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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2024

Ganz besonders, detailverliebt und echtes Abenteuer

Verborgene Fabelwesen der Meere
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Gott ist dieses Buch schön. Ich mag wie die Texte auf alt gemacht sind und aussehen, wie mit Maschine getippt. Dazu die vielen Illustrationen und generell die erzählerische Form als Reisetagebuch- das ...

Gott ist dieses Buch schön. Ich mag wie die Texte auf alt gemacht sind und aussehen, wie mit Maschine getippt. Dazu die vielen Illustrationen und generell die erzählerische Form als Reisetagebuch- das Buch ist ein absolutes Gesamtkunstwerk. Allein das Durchblättern macht wahnsinnig Spaß und obwohl es ein zweiter Band ist, kann man es fantastisch unabhängig genießen.

Zum Inhalt:Konstantin O. Boldt ist gerade von seiner letzten Expedition zurück, da wartet quasi schon die nächste Mission auf ihn. An den Küsten Europas wurden wiederholt Meereswogen gesichtet, die die Menschen in Staunen und Schrecken versetzen. Boldt und seine Weggefährten brechen an Bord der Nautilus auf eine Reise zum Grund des Meeres auf.

Mir hat vor allem auch das vielfältige Bildmaterial gut gefallen, ganz besonders die wunderschönen, liebevollen Illustrationen, dir dem Leser nicht nur die Expeditionsgruppe selbst näher bringen, sondern auch all die Orte und Lebewesen, auf die sie während der Reise treffen.
Das Buch liest sich ganz wunderbar als eine Mischung aus Reisebericht, Fantasyabenteuer und Lehrbuch der Systematik aquatischer Lebewesen.

Ich musste erstmal rausfinden, wie ich das Buch für mich am besten lese, denn neben dem Fließtext gibt es viel Zusatzmaterial in Form von Anmerkungen, Notizen, Artikel und ähnlichem. Mir hat das gut gefallen, denn die Seiten laden zum Verweilen und Stöbern ein.

Ich werde definitiv auch noch das weitere Buch das Autoren lesen, denn man merkt wie viel Herzblut und Recherche auch in diesem Werk steckt. Die Verknüpfung von Mythen und Legenden mit der fiktionalen Expedition war einfach ein absolut lesenswertes Abenteuer, das mich sehr begeistert hat.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Absolut herrliches Lesevergnügen

Auf gefährlich sanfte Art
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Das Buch kommt tatsächlich nur mit knapp 200 Seiten daher, war aber perfekt, um mich aus einer kleinen Leseflaute herauszuholen. Ich bin zwar bei so dünnen Büchern immer skeptisch, aber dieses hat es faustdick ...

Das Buch kommt tatsächlich nur mit knapp 200 Seiten daher, war aber perfekt, um mich aus einer kleinen Leseflaute herauszuholen. Ich bin zwar bei so dünnen Büchern immer skeptisch, aber dieses hat es faustdick hinter den Ohren und mich auf den wenigen Seiten absolut erheitert und begeistert.

Zum Inhalt: Psychoanalytiker Doktor Faber soll seiner neuen Patientin Nathalia durch eine schere Krise helfen. Die Fotografin meint ihr Talent verloren zu haben, nachdem sie einen Mord fotografiert hat, aber sie weigert sich darüber zu sprechen. Mit einer kleinen Schreibübung, in der Nathalia Geschichten über ihre Nachbarschaft erzählt, soll sie sich öffnen. Und offenbart dabei so viel mehr.

Ich mochte die Erzählweise total gerne- die Geschichten innerhalb der Geschichte, irgendwo zwischen Realität und Fiktion schwankend, gleichzeitig alles und nichts bedeutend. Ich fand sie nicht nur angenehm und einnehmend zu lesen, sie war auch wunderbar vielschichtig und berührend. Gleichzeitig fand ich es total spannend herauszufinden, was dahinter steckt und was Nathalia versucht zwischen Lügen und Tatsachen zu vermitteln.

Ich mochte diese Form des gezielten Voyeurismus- die Einblicke in Existenzen zwischen Triumph und Niederlage, am Scheideweg ihres Lebens. Und ich empfinde es es spannendes, psychologisches Experiment wie Nathalia mit ihren Geschichten den Spieß umdreht und damit wenig über sich selbst aber viel über den Doktor preisgibt, der sich durch seine Reaktionen auf das Gelesene interessierter zeigt, als er vielleicht sollte.

Die Geschichte ist fast ein bisschen schelmisch, um nicht zu sagen auf intrigante Art perfide, bietet einen hohen Unterhaltswert und ist trotzdem auf das simpelste runtergebrochen. Sie kommt ganz ohne Tand daher und ist trotzdem absolut mitreißend. Ich mochte dieses kleine Katz- und Maus Spiel sehr gerne und fand auch das Ende einfach ausgezeichnet. Hat mir richtig gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

packende, dramatische Fortsetzung

Das Herz des Verräters
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Der erste Band der Chroniken der Verbliebenen war ein unerwartetes Highlight für mich, das vor allem durch das großartige Setting und seine starke weibliche Protagonistin bestochen hat. Und dieser weite ...

