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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

Regt zum Nachdenken an

Das Lieben danach
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Dass ein Blurb direkt auf das Cover gedruckt wird, ist selten – umso neugieriger war ich auf diesen Roman, da Gabriele von Arnim ihn dort lobt. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch.

„Das Lieben danach“ ...

Dass ein Blurb direkt auf das Cover gedruckt wird, ist selten – umso neugieriger war ich auf diesen Roman, da Gabriele von Arnim ihn dort lobt. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch.

„Das Lieben danach“ ist definitiv keine leichte Kost. Helene Bracht verarbeitet das Thema Missbrauch auf eine sehr interessante Weise. Nicht immer ist er offensichtlich, manchmal nur subtil angedeutet. Genau das macht den Roman so eindringlich: Er bleibt nicht an der Oberfläche, sondern zeigt, wie vielschichtig und schwer greifbar solche Erfahrungen sein können. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und bleibt nach der Lektüre noch eine Weile im Kopf.

Passt meine Leseerfahrung nun zum Blurb? Nicht so ganz. Ich hatte definitiv meine guten Minuten mit dem Roman, fand ihn aber nicht ganz so herausragend wie von Arnim es beschreibt. Vielleicht liegt es einfach daran, dass das Thema ein sehr schwieriges ist. Trotzdem: Ein wichtiger, gut geschriebener Roman, der schwierige Themen mit Feingefühl behandelt. Empfehlenswert für alle, die sich auf eine anspruchsvolle Lektüre einlassen möchten.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

guter zweiter Teil

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Nach der überraschenden Wendung im ersten Teil der Reihe kam der zweite Teil, "Almost isn't enough: Echoes of the past," zwar etwas weniger überraschend daher, hat mich aber dennoch sehr berührt. Jennifer ...

Nach der überraschenden Wendung im ersten Teil der Reihe kam der zweite Teil, "Almost isn't enough: Echoes of the past," zwar etwas weniger überraschend daher, hat mich aber dennoch sehr berührt. Jennifer Bright schafft es erneut, eine gefühlvolle Geschichte zu erzählen, die mich in ihren Bann gezogen hat.

Die Charaktere, Damian und Hazel, haben mir besonders gut gefallen. Damian mag auf den ersten Blick verbittert wirken, aber ich habe ihn trotzdem schnell ins Herz geschlossen. Seine tieferliegenden Gefühle und sein Umgang mit der Vergangenheit machen ihn zu einem faszinierenden Protagonisten. Hazel war mir ebenfalls von Anfang an sympathisch, trotz der vielen Geheimnisse, die sie mit sich trägt. Ihre Komplexität und ihre Stärke haben mich beeindruckt.

Das wunderschön designte Cover und der Farbschnitt sind ein echter Hingucker und ergänzen die emotional packende Geschichte perfekt. Besonders liebenswert fand ich Hazels Opa und seine gemütliche Buchhandlung. Seine Weisheit und Herzlichkeit haben der Geschichte eine warme, einladende Atmosphäre verliehen.

Insgesamt ein gelungener zweiter Teil, der zwar weniger überraschend als der erste, aber dafür genauso gefühlvoll und fesselnd ist. Vier Sterne!

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Veröffentlicht am 07.10.2024

ein cozy Herbstroman

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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"Meet me in Autumn" von Laurie Gilmore ist genau der cozy Wohlfühlroman, den man im Herbst lesen sollte. Schon das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und laden zum Schmökern ein. Aber ...

"Meet me in Autumn" von Laurie Gilmore ist genau der cozy Wohlfühlroman, den man im Herbst lesen sollte. Schon das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und laden zum Schmökern ein. Aber auch der Inhalt hält, was er verspricht, und ist richtig cozy.

Ich habe mir Gilmore-Girls-Stimmung gewünscht und genau das bekommen. Der Roman spielt in einer kleinen Stadt, was ich sehr mag. Die Atmosphäre dieser Kleinstadt ist liebevoll beschrieben und bietet den perfekten Rahmen für die Geschichte.

Jeanie, die Protagonistin, übernimmt ein Café in der Kleinstadt und trifft auf Logan, den charmanten Farmer. Die beiden kommen sich natürlich näher und es knistert ordentlich zwischen ihnen. Die Chemie zwischen Jeanie und Logan ist spürbar und ihre Liebesgeschichte entwickelt sich auf süße und herzerwärmende Weise.

