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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2025

Düster

Der Wolf im dunklen Wald
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Um es vorweg zu nehmen: Man muss Teil eins gelesen haben, um den Bezug herstellen zu können. Darauf sollte man die Leser hinweisen.
Der Fall ist komplex. Ein Toter bei einer Jagd. Dem weitere folgen. Was ...

Um es vorweg zu nehmen: Man muss Teil eins gelesen haben, um den Bezug herstellen zu können. Darauf sollte man die Leser hinweisen.
Der Fall ist komplex. Ein Toter bei einer Jagd. Dem weitere folgen. Was wie eine Beziehungstat aussieht, erweist sich als viel komplexer und stellt die Ermittler vor große Herausforderungen, zumal die irgendwie alle „beschädigt“ sind. Die Story ist gut konstruiert, gut umgesetzt, gut erzählt. Die Spannung, die aufgebaut wird, wird durch die vielen Zweifel, Selbstzweifel und Selbstvorwürfe der ermittelnden Kommissarin unterbrochen. Sie selbst ist recht gestört, ihre Tochter auch. Das Trauma ihres extrem gewalttätigen Exmannes und Vaters begleitet beide durch den Alltag, den zu bewältigen sie kaum in der Lage sind. Insofern gehört die Kommissarin eigentlich nicht an diese Stelle und diesen Fall, den sie dennoch löst, weil sie mehr Intuition und Ahnung hat, als ihre Kollegen und Vorgesetzten. Ihr Vorgehen dabei allerdings oft fraglich. So gut die Geschichte und ihre Auflösung ist, so sehr belastet die Gefühlswelt von Carla und ihrer Tochter diese. Es ist ein düsteres, belastendes Umfeld. Und solche gravierenden Fehler wie der, dass Carla die Tür einer Zeugin/Verdächtigen aufbricht und man anschließend festgestellt haben will, dass die Tür nicht aufgebrochen war, sollten einfach nicht vorkommen.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Hält nicht wirklich, was versprochen wird

Echokammer
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„Thrillersensation aus Norwegen“ und „Der beste norwegische Thriller der letzten zehn Jahre“ wird auf dem Klappentext vollmundig versprochen. Nun, diese/r Leser/in kann dies so nicht bestätigen. Voller ...

„Thrillersensation aus Norwegen“ und „Der beste norwegische Thriller der letzten zehn Jahre“ wird auf dem Klappentext vollmundig versprochen. Nun, diese/r Leser/in kann dies so nicht bestätigen. Voller Wendungen, ein stetes Hin und Her, die Leserschaft stets auf unvollständige oder falsche Fährten lockend, das ja. Spannend geschrieben auch. Aber mit so viel politischer Falschheit versehen, mit so vielen überheblichen, unsympathischen Protagonisten durchsetzt, das man einfach nurmehr Abscheu empfindet. Gegenüber den Akteuren, den Drahtziehern, den Mitläufern, wie sie hier präsentiert werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in einem Wahlkampf genau so etwas passiert, wie hier beschrieben. Ist wahrscheinlich schon passiert. Wird wieder so passieren. Skrupellos und unverantwortlich. Da bleibt ein eher schales Gefühl zurück.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Nicht wirklich überzeugend

Racheritual
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„Mit Baxter Kincaid wollte ich eine bodenständige Figur in den Mittelpunkt stellen, einen Mann ohne Superkräfte, der aber trotzdem bereit ist, sein Leben zum Schutz der Menschen in seiner Stadt aufs Spiel ...

