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Veröffentlicht am 23.09.2024

Konnte mich nur teilweise überzeugen

Spellshop
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Ich hatte mich im Vorfeld sehr auf dieses Buch gefreut, leider konnte es mich am Ende nur teilweise überzeugen.
Die introvertierte Kiela ist Bibliothekarin und muss aus Alyssium flüchten, da es Unruhen ...

Ich hatte mich im Vorfeld sehr auf dieses Buch gefreut, leider konnte es mich am Ende nur teilweise überzeugen.
Die introvertierte Kiela ist Bibliothekarin und muss aus Alyssium flüchten, da es Unruhen in der Stadt gibt und ihre geliebte Bibliothek in Flammen steht. Zum Glück kann sie zusammen mit ihrem Freund Caz, einer lebendigen Pflanze, ein paar Bücher retten. Sie flüchtet auf die kleine Insel Caltrey, auf der das alte Cottage ihrer Eltern steht. Sie beginnt ein neues Leben und eröffnet einen kleinen Laden, in dem sie unter anderem Marmelade anbietet. Schnell merkt sie, dass die Insel einige Probleme hat, bei denen sie vielleicht helfen könnte.
Gut gefallen haben mir der eindrückliche und detailverliebte Schreibstil, die magische Welt mit den vielen magischen Geschöpfen, gerade die sprechenden Pflanzen haben es mir sehr angetan, und die herzliche Gemeinschaft der Inselbewohner. Eigentlich alles, was man für einen cosy Fantasyroman braucht.
Allerdings ist das Worldbuilding nur oberflächlich ausgearbeitet, einige Punkte werden angedeutet, dann aber nicht näher erklärt. Stattdessen passieren ständig irgendwelche Dinge. Gerade ab dem Plottwist war ich nur noch genervt, weil es sich für mich nach unnötigem Drama angefühlt hat. Die Autorin wollte hier wahrscheinlich mehr Tempo einbauen, was ihr meiner Meinung nach aber nicht gelungen ist. Eigentlich besteht das Buch ab einem gewissen Punkt nur noch aus den inneren Konflikten der Protagonistin und dem nächsten Drama.
3,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Mosaik einer Straße

Die Straße
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Mit "Die Straße" erzählt Robert Seethaler vom Alltag einer ganz normalen Wohn- und Geschäftsstraße. Über den Zeitraum eines Jahres begleiten wir die Straße und ihre Bewohner, mal länger, mal nur für einen ...


Mit "Die Straße" erzählt Robert Seethaler vom Alltag einer ganz normalen Wohn- und Geschäftsstraße. Über den Zeitraum eines Jahres begleiten wir die Straße und ihre Bewohner, mal länger, mal nur für einen kurzen Moment. Manche Figuren tauchen immer wieder auf, andere verschwinden nach wenigen Seiten wieder.

Die Form des Romans ist dabei wirklich besonders und sicher nicht für jeden etwas. Deshalb würde ich empfehlen, vorher auf jeden Fall eine Leseprobe zu lesen. Das Buch besteht nicht aus einem klassischen Fließtext, sondern eher aus vielen einzelnen Teilen: Gesprächsfetzen, Monologen, Briefen, Bekanntmachungen und kurzen Szenen. Nach und nach setzt sich daraus ein Gesamtbild zusammen, fast wie ein Mosaik. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst durch die Straße zu laufen und überall kleine Eindrücke aufzuschnappen.

Am Anfang fand ich das richtig toll und musste oft über die Bewohner schmunzeln. Mit der Zeit hat mich das Buch allerdings ein wenig verloren. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag oder ab welchem Punkt es passiert ist, aber irgendwann hat mich die Geschichte emotional nicht mehr ganz so erreicht wie zu Beginn.

Trotzdem mochte ich die besondere Idee und die Atmosphäre des Buches. Ich habe auch mal kurz in das Hörbuch reingehört und kann das sehr empfehlen: Matthias Brandt spricht die vielen unterschiedlichen Stimmen und Stimmungen wirklich großartig ein.

Insgesamt ein ungewöhnlicher Roman mit interessanter Form und vielen kleinen Beobachtungen über das Leben. 3/5 Sterne

Veröffentlicht am 04.02.2026

Geheimnisse über drei Generationen

Real Americans
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Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Real Americans ist keine schlechte Geschichte, aber sie konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

Der Roman mischt ...

