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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2024

Eine düstere Romantasy voller Intrigen und gefährlicher Anziehung

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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Der zweite Band der Empire of Sins and Souls-Reihe entführt uns erneut in eine düstere, faszinierende Welt voller Geheimnisse, Intrigen und gefährlicher Gefühle. Der Schreibstil von Beril Kehribar bleibt ...

Der zweite Band der Empire of Sins and Souls-Reihe entführt uns erneut in eine düstere, faszinierende Welt voller Geheimnisse, Intrigen und gefährlicher Gefühle. Der Schreibstil von Beril Kehribar bleibt gewohnt bildhaft, flüssig und fesselnd, sodass man sich sofort wieder in der Handlung verliert. Das Setting wurde stimmungsvoll beschrieben und passt gut zur Atmosphäre der Geschichte.

Während der Fokus im ersten Band stärker auf der Handlung lag, nimmt im zweiten Teil die Beziehung der Charaktere und der Romantasy-Aspekt mehr Raum ein. Die Dynamik zwischen den Figuren, insbesondere zwischen Zoé und Prinz Kaspar, sorgt für prickelnde Momente und Konflikte, verliert jedoch teilweise das Gleichgewicht zur eigentlichen Story. Dadurch geht der rote Faden stellenweise ein wenig verloren, und die Handlung zieht sich in manchen Passagen etwas.

Dennoch gibt es viele spannende Momente, die mich beim Lesen mitgerissen haben. Besonders die düstere Atmosphäre und die Charaktere haben es geschafft, mich bei der Stange zu halten. Die Protagonistin Zoé wirkt an einigen Stellen etwas unentschlossen, was ihre Entwicklung für mich manchmal weniger nachvollziehbar machte. Trotzdem sind ihre inneren Konflikte und die moralischen Fragen, mit denen sie konfrontiert wird, ein interessanter Teil der Geschichte.

Zusammenfassend ist „Das gestohlene Herz“ eine solide Fortsetzung, die zwar nicht ganz an die Stärke des ersten Bands heranreicht, aber dennoch spannend und unterhaltsam bleibt. Fans des ersten Teils werden hier vor allem atmosphärische Dichte und Romantasy-Elemente genießen. Ich hoffe, dass der finale Band die Storyline wieder stärker in den Vordergrund rückt und alle offenen Fragen zufriedenstellend beantwortet.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Spannende Idee, starke Magie, aber teilweise langatmig erzählt

One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
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Das Buch hat definitiv eine spannende und kreative Grundidee, die mich neugierig gemacht hat. Die Welt, die die Autorin erschafft, ist faszinierend, vor allem das Magiesystem rund um die Karten hat mein ...

Das Buch hat definitiv eine spannende und kreative Grundidee, die mich neugierig gemacht hat. Die Welt, die die Autorin erschafft, ist faszinierend, vor allem das Magiesystem rund um die Karten hat mein Interesse geweckt. Doch während die Grundgeschichte viel Potenzial bietet, hat mich die Erzählweise zwischendurch ein wenig aus dem Lesefluss gebracht.

Ein großer Kritikpunkt für mich war, dass die Handlung an einigen Stellen zu langatmig wurde. Vieles wird sehr detailliert beschrieben, was meiner Meinung nach nicht immer nötig war. Die Geschichte an sich ist stark und spannend, aber die vielen genau ausgeführten Szenen und Beschreibungen haben die Spannung manchmal ausgebremst. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin sich mehr auf die wesentlichen Elemente der Geschichte konzentriert und die Details etwas straffer hält.

Die Protagonistin Elspeth hat einen starken Charakter, der gut entwickelt ist, aber auch hier hätte ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe in ihren Gefühlen und Entscheidungen gewünscht. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Ravyn war zwar präsent, aber ich konnte mich nicht ganz mit ihr identifizieren – die Chemie zwischen den beiden war nicht so greifbar, wie ich es mir erhofft hatte. Die Nebenfiguren, besonders der Nachtmahr, haben mich mehr begeistert als die Hauptcharaktere. Sie sind komplex und tragen viel zur Atmosphäre und Spannung bei, was die Geschichte interessanter gemacht hat.

