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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2024

Obwohl es um Trauer geht, doch sehr humorvoll und hoffnungsfroh

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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„Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“ von K. J. Reilly wurde in meinen Augen zum Ende hin immer besser. Die erste Hälfte gefiel mir auch deshalb weniger gut, da die Handlung vorhersehbar verlief und ...

„Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“ von K. J. Reilly wurde in meinen Augen zum Ende hin immer besser. Die erste Hälfte gefiel mir auch deshalb weniger gut, da die Handlung vorhersehbar verlief und die Charaktere eher flach und etwas stereotyp erschienen. Nach und nach gewinnen dann aber Handlung, wie auch die Figuren, deutlich an Kontur. Trotzdem handelt es sich um ein Jugendbuch, die Botschaften sind deshalb recht einfach gehalten und der Humor mitunter flapsig. Dennoch hat es schon Spaß gemacht, die skurrile Truppe auf ihrem Roadtrip zu begleiten. Dabei wird deutlich wie unterschiedlich sich Trauer anfühlen kann und das sie trotz allem doch auch verbindet. Alles in allem eine schöne Botschaft. Der Schreibstil liest sich durchgehend flüssig und passt sprachlich ins Genre. Und auch wenn ich schon Ähnliches gelesen habe (die grundlegende Story ist ja wirklich nichts Neues) vergebe ich letztlich gute 3 1/2 Sterne, welche ich auf 4 aufrunde.

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Künstlerisches Bilderbuch mit toller Botschaft und einfachen Texten

Die Geschichte vom zauberbunten Garten
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Ich bin mittlerweile großer Fan des Jupitermond Verlags, da man dort einzigartige Kinderbücher in hochwertiger Aufmachung und tollen Botschaften findet. Und so musste auch „Die Geschichte vom zauberbunten ...

Ich bin mittlerweile großer Fan des Jupitermond Verlags, da man dort einzigartige Kinderbücher in hochwertiger Aufmachung und tollen Botschaften findet. Und so musste auch „Die Geschichte vom zauberbunten Garten“ unbedingt bei uns einziehen. Die Bilder gefallen mir persönlich gut, unser Kleiner empfand sie aber als etwas zu abstrakt und konnte mit den zarten Aquarellzeichnungen nicht so viel anfangen. Etwas mehr aussagekräftige Details hätten denke ich nicht geschadet. Die Geschichte an sich überzeugt dann aber durch ihre klare Sprache und die schöne Botschaft. Als passionierte Hobbygärtnerin mochte ich besonders die Aufforderung selbst einen liebevollen Garten zu erschaffen, zum Ende hin. Alles in allem gibt es von uns aufgrund der Illustrationen einen Stern Abzug. Dies ist aber letztlich Geschmackssache. Die Geschichte an sich empfehlen wir dafür uneingeschränkt weiter!

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Veröffentlicht am 10.10.2024

Spannende Grundidee, inhaltlich mitunter etwas chaotisch

Kein Land in Sicht
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Zunächst einmal empfand ich den Handlungsort des Krimis „Kein Land in Sicht“ der Autorin Christina Pertl als gut gewählt. Die teils abgeschiedene Situation auf dem Kreuzfahrtschiff sorgt nämlich für ordentlich ...

Zunächst einmal empfand ich den Handlungsort des Krimis „Kein Land in Sicht“ der Autorin Christina Pertl als gut gewählt. Die teils abgeschiedene Situation auf dem Kreuzfahrtschiff sorgt nämlich für ordentlich Spannung. Darüber hinaus werden auch normale Abläufe auf einem solchen Unterhaltungsriesen lebendig geschildert, wobei durchaus ein kritischer Blick auf die Branche entsteht. Soweit gefiel mir auch alles ausgezeichnet. Die Krimihandlung wäre für mich allerdings noch ausbaubar, wobei der Fall an sich schon originell war. Protagonistin Sarah agierte mir aber insgesamt zu chaotisch und kopflos. Klar ist dies teilweise auch dem Gedächtnisverlust geschuldet, aber auch mit Erinnerung hat sie einen Hang zur Leichtsinnigkeit und unüberlegten Handlungen. Der Schreibstil las sich stellenweise für mich etwas holprig, wobei ich dies in diesem Fall als Geschmackssache verbuchen würde. Etwas ungünstig empfand ich darüber hinaus wie platt Rückblicke und Biografien in den Text eingefügt wurden. Ansonsten war „Kein Land in Sicht“ für mich aber ein durchaus interessanter Auftakt zu einer neuen Krimiserie. Für die genannten Kritikpunkte, ziehe ich einen Stern ab und vergebe deshalb 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung für Spannungsfans.

