Ben & Judy
Ben & Judy. Riskier dein HerzIm Gesamten betrachtet, habe ich die Geschichte gerne gelesen. Es gab aber Aspekte, die mir nicht so sehr gefallen haben. Der Lesespaß begann für mich erst so richtig nach Tonis Ansage.
Ben & Judy. Riskier ...
Im Gesamten betrachtet, habe ich die Geschichte gerne gelesen. Es gab aber Aspekte, die mir nicht so sehr gefallen haben. Der Lesespaß begann für mich erst so richtig nach Tonis Ansage.
Ben & Judy. Riskier dein Herz behandelt die Probleme der heutigen Zeit. Es entführt einen in eine Welt, in der nicht alles in Ordnung ist, auch wenn es so scheint.
Ben und Toni müssen ihre Päckchen tragen und kommen gerade so über die Runden. Die Angst, dass ein Fehler alles zerstören könnte und die Angst, den Job zu verlieren, sind spürbar.
Und auch bei Judy ist die heile Familie nur Oberfläche. Nach dem Abitur weiß sie nicht, was sie studieren soll. Von ihren Eltern wird sie unter Druck gesetzt, etwas aus ihrem Leben zu machen, was ein Studium natürlich miteinschließt.
Die Charaktere fand ich gut gezeichnet. Judy, die nicht weiß, was sie mit ihrer Zukunft machen soll. Ben, der die Verantwortung für seine Schwester Toni übernommen hat, ansonsten aber nichts vorweisen kann, was ihm zu schaffen macht. Und Toni, die man auf den ersten Blick nicht verurteilen sollte.
Von den Nebencharakteren hat mich nur Marco, der Inhaber des Coffee Lovers überzeugt. Er war die gute Seele, immer guter Laune und die Wahrheit auf den Punkt bringend.
Ich gebe zu, dass ich Bücher, in denen geraucht bzw. wie hier auch gekifft und (zu viel) Alkohol getrunken wird, nicht besonders mag. Und deshalb konnte mich der Beginn wahrscheinlich auch nicht ganz mitreißen. Diese Punkte haben zwar nicht so viel Raum eingenommen (dessen bin ich mir bewusst), gerne lesen muss ich es deshalb noch lange nicht.
Auch Bens Versuche, Gefühlen aus dem Weg zu gehen, bekommen von mir keine Pluspunkte.
Die Liebesgeschichte zwischen Ben und Judy las ich darüber hinaus gerne. Die „Einmischung“ von Toni und Marco waren dann sozusagen das i-Tüpfelchen.
Die Geschichte handelt zum Großteil in der Stadt, aber auch in dem Dorf, aus dem Judy stammt. Namentlich werden beide zwar nicht genannt, aber das ist auch nicht notwendig. Jedes Viertel hat seinen Charakter, ohne dass es einen Namen braucht.
Am Ende hätte ich mir noch ein paar mehr Informationen gewünscht. Es gab sie zwar, aber in meinen Augen hätten diese ausführlicher sein können.
Schlussendlich kann ich gute vier Sterne vergeben und freue mich, die Bekanntschaft von Judy, Ben, Toni und Marco gemacht zu haben.