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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2024

Zoey King

Haunted Reign
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Endlich geht es weiter mit Zoey King. Sie fängt an, mit ihren neuen Kräften umgehen zu können. Dafür trainiert und lernt sie hart, aber dennoch sind ihre Noten in einigen Fächer unterirdisch. Waghalsig ...

Endlich geht es weiter mit Zoey King. Sie fängt an, mit ihren neuen Kräften umgehen zu können. Dafür trainiert und lernt sie hart, aber dennoch sind ihre Noten in einigen Fächer unterirdisch. Waghalsig meldet sie sich für den Schulwettkampf an, um dadurch ihren Notendurchschnitt zu verbessern. Allerdings tritt sie nun gegen die Besten der Besten an. Zum Glück kommt es nicht allein auf Kampftechniken an, nein, auch wer clever genug ist, kann weiterkommen. Doch die Spiele stehen unter keinem guten Stern und irgendwer dreht ein krummes Ding.
Gewohnt mitreißend erzählt Mona Kasten die Geschichte weiter. Man kann das Buch fast gar nicht aus der Hand legen. Zoey hat sich weiterentwickelt, aber in Liebesdingen herrscht dafür erstmal Stillstand.
Eine spannende Fantasy gepaart mit herzerwärmender Liebesgeschichte: Ich mag dieses Buch.

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Der tote Vater

Aschezeichen
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Liv Jensen hat es immer noch nicht geschafft, eine Festanstellung bei der Polizei zu ergattern. Sie hangelt sich als Privatdetektivin von einem Minijob zum nächsten, das Konto ist bedrohlich im Minus. ...

Liv Jensen hat es immer noch nicht geschafft, eine Festanstellung bei der Polizei zu ergattern. Sie hangelt sich als Privatdetektivin von einem Minijob zum nächsten, das Konto ist bedrohlich im Minus. Doch als ihr alter Chef Petter um ihre Mitarbeit bittet, unbezahlt natürlich, ist sie wieder mit Feuereifer dabei. Auf einer Naturschutzinsel ist ein Vater beim nächtlichen Zelten ermordet worden, seine beiden Kinder sind spurlos verschwunden. Das Opfer, Tami Ansari, stammt aus dem Iran und ist zufällig ein Cousin vom Automechaniker Nima, ein alter Bekannter aus der ersten Folge. Durch Rückblenden, beginnend von seiner Einreise nach Dänemark, lernt man Tami gut kennen. Im Flüchtlingslager geschehen schlimme Dinge, aber das kann nicht als Entschuldigung dienen, zu welchem schlimmen Mann Tami geworden ist, wie sich im Laufe der Ermittlung herausstellt.
Einerseits geht es in dem Roman um eine Mordermittlung, aber es geht auch um die persönlichen Geschichten rund um Liv, Nima und auch der Psychologin Hannah. Hannahs Figur trägt eigentlich nichts Wesentliches für den Fortgang der Handlung bei. Wenn man sie ersatzlos streichen würde, das würde keinem Auffallen. Sie ist irgendwie nur ein Zeilenfüller in meinen Augen. Mal schauen, ob sie in den Fortsetzungen eine größere Bedeutung erhalten wird.
Auch wenn das Zwischenmenschliche ein wichtiger Faktor in diesem Buch ist, so bleibt dennoch die Spannung erhalten. Es gibt so viele Hinweise auf Einmischung der iranischen Geheimpolizei, die jedoch immer wieder in Sackgassen enden, und dann einen richtigen Knalleffekt zum Schluss. Das hat die Autorin gut gemacht und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 29.09.2024

Timescu in Maputo

Der Tote im Pool
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Dieser gerissene kleine französische Konsul, Aurel Timescu, ist mir immer noch gut im Gedächtnis von seinem Aufenthalt in Guinea. Nun hat es ihn also nach Maputo verschlagen, und er spielt sein Faulenzerspiel ...

