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Veröffentlicht am 26.12.2024

Leider ziemlich beliebig, austauschbar und zäh

Das mörderische Christmas Puzzle
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Leider war "Das mörderische Christmas Puzzle" ein Krimi, durch den ich mich ziemlich quälen musste.

Die Grundidee mit den Puzzleteilen fand ich noch sehr ansprechend, leider wird die Umsetzung dann eine ...

Leider war "Das mörderische Christmas Puzzle" ein Krimi, durch den ich mich ziemlich quälen musste.

Die Grundidee mit den Puzzleteilen fand ich noch sehr ansprechend, leider wird die Umsetzung dann eine ziemlich zähe Angelegenheit.

Zum einen ist die Protagonistin Edie eine echte Unsympathin. Darüber könnte man noch hinwegsehen, aber es wird einem immer und immer wieder unter die Nase gerieben, genauso wie ihr Alter und ihr Kleidungsstil. Das nimmt dann selbst an den spannendsten Stellen die Spannung schnell raus.

Zum anderen versucht das Buch einen selbstverständlichen Umgang mit Diversity, was aber daran scheitert, dass man sie immer wieder wie mit dem Holzhammer übergebraten bekommt. Auch darunter litt für mich die eigentliche Handlung.

Und zum dritten ist die eigentliche Auflösung dann so x-beliebig und austauschbar vom Motiv her, dass ich mich beinahe geärgert habe, die Geschichte zu Ende gelesen zu haben.

Hatte das erste Buch der Autorin in mir die Hoffnung geweckt, dass es nur ein schwaches Debüt war und sie es besser kann, so war dieses Buch wahrscheinlich mein letztes von ihr. Sie schreibt leider nur aus der Werkzeugkiste für Bestseller zusammen, ohne, dass der Funke auf die Lesenden überspringt.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Ziemlich verstörend

Cascadia
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"Cascadia" ist ein Buch, das mich sehr gereizt hatte, es zu lesen - und bei dem ich mich am Ende gefragt habe: Warum habe ich das jetzt nochmal gelesen? (Überhaupt lesen wollen?)

Die Idee fand ich richtig ...

"Cascadia" ist ein Buch, das mich sehr gereizt hatte, es zu lesen - und bei dem ich mich am Ende gefragt habe: Warum habe ich das jetzt nochmal gelesen? (Überhaupt lesen wollen?)

Die Idee fand ich richtig gut. Ich liebe die ganzen Retellings, die es gerade auf dem Markt gibt, egal ob von Sagen oder eben Märchen. Hier soll es Schneeweißchen und Rosenrot sein, aber eben in neu und modern. Dazu kommt ein tolles Setting auf einer Insel mit viel Natur und Tieren, in diesem Fall einem Bären.

Leider hat mir die Umsetzung dann aber gar nichts gegeben.

Ich fand beide Schwestern irgendwie unnahbar und auf jeweils unterschiedliche Art unsympathisch, was daran gelegen haben könnte, dass sie ziemlich stereotyp angelegt sind. Charakterentwicklung gibt es im Laufe des Buches nicht. Beide haben ihren Standpunkt und von dem rücken sie nicht ab, weswegen es letztlich zu einer Katastrophe kommt.

Das würde zwar wieder zu einem Märchen passen, die ja auch oft sehr brutal sind, allerdings empfand ich den Epilog nur noch als verstörend und eklig. Ohne zu spoilern kann ich nur soviel sagen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein normaler Mensch auf diese Art und Weise an seine Schwester denkt...

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Mein erster Arno Geiger

Reise nach Laredo
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Der Autor wird ja hochgelobt und vor allem dieses Buch wurde so stark angepriesen, dass ich mir dachte: Jetzt muss ich mal einen Arno Geiger lesen und zwar genau diesen.

Tja, und es war wohl die falsche ...

Der Autor wird ja hochgelobt und vor allem dieses Buch wurde so stark angepriesen, dass ich mir dachte: Jetzt muss ich mal einen Arno Geiger lesen und zwar genau diesen.

Tja, und es war wohl die falsche Wahl?

Wenn ich an die Lektüre zurückdenke, dann fallen mir als Erstes immer die ganzen düsteren, grausamen Szenen ein, die sich nachdrücklich ins Gedächtnis gebrannt haben und alles andere übertünchen. Danach die, wegen derer der Roman als fantastisch und magisch beschrieben wird. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, wie ich begriff, als das erste Mal der Greif auftauchte. Irgendwie war das trotzdem so unerwartet für mich gewesen, das ich es immer noch nicht verstehe, was das sollte. Ansonsten ist es doch ein sehr realistisches und bodenständiges Buch.

