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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2024

Berührende, tragisch-schöne Geschichte

A Song to Drown Rivers
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Die Geschichte von Xishi und Fanli hat mich sofort für sich eingenommen. Ihre Gefühle füreinander sind so zart und rein beschrieben. Daneben herrscht Krieg, Tod und Gewalt. Vielleicht hält die Liebe sie ...

Die Geschichte von Xishi und Fanli hat mich sofort für sich eingenommen. Ihre Gefühle füreinander sind so zart und rein beschrieben. Daneben herrscht Krieg, Tod und Gewalt. Vielleicht hält die Liebe sie ja am Leben, aber sie ist auch pure Gefahr, denn gerade Xishi benötigt sehr viel Disziplin um nicht aufzufliegen.
Es ist von Ann Liang einfach wunderbar berührend geschrieben. Sie erschafft einen Text wie eine zarte Lotusblüte. Die Sprache ist dem Alter der Legende angepasst aber durchaus leicht zu lesen.
„A Song to Drown Rivers“ handelt von vielen zwischenmenschlichen Beziehungen, nicht nur von Liebe und Hass. Faszinierend finde ich die Stärke der Protagonisten, wie sehr sie ihre eigenen Wünsche unterdrücken und zurückstellen können, um der einen Sache zu dienen. Aber bringt es am Ende das gewünschte Ergebnis?
Nicht nur das Cover und der farbige Buchschnitt fasziniert, auch wenn man den Schutzumschlag entfernt findet man einen sehr edlen Buchdeckel vor.
Ich möchte hier eine Leseempfehlung aussprechen, da mich die Geschichte wirklich gefangen hat und die Figuren sowohl an Stärke als auch an Tiefe sehr gut ausgearbeitet waren.

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Veröffentlicht am 22.10.2024

Heiße Geschichten mit hartem BDSM

Der Club der Meister und Ihrer Sklavinnen | Erotischer SM-Roman
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„… denn, SSC - safe, sane, consensual, also sicher, vernünftig, einvernehmlich – ist höchstes Gebot.“ Zitat aus dem Buch. Gerade bei einem Titel wie „Der Club der Meister und ihrer Sklavinnen“ ist es mir ...

„… denn, SSC - safe, sane, consensual, also sicher, vernünftig, einvernehmlich – ist höchstes Gebot.“ Zitat aus dem Buch. Gerade bei einem Titel wie „Der Club der Meister und ihrer Sklavinnen“ ist es mir wichtig, vorab zu betonen, dass es sich hier um eine erdachte Geschichte handelt, die Wert auf die Gebote von SSC legt, sich die Frauen freiwillig in die Rolle der Sklavin begeben und zu jedem Zeitpunkt von sich aus auch aussteigen können.
Aber jetzt zum Buch und seiner Geschichte. Wir begleiten nicht nur Rolf und Sabrina durch das Wochenende, sondern lernen auf diesem Event auch andere Paare kennen. Sodass der Leser nicht nur aus der Sicht von einem Paar das Geschehen betrachten kann, sondern auch die verschiedensten Erlebnisse der anderen Figuren miterleben darf.
Amalia Wedekind schreibt in einer klaren, direkten Sprache. Die Anweisungen der Herren oder Meister können schon hart und demütigend wirken, aber dazwischen findet die Autorin sehr wohl einfühlsame Worte und Platz für Verstehen und Zärtlichkeit.
Der Großteil der Figuren ist sympathisch und attraktiv, aber nicht alle. Eines haben jedoch alle Figuren gleich. Sie wissen was sie wollen, sie wissen worauf sie sich einlassen und sie sind starke Persönlichkeiten, egal ob Mann oder Frau. Und sie genießen diese Auszeit.
Das Gesamtbild dieses Wochenendes ist in meinen Augen ein sehr heißes und anregendes, vorausgesetzt der Leser kann mit gutem, rücksichtsvollem (klingt widersprüchlich, ich weiß) BDSM etwas anfangen. Sucht jemand die romantische, zärtliche, leichte Liebesgeschichte, ist er hier mit Sicherheit falsch.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Aufregend und fesselnd, ein wenig fürs Herz, viel für den kriminologischen Spürsinn

Tödliche Marillenzeit
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Der Schauplatz dieses Krimis ist die wunderschöne Wachau mit ihren Marillen- und Weingärten. Ortskundig nimmt uns Beate Maxian genau dorthin mit. Landschaft und Orte werden von ihr sorgsam und farbenfroh ...

