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Veröffentlicht am 03.11.2024

So viel mehr als Drachen

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Ich habe noch nichts von Peter S. Beagle gelesen, kenne aber die Verfilmung des letzten Einhorns, das sich zwischen Heldensaga und Fantasy bewegt und durch die wundervoll gezeichneten Figuren besticht. ...

Ich habe noch nichts von Peter S. Beagle gelesen, kenne aber die Verfilmung des letzten Einhorns, das sich zwischen Heldensaga und Fantasy bewegt und durch die wundervoll gezeichneten Figuren besticht. „Ich fürchte ihr habt Drachen“ reiht sich in da in Sachen Figuren wunderbar ein, die Story selbst hat mich streckenweise aber ein bisschen verloren.

Zum Inhalt: Prinzessin Cerise von Bellemontagne soll heiraten. Und sucht sich dafür ausgerechnet den Kronprinzen von Corvinia aus. Doch der muss erst Abenteuer erleben und ein Held werden und sowieso hat das Schloss ein Drachenproblem, das zuerst behoben werden muss. Und zu kommt es, dass eine Prinzessin, ein Held in Ausbildung und ein Drachenfänger losziehen, um Abenteuer zu bestreiten.

Ich fand den Einstieg in die Geschichte eigentlich ganz wunderbar und schnell wurden auch die Hauptcharaktere eingeführt. Dafür, dass die Drachen titelgebend sind, standen sie für meinen Geschmack lange eher neben dem Platz, wo ein riesiges Theater um die Vermählung von Prinzessin Cerise gemacht wurde. Sie selbst, der angehende Held und Kronprinz, sowie der Drachenbezwinger gaben aber auch ein ganz wunderbares und amüsantes Gespann ab und sorgen für viel Unterhaltung in absolut köstlichen Dialogen.

Nun zur Heldentat selbst: diese ist überraschend anders angelegt, auch wenn natürlich mit den gängigen Klischees gespielt wird. Für mich gab es allerdings nicht so richtig einen Spannungsbogen und das Ende kam dann doch recht kurz. Ich hab beim Lesen immer wieder geschwankt zwischen höchst unterhaltsamen Momenten und eher langatmigen Passagen.

Insgesamt ist es ein ganz nettes Märchen für Erwachsene und vor allem Roberts Drachenmeister-Gabe war durchaus spannend und faszinierend zu verfolgen.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Solider Auftaktband, aber für mich nicht mitreißend

Kingdom of Lies
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Dieses Buch ist halt optisch ein echter Traum und absoluter Eyecatcher, dem ich so ein bisschen auf den Leim gegangen bin. Das Buch ist absolut solide, keine Frage, hat mich aber inhaltlich nicht so überzeugt, ...

Dieses Buch ist halt optisch ein echter Traum und absoluter Eyecatcher, dem ich so ein bisschen auf den Leim gegangen bin. Das Buch ist absolut solide, keine Frage, hat mich aber inhaltlich nicht so überzeugt, wie ich gehofft hatte. Das kann daran liegen, dass ich zuletzt ein paar absolut starke Fantasybücher gelesen habe und der Vergleich deshalb vllt etwas ungünstiger für „Kingdom of Lies“ ausfiel, aber es hat mir einfach noch nicht so richtig Klick gemacht. Als Auftaktband ok, aber du muss echt noch was nachkommen.

Zum Inhalt: Im Krieg zwischen Menschen und Fan drohte den Menschen der Untergang, sodass sie Götter um Beistand ersuchten. Im Gegenzug gaben sie ihnen ihre Magie, die den Säuglingen genommen und bei Erreichen der Volljährigkeit teilweise zurückgegeben wird. Doch Prisma ist anders, in ihr existierte die Magie weiter, was sie zu einer Gejagten macht. Auf sich allein gestellt, begibt sie sich auf die Suche nach Antworten und nach einem Ausweg.

Man wirklich als Leser unmittelbar in die Handlung geworfen. Wahnsinnig viel Worldbuilding findet nicht statt, man erfährt aber gemeinsam mit Priska immer mehr über Die Welt in der sie sich bewegt und in der vieles nicht so ist, wie man ihr immer Glauben machen wollte. Die Autorin hält auch gezielt Informationen zurück um ein entsprechendes Finale für das Buch aufzubauen, was ich gut geplottet fand. Ein paar der Enthüllung fand ich tatsächlich relativ vorhersehbar.

Das Magiekonzept hat mir gut gefallen und ich mochte es, dass Priska auch immer aus ihren Weggefährten ihre jeweiligen Gaben versucht herauszukitzeln und man so tolle Einblicke in Die Welt der Magie bekommt. Florian und seine Söldnerbande fand ich spannend angelegt, auch wenn ich den Romance-Part wieder irgendwie sehr klischeehaft fand.

Es gibt ein paar spannende Nebencharaktere, die mir gut gefallen haben. Der Plot selber kam mich manchmal etwas holprig vor, zwischen unausgegorenen Plänen, einen Protagonisten die von heute auf morgen unerwartet große Kräfte in sich entfesselnd und spielend leicht zu beherrschen lernt und der Tatsache, dass irgendwie genug Zeit für ein Stelldichein ist. Kann man alles machen, bei mir hast dabei aber nicht so richtig funken wollen.

War für mich als Auftaktband ok, aber um mitzureißen muss da einfach mehr kommen.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Ein gefährlicher Job

Tainted Dreams
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Da ist die letzte Dilogie von Nina Ocker absolut grandios fand, habe ich mich sehr auf die neue Reihe gefreut. Ich würde sagen, dass es sich auch hier wieder um Romantic Suspense handelt, auch wenn es ...

Da ist die letzte Dilogie von Nina Ocker absolut grandios fand, habe ich mich sehr auf die neue Reihe gefreut. Ich würde sagen, dass es sich auch hier wieder um Romantic Suspense handelt, auch wenn es ehrlicherweise in diesem Band weder eine echte Lovestory, noch wirkliche Thriller-Elemente gab. Als Auftaktband ok, hat mich aber dieses mal nicht begeistert.

Zum Inhalt: für Charlotte kommt das Jobangebot aus Miami wie ein himmlischer Segen: sie soll als Personenschützerin für eine der reichsten und mächtigsten Familie Miamis arbeiten. Der Arbeitsvertrag ist knallhart und dann fühlt Charlotte sich auch noch ausgerechnet zu ihrem Klienten hingezogen. Doch das ist nicht ihr größtes Problem.

Ich muss gestehen, dass ich den Einstieg echt langatmig fand. Bis circa zur Hälfte des Buches passiert praktisch gar nichts und selbst danach ist der Spannungsbogen ziemlich flach und kommt einfach nicht auf den Punkt. Mag daran liegen dass weitere Bände folgen, aber es hat hier einfach noch nicht klick gemacht bei mir.

Die Personen finde ich durch die Band weg super unsympathisch. Charlotte wirkt immer wieder total unprofessionell und überfordert, sodass ich mich auch mit ihr schwer getan hab. Dabei dachte ich anfangs noch, dass sie eine ziemliche coole und toughe Protagonistin ist. Von Gideon fang ich gar nicht erst an.

Die Storyline hat mich noch nicht so recht überzeugt. Das ist alles tu schwammig, mit zu vielen Andeutungen, die in alle möglichen Richtungen deuten könnten. Morally grey Characters finde ich eigentlich immer super catchy, aber hier passts noch nicht.

War insgesamt ok und hat sich wieder gut lesen lassen, hat mich spannungstechnisch aber bisher nicht erreicht.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Etwas zäh

Aschezeichen
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Es handelt sich um den zweiten Teil einer Reihe und obwohl ich Band 1 auch gelesen habe, hatte ich das Gefühl ganz neu einsteigen zu müssen. Dadurch bin ich nicht gut ins Buch gekommen, bei dem ich bis ...

Es handelt sich um den zweiten Teil einer Reihe und obwohl ich Band 1 auch gelesen habe, hatte ich das Gefühl ganz neu einsteigen zu müssen. Dadurch bin ich nicht gut ins Buch gekommen, bei dem ich bis zum Schluss nicht das Gefühl hatte, so richtig in der Handlung angekommen zu sein. Konnte mich leider nicht mitreißen.