Insgesamt hat mich One Dark Window gut unterhalten, aber die Erzählweise mit zu vielen Details hat es für mich zwischendurch langatmig gemacht. Die spannende Grundidee und die einzigartige Magie der Karten sind definitiv Highlights, aber es hätte insgesamt etwas kürzer und prägnanter sein können. Trotzdem hat das Buch mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht, und ich freue mich darauf zu sehen, wie die Geschichte weitergeht.

Ich würde dem Buch insgesamt 3,5 bis 4 Sterne geben. Es ist eine gute Fantasygeschichte, die leider ein wenig an Tempo verliert, aber dennoch Potenzial für die kommenden Bände bietet.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Gruselige Villa, große Geheimnisse – spannend, aber nicht ganz rund

Villa Obscura
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In Villa Obscura von Melissa C. Hill und Anja Stapor wird eine Halloweenparty in einer abgelegenen Villa zum Schauplatz eines Horror-Szenarios, als sechs Jugendliche von maskierten Fremden entführt werden. ...

In Villa Obscura von Melissa C. Hill und Anja Stapor wird eine Halloweenparty in einer abgelegenen Villa zum Schauplatz eines Horror-Szenarios, als sechs Jugendliche von maskierten Fremden entführt werden. Sie müssen sich nicht nur ihren Ängsten stellen, sondern auch herausfinden, welche Geheimnisse jeder von ihnen verbirgt.

Die Geschichte hat für mich zunächst genau die richtige Mischung, um als spannende Herbstlektüre perfekt für Halloween zu sein. Das Setting – eine abgeschiedene, unheimliche Villa am Brocken im Harz – hat mit seiner düsteren Atmosphäre und geheimnisvollen Vorgeschichte meine Neugier sofort geweckt. Die Idee, eine Halloweenparty in diesem gruseligen Umfeld zum Schauplatz eines Entführungsdramas zu machen, fand ich wirklich gelungen und originell.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der sechs Jugendlichen erzählt, was es mir einerseits ermöglichte, in die Perspektiven und Ängste der einzelnen Figuren einzutauchen. Andererseits haben die vielen Perspektivwechsel es mir schwer gemacht, mich wirklich auf die einzelnen Charaktere einzulassen. Man erfährt zwar nach und nach mehr über die Hintergründe und Geheimnisse der Jugendlichen, doch oft blieb mir ihre Entwicklung etwas zu oberflächlich, was die emotionale Verbindung zu ihnen erschwerte.
Die Handlung steigert sich in der Mitte durchaus in ihrer Spannung, besonders durch die sich entfaltenden Geheimnisse und unerwarteten Wendungen. Diese Überraschungsmomente und das düstere Ambiente der Villa sorgten dafür, dass ich am Ball blieb und immer wissen wollte, was als Nächstes passiert. Leider hat das Finale nicht ganz das gehalten, was ich mir nach diesem Aufbau erhofft hatte. Einige Auflösungen empfand ich als nicht ganz schlüssig, und manche Handlungen der Charaktere blieben für mich schwer nachvollziehbar.


Für mich ist Villa Obscura ein gut geschriebener Jugendthriller mit solider Spannung und einem faszinierenden Setting, der seine Geschichte zwar spannend, aber etwas verworren und gelegentlich zu oberflächlich erzählt. Wer Lust auf eine mysteriöse, düstere Lektüre hat, bei der die Atmosphäre im Vordergrund steht, wird hier dennoch eine spannende Unterhaltung finden.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Ein Blick in die Kunstwelt mit Funken und Flair

Framed Feelings (Golden Hearts, Band 1)
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"Framed Feelings" entführt uns in die glamouröse Kunstwelt und kombiniert das mit einem spritzigen Enemies-to-Lovers-Trope. Insgesamt hat mir das Lesen Spaß gemacht, auch wenn es einige Punkte gab, die ...

"Framed Feelings" entführt uns in die glamouröse Kunstwelt und kombiniert das mit einem spritzigen Enemies-to-Lovers-Trope. Insgesamt hat mir das Lesen Spaß gemacht, auch wenn es einige Punkte gab, die ich mir etwas anders gewünscht hätte.

Was mir besonders gut gefallen hat, war der lockere Schreibstil der Autorin. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, und es gab einige humorvolle Dialoge, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Lilli und Vincent fand ich sympathisch und ihre Dynamik war unterhaltsam, auch wenn der Enemies-to-Lovers-Trope etwas intensiver hätte sein können.

