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Veröffentlicht am 04.10.2024

Hörbuchrezension

Fate of the Sun King
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Man, der dritte Teil hat mich emotional so vom Hocker gerissen, das ich eigentlich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll zu erzählen. Denn ich möchte euch auf keinen Fall spoilern.

Nisha J. Tuli hat einfach ...

Man, der dritte Teil hat mich emotional so vom Hocker gerissen, das ich eigentlich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll zu erzählen. Denn ich möchte euch auf keinen Fall spoilern.

Nisha J. Tuli hat einfach so eine Art an sich, dass die Dinge sich immer heftiger zu spitzen und wenn du denkst, die letzte Offenbarung eines Geheimnisses hat dich schockiert, lies einfach 3 Kapitel weiter und du wirst gefühlt schon wieder aus den Socken gehauen. Hier geht es Schlag auf Schlag und man kommt einfach nicht zum Durchatmen. Es ereignen sich an jeder Ecke wichtige Dinge – auch in den Erzählungen der Vergangenheit – , die für den Verlauf der aktuellen Story ausschlaggebend sind und die irre spannend sind. Mich jedes Mal, wenn ich das Hörbuch hörte, total mitgerissen haben.

Corinna Dorenkamp und Louis Friedemann Thiele haben Lor und Nadir super vertont. Ihre Stimmen passen für mich perfekt zu den Geschichten und ich hatte Gänsehaut. Was ich nicht ganz so praktisch, aber trotzdem nur wenig störend fand, war, dass sie in Kapiteln aus anderer Sicht als den Hauptcharakteren die Tonlage nicht wirklich verändert haben. Ich musste da manchmal kurz zurück spulen, gerade wenn ich nebenbei am werkeln war, um herauszufinden in welchem Kapitel ich jetzt stecke. Aber als Gabriel halt plötzlich wie Nadir klang, war das etwas verwirrend. Jedoch kam ich nach einiger Zeit damit klar und ich muss halt sagen, ich bin Fan der beiden Sprecher, weil sie so tolle Stimmen und Arten zu lesen haben. Das hat es wieder wett gemacht. Sie passen immer noch perfekt auf die Personen.

Also, die Herzkönigin hat es verdammt schwer und es wird eher noch schwerer. Als die letzten 10 Kapitel anstanden, bekam ich schon etwas Bauchweh und siehe da, das Ende ist so derb, dass mir die Tränen flossen und ich echt aus allen Wolken fiel. Meine Güte, das war hart und der Cliffhänger ist enorm fies.

Ich kann euch an der Stelle nur noch sagen, lest / hört diese Reihe! Sie ist einfach der Wahnsinn und für Fans von spicelastiger Romantasy ein Muss!!!

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Hörbuchrezension

The Tearsmith
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An die Geschichte von Nica und Rigel bin ich völlig ahnungslose ran gegangen. Die Hypesachen von TikTok und Co. gehen irgendwie immer an mir vorbei, was ich persönlichganz praktisch finde. Ich sah das ...

An die Geschichte von Nica und Rigel bin ich völlig ahnungslose ran gegangen. Die Hypesachen von TikTok und Co. gehen irgendwie immer an mir vorbei, was ich persönlichganz praktisch finde. Ich sah das Cover, las den Klappentext und wollte es hören. Zuerst hatte ich eher auf Fantasy getippt, aber… ich konnte nicht ferner liegen.

Nicht weniger als eine emotionale Achterbahnfahrt erwartete mich in diesem Buch. Sowohl Nica, als auch Rigel erlebten Dinge in ihrem Waisenhaus, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellten. Bis die zwei begonnen, davon zu erzählen, habe ich die Persönlichkeiten der Protagonisten zwar scharf im Blick behalten, aber erstmal unvoreingenommen beobachtet, wie sich das entwickelt. Und die Storys haben mich wirklich schockiert.

Doch nach und nach lernen wir die sanfte, aber verängstigte und stark unsichere Nica und auch den Rigel, der alles und jeden auf eine Art von sich stößt, die mehr als nur schockierend ist, kennen. Sehen ihre Narben, ihre Probleme aber auch ihre total liebevollen Seiten und es brach mir das Herz.

Erin Doom hat ein Buch über zwei gebrochene Jugendliche erzählt, die durch die Hölle gegangen sind und nun mit den daraus entstandenen Folgen leben müssen. Leben. Und nicht nur existieren. Es ist echt so hart mit anzusehen.

Erin Doom hat einen etwas übergreifenderen Erzählstil gewählt und ich fand es seit langem mal wieder wirklich gelungen. Sie schlüpft sowohl in die Sicht von Nica, als auch die von Rigel und irgendwie kennt die Autorin aber auch die Gefühle der anderen – wenn ich auch die Art der Erzählweise nicht als typischen Allgemeinerzähler beschreiben könnte. Die Autorin schreibt flüssig und poetisch angehaucht. Sie zeichnet sowohl das Setting als auch die Ansichten der Charaktere sehr deutlich und fast schon malerisch – wären die Ansichten der Personen nicht so tragisch – und ich war total fasziniert.

