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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Humorvoll, spannend und gut geschrieben

Death at Morning House
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Das Cover gefällt mir sehr gut, weil es klassische Horrorelemente (gruseliges, altes Haus) mit etwas neuem und frischem (Blut in Neongelb statt in Rot) vereint. Dadurch wirkt es auf mich sehr ansprechend.

Weil ...

Das Cover gefällt mir sehr gut, weil es klassische Horrorelemente (gruseliges, altes Haus) mit etwas neuem und frischem (Blut in Neongelb statt in Rot) vereint. Dadurch wirkt es auf mich sehr ansprechend.

Weil es für mich das erste Buch der Autorin war, war ich sehr gespannt auf ihren Schreibstil. Ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Sie schreibt sehr locker und leicht, zudem auch etwas humorvoll. Am Anfang musste ich allerdings etwas öfter schmunzeln, der Humor zieht sich leider nicht so ganz durch. Aber Rückblickend wäre das bei den Sachen die passieren wohl auch etwas zu makaber für ein Jugendbuch.

Marlowe lernt man über die Geschichte hinweg ausreichend kennen. Die meisten anderen Jugendlichen bleiben etwas blasser, aber ich bin der Meinung, dass das auf der Kürze der Seiten auch nicht wirklich anders möglich gewesen wäre. Für mich war es in Ordnung. Ich fand das Buch nun nicht super spannend, aber spannend genug um mein Interesse aufrecht zu erhalten. Die Geschichte an sich fand ich ziemlich ausgefeilt und mochte die eingebauten Plottwists. Über das Ende lässt sich streiten. Ich fand das Mordmotiv in der Gegenwart ein bisschen zu wenig, aber wer weiß wozu instabile Menschen im Affekt in der Lage sind.

Ganz besonders mochte ich natürlich das Setting! Die Insel mit dem alten Haus hat schon echt etwas geheimnisvolles! Die Gegenwarts- und die Vergangenheitsgeschichte werden sehr schön miteinander verwebt und man erhält die Informationen die man zum Miträtseln braucht immer peu à peu. Ich mochte das Buch und kann es deshalb weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Toll geschrieben und sympathische Protagonistin

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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Angesprochen hat mich vor allem das wunderschön gestaltete Buchcover. Ich liebe den Illustrationsstil und die Farbstimmung.

Das Buch und der Fall sind selbstverständlich nicht extrem komplex oder so spannend, ...

Angesprochen hat mich vor allem das wunderschön gestaltete Buchcover. Ich liebe den Illustrationsstil und die Farbstimmung.

Das Buch und der Fall sind selbstverständlich nicht extrem komplex oder so spannend, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen, aber das kann man meiner Meinung nach bei einem Jugendbuch auch nicht erwarten. Ich mochte das Setting echt gern, hatte etwas märchenhaftes an sich, vor allem auch dadurch, dass Mika ein Waisenkind ist. Mika ist super sympathisch, ich mochte ihre ruhige, aber dennoch bestimmte Art sehr. Schön fand ich auch, wie sie alles genaustens wahrnimmt, auch wenn der Grund dafür traurig ist. Der Detective, mit dem sie ermittelt, wird über die Geschichte hinweg sympathischer und entpuppt sich als recht guter Kerl.

Der Schreibstil ist wirklich gut zu lesen und angemessen für ein Jugendbuch. Es gibt ein paar Gewaltszenen, schließlich gibt es ja auch einen Mord, aber die sind nicht brutal oder grausam beschrieben. Der Fall ist mit dem Buch abgeschlossen und aufgelöst, aber ich denke, dass noch mehr Mika Mysteries folgen werden. Es liest sich ein bisschen wie Enola Holmes, nur das ich Mika sympathischer fand.

Die Sprecherin hat mir gut gefallen. Sie liest in einer ordentlichen Geschwindigkeit und betont gut, hat eine angenehme Stimme. Ich konnte ihr sehr gut folgen.

Somit kann ich sowohl das Buch, als auch das Audiobuch wirklich empfehlen!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Unterhaltsamer und sehr humorvoller cozy Krimi

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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Das Buchcover finde ich gestalterisch nun nicht komplett herausragend, es ist aber insgesamt recht stimmig und passend zur Geschichte gestaltet. Das englische Cover wirkt insgesamt etwas runder. Aber es ...

Das Buchcover finde ich gestalterisch nun nicht komplett herausragend, es ist aber insgesamt recht stimmig und passend zur Geschichte gestaltet. Das englische Cover wirkt insgesamt etwas runder. Aber es geht hier ja vorwiegend um den Inhalt!

Die Idee ist nicht bahnbrechend, aber doch seht solide und macht Spaß. Das sich der Autor ab klassischer Krimiliteratur wie "Mord im Orientexpress" bedient hat, dürfte jedem klar sein. Diesen Ansatz hat er jedoch mit seinen eigenen Ideen und seinem Humor gefüllt, sodass das Buch wirklich Spaß macht. Der Mord ist zwar das Leitthema des Krimis, im Vordergrund stehen aber eher die originellen Charaktere. Diese sind alle etwas überzeichnet und speziell, was ich für Autoren aber nicht schlimm finde. Die Art des Humors muss man eben mögen, Leute die zum Lachen in den Keller müssen haben hier sicherlich keinen Spaß.

