleibt sie doch fest entschlossen, dass bei dieser schrecklichen Krankheit umgedacht werden muss.
Ich durfte diese außergewöhnliche und faszinierende Frau, die mir auch aus meiner Jugendzeit noch sehr gut in Erinnerung ist, auf einem Stück ihres Lebensweges begleiten, den die Autorin mit einem flüssigen und lebendigen Schreibstil darstellt und penibel recherchiert hat. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Der hohe Preis für Freiheit und Unabhängigkeit

Die Schwarzgeherin
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In der Abgeschiedenheit eines kleinen Bergdorfes Mitte des 19. Jahrhunderts lebt die junge Theres als einzige Tochter einer wohlbetuchten Bauernfamilie. Das Leben ist geprägt von harter Arbeit und voller ...

In der Abgeschiedenheit eines kleinen Bergdorfes Mitte des 19. Jahrhunderts lebt die junge Theres als einzige Tochter einer wohlbetuchten Bauernfamilie. Das Leben ist geprägt von harter Arbeit und voller Entbehrungen. Schon als kleines Mädchen wurde Theres ihrem Kinderfreund Leopold versprochen. Als eines Tages Xaver in dem kleinen Tals auftaucht, verliebt sich die 18-jährige Hals über Kopf in den fragwürdigen Fremden und bringt damit einen Stein ins Rollen, der langfristig unvorhersehbare und dramatische Folgen mit sich bringt.
Es ist eine gefühlvolle, düstere und fesselnde Geschichte über das unerbittliche Leben der Bauern, das sich wohl bis heute in den kleinen einsamen und abgelegenen Regionen der Alpen kaum wesentlich geändert haben dürfte. Und die Geschichte einer Frau, die sich nach Freiheit und Unabhängigkeit sehnt und sich nicht einem Mann untertan machen will.
Mit einer eindrucksvollen Schreibweise mit wechselnden Handlungssträngen beschreibt die Autorin die unterschiedlichen Charaktere eindrucksvoll und authentisch. Durch unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse bleibt die Handlung spannend und aufreibend.
Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt und schließlich auch zu Tränen gerührt. Sehr gerne empfehle ich es weiter. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Schonungslos und erschütternd

Die Frauen jenseits des Flusses
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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen habe. Ihre Art zu schreiben mag ich einfach unglaublich gerne. Doch dieses Buch übertraf alles, was ich bisher ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen habe. Ihre Art zu schreiben mag ich einfach unglaublich gerne. Doch dieses Buch übertraf alles, was ich bisher von ihr gelesen hatte.
In diesem penibel recherchierten Roman geht es um die 21jährige Frances McGrath, die sich im Jahr 1965 dazu entschließt, ihrem Bruder als Krankenschwester nach Vietnam zu folgen. In der Brutalität des Krieges gelingt es ihr ungeahnte Leistungen zu vollbringen und über sich hinauszuwachsen. Sie erfährt uneigennützige Freundschaft, aber auch Liebe. Als sie nach 2 Jahren Stationierung in der Hölle wieder nachhause kommt, ist alles ganz anders, als sie erwartet hat, und sie muss es irgendwie meistern, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bringen.
Schonungslos erzählt Kristin Hannah von den vergessenen Frauen, die unter Einsatz ihres Lebens versuchten, Leben zu retten. Die sich, wieder zurück in den USA, alleingelassen mit den Auswirkungen der furchtbaren Erlebnisse irgendwie zurecht finden mussten.
Es ist zwar eine fiktive Geschichte, doch sie steht für die vielen Frauen, deren Kriegsdienst lange verleugnet wurde. Realhistorische Orte, Geschehen und Personen vermitteln der Geschichte Authentizität.
Normalerweise lese ich ein Buch sehr schnell und nach Möglichkeit ohne große Unterbrechung. Doch bei diesem musste ich immer wieder innehalten, um mich zu sammeln. Zu sehr ging es mir bis zum Schluss an die Nieren. Es wird mir im Gedächtnis bleiben. 5 dicke Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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