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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2023

Ein Jahreshighlight!

Lights of Darkness
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Ich bin nach Golden Oaks zurückgekehrt und es hat sich angefühlt, als würde ich alte Freunde wiedersehen.

Frankie fürchtet sich vor der Dunkelheit, seitdem sie damit ein fürchterliches Trauma verbindet. ...

Ich bin nach Golden Oaks zurückgekehrt und es hat sich angefühlt, als würde ich alte Freunde wiedersehen.

Frankie fürchtet sich vor der Dunkelheit, seitdem sie damit ein fürchterliches Trauma verbindet. Tyler hingegen fühlt sich erst richtig lebendig, sobald es dunkel wird. Gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein, doch sie verbindet eine tiefe Freundschaft. Doch wie kann Frankie Tyler zu verstehen geben, dass er schon so lange viel mehr für sie ist, als nur ihr bester Freund?

Mir hat das Buch besonders gut gefallen, da ich Frankie super sympathisch fand. Sie ist einfach anders, egal ob in Bezug auf ihre Kleidung oder ihre Art zu sprechen. Der Erzählstil schweift häufig vom eigentlichen Thema ab, was perfekt zu Frankie passt. Sie hat den Kopf in den Wolken. Das macht sie so einzigartig und liebenswert.

Auch Themen zur Traumabewältigung kommen wieder nicht zu kurz. Da ich selbst schon lange mit einer Angststörung lebe, lag hier natürlich meine besondere Aufmerksamkeit. Ich liebe die Art, wie die Autorin damit umgeht. Feinfühlig und offen, aber nicht mitleidig. Die Figuren nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und warten nicht auf einen Retter.

Es ist so schön zu lesen, wenn psychische Krankheiten nicht als unüberwindbares Problem dargestellt werden, sondern als Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Spannend und voller Adrenalin

Your Knife, My Heart
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Meine bisherigen Dark Romance Experimente haben mich immer etwas enttäuscht zurückgelassen. Der Plot war zu flach, die Wendungen vorhersehbar, der Zugang zu den Figuren nur schwer. Ich bin unfassbar froh, ...

Meine bisherigen Dark Romance Experimente haben mich immer etwas enttäuscht zurückgelassen. Der Plot war zu flach, die Wendungen vorhersehbar, der Zugang zu den Figuren nur schwer. Ich bin unfassbar froh, dass ich »Your knife, my heart« eine Chance gegeben habe!

Das Buch enthält viele Elemente, die mich überzeugen konnten. Gleich der Einstieg ist vielversprechend. Blutrünstig und intensiv, gleichzeitig mit einer Prise Humor, denn Cameron kann es einfach nicht lassen, seine Partner zu erledigen. Das sorgt bei seinem Umfeld für kollektives Augenrollen. Emery soll seine neue Partnerin werden und wird ihm in seine Zelle gesetzt mit einem unterschwelligen: „das wird schon“. Die beiden haben eine tolle Dynamik, die sich über das Buch hinweg aufbaut und auf die Probe gestellt wird. Charaktertiefe: check!

Den Spice fand ich dabei nicht übertrieben, sondern angemessen und unterhaltsam. Es wurde an den richtigen Stellen eingesetzt und wirkta auf mich beinahe natürlich. Cam und Emery befinden sich in einer militärisches Spezialeinheit. Ist doch klar, dass da gewisse Regeln außer Kraft gesetzt werden. Konsens bleibt dabei übrigens bestehen! Ein Punkt, der für mich nicht verhandelbar ist.

Zwischen den Machtspielen der Mitstreiter, blutigen Prüfungen, die es zu absolvieren gibt und Cams Verlangen, seine Partnerin zu beseitigen, kommt extreme Spannung auf. Die Geschichte ist schnelllebig, was einen extrem guten Lesefluss ermöglicht.

Ich bin absolut begeistert! Für mich kann Dark Romance auf diesem Level wirklich gut funktionieren.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Ein Zuhause auf Hawaii

This could be forever
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Wie schafft es Lilly Lucas eigentlich zuverlässig ein Buch zu schreiben, das so viel Cozyness enthält? 🥺🌺

Mit »This could be Forever« kehren wir gemeinsam mit Millie nach Hawaii zurück. Literally, denn ...