Der Schreibstil lässt sich sehr locker und leicht lesen, wie gesagt mit viel Humor gepaart. Geschildert wird der Mord und die Ermittlung aus der Sicht von Ernest – einen Bestseller Autoren. Anzumerken wäre noch, dass es sich hier um den zweiten Teil handelt und man als Leser:in bestimmt mehr Spaß hat, wenn man den ersten Band zuerst liest. Ich kann die Reihe bisher jedenfalls empfehlen!

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Pilze, Geheimnisse und Schrecken: Ein neuer Blick auf den Usher-Mythos

Was die Toten bewegt (Eine packende und atmosphärische Nacherzählung von Edgar Allan Poes Klassiker "Der Untergang des Hauses Usher")
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„Was die Toten bewegt“ von T. Kingfisher ist eine packende Neuinterpretation von Edgar Allan Poes Der Untergang des Hauses Usher, die klassische Gothic-Elemente mit originellen Ideen verwebt. Kingfisher ...

„Was die Toten bewegt“ von T. Kingfisher ist eine packende Neuinterpretation von Edgar Allan Poes Der Untergang des Hauses Usher, die klassische Gothic-Elemente mit originellen Ideen verwebt. Kingfisher erschafft eine unheimliche Atmosphäre voller bizarrer Details – von geheimnisvollen Pilzen bis zu einem beunruhigend lebendigen Anwesen und seltsamen Ereignissen – die den Leser sofort in ihren Bann zieht.

Besonders gelungen ist der trockene Humor der Hauptfigur Alex Easton, der dem düsteren Setting eine frische Note verleiht. Auch die Nebenfiguren, wie der exzentrische Mykologe Denton und die pragmatische Miss Potter, tragen zur Vielfalt und Tiefe der Erzählung bei und sorgen für unterhaltsame Dynamiken.

Kingfishers Talent für Atmosphäre ist bemerkenswert: Die Beschreibungen der verfallenden Usher-Villa und der bedrohlichen, von Pilzen überwucherten Umgebung sind so anschaulich, dass sie beim Lesen fast greifbar wirken. Gleichzeitig balanciert die Autorin die düsteren, unheimlichen Elemente mit einem Hauch von Ironie, was dem Roman eine einzigartige und unerwartet leichte Note verleiht. Die Autorin versteht es, die Spannung stetig zu steigern, ohne auf platte Schockeffekte zu setzen. Ihre sprachliche Präzision und das Geschick, subtile Bedrohungen zu beschreiben, machen das Buch zu einem atmosphärischen Genuss. Dennoch sollten sehr zartbesaitete Menschen lieber vom Lesen des Buches absehen, An der ein oder anderen Stelle ist es schon recht eklig beschrieben, was für mich persönlich aber kein Problem dargestellt hat.

„Was die Toten bewegt“ ist ein spannender, atmosphärischer Horrorroman, der klassischen Stoff auf moderne und einfallsreiche Weise neu belebt – gruselig und mit einem Hauch schwarzen Humors. Eine perfekte, kurze Lektüre für den Herbst!

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Ein Herz für Bösewichte

Long Live Evil
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Long Live Evil war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Ihr Schreibstil ist locker und leicht, humorvoll und sarkastisch, was dem ...

Long Live Evil war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Ihr Schreibstil ist locker und leicht, humorvoll und sarkastisch, was dem eher schweren Thema an der ein oder anderen Stelle die Schärfe nimmt.

Allein schon die Idee hinter dem Buch fand ich extrem gut. Zum Einen, weil es originell ist, dass wir endlich mal einen Schurken begleiten, zum Anderen aber auch, weil es gepaart mit dem Thema Krebs wirklich im Gedächtnis bleibt. Es ist wie gesagt kein leichtes Thema und die Autorin bringt den Ernst der Lage und wie viel es den betroffenen Menschen abverlangt auf den Punkt.

Rae mochte ich als Protagonistin sehr. Auch ihre Betrügereien und Schurkereien haben mein Herz für die Bösewichte bzw. moralisch graue Charaktere höher schlagen lassen. Aber nicht nur Rae ist ein denkwürdiger Charakter, sondern auch der Rest der Clique, die sie begleitet, ist gut ausgearbeitet. Mir persönlich ist Key ans Herz gewachsen, da unser kleiner Psycho viele denkwürdige Momente hat, aber ich denke, dass viele Leute auch Cobra mögen werden, und vor allem Lia ist vielschichtiger als man erwarten könnte. Es stimmt, dass viele der fiktiven Charaktere geschaffen wurden, um eine Rolle in der Welt von Long Live Evil spielen, aber selbst in diesen Fällen gibt Brennan ihnen genug Freiheiten, um zu überraschen.

Es gab auf jeden Fall ein paar überraschende Wendungen und insgesamt war das Buch wirklich spannend. Beim zweiten Teil bin ich definitiv auch wieder dabei und kann das Buch dementsprechend auch empfehlen!

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