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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2025

sehr erotisch

Sidebitch 2
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Ich muss ehrlich sagen: Dieses Buch hat mich auf eine ganz eigene Art überrascht. Anfangs wusste ich nicht so recht, was mich erwartet. Der Titel klang provokant, vielleicht sogar etwas klischeehaft, ...

Ich muss ehrlich sagen: Dieses Buch hat mich auf eine ganz eigene Art überrascht. Anfangs wusste ich nicht so recht, was mich erwartet. Der Titel klang provokant, vielleicht sogar etwas klischeehaft, aber ich war neugierig.

Julia eine erfolgreiche Architektin, die immer wieder in Affären schlittert. Ihre Mischung aus Stärke, Verletzlichkeit und diesem ständigen inneren Konflikt hat mich berührt. Sie wirkt real, manchmal widersprüchlich, manchmal verloren.
Was mir besonders gefallen hat, war die Begegnung mit Greta. Diese Gespräche hatten Tiefe.
Der Schreibstil war direkt und ehrlich. Die erotischen Szenen waren detailreich und sehr dominant im ganzen Buch verteilt.
Fazit:
„Sidebitch“ war für mich kein typischer Erotikroman. Es war ein Blick in eine Seele, die sich nach Liebe sehnt, allerdings leider sehr oft vorhersehbar.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

sehr gefühlvoll

Rückkehr nach Budapest
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Cousinen Marta und Theresa.
Marta lebt mit ihrer deutschen Mutter und ihrem ungarischen Vater in Ungarn. Ihre Mutter verlässt die Familie. Sie erträgt die Alkoholabhängigkeit des Mannes nicht ...

Cousinen Marta und Theresa.
Marta lebt mit ihrer deutschen Mutter und ihrem ungarischen Vater in Ungarn. Ihre Mutter verlässt die Familie. Sie erträgt die Alkoholabhängigkeit des Mannes nicht mehr und lässt Marta bei ihrem Vater. Marta lernt ihren jetzigen Mann kennen. Dieser unterstützt Marta und ihren Vater. Doch Marta bricht aus der Situation aus und flieht zu ihrer Cousine Theresa nach Ostberlin. Von dort aus beginnt die Reise.
Die Geschichte findet vor der Wende satt und der Sozialismus hat die DDR noch immer fest im Griff. Die beiden Cousinen lernen Konstatin kennen. Er ein systemkritischer Schriftsteller und gefangen in der Zeit des Sozialismus. Beide Frauen verlieben sich in ihn, doch Konstantin entscheidet sich für Theresa. Der Verrat liegt schwer und reißt die zwei Cousinen endgültig auseinander. Die Beziehung zwischen den Beiden ist auch bis zum Tod von Theresa nicht mehr zu kitten.
Die Charaktere sind liebevoll und sehr detailliert ausgearbeitet und beschrieben. Marta und Theresa sind absolut unterschiedlich dargestellt. Marta zweifelt an sich und der Welt und ist sehr zurückhaltend. Sie ist ein Leben lang auf der Suche nach der Liebe und rennt hinter ihr hinterher. Therese dagegen hat ein großes Selbstbewusstsein und lebt dies auch aus. Sie ist für jeden Spaß zu haben und impulsiv in ihren Entscheidungen.
Der Sozialismus ist in jedem Satz spürbar. Vor allem als Schriftsteller und Systemkritiker hatte man es in der Zeit des Sozialismus sehr schwer. Freie Äußerungen waren dort nicht gewünscht und man wurde für diese ins Gefängnis gebracht. Auch nach der Wende ist diese Prägung in der Geschichte noch immer zu spüren.
Die Geschichte reißt einen mit und man ist schnell in der Zeit und leidet und (ver)zweifelt mit den unterschiedlichen Charakteren. Hat man mit dem Buch einmal angefangen, muss man es unbedingt zu Ende lesen. Auch wenn der mittlere Teil sehr langatmig ist.
Das Buch empfehle ich jeden, der politisch hochbedeutende und dramatische Geschichten mit ein bisschen Liebeskummer mag.