Der erste Band der Chroniken der Verbliebenen war ein unerwartetes Highlight für mich, das vor allem durch das großartige Setting und seine starke weibliche Protagonistin bestochen hat. Und dieser weite band steht dem Auftakt in nichts nach, sondern knüpft nahtlos daran und und legt in Sachen Charakterentwicklung sogar nochmal eine Schippe drauf. Sehr starker Folgeband.

Zum Inhalt: nachdem Prinzessin Lia nach Venda entführt wurde, versucht sie zusammen mit Rafe, der sich als Abgesandten des Prinzen von Delbreck ausgibt, an einem Fluchtplan zu arbeiten. Und während Lia nach Verbündeten sucht und zunehmend mehr über das raue Leben in Venda lernt, erwacht auch ihre Gabe immer mehr in ihr.

Venda fand ich als Setting richtig cool. Man hat als Leser dieser Reihe ja schon einiges an Schauplätzen erlebt, aber die Beschreibungen der Stadt, der Dörfer und der Lebensumstände des Volkes waren sehr anschaulich. Auch dass man mehr über die Geschichte und Traditionen von Venda erfährt und darüber, wie es regiert und geführt wird, war sehr interessant mit der Geschichte verwoben. Also in Sachen Worldbuilding ist die Autorin einfach absolut grandios.
Ich bin immer noch nicht unbedingt Fan der Einschübe rund um die Geschichte von Morrighan, was vielleicht auch daran liegt, dass sie im eBook ein merkwürdiges Format hat. Aber da sie nicht allzu viel Raum einnimmt, hat mich das nicht weiter gestört. Ansonsten liest sich das Buch wieder sehr flüssig, ist sehr bildhaft geschrieben und voller besonderer Charaktere, die einem ans Herz wachsen.

Neben bekannten Charakteren aus dem ersten Band, treten auch ein paar neue Figuren auf den Plan, die hier stärker in den Fokus rücken. Nicht alle davon sind Lia davon wohlgesonnen und so bleibt es durchgehend interessant, welche Allianzen Lia schmieden kann und wo sie sich potentielle Feinde macht. Ähnlich wie im ersten Band wird auch hier die Geschichte wieder hauptsächlich aus Lias Perspektive erzählt, andere wie die von Kaden oder auch Pauline führen den Leser weg von der Haupthandlung, was ich nicht benötigt hätte. Hier wurde zwar versucht ein umfassenden Bild zu geben, aber dafür sind diese episodenhafte Einschübe einfach zu kurz. Trotzdem war es natürlich schön, aber über den Verbleib der Nebencharaktere ein paar Infos zu bekommen.

In Sachen Lovetriangle hat mir tatsächlich Band 1 ein bisschen besser gefallen, ich fand da gab es hier nicht mehr viel Entwicklung, wobei es natürlich die eine oder andere überraschende Wendung gab. Was mir in diesem Band besonders gut gefallen, war die Charakterentwicklung von Lia. Nicht nur, wie sie sich in Venda einlebt und mit den Kindern umgeht und sich den Clans gegenüber verhält, sondern wie sie sich Gedanken macht, selbst etwas bewirken zu können. Sie ist in diesem Band mehr als nur ein Symbol, sie entwickelt sich zu eine rechten Königin. Auch alles rund um Lias Gabe fand ich in diesem Band nochmal deutlich spannender angelegt.

Ich fand diesen zweiten Band sehr gelungen, der quasi nahtlos an die Handlung von Band 1 anknüpft. ich bin jetzt natürlich entsprechend gesapnnt auf das große Finale des Abschlussbandes.

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Veröffentlicht am 29.09.2024

So schön, so traurig

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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ch kannte von Rebecca Yaros bisher nur die Fantasy-Bücher und war gespannt, ob sie auch Romance kann. Da ich das Thema des Romans sehr ansprechend fand, hab ich mich richtig auf dieses Buch. Und ich wurde ...

ch kannte von Rebecca Yaros bisher nur die Fantasy-Bücher und war gespannt, ob sie auch Romance kann. Da ich das Thema des Romans sehr ansprechend fand, hab ich mich richtig auf dieses Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. So ein herzliches, aber auch tragisches Buch, einfach wundervoll.