Dank der tollen Sprecherin Rebecca Veil wurde das Hörbuch zu einem absoluten Vergnügen. Ich mochte ihre Art zu lesen, liebte ihre Weise in den unterschiedlichsten Szenen sowohl Nica als auch Rigel uneingeschränkt eigene Stimmnuancen zu verleihen und verlor mich in den kraftvollen, intensiveren Momenten genauso, wie in den sanften. Ich würde wieder zu einem Hörbuch mit Rebecca Veil greifen. Sie hat dem Buch das Tüpfelchen auf dem i verpasst.

Nehmt eine Packung Taschentüchern, passt auf, falls ihr von eventuellen Sachen getriggert werden könntet, denn das Buch ist echt hart und sonst, lest/hört es! Ein Buchtipp von mir!

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Hammer super cool!

Dunkle Künste und ein Daiquiri
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Eigentlich ist Tori ja ein Mensch und rein so gesehen, hat die junge Frau genug eigene Probleme zu bewältigen. Gerade erst in der Magier Gilde angekommen, bei der sie an der Bar arbeiten darf – oder eigentlich ...

Eigentlich ist Tori ja ein Mensch und rein so gesehen, hat die junge Frau genug eigene Probleme zu bewältigen. Gerade erst in der Magier Gilde angekommen, bei der sie an der Bar arbeiten darf – oder eigentlich eben nicht – und beschäftigt mit ihrer Wohnungssuche, hat Tori nicht die Zeit um sich auch noch um vermisste Personen zu kümmern. Ob sie das überhaupt darf, steht da noch auf einem ganz anderen Blatt. Doch wenn es um Nadine geht, ein Mädchen, dessen Foto Tori schon einmal gesehen hat, kann sie den drei heißen Magiern Kai, Ezra und Aaron nichts abschlagen und so stürzt sie sich in ein Abenteuer, das auf diese Weise hätte niemals verlaufen sollen. OMG!

Ich liebe den Schreibstil von Annette Marie! Ich kann es gar nicht anders sagen, denn ich bin wirklich absolut am fangirlen. Leicht, locker, eloquent, mit einem super angenehmen Lesefluss und vor allem einer Protagonistin zum Niederknien hab ich mich köstlich amüsiert. Die Autorin ist kreativ, witzig und frech in ihrer Erzählweise. Sie nutzt eine abwechslungsreiche Wortwahl und erzählt aus der Sicht der Protagonistin, was das Ganze einfach perfekt macht, weil man sich in Victoria so gut rein versetzen kann.

Tori und ihre Magier wollen einen Druiden fangen, den alle nur “den Geist” nennen und der Kinder entführt und schwarzmagische Probleme bereitet. Ich war gefangen zwischen Lachen und nervenaufreibender Spannung, denn wer Victoria kennt, weiß, das diese junge Frau mit allen Wassern gewaschen ist und es faustdick hinter den Ohren hat. Genau so typisch für sie ist ihre Art zuerst zu reden und dann zu denken, was einem oft super witzige Situationen präsentiert, die zwar ein Fettnäpfchen nach dem nächsten nach sich ziehen, Tori aber durchweg positiv erscheinen lassen. Sie hat so einen großen Sinn für Gerechtigkeit und versucht eben jeden zu retten, wenn sie kann, auch wenn sie das vielleicht nicht immer muss. Authentisch, einzigartig und super liebevoll – ich mag Tori sehr! Das Setting ist dabei auch noch großartig, denn so eine Art Gilde ist schon wieder eine andere Marke und die Autorin hat sich hier schon was einfallen lassen.

Und dazu eine meiner Lieblingssprecherinnen Yeşim Meisheit , die Tori und das ganze Buch so fulminant vertont hat, das ich in Begeisterungsstürme ausgebrochen bin – ich kann es euch nur ans Herz legen. Die Sprecherin gibt Tori eine Lebendigkeit, die ihresgleichen sucht, voller Selbstbewusstsein und ausdrucksstarker Persönlichkeit fetzt dieser Hauptcharakter durch die Handlung und mit Yeşim Meisheit eine authentische, absolut geniale Stimme, die besser nicht hätte gewählt werden können. Ich will einfach mehr!!!

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Atmosphärisch und super spannend

Whisperworld 6: Jagd durchs Eis
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Etwas angeschlagen, relativ schockiert aber immer noch mit Herzen voller Hoffnung kommen die Tierflüsterer samt ihren Lehrern im kalten Skeif an. Atemberaubende Landschaften, glitzerndes Eis und beeindruckende ...

Etwas angeschlagen, relativ schockiert aber immer noch mit Herzen voller Hoffnung kommen die Tierflüsterer samt ihren Lehrern im kalten Skeif an. Atemberaubende Landschaften, glitzerndes Eis und beeindruckende Schneeberge breiten sich vor unseren Augen aus und ich war völlig fasziniert, wie Barbara Rose die Landschaft vorm inneren Auge erscheinen ließ.