Dieser gerissene kleine französische Konsul, Aurel Timescu, ist mir immer noch gut im Gedächtnis von seinem Aufenthalt in Guinea. Nun hat es ihn also nach Maputo verschlagen, und er spielt sein Faulenzerspiel wieder: Nichts tun, nicht erreichbar sein, ein gutes Leben haben.
Doch dann kitzelt der plumpe Mord an einem unsympathischen Geschäftsmann sein kriminalistisches Gespür. Wieder läuft er zur Hochform auf, um einer seiner Meinung nach unschuldig inhaftierten Französin zur Gerechtigkeit zu verhelfen. Und die Machenschaften, die er aufdeckt, verschlagen seinen Vorgesetzten die Sprache und sorgen für diplomatische Verwicklungen.
Es ist immer wieder spannend, diesem grotesken Schlitzohr bei der Auflösung seiner Fälle über die Schulter zu schauen. Woher nimmt der Autor Jean-Christophe Rufin nur seine Ideen her, denn so einen Menschen kann man doch eigentlich nicht erfinden! Als Leser schwankt man ständig zwischen Abneigung und Bewunderung hin und her. Charakterlich gesehen ist Timescu wirklich ein schmieriger Typ, aber seine Schlussfolgerungen sind immer wieder zutreffend.
Jedenfalls ist es stets ein großes Lesevergnügen mit ihm. Wohin wird er wohl als nächstes versetzt?

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Tod in Turin

Die Frau in Rot
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Die Hauptperson in diesem Krimi ist die Psychoanalytikerin Camilla di Salvo. Eine intelligente Frau, ohne die neuerdings bei Ermittlern so beliebten merkwürdigen Spleens. Sie hat zwar auch eine nicht ungetrübte ...

Die Hauptperson in diesem Krimi ist die Psychoanalytikerin Camilla di Salvo. Eine intelligente Frau, ohne die neuerdings bei Ermittlern so beliebten merkwürdigen Spleens. Sie hat zwar auch eine nicht ungetrübte Kindheit, aber der Autorin sei Dank, dies wird nicht weiter breitgewalzt, sondern das Augenmerk einzig auf die Tote in Rot gerichtet, über deren Todesursache noch der Hauch eines Rätsels schwebt.
Die Tochter der Toten sucht Camilla eines Tages unvermittelt auf, weil sie eine Therapie wegen ihrer Alpträume beginnen möchte, die sie seit dem Tod der Mutter heimsuchen. Auch wenn keine Behandlung zustande kommt, so ist di Salvo doch sehr fasziniert von den Mordumständen. Sie sucht nach Lösungen, aber manche Antworten fallen ihr auch ohne ihr Zutun zu.
Das Buch liest sich richtig gut. Wahrscheinlich, weil alles an Camilla so normal ist und man sich gut mit ihr identifizieren kann. Der Plot ist intelligent geschrieben und der Schreibstil ist sehr angenehm. Es herrscht ein gleichmäßiges Spannungslevel vor. Man kann mit dem Lesen ruhig zwischendurch mal pausieren, aber man findet sich schnell wieder zurecht. Auch die ganze Atmosphäre in Turin wird ruhig und ansprechend geschildert. Auf mich wirkt es fast wie eine Einladung, selbst einmal durch diese schönen Straßen zu bummeln.
Dies ist mein erstes Buch von Giulia Conti, aber sicher nicht mein letztes.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Kakao-san

Donnerstags im Café unter den Kirschbäumen
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In Tokio, idyllisch unter Kirschbäumen gelegen, findet man das gemütliche Café Marble. Es ist Dreh- und Angelpunkt eines Reigens von Lebensgeschichten. Viele Personen, die einen Bezug zum Marble haben, ...

In Tokio, idyllisch unter Kirschbäumen gelegen, findet man das gemütliche Café Marble. Es ist Dreh- und Angelpunkt eines Reigens von Lebensgeschichten. Viele Personen, die einen Bezug zum Marble haben, kommen zu Wort. Jeder Lebensweg ist anders, doch faszinierend sind sie alle. Als Europäer gewinnt man auch kurze Einblicke in die japanische Denkweise. Die Autorin hat einen geradlinigen Schreibstil, der dennoch eine Nähe zu den Protagonisten herstellt. Sehr geschickt lässt sie ihren Roman mit einem kleinen Kakaofleck beginnen und schlägt mit eben diesem Fleck auch den Bogen zum Schluss.
Es ist ein sehr feinsinniges Buch, das unterhaltsam und nachdenklich zugleich ist, ein Buch zum Selberlesen und zum Verschenken.
Die Hörbuchversion wird sehr ansprechend eingelesen von Jana Kozewa und Tim Gössler

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