Zum Inhalt: Als Ellas Bruder Ryan sie bittet, auch einem seiner Kameraden Briefe zu schreiben, fühlt sie sich schnell zu dem anonymen Soldaten Chaos hingezogen. Und als Ryan im Gefecht stirbt, braucht sie Chaos mehr denn je, doch er antwortet nicht mehr. Als plötzlich Ryan bester Freund Beckett bei ihr auftaucht, will sie nichts mit ihm zu tun haben. Dabei weiß sie nicht, dass er Chaos ist und eine große Last auf ihm liegt.

Ich liebe alles an dieser Geschichte und habe mich darin sofort Zuhause gefühlt. Die Figuren sind einfach so dermaßen herzlich und auch wenn Beckett und Ella einige Differenzen überwinden müssen, hatte ich zu keinen Zeitpunkt das Gefühl, dass es überdramatisiert wurde. Und oh mein Gott, diese Kinder sind einfach Zucker. Ich hatte eigentlich permanent Pipi in den Augen.

Die Briefe zwischen Chaos und Ella, die zwar nicht chronologisch, dafür aber passend zu den Kapiteln eingestreut werden, fand ich eine wundervolle Idee um das Innenleben der Protas zu offenbaren. Auch die wechselnden Perspektiven haben mir sehr gut gefallen.

Das Buch hat mich in absolutes Gefühlschaos gestürzt. Ich habe geweint, gelacht, geschmunzelt, mitgefiebert und mitgelitten. Bei Romance passiert mir das eigentlich eher selten, dass ich so dermaßen mitgerissen werde. Rebecca Yaros hat hier auf der emotionalen Schiene echt abgeliefert.

Ganz großes Kino, ich freu mich auf das nächste Buch von ihr

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Veröffentlicht am 29.09.2024

Richtig coole, moderne Adaption einer absoluten Lieblings-Saga

Jewel & Blade, Band 1: Die Wächter von Knightsbridge (Knisternde New-Adult-Romantasy von der SPIEGEL-Bestseller-Autorin von "Silver & Poison")
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Ich glaube König Artus und seine Ritter der Tafelrunde sind so ziemlich jedem ein Begriff, weil es eine der bekanntesten Sagen ist, die auch bis heute ihre Anziehungskraft nicht verloren hat. Anne Lück ...

Ich glaube König Artus und seine Ritter der Tafelrunde sind so ziemlich jedem ein Begriff, weil es eine der bekanntesten Sagen ist, die auch bis heute ihre Anziehungskraft nicht verloren hat. Anne Lück hat das Thema aufgegriffen und etwas absolut cooles und umwerfend magisches daraus gemacht. Ein Auftaktband voller Geheimnisse, Verrat und Spannung.

Zum Inhalt: nach dem Unfall ihrer Schwester hat Harper ihr Studium auf Eis gelegt und in der Goldschmiede ihrer Mutter ausgeholfen um die Familie zu unterstützen. Und dabei hat sie ihr Talent für Schmuck erkannt, doch ihr Leben nimmt eine ungeahnte Wendung, als ein gutaussehender Fremder aus London ihr einen Ring zeigt, der etwas tief in Harper Verborgenes zum Schwingen bringt.

Die Geschichte ging eher gemächlich los aber meine Güte nimmt sie schnell Fahrt auf. Anne Lück legt hier ein ordentliches Erzähltempo vor und ich war im Verlauf fast sicher, dass es sich gut um einen Standalone handeln könnte, aber es gibt so viele überraschende Wendung und so ein dermaßen geniales Finale, das gleichzeitig absolut gar nichts verrät, dass ich froh bin, dass noch mindestens ein weiterer Band erscheinen wird.

Die Figuren sind toll ausgearbeitet und besonders auch Harpers Visionen waren ein tolles Stilmittel, um nicht nur mehr über die Artus-Sage zu erfahren, sondern auch einige gut gehütete Geheimnisse zu lüften. Generell wird hier viel mit der Außenwirkung der Charaktere gespielt und einige verbergen mehr, als sich anfangs erahnen lässt, was ich toll umgesetzt finde.

Harper ist eine absolute Sympathieträgerin und eine Protagonistin, mit der man gut mitfiebern kann. Durch die Schicksalsschläge, die ihre Familie gezeichnet haben, wirkt sie nahbar und gleichzeitig sehr stark und selbstbewusst, was mir gut gefallen hat. Natürlich gab es auch Andeutungen einer Lovestory, aber ich mochte, dass sich das nicht in den Vordergrund der Geschichte gedrängt hat, sondern der Fokus ganz klar auf der Bestimmung der Wächter und der Erfüllung der Prophezeiung lag.

Ich fand die Geschichte sehr stimmig geplottet, die Fantasy-Elemente sind gut integriert und überfordern den Leser nicht, was das Buch auch super geeignet für Fantasy-Einsteiger macht. Ich fand den Handlungsverlauf durchgehend authentisch und trotzdem sehr spannend, was das Buch zu einem echten Lesegenuss macht.
Ich fieber jetzt definitiv Band 2 entgegen.

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