Profilbild von DoraLupin

DoraLupin

Lesejury Star
offline

DoraLupin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DoraLupin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2024

Unterhaltsame Geschichte über zwei sehr unterschiedliche Charaktere

Pi mal Daumen
0

Die Geschichte wird aus Sicht von Oskar erzählt, der als Student Mathematik studiert und meint er wäre ein richtiger Überflieger und er würde schon alles können, im Vergleich zu seinen Mitstudenten ...

Die Geschichte wird aus Sicht von Oskar erzählt, der als Student Mathematik studiert und meint er wäre ein richtiger Überflieger und er würde schon alles können, im Vergleich zu seinen Mitstudenten die größtenteils sowieso nach wenigen Wochen das Studium wieder verlassen müssten, da sie nicht die nötige Intelligenz besitzen würden. Genau er trifft in den Vorlesungsräumen auf die 53jährige Moni Kosinsky, die das Studium eigentlich nur zum Spaß macht und nebenbei noch mehreren Jobs nachgeht und sich als Oma um die Enkel kümmert. Die beiden finden immer mehr zusammen und Welten prallen aufeinander.

Der Schreibstil ist sehr humorvoll aber auch überzogen und voller Klischees. Dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb versprüht die Geschichte auch einen gewissen Charme und ist sehr unterhaltsam und kurzweilig. Man ist sehr nah bei Oskar, dass das Buch aus seiner Perspektive erzählt wird und kann deshalb auch die Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Manchmal kommt er etwas arrogant rüber, nicht nur wie er über andere Studierende denkt, sondern auch weil seine Eltern viel Geld haben und ihm praktisch alles in den Schoß fällt. Anders ist es mit Moni die wirklich hart arbeiten muss und sich die Zeit für ihren Traum, das Studium richtig erarbeiten muss. Diese Gegensätze sind zwar oft spaßig und betonen noch den Unterschied der beiden, aber die Geschichte wirkt dadurch auch immer wieder überzogen und klischeebehaftet.

Einiges an der Geschichte war mir etwas weit hergeholt, wie manches Verhalten der Professoren Moni gegenüber aber anderseits ist die Geschichte auch so schön zu verfolgen und fasst wie ein Märchen, wie aus dem menschenscheuen Oskar ein richtiger Helfer in der Not wird.

Fazit: Eine wirklich schöne, herzwerwärmende Geschichte über die Unterschiede des Lebens, aber auch etwas überzogen und klischeehaft dargestellt. Dennoch eine sehr unterhaltsame Lektüre, die ich empfehlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2024

Ein spannender historischer Roman

Nur nachts ist es hell
0

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn der Klappentext hat sich wirklich interessant angehört und hat nach sehr viel Medizingeschichte geklungen... Lazarett, Studium der Medizin und dann ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn der Klappentext hat sich wirklich interessant angehört und hat nach sehr viel Medizingeschichte geklungen... Lazarett, Studium der Medizin und dann noch die Arbeit mit Schwangeren sind sehr spannende Themen, über die ich immer wieder gerne lese.

Das Buch dreht sich um Elisabeth, die das jüngste der vier Brugger-Kinder ist. Im Ersten Weltkrieg arbeitet sie als Lazarettschwester, nach dem Krieg studiert sie Medizin. Sie heiratet den Sohn einer alteingesessenen Wiener Ärztefamilie, der versehrt von der Südfront zurückgekehrt ist. Die beiden führen gemeinsam eine Praxis. Elisabeth kann die Augen nicht verschließen vor dem Elend der Frauen, die in ihrer Verzweiflung eine Engelmacherin aufsuchen. Sie muss sich die Frage stellen, wie weit sie bereit ist zu gehen … Eine besonders enge Beziehung hat sie zu ihrem Bruder Eugen, sie ist die Einzige, die von seiner Affäre mit der Frau seines Zwillingsbruders Carl weiß. Als Eugen eine Familie vor der SS versteckt, wird er selbst zum Gesuchten. War es Carl, der ihn verraten hat?