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Veröffentlicht am 22.09.2024

Vom One-Night-Stand zur wahren Liebe?

Midsummer House
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Geschichte: Charlotte ist ein Mensch, der die Dinge gerne unter Kontrolle hat. Dafür schreibt sich sehr gerne Listen. Als es ihr auf eine Preisverleihung in Edinburgh zu langweilig wird und fluchtartig ...

Geschichte: Charlotte ist ein Mensch, der die Dinge gerne unter Kontrolle hat. Dafür schreibt sich sehr gerne Listen. Als es ihr auf eine Preisverleihung in Edinburgh zu langweilig wird und fluchtartig die Feierlichkeit verlässt trifft sie einen hübschen jungen Mann namens Rob. Nur für diese eine Nacht wird Charlotte zu Lotte und lässt sich fallen. Am nächsten Tag kehrt sie in ihr Heimat Applemore zurück. Zurück an diesem Ort, kämpft sie für ihre Träume. Sie will unbedingt Midsummer House kaufen. Doch die Besitzerin Frances macht es ihr nicht einfach. Sie muss für 3 Monate das Haushüten und erst dann wird sie sich entscheiden. Zwischenzeitlich kommt ihr Neffe Rob zu Besuch und bleibt unverhofft. So muss sich Charlotte überraschenderweise mit ihrem One-Night-Stand arrangieren und zusammenleben, um das Haus vielleicht irgendwann kaufen zu können. Doch für Rob hängen viele Erinnerungen an diesem Haus und er meldet auch Interesse an.
Fazit: Einige wenige Bücher wo mir das Cover sehr gut gefällt, weil es ein Teil der Geschichte zeigt. Die Geschichte selbst hat eine schöne Vorgeschichte und man fiebert so ein bisschen mit, ob Charlotte das Haus bekommt oder nicht. Die Geschichte ist von Anfang an aber sehr durchschaubar. Leider nichts neues, sondern nur eine normale Liebesgeschichte. Schade. Ich hätte mir mal was Neues gewünscht. Wer allerdings auf klassische leichte Liebesgeschichten steht, ist hier richtig. Eine absolute leichte Sommerlektüre. Dafür ist sie absolut zu empfehlen. Es lässt sich super lesen und von den Essensbeschreibungen bekommt man Hunger. Also ich hole mir jetzt einen frischen Bagel

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Veröffentlicht am 20.08.2024

Die Suche nach dem Perser

All das Böse, das wir tun
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Diese Rezension zu schreiben viel mir persönlich sehr schwer. Ich bin von dem Buch hin und her gerissen. Aber mal von Anfang an. „All das Böse das wir tun“ ist von Sandrone Dazieri geschrieben worden und ...

