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Veröffentlicht am 20.09.2024

Schwächer als Band 1

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Die Geschichte bleibt spannend, und ich bin weiterhin sehr interessiert daran, zu erfahren, wie sich all das entwickeln wird, was genau mich in Band drei noch erwartet, und wie sich das ganze am Ende auflösen ...

Die Geschichte bleibt spannend, und ich bin weiterhin sehr interessiert daran, zu erfahren, wie sich all das entwickeln wird, was genau mich in Band drei noch erwartet, und wie sich das ganze am Ende auflösen soll. Vom Plot und Setting her finde ich die Reihe weiterhin spannend, und kann auch durchaus gut in das eintauchen, was passiert.
Leider lassen die Figuren und ihre Beziehungen für mich aber sehr stark zu wünschen übrig. Vieles entsteht eher oberflächlich, ganz besonders die angeblichen Romanzen scheinen eher auf nichts zu basieren (außer dem Fakt, dass es vermutlich auch Romanze geben soll), und die Einstellungen von Menschen zu anderen Leuten oder Dingen wirken so ... ohne Konsequenzen? Serenity ist sauer, dass Leute von ihr wollen, dass sie jemand anderes ist, als sie eigentlich ist, und freut sich, dass Christopher sie einfach sie selbst sein lässt, gleichzeitig verlangt sie von ihm aber eigentlich anderes Verhalten und wünscht sich ihn anders, und irgendwie wird das nie wirklich reflektiert. Niemand will Christopher zuhören aber gleichzeitig soll er sich um alles kümmern. Es gibt riesen Probleme, und dann ist der Lösungsvorschlag von Serenity allen ernstes "ach, wird schon irgendwie werden", was in meinen Augen wirklich sehr fehl am Platz war, und generell scheint niemand wirklich ernstzunehmen, wie riesig das Problem ist, sind dann aber gleichzeitig nicht gut darauf zu sprechen, wenn dann rauskommt, dass es nicht so leicht ist, wie sie sich vorgestellt hätten, so als wäre es die Schuld derjenigen, die die Wahrheit gesagt haben, dass sie nicht vorbereitet gewesen sind. Womit ich leben könnte, weil Menschen sind doof und suchen manchmal Fehler an falschen Orten, aber im Buch wirkt es, als hätte das alles seine Richtigkeit so, und besonders dass Christopher wirklich nicht ein einziges Mal versucht, sich dagegen wirklich zu wehren, hat es für mich oft eher anstrengend gemacht. Auch wirken viele Dinge dann doch eher etwas Klischeehaft (besonders mit George und seinen Fähigkeiten), was ich sehr schade fand, gleichzeitig waren George und Christopher für mich in diesem Buch aber mein absolutes Highlight, weil ich das Gefühl hatte, dass die beiden die einzigen Figuren waren, die tatsächlich irgendwie zusammengearbeitet haben und auch logische Gründe hatten, das zu machen. Bei denen fühlte es sich irgendwie einfach echter an, wenn sie gesprochen haben, als beim Rest. Vielleicht gerade weil sie nicht zwingend Freunde waren, und daher das Buch nicht ganz so gezwungen war, sie wie welche darzustellen (auch wenn sie auch nicht keine Freunde waren), ich weiß es nicht, aber auf jeden Fall konnte ich mit dem Team auf jeden Fall etwas anfangen.
Ich bin durchaus Interessiert an Band drei und gehe nicht unbedingt mit schlechten Erwartungen ans Ende der Reihe, dennoch ist Band 2 eher weniger überzeugend als Band 1 gewesen, sodass ich auch nicht voller Hoffnung fürs Ende bin. Aber das werde ich feststellen, denn schlecht genug, um die Reihe abzubrechen, finde ich sie bisher auf keinen Fall!

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Nicht ganz der richtige Titel

O süßes Nichtstun
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Ich kann mit Gedichten eigentlich meistens nichts anfangen, bin aber durchaus gewillt, mich immer mal wieder an ihnen zu versuchen, weshalb ich, als mir dieses Buch in die Hände fiel, gerne bereit war, ...

Ich kann mit Gedichten eigentlich meistens nichts anfangen, bin aber durchaus gewillt, mich immer mal wieder an ihnen zu versuchen, weshalb ich, als mir dieses Buch in die Hände fiel, gerne bereit war, es zu lesen.
Dadurch, dass es eine Sammlung so vieler Gedichte ist, ist denke ich für jeden etwas dabei, auf jeden Fall gab es für mich sowohl Gedichte, mit denen ich viel anfangen konnte, als auch solche, mit denen das weniger der Fall war, ich könnte allerdings vermutlich eher schlecht bewerten, wie gut die Gedichte wirklich sind, weil ich mich generell nur wenig mit Gedichten auseinandersetze. Andere Leute könnten zweifellos mehr zur Qualität sagen.
Ich würde behaupten, es war einfach eine ganz nette Sammlung (manches besser, manches schlechter), habe aber zum Beispiel das Gefühl, dass der Titel nicht zwingend gut gewählt ist, da es auf mich eher den Eindruck hatte, dass die Gedichte sich eher generell um Zeit drehten, als um Faulheit oder ähnliches. Einige auf jeden Fall, es schien mir aber das falsche übergreifende Thema zu sein.
Was eventuell daran liegt, dass ich ahnungslos bin, eventuell war es wirklich nicht der beste Titel für die Sammlung, nette Gedichte waren aber auch mit falsch gewähltem Titel dabei, und ich hatte nicht das Gefühl, dass das Gesamtwerk ein schlechtes war, nur andere könnten vermutlich mehr damit anfangen.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Leider nicht, was ich von Moers gewohnt bin

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
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Mit Prinzessin Insomnia hatte ich teilweise wirklich ganz schön zu kämpfen. Und nachdem ich das Nachwort gelesen habe, wäre ich eigentlich gerne bereit, dem Buch vieles zu vergeben, und ich habe das Gefühl, ...

Mit Prinzessin Insomnia hatte ich teilweise wirklich ganz schön zu kämpfen. Und nachdem ich das Nachwort gelesen habe, wäre ich eigentlich gerne bereit, dem Buch vieles zu vergeben, und ich habe das Gefühl, dass es vielleicht doch besser war, als ich dachte, einfach für das, was es ist, aber leider ändert das nichts an den Umständen, dass es sich in meinen Augen um ein eher anstrengendes Buch handelte.
Die Idee finde ich erst einmal wirklich toll, und auch die Illustrationen von Rode sind absolut fantastisch. Sie hat da wirklich ganze Arbeit geleistet, und ich liebe es, wie das Zusammenspiel von Bildern und Geschichte funktioniert, und auch, dass die Seiten, auf denen immer verschiedene "Arten" von Dingen vorgestellt werden (Kissen, Schränke, ...), immer exakt 26 Bildchen haben, für jeden Buchstaben eines, fand ich wirklich gut gemacht. Es passt zur Prinzessin, die so viel mit Worten und Büchern anfangen kann, und es passt auch zum Buch insgesamt, in dem Worte ja durch Dylia immer wieder eine wichtige Rolle spielen.
Auch war die Prinzessin durchaus eine Interessante Hauptfigur, ebenso wie der Nachtmahr ein interessanter Gegenspieler war, und die Welt hat mir wirklich gut gefallen.
Leider mochte ich die Prinzessin und den Mahr vom Charakter her aber beide nicht besonders, sie wurden für mich nie so richtig greifbar und wirkten beide immer eher etwas überheblich als irgendetwas anderes, und manche Twists im Buch waren recht vorhersehbar, was es für mich anstrengender gemacht hat, dass diese immer wieder nur angedeutet, dann aber wirklich bis zum Ende zurückgehalten wurden.
Auch hat der Schreibstil mich diesmal leider überhaupt nicht mitreißen können. Ich mag Worte, mir hat auch die Idee mit den Pfauenwörtern gefallen, und gerade mit den zwischendurch immer wieder bunten Buchstaben auch im Text mochte ich das alles auch optisch sehr gerne, teilweise fand ich es aber leider dennoch sehr ermüdend, mich durch so viele Definitionen oder Aufzählungen von Wörtern zu kämpfen, die mir eigentlich alle nichts sagen, und wann immer der Mahr versucht hat, Dylia etwas zu erklären, wich es dann doch wieder vom Thema ab, gab ein paar Seiten Gespräche über anderes, und während ich damit an anderen Stellen eigentlich oft auch ganz gut zurecht komme, konnte ich es hier irgendwie nie abwarten, bis es wieder zur eigentlichen Erklärung zurückgehen würde und dann auch die beendet wäre, weil es mir alles viel zu lange dauerte. Ich habe einen Teil des Buches auch als Hörbuch gehört, das hat auf jeden Fall geholfen, es nicht selbst lesen zu müssen hat es um einiges angenehmer gemacht, aber alles, was ich selbst gelesen habe, war für mich einfach unglaublich langwierig. Ich habe dieses Buch sogar zwei Mal begonnen, weil ich beim ersten mal nie über Seite 32 hinausgekommen bin, und ohne Hörbuch hätte ich vermutlich auch diesmal wieder aufgegeben, aber so war es ein 50/50 zwischen lesen und hören, und das war akzeptabel.
Also an sich eine wirklich schöne Idee, und ganz fantastische Illustrationen, in meinen Augen (und nach meinen Erinnerungen) aber nicht mit dem Stil anderer Bücher von Moers zu vergleichen, die ich bisher gelesen habe, und daher trotz allem leider eher ein ziemlicher Kampf für mich.

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Veröffentlicht am 21.08.2024

Super Setting und Idee, will aber in etwas zu viele Richtungen gleichzeitig

Ein Mädchen namens Willow 1: Ein Mädchen namens Willow
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Das Setting hat mir wirklich gut gefallen, und der Anfang des Buches war richtig gut gemacht. Willow ist eine sehr liebenswerte Hauptfigur, und ihren Wald mit ihr gemeinsam kennenzulernen hat beim Lesen ...

Das Setting hat mir wirklich gut gefallen, und der Anfang des Buches war richtig gut gemacht. Willow ist eine sehr liebenswerte Hauptfigur, und ihren Wald mit ihr gemeinsam kennenzulernen hat beim Lesen auf jeden Fall Spaß gemacht. Außerdem hat man wirklich sehr gemerkt, wie glücklich das alles sie macht, was mich total gefreut hat.
Die Illustrationen haben mir auch gut gefallen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass einige Perspektiven Ceccarelli eindeutig mehr lagen, da je nach Bild die gezeichneten Personen wirklich sehr unterschiedlich aussehen können, und einige Illustrationen sehr sanft und zart sind während andere wesentlich kräftiger wirken (mindestens ein paar Linien immer), die mir zum Buch leider nicht so ganz zu passen schienen, einfach weil die zarten Zeichnungen etwas sehr viel magischeres hatten. Trotzdem waren die Illustrationen aber nie unpassend und eine schöne Ergänzung zur Geschichte.
Die hat mir theoretisch auch gefallen, gerade wie gesagt der Anfang, verlief sich für mich dann aber etwas zu sehr in zu viele Richtungen, die aber auch oft zwischendurch vergessen wurden, und ich war alles in allem nicht ganz zufrieden mit dem Tempo, in dem das Buch geschrieben ist. An einigen Stellen ging es sehr langsam voran, an anderen dann ganz schnell, Personen tauchten auf und waren eine riesen Sache, und wurden dann ewig nicht oder sogar nie wieder erwähnt, Konflikte werden eingefühlt, um dann lange ignoriert oder ebenfalls vergessen zu werden, und Willow hat sehr lange Pläne, die sie dann plötzlich aus dem nichts beiseite schiebt, weil es doch nicht richtig wäre, obwohl sie da zuvor noch nie auch nur dran gedacht hat. Auch gibt es recht viele Momente, in denen (hauptsächlich) Willow Vorurteile oder sehr klare Vorstellungen hat, und dann wirkt es mit einem einfachen Hinweis oder so wie eine 180-Grad-Wende und plötzlich ist doch alles in Ordnung. Was nicht heißt, dass ich nicht mochte, dass sie sich weiterentwickelt hat, das war auf jeden Fall gut, aber das Buch schien mit den Entwicklungen nicht wirklich Zeit zu verschwenden, sondern sich lieber auf anderes zu konzentrieren. Was auch in Ordnung ist, vielleicht hätte sonst das andere gefehlt, aber eigentlich wäre in meinen Augen beides angebracht gewesen, und nur eins zu bekommen fühlte sich manchmal etwas unvollständig an. Genau dieses Gefühl der Unvollständigkeit hatte ich leider auch bei Willows Vater, der sehr spärlich erwähnt wird, und wenn, dann eigentlich immer nicht den besten Eindruck macht. Dabei hat er offensichtlich ein gutes Verhältnis zu Willow, oder soll eins haben, aber das wurde für mich einfach nicht so wirklich deutlich, da er Willow eigentlich nie zuhört und immer gerade anderes zu tun hat, was ich sehr schade fand.
Alles in allem war es trotzdem eine süße Geschichte, die Mädchen waren ziemlich in Ordnung und die Freundschaft, Magie und der Wald sehr schön dargestellt, an sehr vielen Stellen wirkte die Geschichte aber auf mich unvollständig oder als wäre sie zu schnell heruntergeschrieben worden, sodass trotz interessanter Idee die Umsetzung häufig eher etwas zu wünschen übrig ließ.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Leider eher schwache Umsetzung einer sehr schönen Idee

Hey, Milla! (Band 1) - Mein geheimer Wünschesommer
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Die Buch-Idee zu Hey, Milla! gefällt mir wirklich gut. Milla ist als Hauptfigur sehr sympathisch und einen Charakter mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (oder anderen Schwierigkeiten), in dem Kinder sich wiedererkennen ...

Die Buch-Idee zu Hey, Milla! gefällt mir wirklich gut. Milla ist als Hauptfigur sehr sympathisch und einen Charakter mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (oder anderen Schwierigkeiten), in dem Kinder sich wiedererkennen können, sehe ich immer gerne.
Leider arbeitet das Buch auch sehr viel mit Klischees, Oberflächlichkeiten, und ich hatte das Gefühl, dass es für Kinder zum Lesen tatsächlich gar nicht so geeignet ist. Nicht inhaltlich, und gerade zum Vorlesen passt es bestimmt super, aber es tauchen sehr viele Englische Worte auf, öfter Dialekte, und Worte sind regelmäßig durchgestrichen, um dem Buch etwas mehr Leben einzuhauchen. Was durchaus gelungen ist, aber ich habe das Gefühl, dass gerade Kinder mit LRS so einiges an Schwierigkeiten haben könnten, da so ein paar Dinge zu entziffern, und irgendwie sorgt das dafür, dass ich Milla als Hauptfigur nicht ganz so sehr zu schätzen weiß.
Auch gibt es zwar einige Vorurteile, die am Ende widerlegt werden, aber die längste Zeit wird Milla für ihre LRS eher gehänselt und von Leuten oder sich selbst als blöd bezeichnet, was mir doch ziemlich negativ aufgefallen ist, gerade weil klar ist, dass sie LRS hat, und solche Dinge kann und sollte man eindeutig besser angehen, und ich hatte leider die längste Zeit das Gefühl, dass das Buch eher ein negatives Bild auf LRS wirft, obwohl das ganz eindeutig nicht das Ziel war.
Wenn man davon absieht war die Geschichte allerdings ganz süß, auch mit einigen Schwächen, und die Figuren und Millas Abenteuer waren durchaus sehr liebenswert. Es hat leider nicht ausgereicht, damit ich über die in meinen Augen (wer weiß, vielleicht schätze ich die Lesbarkeit für Kinder mit LRS auch ganz falsch ein) Schwächen hinwegsehen konnte, aber wenn man es einfach nur als Kinderbuch liest/vorliest, dann ist die Geschichte vermutlich in Ordnung, auch mit ihren Schwächen. (Auch dann nicht zwingend ein Meisterwerk, und bei vielem habe ich das Gefühl, dass die Geschichte es sich wirklich sehr einfach gemacht hat, aber sie ist schon ganz okay, denke ich, und wird für mich nur aktuell generell vom Aufbau des Buches/den gröberen Schwierigkeiten in meinen Augen eher überschattet.)

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