Ich fand die Geschichte nicht ganz einfach zu lesen und sie wurde ungewöhnlich erzählt, die betagte Elisabeth schreibt ihr Leben in Briefform nieder und deshalb wird auch immer wieder zwischen den Zeiten und auch Personen gesprungen. Ich lese tatsächlich lieber Bücher ohne solche Sprünge und mit einem klareren zeitlichen Ablauf, hier muss man schon sehr aufmerksam lesen und es ist keine Lektüre die man mal abends vor dem schlafen gehen lesen kann. Einerseits ist der Schreibstil daher fordernder zu lesen, aber andererseits mag ich Bücher die ungewöhnlich erzählt werden auch gerne, die sie machen die Geschichte auch immer wieder zu etwas Besonderem.

Die Handlung dagegen war wirklich sehr spannend und die Zeit des 20 Jahrhunderts wurde sehr gut und lebendig eingefangen. Gerade wie schwer es für (schwangere) Frauen oder auch allgemein für Frauen war die mehr wollten, als nur dem Ehemann den Rücken freizuhalten. Ich fand diesen medizinischen Hintergrund der sich über diese Geschichte zieht wirklich interessant und so habe ich das Buch auch sehr gerne gelesen und habe die paar Zeitsprünge auch gerne in Kauf genommen.

Fazit: Ein ungewöhnlicher und nicht ganz einfach zu lesender Schreibstil, aber dafür eine sehr spannende und interessante historische Geschichte. Sehr zu empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2024

Berührende aber auch interessante Geschichte

Das Echo vergessener Bücher
0

Das Cover mit dem Laden voller Bücher konnte mich als Leseratte natürlich sofort in seinen Bann ziehen und auch der Klappentext hatte es mir sehr schnell angetan. Ich wollte daher gerne wissen welche Geschichte ...

Das Cover mit dem Laden voller Bücher konnte mich als Leseratte natürlich sofort in seinen Bann ziehen und auch der Klappentext hatte es mir sehr schnell angetan. Ich wollte daher gerne wissen welche Geschichte sich dahiner verbirgt und hatte mit dem Buch ein sehr sehr schöne Lesestunden, einerseits ist die Geschichte spannend, andererseits konnte sie aber auch berühren.

Inhaltlich geht es um folgendes: Buchhändlerin Ashlyn ist immer auf der Suche nach besonderen Schätzen. Eines Tages findet sie zwei wunderschön gebundene Bücher, die noch unveröffentlicht sind. Die Verfasser Hemi und Belle erzählen von ihrer tragischen Liebe und schildern offenbar zwei Seiten der gleichen Geschichte. Doch wer waren sie, und wo sind sie jetzt? Ashlyn ist entschlossen, das Geheimnis um die beiden einstigen Liebenden zu lüften. Auf der Fährte von gebrochenen Versprechungen und unverzeihlichen Fehltritten kommt Ashlyn der Wahrheit immer näher. Dabei entfaltet sich auch ihr eigenes Leben auf ganz neue Weise.

Der Schreibstil des Buches ist wirklich fesselnd und so wollte ich dieses Buch in jeder freien Minute lesen und konnte es kaum zur Seite legen. Die Geschichte ist einfach und leicht verständlich geschrieben, so kann man als Leser ganz in das Buch eintauchen und das Lesen richtig genießen.

Ashlyn ist eine Protagonistin, die eine Neugier und einen Spürsinn für besondere Bücher hat und dies hat sie mir als Leser sehr schnell sympathisch gemacht, die Liebe zu besonderen Büchern und das aufspüren von geheimnisvollen Geschichten ist hier allgegenwärtig und wirklich wunderbar!

Die Geschichte ist geheimnisvoll, spannend und sehr interessant geschrieben, manchmal hätte ich sie mir etwas weniger liebeslastig gewünscht aber dies ist natürlich auch immer Geschmackssache. Insgesamt hat man hier eine ganz bezaubernde Geschichte die etwas geheimnisvoll und berührend daherkommt. Sehr zu empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2024

Optimal für die Advents-und Weihnachtszeit

Ein Engel für Weihnachten
0

Kiel 1979: Albertine Hollmann steckt mitten in den Weihnachtsvorbereitungen, die Familie hat sich angekündigt. Da erreicht sie ein Brief: Im Sommer des Jahres ist Grete Wendt verstorben. Berti ist geschockt, ...

