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Mia_05

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Stück für Stück gen Weihnachten

Das mörderische Christmas Puzzle
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„Frohe Weihnachten“, ein Ausspruch, den die eigenwillige „Rätselrentnerin“ Edie mindestens genauso sehr verabscheut, wie schlecht gekleidete Menschen. Am liebsten würde sie sich zu dieser Zeit des Jahres ...

„Frohe Weihnachten“, ein Ausspruch, den die eigenwillige „Rätselrentnerin“ Edie mindestens genauso sehr verabscheut, wie schlecht gekleidete Menschen. Am liebsten würde sie sich zu dieser Zeit des Jahres von der Außenwelt abschotten. Doch zu ihrem Verdruss muss sie ihre Nachbarin bei der jährlichen Vorbereitung für den perfekt kitschig dekorierten Garten beobachten. Und als wäre das nicht genug, erhält Edie auch noch anonyme Post – jemand sendet ihr mysteriöse Puzzleteile, die nach und nach ein tödliches Gesamtbild ergeben. Um den Täter zu stoppen und vier angekündigte Mordopfer zu retten, muss sie das Rätsel lösen und sich ihrer persönlichen Vergangenheit stellen.
Die Bezeichnung „Kriminalroman“ passt zu dem sehr hübsch daherkommenden Buch von Alexandra Benedict genauso gut wie Kartoffelsalat zu Weihnachten. Was hier an ein Märchenbuch mit gemütlichem Inhalt erinnert, kommt mit einem doch nicht ganz so friedvollen, rätselbehafteten Krimi daher. Das schon am Cover zu erkennende Zusammenspiel aus Crime und Rätselraten ist insgesamt gut gelungen, und wird durch die zwei kleinen integrierten Rätsel für den Leser zu einer Art Suchspiel, das sich durch das gesamte Buch zieht, erweitert.
Die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart hilft dabei, die Figuren (und dabei insbesondere Edie) intensiver kennenzulernen, wobei hier gleichzeitig der Knackpunkt liegt. Insgesamt zieht sich die Story durch die teilweise gedoppelten Passagen ein wenig in die Länge. Die letzten fünfzig Seiten nehmen dann jedoch nochmal richtig Fahrt auf und bilden einen doch sehr gelungenen und runden Abschluss.
Der Schreibstil trägt dazu bei, durch die Seiten zu fliegen, da er sehr leicht verständlich und gut lesbar ist. Einzig und allein die Namen sind an manchen Stellen etwas ausgefallen, was insgesamt doch irgendwie zur ganzen Story und Atmosphäre passt.
Die Charaktere sind allesamt gut und facettenreich ausgestaltet, wobei mir persönlich vor allem Nachbarin und Freundin Riga ans Herz wachsen konnte. Protagonistin Edie handelt mir an einigen Stellen jedoch etwas unpassend, so zum Beispiel auch bei dem Aufeinandertreffen mit ihrer großen Liebe.
Trotz des etwas langgezogenen Geplänkels zwischendurch lädt „Das mörderische Christmas Puzzle“ zum Miträtseln ein. Empfehlenswert ist dieses Buch daher für alle, die eine nette Kombination aus Rätsel, Crime und weihnachtlicher Atmosphäre suchen und somit ein paar gemütliche Lesestunden bei Kerzenlicht und klirrender Kälte außerhalb der wohlig warmen Vierwände verbringen wollen.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Vielversprechende Story mit Luft nach oben

Love, Mom
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Schon nach dem Lesen des Klappentextes wird klar: Hier herrscht echtes Thriller-Potential! Mackenzie, die junge Studentin und Tochter der berühmten Autorin E.V. Renge, hat einen schweren Verlust zu beklagen. ...

Schon nach dem Lesen des Klappentextes wird klar: Hier herrscht echtes Thriller-Potential! Mackenzie, die junge Studentin und Tochter der berühmten Autorin E.V. Renge, hat einen schweren Verlust zu beklagen. Ihr Mutter, die alle nur unter ihrem Pseudonym kennen, kommt unerwartet bei einem Unfall ums Leben. Als sie eines Tages einen Brief erhält, beschleicht sie ein unheimliches Gefühl. Das Schriftstück, das sie zuerst für Fanpost hält, scheint von ihrer verstorbenen Mutter höchstpersönlich zu kommen. Und damit beginnt die Spurensuche in der Vergangenheit ihrer eigenen Familie, bei der Geheimnisse an die Oberfläche gezerrt werden, die das Leben der jungen Frau vollkommen auf den Kopf stellen sollen.
Klingt erst einmal vielversprechend, stellt sich dann aber als teilweise lückenhaft heraus. Insgesamt ist der Inhalt gut herausgearbeitet und dargestellt. Vor allem der erzählerische Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit lässt zu, weiter in die Geschichte einzutauchen und alle Geschehnisse nachzuvollziehen. Die Einteilung in 3 Teile sorgt dafür, den Spannungsbogen zu zeichnen.
Jedoch wird hier auch der erste Mangel deutlich. So zieht sich die Geschichte zwischenzeitlich ein wenig in die Länge und ist auch schon frühzeitig relativ leicht zu durchschauen. Damit meine ich nicht, dass bereits zu Beginn klar ist, wie alles enden wird. Vielmehr werden einzelne Aspekte und Handlungsstränge herausgearbeitet, bei denen man sich wünscht, dass die Autorin endlich auf den Punkt kommt und das niederschreibt, was man schon seit einigen Seiten ahnt / weiß.
Auch die Charaktere wirken ein wenig oberflächlich. Obwohl man sich die einzelnen Personen sehr gut vorstellen kann und mir vor allem Mackenzie und ihr bester Freund schon etwas ans Herz wachsen konnten, fehlt ihnen eine gewisse Tiefe. Dadurch kann es einem etwas schwerer fallen, eine Bindung aufzubauen, die zum Weiterlesen motiviert.
An Schreibstil und Covergestaltung habe ich dahingegen nichts auszusetzen. Durch die einfache, ans Genre angepasste Sprache lässt sich der Thriller angenehm und flüssig lesen. Das Cover passt inhaltlich optimal und erweckt die Aufmerksamkeit des (vermeintlichen) Lesers.
Alles in allem lässt sich sagen, dass es sich bei „Love, Mom“ von Iliana Xander um ein gutes Buch für zwischendurch handelt. Man bekommt eine interessante Story mit kleinen Mängeln sowohl im Spannungsaufbau als auch der Charaktergestaltung. Zwar ist es nicht das erste Buch, das mir in den Sinn kommt, wenn ich nach einer Empfehlung im Bereich Thriller gefragt werde und doch kann ich es nicht als Zeitverschwendung betiteln!

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