Der Schauplatz dieses Krimis ist die wunderschöne Wachau mit ihren Marillen- und Weingärten. Ortskundig nimmt uns Beate Maxian genau dorthin mit. Landschaft und Orte werden von ihr sorgsam und farbenfroh beschrieben. Ihre Figuren konnte ich mir gut vorstellen, auch waren mir die meisten ihrer Handlungen logisch und nachvollziehbar.
Gerade mit der Ex-Polizistin Lou hat die Autorin eine taffe Frau erschaffen, die fest im Leben steht. Ihr beruflicher Werdegang ist nicht glatt, sondern vom Leben mit Abzweigungen versehen worden. Das lässt sie aber sympathisch und stark wirken. Neben dem Mord an Marta gibt es für Lou auch in Herzensangelegenheit einiges zu tun. Wird sie in beiden Richtungen erfolgreich sein?
Der Krimi liest sich wunderbar leicht, er zeigt einen optimalen Spannungsbogen, der zum Ende hin noch einmal anzieht. Das Mordmotiv, die Tat und der oder die Täter/in stehen in einem guten Verhältnis zueinander, sodass der Fall nicht konstruiert wirkt.
Ich hatte viel Spaß beim Miträtseln, denn auf den ersten Blick war mir die Lösung nicht parat, sodass ich ein paar unterhaltsame Stunden mit Lou und ihren Freunden verbringen konnte.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Informativ, kurzweilig mit viel Bildmaterial

Wallis Simpson
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Die Biografie über eine verstorbene Person ist in meinen Augen nicht einfach zu schreiben. Hält man sich nur an Fakten, kann das Buch ermüdend zu lesen sein. Woher sollte der Autor aber wissen, was sich ...

Die Biografie über eine verstorbene Person ist in meinen Augen nicht einfach zu schreiben. Hält man sich nur an Fakten, kann das Buch ermüdend zu lesen sein. Woher sollte der Autor aber wissen, was sich die Person damals gedacht hatte, wenn es nicht zufällig Zeitzeugen gibt.
Bei „Wallis Simpson“ fand ich eine Menge Bildmaterial. Kaum eine Seite auf der nicht ein Foto abgebildet ist. Das hat mich vorweg schon positiv gestimmt. Auch der Text ist leicht und ohne Längen zu lesen. Michaela Lindinger hat hier eine sehr gute Recherche betrieben und die Fakten zu einem lebendigen Bild verbunden.
Man kann sich Wallis und Edgar – sicher auch durch die vielen Fotos – richtig gut vorstellen. Wie sie miteinander umgegangen sind. Was sie sich erwartet und bekommen haben.
Der Buchaufbau ist übersichtlich gestaltet. Wie es sein soll nimmt das Leben der Wallis Simpson den größten Teil ein. Unterteilt in Kapitel findet man schnell eine bestimmte Stelle.
Vorab befindet sich das Inhaltsverzeichnis, am Ende Bildnachweis, Literaturverzeichnis und was mich überrascht hat, ein vierseitiges Personenverzeichnis. Hier sind alle im Buch erwähnten Personen aufgelistet.
Zusammengefasst eine Biografie, die es wert ist zu lesen und anzusehen.

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Veröffentlicht am 18.08.2024

Geheimnisse bringen mehr Probleme als sie lösen

Du hast mir nie erzählt
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Ich habe die Kurzbeschreibung gelesen und wollte sofort mehr über diesen blinden Fleck in Lily Leben wissen. „Du hast mir nie erzählt“ klang für mich wie ein stiller Vorwurf an ihre Mutter Sook-Yin. Doch ...

Ich habe die Kurzbeschreibung gelesen und wollte sofort mehr über diesen blinden Fleck in Lily Leben wissen. „Du hast mir nie erzählt“ klang für mich wie ein stiller Vorwurf an ihre Mutter Sook-Yin. Doch im Laufe des Buches musste ich feststellen, dass damit eigentlich viel mehr ihre Schwester Maya gemeint war, das Lilys Mutter verstorben ist, als diese noch ein Kind war. Die um ein paar Jahre ältere Maya hat Lily mehr oder weniger zusammen mit ihrem Vater aufgezogen.
Es ist faszinierend, wieviel eine Familie verschweigen kann, wieviel Probleme gerade dadurch entstehen können und nicht gelöst werden.
Ich finde Wiz Wharton hat dies sehr gut auf den Punkt gebracht. Ihr Aufbau mit den zwei Zeitsträngen bringt dem Leser beide Leben gleichzeitig nahe. Einerseits die Erlebnisse der Mutter Sook-Yin damals und in der Gegenwart die von Li-Li (Lily). Man erfährt Hintergründe und Anschauungen, Tradition und Schuldgefühle, Liebe und Verzweiflung.
Das Cover ist mir etwas zu grell, hat mich aber nicht abgehalten das Buch zu lesen.
Ich möchte das Buch all jenen empfehlen, die sich für Familiengeheimnisse, andere Kulturen, Liebe und Aufarbeitung der Vergangenheit interessieren. Ein sehr gelungenes Buch, das es verdient gesehen zu werden.

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