Diese Rezension zu schreiben viel mir persönlich sehr schwer. Ich bin von dem Buch hin und her gerissen. Aber mal von Anfang an. „All das Böse das wir tun“ ist von Sandrone Dazieri geschrieben worden und von Claudia Franz ins deutsche übersetzt worden. Das Cover komplett in schwarz gehalten und sogar die Buchaußenseiten sind schwarz. Das Cover ist sehr einfach, aber hat mich irgendwie sofort gefesselt. Sandrone Dazieri ist einer der erfolgreichsten Krimidrehbuchautoren Italiens. Dies merkt man auch in diesem Buch. Beim Lesen konnte man sich sehr viele Dinge anschaulich vorstellen. Das Buch hat zwei Geschichten. Die eine Geschichte im hier und jetzt und die andere 30 Jahre zuvor. Im heutigen Italien wird eine 17-jährige Schülerin entführt. Der Grund ist für ihre Familie unbegreiflich, daher setzt ihre Tante Himmel und Hölle in Bewegung, um sie zu finden. Ihre Tante, Francesca Cavalcante, eine erfolgreiche Anwältin, gibt sich die Schuld und sucht in den alten Fällen nach einem Grund. Sie stößt nach kurzem Suchen auf den „Perser“ Der für diese Taten verurteile Contini stirbt weniger später im Gefängnis. Francesca hat vor 30 Jahren Contini erfolglos vertreten. Doch schon früher hatte Francesca Zweifel an der Schuld von Contini. Will sich da jemand an ihr rächen oder mordet der „Perser“ weiter? Bei den privaten Ermittlungen von Francesca trifft sie auf Gerry. Wer ist Gerry und wo kommt er her? Kann sie ihm Vertrauen? Eine wilde Reise durch die Vergangenheit und Gegenwart steht den Beiden bevor.
Parallel dazu wird die Geschichte der Verhaftung und das Ergreifen des Serienkillers vor 30 Jahren erzählt. Polizistin Itala Caruso, die Königin genannt, trägt dazu bei, dass der Perser gefasst und verurteilt wird. War er wirklich der Serienkiller? Italia kommen zweifeln, als der unschuldige Täter im Knast ums Leben kommt. Sie will das Unrecht wieder geradebiegen, oder will sie nur ihre Haut retten?
Fazit: Die Sprünge in diesem Buch sind manchmal etwas schwierig und man verliert leider manchmal den Überblick über die wichtigen Personen. Der Anfang und das Ende sind sehr spannend schrieben und man kann das Buch nicht weglegen. Allerdings der mittlere Teil ist sehr undurchsichtig und teils sehr langatmig, aber es lohnt sich.
Das Buch endet nämlich mit einem Knall und einer großen Überraschung.
Nach diesem Ende hoffe ich auf eine Vorsetzung mit dem sehr charmanten Gerry. Es lässt hoffen, dass der hoch intelligente und sympathische Soldat nochmal einen Fall bekommt. Ich werde mir das Buch dann auf jeden Fall kaufen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

#MeToo

Gerächt sein sollst du
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„Gerächt sein sollst du“ hat mich mit seiner ruhigen, aber intensiven Erzählweise beeindruckt. Die Geschichte ist emotional berührend und zugleich spannend aufgebaut. Besonders gut gefallen hat mir die ...

„Gerächt sein sollst du“ hat mich mit seiner ruhigen, aber intensiven Erzählweise beeindruckt. Die Geschichte ist emotional berührend und zugleich spannend aufgebaut. Besonders gut gefallen hat mir die Perspektivwechsel zwischen Polizei und Journalismus – zwei ganz unterschiedliche Herangehensweisen, die dennoch beide zum Ziel führen. Es war faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich Wahrheit und Gerechtigkeit betrachtet werden können, je nachdem, aus welcher Richtung man sich nähert.
Die Figuren wirken authentisch, ihre inneren Konflikte sind nachvollziehbar und glaubwürdig beschrieben. Gerade das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere sorgt für eine besondere Dynamik, die mich als Leserin mitgenommen hat.
Ein zentrales Thema des Buches – sexualisierte Gewalt an Frauen – ist bedrückend und wichtig zugleich. Tuokko behandelt es mit großer Ernsthaftigkeit und ohne Effekthascherei. Die Geschichte ist dabei auch ein Spiegel gesellschaftlicher Debatten rund um #MeToo, Machtmissbrauch und die Frage, wie Betroffene gehört und geschützt werden. Es geht nicht nur um einen Kriminalfall, sondern um Strukturen, Schweigen und darum, wie schwer es sein kann, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass mich das Ende etwas enttäuscht hat. Der Täter kam für mich zwar überraschend, aber seine Enthüllung wirkte etwas zusammenhanglos – fast, als hätte er mit der eigentlichen Geschichte wenig zu tun. Das hat den ansonsten starken Aufbau leider etwas geschwächt.
Trotzdem bleibt „Gerächt sein sollst du“ ein lesenswertes Buch, das kluge Themen anschneidet, emotional nachwirkt und wichtige Fragen stellt. Es regt zum Nachdenken an und bleibt in Erinnerung – nicht zuletzt wegen seiner atmosphärischen Sprache und der klugen Struktur.

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