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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2024

Solider Krimi

Blutbuße
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In „Blutbuße“ ermittelt Hanna Ahlander nun schon zum dritten Mal. Diesmal müssen Hanna und ihre Kollegen den brutalen Mord an einer Geschäftsfrau aufklären. Diese hatte vor, ein verfallenes Luxushotel ...


In „Blutbuße“ ermittelt Hanna Ahlander nun schon zum dritten Mal. Diesmal müssen Hanna und ihre Kollegen den brutalen Mord an einer Geschäftsfrau aufklären. Diese hatte vor, ein verfallenes Luxushotel wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Hat das etwas mit ihrem vorzeitigen Ableben zu tun, oder steckt etwas vollkommen anderes hinter der mörderischen Tat? Als ein weiterer Mord geschieht kommt Hannas Team in Zugzwang.

Die Geschichte zieht ihre Spannung aus den sich abwechselnden Zeitebenen, die zum einen die Vergangenheit des Opfers beleuchten und zum anderen die Gegenwart mit den einzelnen Ermittlungsschritten und -erkenntnissen darlegt. Auch die privaten und beruflichen Entwicklungen der Hauptprotagonisten werden weiter vorangetrieben, was mich als Serienfan ja immer besonders freut. Einen nicht unwesentlichen Aspekt dieses Krimis nimmt auch wieder die Atmosphäre des Handlungsortes und das Wetter ein, denn diese sind sehr bildhaft geschildert und waren für mich definitiv die Pluspunkte. Die Krimihandlung selbst konnte mich leider im Ganzen nicht überzeugen. Es gab einige Längen, wo weniger echt mehr gewesen wäre, denn so bleibt die Spannung in weiten Teilen auf der Strecke.

Alles in allem wieder ein solider Krimi, dem aber aus meiner Sicht die spannenden Höhepunkte fehlen. Eine Leseempfehlung gibt es trotzdem und gute 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.10.2024

Mystery im New York in den Goldenen Zwanzigern

Diviners – Aller Anfang ist böse
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Das Buch ist ein mystisch angehauchter Jugendroman mit stimmiger 20er Jahre Atmosphäre und sympathischen Protagonisten. "The Diviners" spielt in den 20er Jahren des 20. Jh. Das Flair New Yorks zu dieser ...


Das Buch ist ein mystisch angehauchter Jugendroman mit stimmiger 20er Jahre Atmosphäre und sympathischen Protagonisten. "The Diviners" spielt in den 20er Jahren des 20. Jh. Das Flair New Yorks zu dieser Zeit wird von der Autorin mit viel Liebe zum Detail skizziert. Für meinen Geschmack allerdings ein paar Details zu viel. Man hat das Gefühl die eigentliche Handlung geht dadurch gar nicht richtig vorwärts. Im Mittelpunkt steht die 17jährige Evie die den bestehenden Konventionen entfliehen will. Kurz gesagt sie will das Leben genießen. Zu ihren Freundinnen zählen Mabel und Theta. Weitere schillernde Figuren kommen später noch dazu. Man ahnt, dass diese auch spezielle Fähigkeiten haben – also Diviners sind. Gemeinsam und dank ihres mystischen Know-Hows wollen sie den Täter überführen. Und wie die Mörderjagd verläuft – lest selbst. OK - meinen Geschmack hat der MysteryRoman nicht so ganz getroffen. Vielleicht weil das Buch eher für die „jüngere Generation“ gedacht ist? Ich kann es nicht festmachen. Eine Leseempfehlung gibt es trotzdem. Aber nur 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.10.2024

CosyCrime mit charmanter Hauptprotagonistin

Die Tote trug Diamanten
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Angesichts der traurigen Ereignisse im Jahr 2022, habe ich mich anfangs gefragt wie die Autorin die Reihe um The Queen Investigates fortsetzen wird. Doch ganz geschickt verlagert sie diese Geschichte ...


Angesichts der traurigen Ereignisse im Jahr 2022, habe ich mich anfangs gefragt wie die Autorin die Reihe um The Queen Investigates fortsetzen wird. Doch ganz geschickt verlagert sie diese Geschichte ins Jahr 1957 und lässt eine blutjunge Queen in Aktion treten.