„Mit Baxter Kincaid wollte ich eine bodenständige Figur in den Mittelpunkt stellen, einen Mann ohne Superkräfte, der aber trotzdem bereit ist, sein Leben zum Schutz der Menschen in seiner Stadt aufs Spiel zu setzen“, beschreibt der Autor den Hintergrund zu seinem neuen ‚Serienhelden’ Das ist ihm soweit auch gelungen. Fast kommt einem der ständig koksende Kincaid sogar ein wenig naiv, auf jeden Fall planlos vor. Wenn aber mal keine Superhelden im Mittelpunkt stehen sollen, warum stellt der Autor seinem neuen Protagonisten dann mit Corin eine Frau an die Seite, die genau das zu sein scheint und warum muss auch der Gegner einer sein, der offenbar über alle Mächte der Welt verfügt und fast immer reüssiert und die anderen wie die letzten Deppen dastehen lässt. Diese Geschichte um den sogenannten Ravenkiller, der durch eine List vor fast einem Jahrzehnt überführt werden konnte erscheint in allen Aspekten überzogen. Man möchte meinen, selbst der Durchgeknallteste verhält sich nicht so. Rasant und spannend geschrieben – das auf alle Fälle. Aber die Geschichte selbst überzeugt nicht wirklich. Auch nicht der überbordende Altruismus von Kincaid.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Rätselhaft

Das mörderische Christmas Puzzle
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Ein Puzzle um Leben und Tod. Was zunächst wie ein schlechter Scherz aussieht, entpuppt sich als blutiger Ernst. Weihnachtshasserin Edie O’Sullivan soll ein unvollständiges Puzzle zusammenfügen, sonst werden ...

Ein Puzzle um Leben und Tod. Was zunächst wie ein schlechter Scherz aussieht, entpuppt sich als blutiger Ernst. Weihnachtshasserin Edie O’Sullivan soll ein unvollständiges Puzzle zusammenfügen, sonst werden bis Weihnachten mindestens vier Menschen sterben. Es sind aber nur wenige Teile vorhanden und nur fünf Tage bis Weihnachten. Die als Rätselrentnerin bekannte 80-Jährige Misanthropin begibt sich auf Spurensuche, bezieht ihren Neffen, Detective Inspector bei der örtlichen Polizei, nur bedingt mit ein. Grummelnd, selbstgerecht, besserwisserisch, alle vor den Kopf stoßend und zunächst wenig erfolgreich, versucht sie, die Lösung und damit auch den oder die Täter/in zu finden, was irgendwie mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun haben muss. Erst, als der Plan der/die Täter/in fast aufgegangen ist, findet sie die Hintergründe heraus. Die Idee ist originell, die einzelnen Kapitel auch recht spannend geschrieben, aber in Gänze zu lang. Die Intentionen auf Täterseite nicht ganz nachvollziehbar und etwas wirr. Insgesamt mehr ein Abtauchen von Edie in die eigene, fehlerhafte Vergangenheit, eine Reise ins egoistische Ich mit wundersamer Besserung.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Das Vergnügliche fehlt

Und täglich grüßt die MörderMitzi
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Merkwürdige Attentate eines Bogenschützen halten die Kufsteiner Polizei in Atem. Man kommt nicht hinter die Motive und Verdächtige gibt es zwar, aber die scheinen alle ein Alibi zu haben. Mitzi plant mit ...

Merkwürdige Attentate eines Bogenschützen halten die Kufsteiner Polizei in Atem. Man kommt nicht hinter die Motive und Verdächtige gibt es zwar, aber die scheinen alle ein Alibi zu haben. Mitzi plant mit Rudolfo die Eröffnung eines Cafés, da bekommt die verstörende Nachrichten von ihrem Bruder, der aber schon vor 20 Jahren bei einem Brand zusammen mit seinen Eltern ums Leben gekommen war. Revierchefin Agnes kann ihr nicht helfen, da sie mit dem Bogenschützenfall schon unter Druck steht. Und eigentlich lässt sich die Mitzi ohnehin nicht helfen, da sie ihren ganz eigenen Kopf hat. Und der nimmt in dieser Geschichte, die mit einem spannenden Setting beginnt, einfach zuviel Raum ein. Sowohl das Gedankenwälzen der Mitzi,als auch das der Agnes sind sehr raumgreifend, die Handlungen teils befremdlich. Was leider den Lesefluss etwas hemmt. Konnte man am Anfang noch über das Eine oder Andere schmunzeln, ging das im Verlaufe der Geschichte unter und zu einem Cosy Crime gehört einfach auch das Vergnügliche.

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