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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2024

aussagekräftige Zeichnungen

Schlafenszeit – Albträume erwachen, wenn diese Tür sich schließt
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Der Titel ist etwas irreführend, da es nicht um Albträume im klassischen Sinn geht, hier hätte man einen kreativeren wählen können. Sehr gut gefallen haben mir die vielen Kohlezeichnungen, sowohl die einfachen ...

Der Titel ist etwas irreführend, da es nicht um Albträume im klassischen Sinn geht, hier hätte man einen kreativeren wählen können. Sehr gut gefallen haben mir die vielen Kohlezeichnungen, sowohl die einfachen mit Strichmännchen, die auch wahnsinnig aussagekräftig sind und auch die kunstvollen Zeichnungen. Somit wird der Inhalt nochmals verdeutlicht und durch die Zeichnungen bleibt es einprägsam. Die Charaktere Teddy und Mallory finde ich sehr gut gelungen, vor allem Mallory ist vielschichtig, mit einer tragischen Vergangenheit, die sie bis heute beschäftigt und gerade erst seit 18 Monaten clean.
Der Schluss hat mich dann nochmals selbst überrascht. Ich habe schon mit einer Wendung gerechnet, aber nicht mit dieser. Mehr möchte ich auch nicht verraten an dieser Stelle.
Albträume hat mir das Buch keine beschert, für meinen Geschmack hätte es durchaus noch gruseliger werden können, aber ich hatte ein paar schöne Lesestunden und unerwartete Momente.

Veröffentlicht am 10.10.2024

kreative Ideen zur Verdunkelung

Signum
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Der zweite Teil der Mittsommer-Trilogie setzt inhaltlich genau da an, wo der erste Teil geendet hat und widerholz zu Beginn bedeutende Szenen, die für den zweiten Teil relevant sind, sodass man sich als ...

Der zweite Teil der Mittsommer-Trilogie setzt inhaltlich genau da an, wo der erste Teil geendet hat und widerholz zu Beginn bedeutende Szenen, die für den zweiten Teil relevant sind, sodass man sich als Leser*in sehr schnell einfindet. Die beiden Charaktere Julia und Kim waren schon im ersten Teil gut bekannt, im zweiten Teil erhält Astrid eine weitere tragende Rolle und man kann sie nun charakterlich besser einschätzen, auch wenn mir nicht alle Seiten von ihr gefallen. Irma mag ich auch sehr gerne, in diesem Teil hat sie aber zu sehr über ihren Tod geredet und vorbereitet, dies hat sich einige Male wiederholt. Mir hat sie im ersten Teil besser gefallen. Auch Julia hat mir im ersten Teil als Charakter tougher und selbstbewusster gewirkt, nun hat sie sich so stark von Kim und seinen Launen abhängig gemacht, dass sie ihr gesamtes Leben nach ihm richtet, kaum bis gar nicht mehr schreibt und sich von ihm in unangenehme Situationen bringen lässt. Ich hoffe, dass sie im nächsten Teil wieder als die starke, unabhängige Frau wahrgenommen wird, die sie eigentlich ist.
Die Recherchen über die Gruppe der „Wahren Schweden“ wurden von Julia und Irma zwischenzeitlich intensiv durchgeführt, sind dann aber komplett in den Hintergrund gerückt und waren für die Aufklärung des Falles plötzlich nicht mehr relevant, das finde ich schade.
Mir hat der zweite Teil gut gefallen, allerdings konnte er nicht mit dem ersten mithalten. Die Handlung war spannend, wenn auch nicht immer ganz realistisch, die Szenen wurden am Ende nicht alle aufgeklärt und Julia kam mir als Charakter etwas zu kurz.
Auf den dritten Teil muss ich mich jetzt leider noch etwas länger gedulden, schade, ich hätte gerne gleich weitergelesen.

Veröffentlicht am 06.10.2024

Rache verjährt nicht

Seele voll Zorn
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Der Krimi überzeugt mit charismatischen, authentischen Ermittler*innen und einem interessanten Fall, der mit Geschehnissen aus der Vergangenheit eng verbunden ist. Mik ist als Ermittler ein Einzelgänger ...