Dieser 4. Band ist wieder eine gelungene Mischung aus Fakten und Fiktionen. So liest man viel über die politische Lage jener Zeit, bekommt aber auch Einblicke ins Private. Und diese Erzählstränge werden nun mit dem Mordfall verbunden, in dem die Queen, in aktiver Mithilfe ihrer neuen Sekretärin Joan den Fall Stück für Stück löst.

Auch dieser Band wird wieder gemächlich erzählt/ermittelt. Es gibt keine rasante Action, die Ermittlungen werden eher diskret und ohne viel Aufsehen durchgeführt. Trotzdem wollte ich wissen wie alles zusammenhängt und was Motiv und wer Täter war.

Alles in allem ist dieser 4. Serienteil wieder eine interessante „Geschichtsstunde mit Mord“ gewesen. Lesern, die einen kurzweiligen CosyCrime mit einer charmanten Hauptprotagonistin suchen, kann ich diese Buch empfehlen.

Veröffentlicht am 06.10.2024

Solider Serienstart

Tode, die wir sterben
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Die neue Krimi-Reihe um die Ermittler Nordh und Karhuu haben das deutsch/schwedische Autorenpaar Danielsson+Voosen diesmal in Malmö angesiedelt. Und gleich in ihrem ersten Fall sind die Kriminalisten ...


Die neue Krimi-Reihe um die Ermittler Nordh und Karhuu haben das deutsch/schwedische Autorenpaar Danielsson+Voosen diesmal in Malmö angesiedelt. Und gleich in ihrem ersten Fall sind die Kriminalisten gefordert. In einem Problemviertel der Stadt wird ein 13jähriger Junge erschossen aufgefunden. Was steckt dahinter? In welche dubiosen Geschäfte war er verwickelt? Oder was er gar ein Zufallsopfer? Kein leichter gemeinsamer Beginn für Jon Nordh, der ein gehöriges privates Päckchen mit sich herumträgt und Svea Karhuu, eine strafversetzte, dunkelhäutige Polizistin, die sich immer wieder gegen Anfeindungen anderer Kollegen zur Wehr setzen muss.

Die Autoren erzählen gewohnt fesselnd, verknüpfen die Krimihandlung allerdings zu weit schweifend mit aktuellen gesellschaftlich-politischen Themen wie Zuwanderung und Drogenkriminalität und den so typischen Privatproblemen ihrer Hauptfiguren. Und das sind auch schon meine Kritikpunkte. Es war mir für einen Krimi einfach zu viel Politik und Privates, wodurch die Handlung zu sehr aufgebläht wurde und der Spannungsbogen immer wieder einen Knick bekam. So richtig warm geworden bin ich auch mit Nordh und Karhuu noch nicht, obwohl sie schon ganz schön einstecken müssen.

Fazit: Ein solider Einstieg in eine neue Reihe, die allerdings noch Luft nach oben hat. Empfehlen möchte ich das Buch trotz meiner subjektiven Kritik aber und vergebe 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.10.2024

Keine leichte Lektüre

Der Ire
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Der Roman wird durch zwei parallele Erzählungen erzählt: zum einen ist da Adrian, der für die Abwehr arbeitet und zum anderen Pike, der seine Heldentaten schildert. Der Kontrast zwischen diesen Schilderungen ...


Der Roman wird durch zwei parallele Erzählungen erzählt: zum einen ist da Adrian, der für die Abwehr arbeitet und zum anderen Pike, der seine Heldentaten schildert. Der Kontrast zwischen diesen Schilderungen sorgt für komplexe Geschichten.

Mit Humor und Mehrdeutigkeiten werden die persönlichen Kämpfe beider Männer in Szenen gesetzt.Wegen all der beschriebenen Intrigen und Spionagetätigkeiten, jeweils aus der Sicht des Erzählenden, wird es auch für den Leser teils verwirrend in dem ganzen eine Linie zu sehen, und so ist sehr aufmerksames Lesen angeraten. Die beiden Hauptprotagonisten sind jedoch wunderbar gegenteilig charakterisiert und passen in ihrer Art und Ausdrucksweise wirklich gut zu ihrer Story.

„Der Ire“ ist ein Buch mit einer schon recht verwirrenden Handlung, doch bleibt man am Buch kommt man zum einen allmählich in den Leserhythmus und zum anderen erkennt man langsam wie sich die Teile zusammenfügen. Für mich war es keine leichte Lektüre, aber der Erzählstil und die überraschende finale Wendung haben mich dafür entschädigt.