Natürlich hat es Bo, der neue Tierflüsterer, schwierig in der fest zusammengeschweißten Gruppe angenommen zu werden. Die Mädchen fliegen auf ihn, seine Sportlichkeit, sein gutes Aussehen und seine coole Art. Die Jungs kämpfen mal wieder mit Eifersucht. Zum Glück legt sich das dieses Mal etwas schneller und die Kids kriegen sich ein, zeigen, das die momentane Situation viel wichtiger ist und halten zusammen. Ein bisschen mehr Hintergrund wünsche ich mir von Bo, aber dadurch, das Enisa endlich berufen wird in Band 6, gehe ich davon aus, dass der 7. Band ganz im Zeichen des toughen Jungen aus den kälteren Gefilden sein wird. Ich bin also gespannt.

Es gab wieder sau coole Tierbegegnungen und ich hatte richtig Gänsehaut oder auch mal Muffensausen, weil sie so speziell waren. Das hat die Autorin kreativ und aufregend gelöst. Ich finde es sehr gelungen, welche Tierarten man in Whisperworld alles kennen lernt – das wird nie langweilig.

Die Situation um Devin Dolor spitzt sich aufs Äuserste zu, damit und der Gefahr, die plötzlich auch von Tieren in Whisperworld ausgeht, hätte ich wirklich nicht gerechnet. Das ist nervenaufreibend und ich freue mich auf den finalen 7. Band und den großen Showdown, den ich doch erwarte.

Wir freuen uns total und empfehlen die Reihe immer noch sehr gerne. Auch mein mittlerweile 11 Jähriger ist noch begeistert und liest jeden Band in einem Rutsch weg.

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Dieses Buch hat mich so stark berührt

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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Dieses Buch hat mich auf eine Weise getriggert, mit der ich nicht gerechnet habe. Mein Herz schmerzt so unfassbar sehr, dass ich meine Rezension unter Tränenflüssen schreiben muss, weil ich jedes Mal wieder ...

Dieses Buch hat mich auf eine Weise getriggert, mit der ich nicht gerechnet habe. Mein Herz schmerzt so unfassbar sehr, dass ich meine Rezension unter Tränenflüssen schreiben muss, weil ich jedes Mal wieder anfange zu weinen, wenn ich daran denken muss. Nein, ich möchte damit nicht andeuten, dass das Buch nicht auch auf eine Art glücklich enden könnte. Allerdings ist der bittere Nachgeschmack für mich so hart, dass ich brauchen werde, bis ich dieses Buch noch einmal lese.

Warum ich es noch einmal lesen würde? Weil mir schon lange kein Liebesroman mehr unter gekommen ist, der mich so berührt hat und gleichzeitig so geschmerzt. Hier treffen so harte Schicksalsschläge aufeinander, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen sollte zu erzählen, ohne zu spoilern.

Hier geht es um Krankheiten, um Verluste, um Zurückgebliebene, den Schmerz und die Angst davor einfach nicht genug zu sein oder es überhaupt verdient zu haben, als genug betrachtet zu werden. Und die Frage wer das überhaupt bestimmt?

Eins kann ich euch aber sagen. Die Liebe, die sich entwickelt und die dann verdammt viel (er)tragen muss, ist Schicksal. Sie muss es sein, denn ich kann nicht anders als das große Ganze am Ende zu betrachten und vor der Autorin meinen Hut zu ziehen. Sie hat die Fäden verbunden und jedem noch so kleinen, scheinbar losen Faden einen Sinn gegeben. Rebecca Yarros hat mich sprachlos zurück gelassen. Die Briefe zwischen Ella und Chaos, die Unterhaltungen zwischen Ella und Beckett, selbst die weisen Worte und das liebevolle Wesen von den Zwillingen Colt und Maisie haben mein Herz so heftig gebeutelt, das ich mit einer Ladung an Taschentüchern mittendrin in der Handlung war. Ich konnte mich dem nicht entziehen und die Emotionen haben mich weggeschwemmt.

Irgendwann, wenn ich den Kampf gegen die Ungerechtigkeit des Schicksals in meinen Gedanken ad acta legen kann, wenn ich akzeptieren kann, das der Lauf der Dinge trotzdem weiter geht – weiter gehen muss – werde ich “Alles, was ich geben kann – The Last Letter” auf jeden Fall erneut lesen. Frau Yarros schreibt unvergleichlich! Bis dahin bleibt es geliebt in meinem Regal.

Es klingt immer noch nach, dieses krasse Buch und ich möchte die Autorin gleichzeitig lieben und verachten, weil sie mir so weh getan und mich auf der anderen Seite so stark berührt hat, das mir einfach die Worte fehlen.

Lest es selbst! Buchtipp!

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