Die Entwicklung ihrer Beziehung hat mir gefallen, trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen mehr emotionale Tiefe gewünscht. Vor allem der Konflikt um den Auktionsskandal hätte stärker ausgearbeitet werden können. Die Idee, eine verschollene Künstlerin zu suchen, war interessant, jedoch kam mir dieser Handlungsstrang im Vergleich zur Liebesgeschichte etwas zu kurz.

Was mich etwas gestört hat, war die häufige Verwendung von englischen Begriffen und Redewendungen. Ich habe mich dabei oft gefragt, ob die "High Society" sich wirklich so ausdrückt. Auch wenn das vielleicht zum modernen Stil passt, hat es mich an einigen Stellen irgendwie irritiert. Zudem hätte ich gerne mehr über Lillis Hintergrund erfahren, da ihr innerer Konflikt eher oberflächlich behandelt wurde.

Insgesamt war "Framed Feelings" für mich ein unterhaltsames Buch mit witzigen Momenten, einer charmanten Liebesgeschichte und einem Hauch Glamour. Wer auf leichte New-Adult-Romane mit Kunst, High Society und einer Prise Gossip steht, wird hier sicher seine Freude haben. Für mich ist es eine solide Geschichte mit viel Potenzial, das noch besser hätte ausgeschöpft werden können. Dennoch freue ich mich auf die kommenden Bände.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Ein guter Auftakt mit Luft nach oben

Tainted Dreams
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Die Geschichte dreht sich um Charlotte, die in der Sicherheitsbranche arbeitet und eine Stelle als Leibwächterin bei einer wohlhabenden Familie antritt. Doch ihre Tarnung als Assistentin sorgt für einige ...

Die Geschichte dreht sich um Charlotte, die in der Sicherheitsbranche arbeitet und eine Stelle als Leibwächterin bei einer wohlhabenden Familie antritt. Doch ihre Tarnung als Assistentin sorgt für einige Verwicklungen, und als sie sich der Gefahr von Feinden und Intrigen gegenüber sieht, spitzt sich die Situation immer weiter zu. Hinzu kommt die komplizierte Beziehung zu Gideon, ihrem Klienten, die sich zwischen beruflicher Distanz und persönlicher Anziehung hin- und herbewegt.

Die Grundidee der Story finde ich interessant. Die Kombination aus Thrill, Romantik und einem Hauch von Familienfehde bietet viel Potenzial. Doch gerade zu Beginn zieht sich die Handlung etwas und kommt nur schleppend in Gang. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, was es einfach macht, dem Geschehen zu folgen. Und gegen Ende wird das Buch dann wirklich spannend, und die steigende Bedrohung sorgt dafür, dass man als Leser immer mehr mitfiebert. Auch die Dynamik zwischen den Hauptfiguren verbessert sich im letzten Drittel deutlich, was die anfängliche Langatmigkeit etwas ausgleicht.
Die Charaktere sind grundsätzlich interessant, auch wenn sie an manchen Stellen blass bleiben. Charlotte ist eine toughe Protagonistin, die sich in einer Männerdomäne behaupten muss, aber gleichzeitig zeigt sie Unsicherheiten, die nicht immer ganz schlüssig wirken. Gideon hingegen schwankt für mich zu stark zwischen charmant und abweisend – seine Charakterentwicklung bleibt etwas oberflächlich, und es fehlt an einer klaren Linie, die sein Verhalten greifbarer machen würde. Dennoch haben beide Charaktere Momente, die sie sympathisch und menschlich wirken lassen.
Der Spannungsbogen wird im letzten Drittel richtig gut aufgebaut, und die Handlung gewinnt deutlich an Fahrt. Hier kommt endlich die Dynamik und die Dramatik, die ich mir über weite Teile des Buches gewünscht hätte. Diese Wendungen und der packende Cliffhanger am Ende machen neugierig auf die Fortsetzung und lassen viele Fragen offen, die sicherlich in den kommenden Bänden geklärt werden.

Insgesamt ist Tainted Dreams ein solider Roman, der eine Mischung aus Romantik und Spannung bietet. Obwohl der Anfang etwas träge ist, wird die Geschichte am Ende packend und fesselnd. Ich empfehle das Buch für Leser*innen, die Geduld für eine langsame Handlung haben und sich für komplexe Beziehungen in einem spannungsgeladenen Setting interessieren.

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