Der Schreibstil war wirklich schön und es gibt einige zitierwürdige Weisheiten, das schon, aber entweder ich habe das Buch absolut nicht verstanden (viele andere Rezensent:innen dann aber auch nicht!) oder es ist dieses generelle Problem mit Büchern aus diesem Verlag, das bei mir immer wieder auftritt ... oder ich sollte einfach nochmal ein anderes Buch des Autoren probieren. Dieses hier hat leider gar nicht meinen Geschmack getroffen :(

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Startet stark, lässt stark nach

Das Dickicht
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"Das Dickicht" ist ein Buch, das erstmal viel verspricht. (Und leider wenig hält.) Es startet dann auch echt spannend mit einem richtigen Knall.
Allerdings stellt sich sofort danach heraus, dass es nur ...

"Das Dickicht" ist ein Buch, das erstmal viel verspricht. (Und leider wenig hält.) Es startet dann auch echt spannend mit einem richtigen Knall.
Allerdings stellt sich sofort danach heraus, dass es nur ein Rückblick war, zum Anheizen und ab da lässt der Spannungsbogen drastisch zu wünschen übrig. Zwar gibt es einen aktuellen Fall, der auch spannend ist, aber der ist nach wenigen Seiten auch schon wieder vorbei. Also auch nur ein Anheizer. Danach wird es zäh.
Was ich bei Krimis und Thrillern ja gar nicht leiden kann, ist, wenn die Privatbaustellen der Ermittler den Fall überdecken. Als Nebenhandlung reizt mich das schon auch und ich begleite das dann auch gerne über mehrere Bände. Aber wenn es mehr Raum beansprucht als der eigentliche Fall, nervt es schnell. Zumal es die typischen Klischees sind, die irgendwie jedem Polizisten zugeschrieben werden: Eheprobleme, zuviel Arbeit/ zu wenig Privatleben, Alkohol. Nicht wirklich reizvoll, macht die Protagonisten auch nicht sympathischer.
Dann wird irgendwann der alte Fall auch wieder aufgerollt, aber um ehrlich zu sein, hatte ich die Lektüre dann schon entnervt abgebrochen, zumal von dem ebenfalls versprochenen Humor halt auch nix zu lesen war.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Erwartung und Umsetzung sind zwei verschiedene Welten

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Das war leider eins dieser Bücher, bei denen meine Erwartungen ganz andere waren, als das Buch dann am Ende tatsächlich war.
Der Titel, das Cover (und das Vorsatzpapier!), sowie der Klappentext ließen ...

Das war leider eins dieser Bücher, bei denen meine Erwartungen ganz andere waren, als das Buch dann am Ende tatsächlich war.
Der Titel, das Cover (und das Vorsatzpapier!), sowie der Klappentext ließen mich an eine wenigstens heitere bis maximal lustige Cozy Fantasy Geschichte denken. Dabei hätte der Hinweis auf "Das letzte Einhorn" vielleicht eine Warnung sein müssen, denn das ist ja eine doch eher traurig-melancholische Geschichte.
Zwar gab es den ein oder anderen witzigen Moment, im Großen und Ganzen ist es aber doch ein High Fantasy Buch mit klassischem Heldenquest, aber in abgespeckter Form. Auch geht es mitunter doch sehr brutal und blutig zu.

Die Charaktere bleiben sehr an der Oberfläche und sind noch dazu wandelnde Klischees; manche Erzählstränge verpuffen irgendwie wirkungslos ins Nichts (aber warum fängt man sie dann überhaupt erst an? So dick ist das Buch ja auch nicht, dass man es wegen des Umfangs hätte kürzen müssen?) und die Liebesgeschichte war ebenso vorhersehbar wie - für meinen Geschmack - unromantisch.
Gerade die Teile, die ich interessant fand, wie der Fakt, dass der "Drachenjäger" Abscheu vor seinem Beruf empfindet und Drachlinge als Haustiere hält, dass seine Freunde das heldenhafte Trio durch die Berge verfolgen und die Vorgeschichte des bösen Zauberers, die wurden sehr kurz abgehandelt.
Insgesamt bleibt dadurch der Gesamteindruck unbefriedigend in meiner Erinnerung

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