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Veröffentlicht am 09.10.2024

Amüsante kleine Geschichten voller Lebensweisheiten

Tee auf Windsor Castle
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Obwohl „Tee auf Windsor Castle“ von Claire Parker nur recht wenige Seiten hat ist die Erzählung für mich doch rund. Besonders gerne mochte ich den feinen Humor und auch Schloss Windsor wurde so lebendig ...

Obwohl „Tee auf Windsor Castle“ von Claire Parker nur recht wenige Seiten hat ist die Erzählung für mich doch rund. Besonders gerne mochte ich den feinen Humor und auch Schloss Windsor wurde so lebendig geschildert, dass ich alles förmlich vor mir sah. Das Buch lebt darüber hinaus aber auf jeden Fall von seinen Dialogen, vor allem zwischen Kate und Becky. Thematisch schweifen die Beiden dabei über viele Themen und so ergeben sich auch etliche unterschiedliche Lebensweisheiten. Auch der Schreibstil gefiel mir gut, da er Leichtigkeit versprühte und sich flüssig las. Einzig am Ende verlor mich die Autorin durch ihre doch etwas platte Auflösung. Für mich wäre der Roman rundum perfekt gewesen, wäre es hier nur bei den Andeutungen geblieben. Denn gerade diese machten für mich einen Großteil des besonderen Zaubers der Geschichte aus. So vergebe ich aufgrund dessen "nur" 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Dramatisch, intensiv und aufwühlend

Tage mit Milena
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„Tage mit Milena“ von Katrin Burseg ist ein durchaus besonderes Leseerlebnis. Vom malerischen Cover darf man sich hier auf keinen Fall täuschen lassen, denn um einen Wohlfühlroman handelt es sich keinesfalls. ...

„Tage mit Milena“ von Katrin Burseg ist ein durchaus besonderes Leseerlebnis. Vom malerischen Cover darf man sich hier auf keinen Fall täuschen lassen, denn um einen Wohlfühlroman handelt es sich keinesfalls. Es geht vielmehr um Aktivismus wobei sich die Autorin dabei dem Thema auf zwei Zeitebenen nähert. Zunächst einmal trifft Protagonistin Annika in der Gegenwart auf Klimaaktivistin Luzie und folgt dieser zu einem Protest. Nach und nach erfahren wir dann aber auch mehr über Annikas Vergangenheit, in welcher sie selbst in der Hamburger Hausbesetzerszene in den Achtziger Jahren aktiv war. Mit persönlich lag der aktueller Erzählstrang etwas mehr, hier konnte ich thematisch einfach stärker mitfühlen. Aber auch die früheren Ereignisse werden interessant geschildert und man merkt der Geschichte insgesamt die ausführliche Recherchearbeit der Autorin an. Der Schreibstil liest sich packend, auch deshalb weil alle Settings unglaublich lebendig erscheinen und auch die Atmosphäre ist durchgehend greifbar und sehr authentisch. Auch wenn ich nicht alle Figuren sonderlich sympathisch fand, gerade Annika machte es mir durch ihr Verhalten nicht leicht, so wurde ich doch in den Bann der Geschichte gezogen, was sehr für die Erzählkunst der Autorin spricht. Lediglich das Ende erschien mir nicht ganz rund. Zum einen ist es doch etwas zu offen für meinen Geschmack, zum anderen endet alles ziemlich abrupt, was nicht so recht zur vorherigen so detaillierten Erzählweise passen wollte. Alles in allem war „Tage mit Milena“ für mich aber dennoch eine mitreißende und letztlich nachdenklich machende Lektüre. Alle die gehaltvolle Geschichten mit historischem Bezug mögen, sollten unbedingt zugreifen!

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