Wie schafft es Lilly Lucas eigentlich zuverlässig ein Buch zu schreiben, das so viel Cozyness enthält? 🥺🌺

Mit »This could be Forever« kehren wir gemeinsam mit Millie nach Hawaii zurück. Literally, denn auch sie kehrt nach Hause. Für eine Doku, die endlich ihre Eintrittskarte zu ihren Traumjob als Regisseurin sein soll, fliegt sie zurück auf die Insel. Thema des Films ist dabei ihr Ex Chip - Griffin Chipman. Ein gefeierter Big-Wave-Surfer der kurz vor dem wahrscheinlich wichtigsten Wettkampf seines Lebens steht. Vier Jahre ist es her, seit Millie ihn verlassen hat. Vier Jahre nach den tragischen Surfunglück, bei dem ihr Bruder starb und an dem Griffin beteiligt war. Bei den Aufnahmen zu der Doku kommen sie sich wieder näher.
Eine zweite Chance für die Liebe und ein Ankommen für diejenigen, die ständig davonlaufen. 💓

Mit Lillys Büchern verhält es sich folgendermaßen: Man liest eines ihrer Bücher und verliebt sich. In die Figuren, das Setting, das Gefühl, welches es einem gibt. Man schlägt das Buch zu und weiß, dass es ein neues Lieblingsbuch sein muss. Irgendwann schlägt man das nächste auf. Jedes Mal erlebt man das gleiche, wunderschöne Gefühl, irgendwo richtig zu sein. Bei sich selbst und in Lillys Welten, die sie erschafft. ☁️🫧

»This could be Forever« hat mich von der ersten Seite an abgeholt. Millie ist eine verlorene Seele, die ihren Platz sucht, wo sie doch so viel aufgeben musste. Sie war mir sofort ganz nah. Geradezu ein offenes Buch. Ihre Verletzlichkeit schreit aus den geschriebenen Worten heraus. 🍃🥀 Auch Griffins Emotionen sind transparent und gehen deshalb so nahe. Auch wenn das Thema Verlust ganz präsent ist, steht Hoffnung und Zusammenhalt im Fokus. Heilung. Ankommen. Aufatmen. 🌬️

Schönere Worte für die Figuren hätte die Autorin nicht finden können. Das Setting in Hawaii gibt, obwohl die Insel so weit entfernt ist, das Gefühl, als hätte man dort ein Zuhause. Das ist die Magie von Lilly, ihren Worten und ihren Büchern: sie schafft Wohlfühlorte. 🌴🐚

Spannend ergänzt das Big-Wave-Surfen die emotionale Komponente der Geschichte. Der Sport ist, so gefährlich er auch ist, interessant und definitiv aufwühlend. Das Risiko, das die Sportler dabei eingehen, wir sehr einfühlsam aufgearbeitet. Auch die Passion dahinter, dieses einzugehen, macht neugierig. 🏄‍♀️🌊🌅

Bevor der Sommer endet, sollte jeder unbedingt dieses Buch gelesen haben. Der perfekte Abschluss für diese Jahreszeit und natürlich die Reihe!

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Give me more

Give Me Butterflies. Sie erforscht Schmetterlinge, er die Sterne. Für ihre Anziehung gibt es keine wissenschaftliche Erklärung
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Ich muss ganz ehrlich sein: mir ist dieses Buch durch seine hübsche Gestaltung aufgefallen. Das Cover ist total ansprechend. Ein cutes Couple steht in der Mitte eines Glashauses. Umgeben von Pflanzen und ...

Ich muss ganz ehrlich sein: mir ist dieses Buch durch seine hübsche Gestaltung aufgefallen. Das Cover ist total ansprechend. Ein cutes Couple steht in der Mitte eines Glashauses. Umgeben von Pflanzen und Schmetterlingen. Es ist Nacht und durch das Glasdach funkeln die Sterne. Wenn das nicht zuckersüß ist?! Ich habe mich sofort in den Vibe der Geschichte verliebt. Meine Hoffnung war, dass dieser sich in der eigentlichen Handlung widerspiegelt. Ob das geklappt hat?

Millie ist Entomologin. Sie beschäftigt sich wissenschaftlich mit Insekten aller Art. Mit vollem Ehrgeiz arbeitet sie im Museum auf eine Beförderung hin. Im Weg steht ihr dabei nur Dr. Finn Ashford, der das Astronomie- Department leitet. Zwar ist er unfassbar gutaussehend mit seinen breiten Schultern, aber dieser ständige grummelige Blick und spitzen Kommentare bringen selbst die sonnige Millie auf die Palme. Erst als sie hinter seine Fassade blickt, begreift sie, wer Finn wirklich ist…

Hach, was habe ich mich in diese Geschichte verliebt. Für alle Fans von grumpy x sunshine ist dieses Buch definitiv ein Muss! Daneben gibt es aber einige weitere Punkte, die mich überzeugen konnten:

Millie zeigt, wie schwierig Frauen es noch immer in der Wissenschaft haben. Egal, ob ihnen der Job gar nicht erst zugetraut wird oder behauptet wird, man hätte sich hochgeschlafen. Millie kämpft für ihren Traum!