"Meet me in Autumn" ist ein wunderbar leichter und gemütlicher Roman, der perfekt in die Herbstzeit passt. Die warmherzige Erzählweise und die charmanten Charaktere machen das Buch zu einem echten Wohlfühl-Erlebnis. Vier Sterne von mir für diesen bezaubernden Herbstroman!

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Veröffentlicht am 07.10.2024

weniger überzeugend als das Debüt

Blue Sisters
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"Blue Sisters" von Coco Mellors ist ein fesselnder Roman, der sich mit dem komplexen Leben dreier Schwestern auseinandersetzt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Geschichte wird von dem Verlust ...

"Blue Sisters" von Coco Mellors ist ein fesselnder Roman, der sich mit dem komplexen Leben dreier Schwestern auseinandersetzt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Geschichte wird von dem Verlust ihrer Schwester Nickie überschattet, die an den starken Schmerzen ihrer Endometriose litt.

Obwohl die Dynamik zwischen den Schwestern interessant ist, fand ich keine von ihnen wirklich sympathisch. Einige der Charaktere kämpfen mit Drogenproblemen, andere behandeln ihre Beziehungspartner nicht besonders gut. Diese menschlichen Unzulänglichkeiten und die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, erinnern an Mellors' vorheriges Werk, "Cleopatra und Frankenstein".

Dennoch konnte mich "Blue Sisters" nicht ganz so sehr mitreißen wie "Cleopatra und Frankenstein". Während die Charakterentwicklung und die Darstellung der persönlichen Kämpfe der Schwestern tiefgründig und realistisch sind, fehlte mir diesmal der emotionale Funke, der mich vollkommen in die Geschichte eintauchen ließ.

Insgesamt ist "Blue Sisters" ein gut geschriebener Roman mit viel Tiefe und komplexen Charakteren. Auch wenn es mich nicht ganz so packen konnte wie Mellors' vorheriges Werk, ist es dennoch lesenswert und erhält von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

besser als okay

Okaye Tage
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"Okaye Tage" von Jenny Mustard hat mich positiv überrascht und war definitiv besser als nur okay. Generell bin ich ein großer Fan der Romane aus dem Eichborn-Verlag, und auch dieses Buch hat mich nicht ...

"Okaye Tage" von Jenny Mustard hat mich positiv überrascht und war definitiv besser als nur okay. Generell bin ich ein großer Fan der Romane aus dem Eichborn-Verlag, und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht.

Die Gestaltung des Covers verstehe ich zwar nicht ganz – es scheint auf den ersten Blick nicht viel über den Inhalt des Buches preiszugeben –, aber das sollte niemanden abschrecken, denn der Inhalt ist wirklich toll.

Die Geschichte dreht sich um Sam und Luc, zwei Charaktere, die in ihrer Findungsphase stecken und versuchen, ihren Weg im Leben zu finden. Beide sind hervorragend ausgearbeitet und wirken sehr authentisch. Ihre Sorgen, Träume und die Art und Weise, wie sie mit den Herausforderungen des Lebens umgehen, sind nachvollziehbar und berührend. Diese Kombination und das Zusammenspiel der beiden bieten eine interessante Dynamik, die den Leser immer wieder aufs Neue fesselt.

Die Themen, die in "Okaye Tage" behandelt werden, sind vielfältig und tiefgründig. Von Selbstfindung und Identität bis hin zu den kleinen und großen Kämpfen des Alltags – alles wird auf eine Weise dargestellt, die echt und greifbar wirkt. Jenny Mustard schafft es, die Gefühle und Gedanken ihrer Charaktere so darzustellen, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann.

Wer einen Roman sucht, der sich mit der Suche nach dem eigenen Weg und den Höhen und Tiefen dieser Phase beschäftigt, ist hier genau richtig. "Okaye Tage" ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig gut unterhält.

Insgesamt ein wirklich gelungener Roman, der vier Sterne von mir bekommt. Jenny Mustard hat es geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die sowohl tiefgründig als auch zugänglich ist, und das macht "Okaye Tage" zu einer empfehlenswerten Lektüre.

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