Der Krimi überzeugt mit charismatischen, authentischen Ermittler*innen und einem interessanten Fall, der mit Geschehnissen aus der Vergangenheit eng verbunden ist. Mik ist als Ermittler ein Einzelgänger und trägt auch ein großes Päckchen an Problemen mit sich herum, trotzdem schafft er es, sich voll und ganz auf den Fall einzulassen und auch unerwartete Denkrichtungen einzuschlagen. Mit seinem Team arbeitet er mal mehr mal weniger gut zusammen, das Soziale ist nicht ganz sein Metier, das merkt man, aber die Sitzungen mit seiner Therapeutin würden ihm bestimmt gut tun.
Warum gerade Pärchen mit großem Altersunterschied von der Tatperson ausgewählt wurden, hat sich mir bis zum Schluss nicht ganz erschlossen. Ansonsten wurden am Ende alle losen Fäden verknüpft und alle Ungereimtheiten beseitigt. Besonders grausam finde ich zwischendurch und vor allem am Ende den Rückblick und die Erzählungen, was damals passiert ist, vor allem, da sie nüchtern und in voller Deutlichkeit geschildert werden.
Den nächsten Teil werde ich mir mit Sicherheit auch besorgen!

Veröffentlicht am 05.10.2024

emotionale Geschichten direkt aus dem Leben

Fremder Champagner
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Die einzelnen Erzählungen sind unterschiedlich lang, aber allesamt sehr intensiv und voller Emotionen. Sie handeln von alltäglichen Situationen, von unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Problemen. ...

Die einzelnen Erzählungen sind unterschiedlich lang, aber allesamt sehr intensiv und voller Emotionen. Sie handeln von alltäglichen Situationen, von unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Problemen. Gemeinsam haben sie, dass es Geschichten, direkt aus dem Leben sind, und man sich auch so als Leser*in sehr gut in die Situationen hineinversetzen kann. Ausführlich geschildert werden die Gedanken und Gefühle, es passiert weniger an Handlungen, es spielt sich um so mehr auf der emotionalen Ebene ab. Die Gedankengänge sind persönlich und die eine oder andere Erzählung ging direkt ins Herz. Bei manchen Erzählungen hätte ich mir gewünscht, dass sie noch ausführlicher wären, denn kaum hatte man sich hineinversetzt und eingelesen, war sie auch schon vorbei, dabei hätte es möglicherweise noch vieles zu erzählen gegeben.

Veröffentlicht am 03.10.2024

Wer ist nun der Maulwurf?

Die Stille der Flut
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Der Kriminalroman ist stimmungsmäßig eher ruhig und schildernd, es passiert gleich zu Beginn ein tragischer Mordfall und danach wird ermittelt. Die Erzählform ist in der Ich-Perspektive geschrieben, für ...

Der Kriminalroman ist stimmungsmäßig eher ruhig und schildernd, es passiert gleich zu Beginn ein tragischer Mordfall und danach wird ermittelt. Die Erzählform ist in der Ich-Perspektive geschrieben, für mich etwas ungewöhnlich am Anfang, und abwechselnd aus Sicht von Lina und Kea beschrieben. Somit ist es möglich, an den Gedankengängen und privaten Überlegungen von Lina und Kea teilzuhaben. Lina hat sich ziemlich schnell ins Team eingefügt und sogleich eingelebt, auch wenn sie nicht von allen mit offenen Armen empfangen wird. Die Ermittlungen nehmen einen Großteil ihrer Zeit in Anspruch, ansonsten versucht sie private Kontakte zu ihren Kolleg*innen zu knüpfen, aber wer der Maulwurf in ihrem Team ist, hat sie noch nicht herausgefunden. Schade, denn genau dies hätte mich sehr interessiert, vor allem, da es auch in der Buchbeschreibung groß angekündigt wird. Wahrscheinlich muss ich mich hier auf den nächsten Teil gedulden oder auf den übernächsten.