»Give Me Butterflies« spielt deutlich mit bekannten Tropes, ist dabei aber überhaupt nicht klischeebehaftet. Die Dialoge sind erfrischend, aber auch tiefgründig. Immer in einem ausbalancierten Wechselspiel. Es werden neben komischen Elementen auch ernste und traurige Momente eingewoben, die dem Buch einen Schliff geben.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das gesamte Buch liest sich gerade durch die immer wieder aufkommenden Ausschnitte aus Millies Familiengruppe super schnell. Ich habe hier teilweise Tränen gelacht!

Die gesamte Dynamik zwischen Millie und Finn war nie over the top. Es gab keine Spielchen und Streiche, was ich bei Enemies to Lovers gar nicht leiden kann. Die Lovestory hat sich hier ganz natürlich entwickelt. Alles nachvollziehbar und irgendwie echt. Ganz große Liebe!

Die Autorin Jillian Meadows hat meiner Meinung nach einen tollen Job gemacht. Ich freue mich auf alles, was noch von ihr auf dem deutschen Buchmarkt erscheint! 💕

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Gefühle bis zur letzten Seite

Infinity Falling - Bring Me Home
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Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass ich alles lese und liebe, was Sarah Sprinz schreibt. Der neueste Beweis dafür ist „Infinity Falling - bring me home“.

Allein äußerlich ist das Buch ein echter ...

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass ich alles lese und liebe, was Sarah Sprinz schreibt. Der neueste Beweis dafür ist „Infinity Falling - bring me home“.

Allein äußerlich ist das Buch ein echter Hingucker. Obwohl die Farben eher schlicht sind, sind es die kleinen Details, die sofort ins Auge springen. In das süße Blasslila habe ich mich direkt verliebt. Im Laufe des Lesens sind dann immer wieder wunderschöne Bilder zwischendurch eingebaut. Ich finde diese ganze gestalterische Aufmachung wirklich schön. Da hat sich das LYX-Team wieder viele tolle Gedanken gemacht!

Die Story beginnt mit Cole und seinem folgenschweren Behandlungsfehler als angehender Arzt, der ihm eventuell die Karriere kosten könnte. Man befindet sich sogleich mitten drin, was mir persönlich den Einstieg in ein Buch immer erleichtert. Auch Meghan lernt man schnell näher kennen. Besonders nach den Bänden eins und zwei hatte ich nicht besonders viel Sympathien für sie übrig, was sich aber schlagartig ändert. Bereits nach wenigen Kapiteln hatte ich sie fest ins Herz geschlossen und fühlte richtig mit ihr mit, wenn die negative Presse ihr wieder zusetzte.

Nach dem ersten Treffen von Cole und Meghan wurde mir (und sicherlich vielen anderen Leser:innen) schnell klar: zwischen den beiden stimmt die Chemie! Dass sie kurz darauf eine Fake-Beziehung führen, hat mich extrem begeistert. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Fake-Dating (ja, ich weiß, unpopular opinion). Es hat allerdings die Spannung zwischen Meghan und Cole stark gefördert und hat einiges zur Handlung beigetragen und sie nicht behindert. Das hat mir wirklich gut gefallen! Irgendwann wollte ich die beiden so gerne als Paar sehen, dass ich es beinahe nicht mehr ausgehalten habe. Die Emotionen waren mehr als da!

An Emotionalität und Tiefgang hat Sarah mal wieder nicht gespart. Sowohl Cole als auch Meghan waren für mich sehr gut zugänglich, obwohl Cole definitiv kein einfacher Charakter ist. Der Schreibstil hat das ganze wunderschön untermalt. Ich war verliebt bis zur letzten Seite und darüber hinaus.

Ein zuckersüßer Bonus: Das Buch war beinahe ein Crossover zur „What if“- Reihe. Man hat alle Charaktere von Sarahs erster großen Reihe wieder getroffen. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und es war einfach nur schön, die Gruppe von damals wieder zu sehen. Das hat mir wirklich gut gefallen, wobei ich mich frage, ob alles so gut verständlich ist für jemanden, der die Reihe nicht gelesen hat.

Ich habe genau das erwartet, was ich auch bekommen habe: Spannung, Emotionen, Spice und noch mehr Emotionen. Genau das, wofür ich die Autorin so sehr schätze! Also los, liebe Sarah. Ich brauche Nachschub!

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