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Real Americans ist keine schlechte Geschichte, aber sie konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

Der Roman mischt viele Genres: Coming-of-Age, Generationenroman, Familiengeschichte, dazu ein guter Schuss Wissenschaft und eine kleine Prise Magie. Es gibt ein großes Geheimnis, dem man im Laufe der Geschichte Stück für Stück näherkommt. Das ist grundsätzlich interessant, hat mich aber kaum mitgerissen und ist recht langatmig erzählt.

Im Mittelpunkt stehen drei Generationen: Lily, ihr Sohn Nick und Lilys Mutter May. May ist während der Kulturrevolution aus China geflohen. Lily lebt nach einer Beziehung, die scheitert, als alleinerziehende Mutter. Ihr Sohn Nick macht sich auf die Suche nach seinem Vater und stößt dabei auf Wahrheiten, die lange verborgen waren.

Das Buch greift viele wichtige Themen auf, wie beispielweise Herkunft, Identität, Fremdheit und Wissenschaftsethik. So gerne ich diese Themen sonst lese, konnte es mich hier nicht mitreißen. Am stärksten fand ich den letzten Teils des Buches, in dem die Oma ihre Geschichte erzählt, aber dieses wiegt den Rest für mich nicht auf.

Veröffentlicht am 20.05.2025

Fast vergessenes Trauma

Am Meer ist es schön
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„Wir haben unsere Narben davongetragen, und die bleiben uns bis ans Ende unseres Lebens. Ich will Gerechtigkeit. Ich will, dass man davon weiß.“ (S.309/310)

In „Am Meer ist es schön“ begleiten wir Susanne, ...


„Wir haben unsere Narben davongetragen, und die bleiben uns bis ans Ende unseres Lebens. Ich will Gerechtigkeit. Ich will, dass man davon weiß.“ (S.309/310)

In „Am Meer ist es schön“ begleiten wir Susanne, deren Mutter im Sterben liegt. Dieses Ereignis reißt alte Wunden auf. Als Kind wurde Susanne aufgrund ihres geringen Gewichts ohne ihre Eltern in ein Kurheim geschickt. Was sie dort erleben musste, verfolgt sie bis heute und auch ihre Mutter trägt die Schuld noch in sich.

Die Geschichte springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was grundsätzlich gut funktioniert, aber teilweise den Lesefluss hemmt, vor allem die Gegenwartskapitel wirken mitunter etwas zäh, die Rückblicke sind teils eindringlich, teils auch etwas schleppend. Dadurch hat auch die emotionale Tiefe gelitten. Trotz der dramatischen Erfahrungen hat mich das Buch nicht so berührt, wie es dieses wichtige Thema eigentlich sollte.

Besonders erschütternd ist die Schilderung der Zustände in den sogenannten "Verschickungsheimen", ein Thema, das fast vergessen scheint und das das Buch trotz mancher Schwächen lesenswert macht. Der Stil ist typisch Leciejewski: etwas kitschig, aber noch im Rahmen. Insgesamt liest sich der Roman zügig, die Umsetzung bleibt jedoch hinter dem wichtigen Thema zurück.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Gilmore Girl Vibes

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Meet me in Autumn ist ein süßes Buch, das ich ganz gerne gelesen habe.
Jeanies Tante Dot will sich zur Ruhe setzen und überlässt ihrer Nichte ihr Pumpkin Spice Café in dem kleinen Städtchen Dream Harbour. ...

Meet me in Autumn ist ein süßes Buch, das ich ganz gerne gelesen habe.
Jeanies Tante Dot will sich zur Ruhe setzen und überlässt ihrer Nichte ihr Pumpkin Spice Café in dem kleinen Städtchen Dream Harbour. Jeanie kommt das sehr gelegen, sie möchte sich unter anderem beruflich verändern. Dream Harbour heißt sie schnell willkommen und auch der grummelige Farmer Logan, hilft ihr beim Ankommen.
Am besten hat mit die Kleinstadtatmosphäre gefallen. Das Städtchen Dream Harbour mit seinen Bewohner hat mich sehr stark an die Serie Gilmore Girls erinnert und auch die Figuren hatten ihre Ähnlichkeiten, so erinnert beispielsweise Logans Charakter an Luke, das war an manchen Stellen vielleicht auch etwas zu viel des Guten. Auch gut fand ich das herbstliche Setting, das wurde die meiste Zeit gut vermittelt.
Sehr gestört hat mich der Spice. Ich bin allgemein kein großer Fan davon, aber hier war er für mein Empfinden auch nicht gutgeschrieben und außerdem auch viel zu langezogen. Ich habe die Seiten dann überblättert, sonst hätte ich es wohl nicht zu Ende gelesen.
Darüber hinaus war es ein nettes Buch, aber mehr nicht.

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