Kiel 1979: Albertine Hollmann steckt mitten in den Weihnachtsvorbereitungen, die Familie hat sich angekündigt. Da erreicht sie ein Brief: Im Sommer des Jahres ist Grete Wendt verstorben. Berti ist geschockt, war Grete doch Freundin, Mentorin und Vorbild für sie. Zwischen den Jahren, in der besinnlichen Zeit der Raunächte, erinnert sich Berti: 1919, als Siebzehnjährige, hatte sie in der Manufaktur Wendt & Kühn ihre erste Stelle gefunden. Sie bekam die Möglichkeit, ihr Talent zu entfalten – bis die Stürme der Geschichte ihr Leben für immer veränderten.


Der Schreibstil war einfach und leicht zu lesen, ich konnte mich daher ganz auf die Geschichte konzentrieren und die Seiten sind während des lesens nur so dahin geflogen. Ausserdem hat die Autorin es geschafft die Zeit 1979 und auch 1919 wunderbar einzufangen und sehr bildhaft und lebendig zu beschreiben. Ich hatte diese Zeit gerade rund um Weihnachten schön vor Augen und das Buch hat meine Vorfreude auf das Fest der Liebe schon wecken können.

Die Charaktere wurden authentisch beschrieben und waren mir schnell sympathisch, ihre Gedanken und Gefühle waren nachvollziehbar. Es hat Spaß gemacht diese Geschichte gemeinsam mit ihnen zu erleben. Die Handlung ist emotional, regt teilweise auch zum nachdenken an und hat mich sehr gut unterhalten können. Gerade rund um die Weihnachts-und Adventszeit ist es eine Geschichte zum wegträumen und lenkt auch gut vom Vorweihachtsstress ab.

Fazit: Schöne Geschichte, optimal zur Weihnachts-und Adventszeit!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2024

Mrs. Potts geht in die dritte Runde

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
0

Dies ist bereits der dritte Krimi rund um Mrs. Potts und ihren Mordclub. Man könnte die Geschichten wohl unabhängig voneinander hören, da der Fall an sich jedesmal abgeschlossen wird, aber das ...

Dies ist bereits der dritte Krimi rund um Mrs. Potts und ihren Mordclub. Man könnte die Geschichten wohl unabhängig voneinander hören, da der Fall an sich jedesmal abgeschlossen wird, aber das "Drumrum" und das kennenlernen der Charaktere macht es natürlich sehr viel einfacher wenn man die Geschichten in passender Reihenfolge hört oder liest.

Dieses mal stirbt der Bürgermeister von Marlow während einer Stadtratssitzung. Er war allseits beliebt bei den Menschen des Ortes und dies macht es schwer überhaupt von einem Mord auszugehen, denn wer sollte den netten Mann getötet haben? In seiner Kaffeetasse jedoch finden sich Spuren von Eisenhut und die Polizei beginnt wegen Mordes zu ermitteln. Die Polizei ernennt Judith Potts und ihre Freundinnen Suzie und Becks zu zivilen Beraterinnen. Deshalb dürfen auch sie nun ganz legal Verdächtige befragen und Hinweisen nachgehen.

Der Schreibstil der Geschichte ist sehr einfach und leicht verständlich, so kann man sich ganz auf den Inhalt und den Mordfall konzentrieren. Da ich nun schon das dritte mal mit dabei bin, hatte ich sofort wieder einen Draht zu den drei Frauen und dem kleinen Städchen und es war wieder einiges an Humor mit dabei der mich zum schmunzeln gebracht hat. Besonders gerne mag ich Becks und Suzie, Judith selbst fand ich diesmal etwas dreist und übergriffig wie sie mit den Leuten spricht. Teils fand ich das etwas zu viel des guten, obwohl es humorvoll sein sollte.

Der Kriminalfall liefert viele Verdächtige und mögliche Motive und so hat es Spaß gemacht auch als Hörer der Geschichte etwas mitzuermitteln und eigene Theorien im Kopf zu entwickeln. Das Motiv am Schluss ist nachvollziehbar, aber wie die drei auf den Täter und die Tat an sich kommen fand ich nicht ganz gelungen und stimmig.

Die Sprecherin hat ihren Job gut gemacht und hat vorallem Judith wieder sehr witzig gelesen. Ihre Stimme passt gut zu dieser Krimireihe und ich hatte wieder Spaß am ermitteln. Gerne sehe ich die drei bei einem neuen Krimi wieder.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere