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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2025

Notaufnahme

Staying Alive
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In diesem Roman wird auf unterhaltsame Weise der Alltag in der Notaufnahme eines Berliner Krankenhauses dargestellt. Neben der Schilderung medizinischer Notfälle spielt auch das Privatleben der Ärztinnen, ...

In diesem Roman wird auf unterhaltsame Weise der Alltag in der Notaufnahme eines Berliner Krankenhauses dargestellt. Neben der Schilderung medizinischer Notfälle spielt auch das Privatleben der Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte eine große Rolle. Dabei nehmen Themen wie Sexualität und zwischenmenschliche Beziehungen einen deutlichen Raum ein. Dieser Aspekt war für meinen Geschmack etwas übertrieben und bediente zu viele gängige Klischees, was meinen Lesegenuss stellenweise getrübt hat. Auch wenn ernste Themen wie etwa eine Fehlgeburt angesprochen werden, blieb der insgesamt lockere und teilweise überzeichnete Ton erhalten, was mir in einigen Momenten zu viel war.

Positiv hervorzuheben ist die kritische Darstellung der tatsächlichen Situation in deutschen Krankenhäusern: Wenn Patientinnen und Patienten keinen zeitnahen Termin bei Fachärzten erhalten oder bei akuten Beschwerden ärztliche Hilfe benötigen, bleibt oft nur der Gang in die Notaufnahme. Diese Realität wird im Buch auf eine satirische, aber zutreffende Weise beschrieben. Besonders deutlich wird das anhand der Beispiele – etwa, dass Patientinnen und Patienten mit Brustschmerzen schnell intensiv ärztlich versorgt werden, während Bagatellfälle, wie etwa Mückenstiche, dennoch ebenfalls die Notfallkapazitäten belasten. Diese Überzeichnung spiegelt gleichzeitig auf humorvolle Weise tatsächliche Herausforderungen des Gesundheitssystems wider.

Ein wenig "Berlin-Feeling" wird ebenfalls vermittelt, was den Charakter des Romans zusätzlich prägt. Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig und kurzweilig. Besonders gelungen fand ich die zahlreichen Fußnoten, die immer wieder sachliche Informationen lieferten. Diese halfen dabei, medizinische Begriffe und Abläufe besser zu verstehen, ohne den Lesefluss zu unterbrechen. Leserinnen und Leser, die sich tiefergehend informieren möchten, finden hier schnell zusätzliche Erklärungen.

Auch das moderne und ansprechende Cover hat mir gut gefallen und sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Die humorvolle Anspielung auf den Song "Stayin' Alive", der im medizinischen Kontext oft im Zusammenhang mit der Reanimation genannt wird, passte gut zur Grundstimmung des Buches.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Roman ist unterhaltsam und vermittelt auf humorvolle Weise sowohl die Herausforderungen als auch die Eigenheiten des Krankenhausalltags, wobei jedoch die klischeehafte Darstellung der Charaktere nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Berührend

Der Bright-Side-Running-Club
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Rezension: Ein bewegender Roman über Krankheit und Zusammenhalt

Keira erhält die erschütternde Diagnose Brustkrebs – ein Schicksalsschlag, den sie mit bemerkenswerter Stärke annimmt. Der Roman gelingt ...

Rezension: Ein bewegender Roman über Krankheit und Zusammenhalt

Keira erhält die erschütternde Diagnose Brustkrebs – ein Schicksalsschlag, den sie mit bemerkenswerter Stärke annimmt. Der Roman gelingt es trotz der ernsten Thematik, eine gewisse Leichtigkeit zu bewahren, ohne die Schwere der Krankheit zu verharmlosen. Keira erträgt die Untersuchungen und Behandlungen tapfer, und der Leser erhält zudem viele medizinische Details zum Thema Krebs.

Besonders berührend ist die Rolle der Laufgruppe: Die Frauen unterstützen sich gegenseitig, teilen ihre Sorgen und Erlebnisse und schaffen so einen wertvollen Zusammenhalt. Diese Gemeinschaft gibt Keira Kraft und zeigt die Bedeutung von Freundschaft in schwierigen Zeiten.

Ein Kritikpunkt für mich ist jedoch die Darstellung der Kollegen. Ihr abweisendes Verhalten bleibt unerklärt – es hätte mich interessiert, warum sie sich so unsympathisch verhalten und welche Vorgeschichte Keira in der Firma hat. Sie wirkt dort unsicher und wenig anerkannt, was eine zusätzliche tragische Komponente darstellt, aber leider nicht weiter beleuchtet wird.

Wie der Roman auf Leser wirkt, die keine persönlichen Berührungspunkte mit Krebs haben, kann ich nicht einschätzen. Dennoch ist die Geschichte leicht zu lesen und emotional gut zu verkraften

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Besonders

Das Mädchen vom Striezelmarkt
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Das ist schon ein besonderes Buch. Irgendwie dachte ich das Buch plätschert nur so dahin und am Ende oder auch schon von Anfang an kribbelt es . Ist es ein tolles Abenteuer. Ein Mädchen Lea mit soviel ...

Das ist schon ein besonderes Buch. Irgendwie dachte ich das Buch plätschert nur so dahin und am Ende oder auch schon von Anfang an kribbelt es . Ist es ein tolles Abenteuer. Ein Mädchen Lea mit soviel Mut und so tollen Fähigkeiten zu begleiten ist herrlich.
Dazu die Angst das zittern ob alles gut wird und ob sich am Ende alles zum Guten wendet.
Dazu ein paar fiese Menschen wie den Marktleiter und den Besitzer diesen schrecklichen Waisenhauses und die Story nimmt seinen Lauf.
Nicht schlecht und irgendwie unerwartet.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Spannende Story

Minus 22 Grad
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In diesem spannenden Thriller wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die in der klirrenden Kälte entführt wird. Die Kälte zieht sich durch die Adern des Lesers und verstärkt die düstere Atmosphäre ...

In diesem spannenden Thriller wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die in der klirrenden Kälte entführt wird. Die Kälte zieht sich durch die Adern des Lesers und verstärkt die düstere Atmosphäre der Erzählung. Ein zentrales Element der Handlung ist eine Mutter, die eine Barbie-Puppe erhält, die das Todesdatum ihrer Tochter trägt. Diese unheimliche Verbindung wirft sofort Fragen auf: Warum sitzt die Protagonistin in einem Käfig aus Plexiglas? Was hat das Jahr 2016 mit dieser Entführung zu tun? Ist es der Schlüssel zur Lösung des Rätsels?

Die Erzählweise des Buches ist flüssig und fesselnd, was das Lesen zu einem Vergnügen macht. Allerdings gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Die schnellen Sprünge zwischen den Kapiteln können den Leser verwirren. Oft wird man gerade in eine Szene hineingezogen, nur um dann abrupt zu einer anderen wichtigen Person und deren Perspektive zu wechseln. Dies führt dazu, dass man manchmal das Gefühl hat, etwas überlesen zu haben.

Trotz dieser kleinen Unannehmlichkeit hat mich das Buch insgesamt sehr begeistert. Es bietet eine spannende Handlung, die nicht zu gruselig ist, und hält den Leser bis zur letzten Seite in Atem. Ich kann es daher wärmstens empfehlen für alle, die auf der Suche nach einem packenden Thriller sind.

Fazit: Ein fesselndes Buch mit einer packenden Story und interessanten Wendungen, das trotz kleinerer Erzähltechniken überzeugt.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Sorry

Uppppps! Entschuldigung!
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für mich ist dieses Buch, das sich an Kinder ab 6 Jahren richtet, eine wunderbare Möglichkeit, das Thema „Entschuldigung“ zu beleuchten. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, sich mit dem Wert und ...

für mich ist dieses Buch, das sich an Kinder ab 6 Jahren richtet, eine wunderbare Möglichkeit, das Thema „Entschuldigung“ zu beleuchten. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, sich mit dem Wert und der Bedeutung einer aufrichtigen Entschuldigung auseinanderzusetzen. Dabei sollte eine Entschuldigung immer aus freiem Willen erfolgen und nicht, weil sie von anderen erwartet wird.

An dieser Stelle hatte ich den Eindruck, dass das Buch ein wenig ins Stocken gerät. Manchmal wirkt es, als ob die Entschuldigung als Pflichtprogramm dargestellt wird, was ein leicht unangenehmes Gefühl hinterlässt.

Die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen, auch wenn die Texte nicht immer vollständig überzeugt haben. Doch gerade die Bilder und einzelnen Szenen bieten eine tolle Gelegenheit, mit Kindern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam philosophische Fragen zu erörtern.

Insgesamt ist es ein tolles Buch mit einem aktuellen Thema, das definitiv einen Blick wert ist. Das Cover weckt sofort Neugier und lädt zum Entdecken ein. Eine klare Empfehlung von mir – es lohnt sich, in diesem Buch zu stöbern und sich inspirieren zu lassen.

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