Zum Inhalt: ein Toter in einem Zelt auf einer unbewohnten, für den Publikumsverkehr gesperrten Insel. Und zwei vermisste Teenager. Der neuste Fall von Liv Jensen führt sie nicht nur in die Vergangenheit von Dänemarks Flüchtlingspolitik, sondern auch auf die Spuren des Islams.

Die vielen Personen und die im Ebookformat leicht unübersichtlichen Perspektivwechsel haben mir den Einstieg in die Handlung nicht gerade leicht gemacht. Neben der Haupthandlung gibt es noch Rückblenden zum Auffanglager 1990. Diese kurzen Episoden fand ich sehr interessant angelegt und für mich waren sie das Highlight der Geschichte.

Der Fall selbst ist eher unspektakulär und lange auch irgendwie unübersichtlich. Dabei kann ich gar nicht so genau festmachen, wieso die Handlung mich einfach nicht richtig abholen konnte, denn die Auflösung selbst habe ich schon als spannend und schlüssig empfunden.

Das Buch hat sich für mich eher zäh lesen lassen. Im Nachhinein wird einfach über weite Strecken Vorarbeit für die komplexe Auflösung geleistet, was ich aber stellenweise einfach als langatmig empfunden habe. Die Charaktere bleiben eher blass und innere Konflikte werden zumindest in diesem Band nur angedeutet, aber nicht aufgearbeitet.

Für mich war dieser Fall einfach nichts.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Actionreich, aber für mich auch unübersichtlich

Immortal Longings
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Ich hatte bisher noch nichts von Chloe Gong gelesen, fand aber Cover und Klappentext ganz ansprechend. Ich habe mich da etwas fehlleiten lassen, denn die Handlung selbst war mir eigentlich zu unübersichtlich ...

Ich hatte bisher noch nichts von Chloe Gong gelesen, fand aber Cover und Klappentext ganz ansprechend. Ich habe mich da etwas fehlleiten lassen, denn die Handlung selbst war mir eigentlich zu unübersichtlich und ein Großteil der Handlung besteht aus den Tötungen während des Spiels, was nicht so ganz meinen Geschmack trifft.

Zum Inhalt: Jedes Jahr veranstaltet der Herrscher von San-Er, der Hauptstadt des Königreichs von Talin ein tödliches Spiel. Jeder mit der magischen Fähigkeit in einen anderen Körper zu springen kann bei diesem Spiel unermesslichen Reichtum erlangen. Und in diesem Jahr bieten die Spiele einen besonderen Reiz, denn nicht nur die totgeglaubte Prinzessin Calla, die einen ganzen Zweig der königlichen Familie ausgelöscht hat, nimmt unter falscher Identität an den Spielen teil, auch ein weiterer Exilant des Palasts verfolgt bei diesen Spielen seine eigenen Ziele.

Das Setting von San-Er mit seinem ganzen Elend und der allumfassenden Trostlosigkeit fand ich sehr gelungen. An vielen Stelle. Werden Lebensumstände der Bevölkerung beschrieben und zeichnen ein Bild des Schreckens und der Armut. Es gibt etliche Figuren, wobei drei von ihnen als Protagonisten rausstechen und eine Art Bezug zum Palast haben. Vor dem Hintergrund der Spiele werden etliche Intrigen gesponnen.

Ich bin mit dem Thema rund um das Springen nicht so wirklich warm geworden und insgesamt konnte mich die Handlung einfach nicht so recht mitreißen. Durch die einzelnen Interessen und die eher sprunghafte Erzählweise kam die Geschichte für mich anfangs auch eher schwer in Fahrt und hat mich auch zwischendurch immer wieder verloren.

Ich hab mir gefühlt unter den Spielen auch etwas völlig anderes vorgestellt. Die zahlreichen, teils sehr brutalen Kills und sinnlosen Tode sind einfach nicht so mein Ding. Dadurch haben die Spiele an sich sehr schnell ihren Reiz auf mich verloren.

Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen, kann aber schon das Potential sehen, dass die Zielgruppe in dem Buch erkannt hat.

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